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Veröffentlicht am 10.04.2021

Eine Entdeckungstour mit Schnudel auf dem Kiez

Kiwi, Kalle und das Stadtgeflüster
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Inhalt:
Kalle und Kirsten sind zwei 11-jährige Berliner Kids die im gleichen Haus wohnen. Als Kalle mal wieder mit dem Hund von Oma Matz unterwegs ist, lernt er durch Zufall Kirsten kennen. Zusammen erleben ...

Inhalt:
Kalle und Kirsten sind zwei 11-jährige Berliner Kids die im gleichen Haus wohnen. Als Kalle mal wieder mit dem Hund von Oma Matz unterwegs ist, lernt er durch Zufall Kirsten kennen. Zusammen erleben die Beiden eine Menge Abenteuer und entdecken einige Ungereimheiten in ihrem Viertel. Es passieren eine Menge ungewöhnliche Dinge und gemeinsam versuchen sie diesen Dingen auf den Grund zu gehen. Ob ihnen dies gelingen wird, müsst ihr schon selber herausfinden.

Cover:
Das Cover ist farbenfroh gestaltet und spricht sowohl Mädchen wie auch Jungen an. Anhand der Gestaltung weiß man noch nicht , was einen genau erwartet und somit steigt die Neugierde auf die Geschichte.

Meine Meinung:
Susanne Weber hat mit Kiwi, Kalle und das stadtgeflüster eine pfiffige, altersgerechte und unterhaltsame Geschichte geschrieben.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Kalle und Kiwi erzählt und so erhält der Leser einen Einblick in die Welt der Beiden.

Sowohl Kalle, wie auch Kiwi lieben Hunde, sind gerne in der Natur unterwegs und beobachten ihre Umgebung ganz genau. Dabei entdecken sie eine Menge Geheimnisse und entwickeln kreative Ideen um an wichtige Informationen zu gelangen.

Zwischendurch gibt es auch immer wieder mal einige Dinge zum schmunzeln und auch die Spannung ist an die jungen Leser angepasst.

Highlight der Geschichte ist natürlich Pelle, der liebevoll als Schnudel bezeichnet wird und eine echte Spürnase ist. Aber auch Kalle und Kiwi sind ein tolles Duo, welches sich prima ergänzt und sehr hilfsbereit ist.

Fazit:
Eine pfiffige und unterhaltsame Geschichte für junge Leser ab 9 Jahren.

Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2021

Die tierischen Vier

Und dann kam Juli
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Inhalt:
Viele Kinder wünschen sich ein Tier. So ist es auch bei dem 11-jährigen Paul. am liebsten hätte er einen Hund, mit dem er zusammen in seiner Bandenbude abhängen kann. Doch plötzlich steht ein ...

Inhalt:
Viele Kinder wünschen sich ein Tier. So ist es auch bei dem 11-jährigen Paul. am liebsten hätte er einen Hund, mit dem er zusammen in seiner Bandenbude abhängen kann. Doch plötzlich steht ein Pferd im Garten und zu allem Übel, finden seine Eltern das Pferd auch noch großartig. Paul weiß nicht was er davon halten soll und möchte das Pferd so schnell wie möglich wieder los werden. Mit allen Mitteln versucht Paul sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Aber wird es ihm am Ende auch gelingen ?

Cover :
Das Cover verspricht eine amüsante Geschichte , die sowohl Jungs, wie auch Mädchen anspricht.
Schlägt man das Buch auf, erwarten einen viele tolle Illustrationen, Sprechblasen und kreative Schriftzüge, die selbst Lesemuffel zum lesen bringen.

Meine Meinung:
Petra Eimer hat mit " Und dann kam Juli " eine amüsante und turbulente Geschichte geschrieben, die junge Leser ab 8 Jahren nicht überfordert.

Paul ist zunächst sauer auf Juli und ich kann seine Abneigung gegenüber Juli erlich gesagt nicht nachvollziehen . Mit allen Mitteln versucht er Juli loszuwerden und sein Selbstmitleid ging mir dabei manchmal ganz schön auf die Nerven.

Ebenso wenig kann ich verstehen, dass die Eltern sehr gelassen auf die Zerstörung durch Juli reagieren, obwohl er das geliebte Gemüsebeet ruiniert hat und die Blumen der Mutter aufgefressen hat. Ich wäre da ehrlich gesagt nicht so ruhig geblieben und hätte versucht eine Lösung zu finden. Entweder hätte ich Juli auf eine Koppel verfrachtet oder ihn irgendwo untergebracht, wo er nicht alles zerstören kann.

Sicherlich darf man einige Sachen auch nicht ganz so eng sehen und viele Situationen würden so auch nicht in der Realität stattfinden.

Viel wichtiger ist in dieser Geschichte, dass man seine Entscheidungen ändern kann und manchmal auch Kompromisse eingehen sollte.

Auch wenn das gute Ende und die Verwandlung von Paul dann doch etwas zu schnell herbei kommen, bietet das Buch doch eine witzige und sommerliche Geschichte.

Fazit: Da mir die negative Haltung von Paul lange Zeit nicht gefiel und er mir erst zum Schluß der Geschichte symphatisch wurde, vergebe ich 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Ein Urlaub der besonderen Art

Sommer auf Solupp
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Inhalt:

Familie Fröhlich hat durch die Erkrankung des Vaters, eine schwere Zeit hinter sich. Aus diesem Grund, hat die Mutter, eine 6-wöchihe Reise nach Solupp, einer kleinen Insel in großem Blau, gebucht. ...

Inhalt:

Familie Fröhlich hat durch die Erkrankung des Vaters, eine schwere Zeit hinter sich. Aus diesem Grund, hat die Mutter, eine 6-wöchihe Reise nach Solupp, einer kleinen Insel in großem Blau, gebucht. Jedoch sind die Kinder der Familie davon nicht gerade angetan. Mari wollte so gerne ins Fußballcamp, Bela in den Ferienpark und Kurt möchte einfach nur in Ruhe gelassen werden. An Mamas Entschluss lässt sich aber nichts mehr ändern und so startet der Urlaub nicht gerade mit großer Begeisterung. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als plötzlich ein seltsamer Mann auf der Insel auftaucht und die Kinder einige Geheimnisse entdecken. Auf einmal entwickelt sich der Urlaub zu einem tollen Abenteuer und die Familie erlebt eine unvergessliche und wunderschöne Zeit gemeinsam.

Cover:

Das Cover verstörmt sofort eine Wohlfühlatmosphäre und man möchte am liebsten sofort Urlaub am Meer machen. Zudem strahlt es durch die Farbkombination von gelb und türkis Sommerfeeling und Unbeschwertheit aus.

Meine Meinung:

Annika Scheffel hat mit " Sommer auf Solupp " eine Geschichte geschrieben, die ich auf Grund des Covers und des Klappentextes so nicht erwartet hätte.

Ich habe damit gerechnet, eine fröhliche, leichte und sommerliche Geschichte zu lesen. Jedoch hat es zunächst eine Zeit gedauert, bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte und ich im Lesefluss war. Die Sätze sind zum Teil sehr lang und manchmal musste ich sie auch zweimal lesen, da ich sie zum Teil sehr verwirrend fand. Hinzu kommt, dass die Fröhlichs eine schwere Zeit hinter sich haben. Kurt hat sehr viel Verantwortung übernommen, die Mutter hat sehr viel Zeit im Krankenhaus verbracht und Mari hat mit den Veränderungen ihres Bruders Kurt schwer zu kämpfen. Nun müssen sie es schaffen, über die vergangene Zeit zu sprechen und wieder zueinander zu finden.

Annika Scheffel gelingt es aber sehr gut, mit Leichtigkeit und Feingefühl diese schweren Momente altersgerecht zu Papier zu bringen. Denn es werden ernste Themen angesprochen, die einen dazu anregen auch mal das eigene Leben ein bißchen zu entschleunigen.

Es gibt aber auch sehr viele schöne Momente mit den liebensweten Bewohnern der insel, die einem in der kurzen Zeit alle sehr ans Herz wachsen.

Auf dieser kleinen Insel spielen Freundschaft und Zusammenhalt eine große Rolle und es macht großen Spaß mit diesen Bewohnern einen unvergesslichen Sommer zu erleben.

Mari ist ein aufgewecktes Mädchen, dass authentisch dargestellt wird. In Ema findet sie eine tolle Freundin und zusammen mit Joon, Kurt, Bela und Tonda snd sie ein tolles Team.

Fazit:

Sommer auf Solupp ist eine Lektüre mit vielen Geheimnissen, Abenteuern und einigen Überraschungen.

Annika Scheffel hat eine Geschichte mit Tiefgang geschrieben und entführt uns in einen ganz besonderen Sommer.

Sehr gerne vergebe ich 4 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2021

Lotte und ihre Oma

Lotte und die Freitags-Oma
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Inhalt:
Freitag ist ein ganz besonderer Tag, denn an diesem Tag, ist für die 5-jährige Lotte Oma-Tag. An diesem besonderen Tag wird Lotte von ihrer Oma vom Kindergarten abgeholt und die Beiden verbringen ...

Inhalt:
Freitag ist ein ganz besonderer Tag, denn an diesem Tag, ist für die 5-jährige Lotte Oma-Tag. An diesem besonderen Tag wird Lotte von ihrer Oma vom Kindergarten abgeholt und die Beiden verbringen den restlichen Tag gemeinsam. Ob ein Einkaufsbummel über den Markt, Laterne laufen, Gelee kochen oder Schlittenfahren ohne Schnee. Lotte genießt die gemeinsame Zeit mit ihrer Oma und kein Freitag gleicht dem Anderen.

Cover:
Das Cover ist sehr farbenfroh gestaltet und fällt dadurch sofort ins Auge. Lotte und ihre Oma hinterlassen einen glücklichen und zufriedenen Eindruck und versprühen Lebensfreude.

Meine Meinung:
Miriam Zedelius hat mit Lotte und die Freitags-Oma 18 kindgerechte und alltägliche Geschichten geschrieben, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern und bei denen es ein Vergnügen ist, diese vorzulesen.
Lotte ist ein wissbegieriges und lebenslustiges 5-jährriges Mädchen und ihre Oma ist eine warmherzige Frau, die Lotte den Freiraum gibt, den sie benötigt und ndie den Humor verliert.
Gemeinsam sind sie ein tolles Team, welches sich wunderbar ergänzt und uns an ihrem Alltag teilhaben lässt.

Die kleinen Zuhörer ab 3 Jahren können sich gut mit Lotte identifizieren und die ein oder andere Situation haben sie bestimmt auch schon mal im alltag erlebt.
Leseanfänger werden sicherlich auch sehr viel Freude mit diesem Buch haben, da die Textstrukturen einfach sind und die größere Schrift schnell zu einem Leseerfolg führen.

Fazit:
Ein tolles Vorlesebuch für Kinder ab 3 Jahren mit 18 tollen Alltagsgeschichten.

Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2021

Eine Suppe als Seelentröster

Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen
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Inhalt.

Annie ist vor kurzem mit ihrer Mutter in eine neue, fremde Stadt gezogen. Sie fühlt sich dort nicht besonders wohl und ihre neuen Mitschüler interessieren sich auch nicht für sie. Als sie durch ...

Inhalt.

Annie ist vor kurzem mit ihrer Mutter in eine neue, fremde Stadt gezogen. Sie fühlt sich dort nicht besonders wohl und ihre neuen Mitschüler interessieren sich auch nicht für sie. Als sie durch Zufall, an einem verregnetem Tag, Kurt mit seinem Suppenfahrrad entdeckt und von ihm einen Teller Erbsensuppe angeboten bekommt, ist die neue Stadt doch nicht mehr ganz so doof und sie findet in Kurt einen Verbündeten. Doch plötzlich ist das Suppenfahrrad verschwunden und Annie setzt alles daran, dass Fahrrad wieder zufinden und ihrem neuen Freund zu helfen.

Cover:

Das Cover, in seinen herbstlichen Farben, verströmt eine herrliche, warme Atmosphäre und man bekommt sofort Lust auf eine warme, leckere Suppe. Gerade bei diesem schmuddeligen und nassen Wetter, welches wir zur Zeit haben.

Meine Meinung:

Lucie Kolb hat mit " Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen " eine warmherzige, lustige und spannende Geschichte geschrieben in der Werte wie Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt, Lebensmittelverschwendung und Vorurteile eine wichtige Rolle spielen.

Wir begleiten Annie bei ihrer Ankunft in einer fremden Stadt, in der sie sich erst einleben muss und neue Freundschaften entstehen müssen. Eine neue Freundschaft entwickelt sich zwischen ihr und Kurt. Kurt klaut heimlich Lebensmittel, die ein Supermarkt, weil sie nicht mehr perfekt sind, in einem Container entsorgt. Aus diesen Lebensmitteln kocht Kurt Suppen um anderen Menschen eine Freude zu machen. Kurt ist ein herzensguter Mensch, der sehr wenig besitzt und in einem verlassenen Hafenviertel wohnt. Aus diesem Grund möchte Annie auch unbedingt, dass das Suppenfahrrad wieder gefunden wird. Hilfe erhält sie dabei von Nikita, der sich im Ort auskennt und ein Mitschüler von Annie ist. Nikita erscheint Annie zunächst etwas sonderbar, da er sich für das Wetter interessiert und sehr viel Expertenwissen mitbringt.

Hier zeigt uns die geschichte, dass man sich nicht schnell von Äußerlichkeiten beeinflussen lassen sollte und das der erste Eindruck manchmal täuschen kann.

Wir sollten öfters mal hinter die Fassade schauen, jedem einen Chance geben und unser Handeln im Bezug auf Verschwendung von Lebensmitteln, voreiligen Meinungen, Diebstahl sowie auch das Schenken, um damit anderen Menschen eine Freude zu machen, überdenken.

Lucie Kolb ist dies ganz wunderbar ohne erhobenen Zeigefinger gelungen.

Fazit:

Eine warmherzige und einfühlsame Geschichte, die in kindgerechter Weise aufzeigt, dass wir in einer Wegwerfgesellschaft leben und uns zu mehr Nachhaltigkeit auffordert.

Sehr gerne vergebe ich 5 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung für Kinde rab 10 Jahren aus.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere