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Veröffentlicht am 03.01.2021

Achtung! Zauberhafter Inhalt! Nur öffnen, wenn du an Magie glaubst!

Das magische Haus auf dem Hügel
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Hedy und ihr kleiner Bruder Spencer müssen für ein paar Wochen zu ihrem Opa John, damit ihre Eltern bei einer Ausgrabung helfen können. Aber Opa John hat eine strikte Regel: NICHTS ANFASSEN! Er war ein ...

Hedy und ihr kleiner Bruder Spencer müssen für ein paar Wochen zu ihrem Opa John, damit ihre Eltern bei einer Ausgrabung helfen können. Aber Opa John hat eine strikte Regel: NICHTS ANFASSEN! Er war ein berühmter Zauberer, doch vor vielen Jahren verschwand Oma Rose plötzlich bei einem seiner Kunststücke und wird seitdem vermisst. Seither sammelt er magische Gegenstände in seinem Haus, um die Welt vor ihnen zu beschützen. Aber diese Nichts-Anfassen-Regel ist ganz schön herausfordernd, wenn man acht und elf Jahre alt ist und in jedem Raum dieses großen Hauses geheimnisvolle Gegenstände aufbewahrt werden... Und wer schreibt eigentlich „Findet mich!“ mit Magneten an die Kühlschranktür? Spukt es etwa im magischen Haus auf dem Hügel?
Diese Geschichte hat mich absolut positiv überrascht! Es war eine spannende, abenteuerliche und durchweg magische Weihnachtslektüre, deren Idee und Umsetzung mich sehr fasziniert hat. Der Klappentext gibt nicht mal ansatzweise einen Hinweis darauf, was den Leser wirklich zwischen den Seiten dieses Buches erwartet. Ich kann hier auch nicht zu viel verraten, das würde den Zauber des Buches nehmen. Aber wer Geschichten mit neugierigen, mutigen Kindern und geheimnisvoll-magischen Gegenständen mag, wird im magischen Haus auf dem Hügel viel Freude finden!
Im Grunde besteht die Erzählung aus mehreren Erzählsträngen, die am Ende alle zusammentreffen und ein rundes Ende erzeugen. Die Geschwister Hedy und Spencer sind hier das verbindende Element der einzelnen Episoden. Wie Detektive decken sie die Geheimnisse rund um Opa John und sein Haus auf, und halten dabei – trotz aller normalen Geschwisterrivalitäten – zusammen wie Pech und Schwefel, denn sie glauben an sich und die Existenz von Magie. Ein weiteres wichtiges Thema dieser Geschichte ist Hoffnung: Erst durch seine Enkel lernt Opa John wieder neue Zuversicht kennen und kann sich auf sie einlassen.
Hedy und Spencer sind mir als Leserin gleich sympathisch gewesen. Sie sind ihrem Alter entsprechend authentisch angelegt, dabei aber nie übertrieben oder anstrengend kindisch. Auch Opa John kann man trotz seiner Grummeligkeit und seiner irgendwie schrulligen Art schnell ins Herz schließen.
Auf Grund des manchmal doch recht hohen Spannungslevels empfehle ich die Lektüre für etwas ältere Kinder ab ca. 10 bzw. 11 Jahren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2020

Das schlagfertigste Duo des Jahres ist zurück und bekommt endlich seine eigene Geschichte

Madly
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June und Mason, Mason und June... Sie können nicht miteinander, aber ohneeinander geht es eben auch nicht. Mason versucht weiterhin alles, um June zu einem Date zu überreden. Aber ist es bei ihr wirklich ...

June und Mason, Mason und June... Sie können nicht miteinander, aber ohneeinander geht es eben auch nicht. Mason versucht weiterhin alles, um June zu einem Date zu überreden. Aber ist es bei ihr wirklich die richtige Strategie, sie mit Blumen und Pralinen zu überhäufen? Kurzerhand ändert Mason seinen Plan und versucht es mit Eifersucht. Was er nicht weiß: June verbirgt ein Geheimnis, das sie schon ihr ganzes Leben davon abhält, sich so zu zeigen, wie sie wirklich ist. Wird sie aus Liebe zu Mason über ihren Schatten springen können?

Mir gefiel diese Fortsetzung deutlich besser. Das mag zum einen daran liegen, dass mir die Figuren nun bereits bekannt waren, zum anderen mochte ich June und Mason in ihrer schlagfertigen und frechen Art von Anfang an sehr und wurde mit ihnen schneller warm als mit Andie und Cooper. Daher fehlte auch die Langatmigkeit, die mich in „Truly“ manchmal sehr geärgert hat, denn Langsamkeit und Geduld existieren im Wortschatz von June und Mason nicht. Die Geschichte war ebenso flüssig und schnell lesbar wie Band 1, erneut eine kurzweilige Lektüre mit Drama, Witz und frechen Sprüchen, die aber ebenfalls auf einem ernsten Thema basiert. Dieses hätte allerdings für meinen Geschmack noch etwas tiefergehender angepackt werden können. Die tiefenpsychologischen Auswirkungen – wie sie zum Beispiel bei Cooper sehr anschaulich und authentisch dargestellt waren – gingen mir nicht weit genug bzw. waren für mich nicht intensiv genug beschrieben. Aber eine Liebesgeschichte mit schwierigen psychologischen Thematik zu verbinden trifft bei mir absolut auf Gehör. Denn Liebe ist nicht immer einfach und schon gar nicht rosarot.

  • Cover
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Veröffentlicht am 22.11.2020

Der kleine Pullunderträger ist endlich zurück!

Eddie Fox und die Schüler von Stormy Castle
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Ach du Schreck! Ausgerechnet jetzt, wo die neuen Internatsschüler in die Schule stürmen, tauchen plötzlich Eddies Eltern ebenfalls auf Stormy Castle auf. Und es kommt noch schlimmer: Der Graf und die Gräfin ...

Ach du Schreck! Ausgerechnet jetzt, wo die neuen Internatsschüler in die Schule stürmen, tauchen plötzlich Eddies Eltern ebenfalls auf Stormy Castle auf. Und es kommt noch schlimmer: Der Graf und die Gräfin von Fox und Wood wollen nun als Lehrer dafür sorgen, dass Schüler und Lehrer das Weite suchen, damit Stormy Castle endlich wieder der ruhige Familiensitz wird, der er einst vor dem Internatsumbau war. Aber: Will Eddie das eigentlich? Schließlich müsste Pia dann auch gehen... Allerdings wäre es um diesen neuen, nervigen Schüler Lewin Lewondur nicht so schade. Denn bei ihm hat Eddie ein ganz komisches Gefühl in der Magengegend...
Dieser zweite Band übertrifft den ersten um Längen. Die Geschichte wird spannender, da nun alle Figuren und Umstände aus Band 1 bekannt sind und endlich Leben auf Stormy Castle einzieht. Ich empfinde die Erzählung als tiefgründiger, besonders was die Themen und Botschaften angeht: Eddie muss sich nun seinen Ängsten stellen und diese überwinden, er lernt was es heißt, Freunde zu haben und wie es ist, füreinander einzustehen. Mut haben und sich selbst zu vertrauen sind wichtige Aspekte dieses Bandes, die auf eine wunderbare Art in diese Geschichte eingewoben sind. Pia und auch Eddie kommen mit ihrem gewohnten jeweils eigenen Charme daher und konnten mich wieder einmal für sich einnehmen. Und sogar dem Bösewicht der Geschichte konnte ich etwas abgewinnen, denn durch ihn wird das Band der Freundschaft zwischen dem kleinen Geist und der Direktorentochter nur noch enger gewebt.
Wie auch im Auftaktband sind auch hier die Illustrationen von Susanne Göhlich eine wunderschöne Bereicherung. Und dieses Mal sind sie sogar noch detail- und umfangreicher, was mich persönlich wirklich sehr freut. Sie ergänzen die Erzählung perfekt und erzeugen beim Betrachten oftmals ein Schmunzeln. Fledermaus Tilla und Minidrache Golfo sind hervorragend getroffen, wie ich finde.
Wer also „Eddie Fox und der Spuk von Stormy Castle“ mochte, wird „Die Schüler von Stormy Castle lieben“!

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 21.11.2020

Eine fesselnde Geschichte voller Magie und Grusel!

Millenia Magika - Der Schleier von Arken
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Adrian hat die Nase voll von seinem Stiefvater und der Schule. Kurzerhand macht er sich auf den Weg zu seiner Tante, die in dem kleinen verschlafenen Städtchen Arken wohnt. Dort gibt es nicht mal Handyempfang, ...

Adrian hat die Nase voll von seinem Stiefvater und der Schule. Kurzerhand macht er sich auf den Weg zu seiner Tante, die in dem kleinen verschlafenen Städtchen Arken wohnt. Dort gibt es nicht mal Handyempfang, geschweige denn eine anständige Straßenbeleuchtung. Doch das bleibt nicht das einzig merkwürdige... Wieso nennt das Mädchen namens Jazz seine Tante „Magista“ und was hat es mit den sich bewegenden Tattoos an ihrem Arm auf sich? Und wieso sieht Adrian plötzlich einen Troll im Bus? Wie sich herausstellt, ist Arken die geheime Zufluchtsstätte aller magischen Wesen und Adrian ist nun ein Teil von ihnen, denn nur Magika können untereinander ihre wahre Gestalt erkennen, allen anderen verbirgt der Schleier ihr Aussehen. Als wären das nicht schon genug schockierende Neuigkeiten für einen Tag, verschwindet plötzlich auch noch Adrians Tante, die das Oberhaupt der Magika ist. Kann Adrian die Stadt retten?

Wow, ich hatte nach der Leseprobe hohe Erwartungen an die Geschichte, aber was ich dann zu lesen bekam, war noch hundert Mal besser! Dieses Buch ist ein spannungsgeladener Jugend-Fantasy-Abenteuerroman mit Thriller-Elementen (jedenfalls für mich, die auf Grund der Spannung kaum Thriller liest), den ich kaum aus der Hand legen konnte!

Die Figuren sind sympathisch und authentisch angelegt, sodass man durchweg mit ihnen mitfiebert. Die Widersacher haben mir ein angenehmes Maß an Gänsehaut verursacht, die Idee dahinter ist spannend und mir so noch nicht begegnet. Das Setting in und unter der Stadt Arken wird durch den eingefügten Lageplan im Buchdeckel gut nachvollziehbar und was würde besser zu so einer magischen Geschichte passen als ein mittelalterliches Städtchen?

Die Illustrationen dieses Buches, die vom Autor selbst stammen, sind eine wunderbare und in keinster Weise störende Ergänzung. Manchmal tue ich mich schwer damit, wenn ich die Figuren in Form einer Zeichnung vorgesetzt bekomme, da ich mich dann immer ein wenig in meiner Fantasie beschränkt fühle. Aber hier entsprachen sie genau meinem Geschmack. Die Schlichtheit durch die Beschränkung auf die Farben schwarz, grau und rot passt zur düsteren Stimmung der Geschichte, setzt aber gleichzeitig einen Akzent, denn rot steht hier immer in Verbindung mit der Magie.

Einen halben Stern Abzug gibt es leider, weil ich mir ein ganz klein wenig mehr über die verschiedenen Bewohner Arkens, die Magie und ihre Ausprägung gewünscht hätte. Leben dort Magika und Nicht-Magika gemeinsam, ohne das Letztere etwas von der Magie in Arken wissen, oder ist es eine rein magisch bewohnte Stadt?

Es war eine grandiose Halloween-Lektüre, die alles hatte, was einen guten Jugendfantasy Roman ausmacht: Magie, Gruselgestalten, Action, Spannung, Freundschaft, Abenteuer und Intrigen. Und der Cliffhanger am Schluss lässt mich sehr auf eine Fortsetzung hoffen, die ich kaum erwarten kann.

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Viele Parallelen zu Band 1, aber leider wenig Neues

Code: Elektra
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Orestes und Malin sind wieder auf Schatzsuche! Diesmal bringt Antes Oma sie auf eine heiße Spur, als diese bei einer Séance von Orestes Mutter Mona plötzlich mit einer anderen Stimme davon spricht, dass ...

Orestes und Malin sind wieder auf Schatzsuche! Diesmal bringt Antes Oma sie auf eine heiße Spur, als diese bei einer Séance von Orestes Mutter Mona plötzlich mit einer anderen Stimme davon spricht, dass die Kinder unter Silvias Stein suchen sollen. Dort entdecken sie einen Brief von Axel Åström und es beginnt erneut eine Schnitzeljagd quer durch den Ort Lerum. Aber auch diesmal sind die beiden nicht die einzigen Jäger...
Das Erzählmuster dieses zweiten Bandes folgt leider sehr stark dem „Code: Orestes“, die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen. Auf den ersten 180 Seiten fehlt es an der bekannten – und, wie ich finde, diese Geschichte ausmachende – Codetüftelei. Die dann verwendeten Chiffren sind sehr schwer, sodass ich es schnell aufgab, den Code selbst knacken zu wollen. Auch die Geheimnissuche an sich wirkt erzwungen und dirigiert. Und plötzlich erscheint noch ein weiteres mögliches Rutenkind auf der Bildfläche? Das ist zu verwirrend, wie ich finde.
Und dann das Ende: Es gleicht einfach viel sehr dem Ausgang von Band 1. Ich habe mich sehr über die Naivität der Kinder geärgert. Haben sie denn gar nichts dazu gelernt? Ich als Leser bleibe wieder mit zu vielen losen Enden und dadurch recht unzufrieden zurück. Ich muss gestehen: Ich bin tatsächlich ein wenig enttäuscht. Meine Hoffnung setze ich nun vollends auf den Abschluss der Trilogie!

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