Viel Roman, wenig Krimi
Verdeckte SpurenDer Witwer, ehemalige Polizist und trockene Alkoholiker Dr. Beckmann ermittelt trotz seiner Entlassung weiter gegen die Maulwürfe der Polizei.
Er lebt und pendelt zwischen Berlin und Sardinien und hat ...
Der Witwer, ehemalige Polizist und trockene Alkoholiker Dr. Beckmann ermittelt trotz seiner Entlassung weiter gegen die Maulwürfe der Polizei.
Er lebt und pendelt zwischen Berlin und Sardinien und hat sich für die Ermittlungen neben seinem Vertrauten noch den jungen Journalisten David Richter ins Boot geholt.
Das Cover ist sehr schön und bei einer anderen Thematik hätte mir der Schreibstil ebenso gut gefallen.
Für einen Kriminalfall war dieser aber extrem anstrengend, denn mit all den Ausschweifungen um Nichtigkeiten wurde meiner Meinung nach das Thema verfehlt.
Die Insel in Italien wurde extrem schön beschrieben, aber mehrere Kapitel egal ob Berlin oder Sardinien wären hier nicht vonnöten gewesen. (Man kann gerne ausschweifen, aber hier war es wirklich zu krass ).
Ich hätte mir gewünscht, die Schwerpunkte auf den Fall zu verlagern.
Spannung kam erst sehr spät am Ende auf und hielt sich sehr flach.
Der Protagonist hat mich nicht ganz überzeugt, da ich persönlich gefallen an der klassischen "Helden-Figur" finde und Beckmann mir als in Alkohol und Selbstmitleid ertrinkender ohne viel Autorität besitzender Mann erschien.
Sätze wie "Er wunderte sich, als er bemerkte, dass zwei der robusten Spieler Mädchen waren." finde ich nicht mehr zeitgemäß und auch wenn ich nicht besonders auf so etwas achte, hoffe ich, dass ich da nur etwas missverstanden habe.