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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2020

Fantastisch, spannend und emotional !

Ezlyn. Im Zeichen der Seherin
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Verschlungen ! Ich habe es verschlungen. Einen Tag habe ich gebraucht, so schnell bin ich durch die Seiten geflogen und auch jetzt mag ich mich noch nicht so recht von der Geschichte und den Figuren lösen ...

Verschlungen ! Ich habe es verschlungen. Einen Tag habe ich gebraucht, so schnell bin ich durch die Seiten geflogen und auch jetzt mag ich mich noch nicht so recht von der Geschichte und den Figuren lösen !

Es war mein zweiter Titel aus dem neuen Carlsen Romantasy Programm und wurde auch direkt zu meinem Favoriten, weil es alles mitbringt, was ich in diesem Genre persönlich erwarte. Fantasy, Spannung, Liebe, Intrigen und Action.

EZLYN ist eine Todesseherin, die das Ende einer jeden Person voraussagen kann und für ihren neuen Herrn deshalb von unschätzbarem Wert ist, der sich aber keinen Pfifferling darum schert, wie sich diese Gabe auf Ezlyns Gemüt auswirkt. Erzogen in einem Kloster mit strengen Regeln, zieht sie nun in einen goldenen Käfig, der ihr mit jedem weiteren Tag die Augen in Bezug auf die Schere zwischen Arm und Reich öffnet. Sie beweist einen enormen Kampfgeist und erlebt eine grandiose Wandlung.

Auch die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz und ich mochte diese zarte Geschichte die sich zwischen Ezlyn und Dorian, der laut ihrer eigenen Voraussage eigentlich ihr Schicksal besiegeln sollte, so sehr.

Alle Charaktere sind brillant ausgearbeitet, erleben Wandlungen, die man zwar erahnen kann, aber trotzdem nicht in dieser Bandbreite kommen sieht.

Der Schreibstil ist flüssig, mitreißend und emotional und besonders Spannung und Action, die gegen Ende aufkommen, haben mich total begeistert.

Ich würde wirklich gerne viel mehr Romantasyromane dieser Art in den Buchhandlungen finden !

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Veröffentlicht am 24.04.2020

Ein zuckersüßes Abenteuer !

Die Zuckermeister (1). Der magische Pakt
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Kinderbücher fallen ja eigentlich so gar nicht mehr in meinen Bereich, weil ich mich dafür einfach schon zu alt fühle und leider auch keine Kinder mehr habe, denen ich sie vorlesen könnte. Bei DIE ZUCKERMEISTER ...

Kinderbücher fallen ja eigentlich so gar nicht mehr in meinen Bereich, weil ich mich dafür einfach schon zu alt fühle und leider auch keine Kinder mehr habe, denen ich sie vorlesen könnte. Bei DIE ZUCKERMEISTER von Tanja Voosen musste ich aber einfach eine Ausnahme machen, denn nicht nur das funkelnde Cover ist einfach so traumhaft schön, auch die Geschichte selbst sprach mich sofort an.

Magische Süßigkeiten ? Ein seltsamer Fluch und ein geheimnisvoller Koffer ? Damit war ich sofort überzeugt: Dieses Buch MUSST du lesen.

Und das habe ich nun getan und es hat mir unglaublich gut gefallen.

Elina ist 13 und hat keine Freunde, auch wenn sie sich mit ihrem Hockeyteam ganz gut versteht. Als sie im Süßigkeitenladen von Herrn Rauch eine besondere Schokolade gewinnt, da ahnt Elina nicht, was diese Schokolade anrichten wird, denn ausgerechnet Charlie, die Elina sonst nur von oben herab behandelt, nimmt sie ihr weg und löst damit einen Fluch aus.

Erst brabbelt Charlie ganz schön wirres Zeug, dann macht sie unabsichtlich ständig etwas kaputt oder läuft so grün an wie ein Marsmännchen. Elina ist klar: Auch wenn Charlie sie mies behandelt hat, sie muss ihr helfen.

Auf der Suche nach des Rätsels Lösung stoßen die beiden auf Robin Zuckerhut, dessen Familie von den Bewohnern Belonys gefürchtet ist, denn die Zuckerhuts sind etwas seltsam. Außerdem kommt ein magischer Koffer ins Spiel und es offenbart sich den beiden Mädchen eine völlig fremde Seite von Belony, die den Sagen um Madame Picot und ihren Süßigkeiten sehr nahe kommt.

Bald schon wird den drei komplett verschiedenen Charakteren klar, dass sie zusammenarbeiten müssen, wenn sie alle Rätsel lösen wollen und schnell wird aus der Zusammenarbeit Freundschaft.

Tanja Voosen hat eine durch und durch bezaubernde Geschichte voller kreativer Ideen geschrieben, in der die Süßigkeiten magische Fähigkeiten hervorrufen und lustige Namen haben, eine Geschichte voller Abenteuer, Freundschaft und Mut.

Abgerundet wird das Ganze durch die wundervollen Illustrationen von Viktoria Gavrilenko. Ich hab diese Reise wirklich von der ersten bis zur letzten Seite genossen, habe mit den drei Freunden mitgerätselt, mitgefiebert und auch viel geschmunzelt und gelacht und ich freue mich schon jetzt sehr auf den zweiten Band, der im Herbst erscheint.

Ganz großer Lesetipp, nicht nur für Kinder oder zum Vorlesen :)

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Veröffentlicht am 20.04.2020

Eine gut recherchierte und authentische Geschichte über die Liebe in Zeiten des Krieges. .

Mohnschwestern
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Immer wieder verlasse ich meine Comfortzone und greife zu einem Buch, dass vielleicht nicht unbedingt so mein Genre ist. So auch bei und mit MOHNSCHWESTERN von Ilona Einwohlt.

Und ich bin froh darüber, ...

Immer wieder verlasse ich meine Comfortzone und greife zu einem Buch, dass vielleicht nicht unbedingt so mein Genre ist. So auch bei und mit MOHNSCHWESTERN von Ilona Einwohlt.

Und ich bin froh darüber, dass ich das Buch beim Stöbern durch die Neuerscheinungen entdeckt und es schließlich auch gelesen habe.

Ilona Einwohlt erzählt auf sehr eindringliche Weise, die Geschichte der 20-jährigen Lotte, die sich 1943 zum ersten Mal verliebt. In Wilhelm, der wie aus dem Nichts in ihr Bohnenbeet gesegelt kommt und der ihr ein absolutes Rätsel ist. Widerstandkämpfer auf der einen, Uniformträger auf der anderen Seite.

Ihre Liebe steht von Anfang an unter einem schlechten Stern, denn um sie herum tobt der Krieg, gemeinsame Stunden sind rar und kostbar und ein Bombenangriff in der Brandnacht droht ihr kurzes, aber inniges Glück für immer zu zerreißen...

Der Klappentext und diese kurze Zusammenfassung klingen ja irgendwie romantisch. Geheime Liebe im Versteckten, Tragik und so weiter. Aber dieses Buch ist SO VIEL MEHR.

Denn im Fokus steht vor allem Lottes Alltag mitten in Nazi-Deutschland. Sie lebt mit ihrer Mutter und den beiden Brüdern in der Deppertstraße, wo jeder jeden kennt und plötzlich nichts mehr so ist, wie es noch vor wenigen Wochen war. Der Vater dient an der Front, der Else, Blockwart, kontrolliert und schnüffelt allen Bewohnern hinterher. Lebensmittel und andere lebenswichtige Dinge werden knapp, der christliche Glaube wird in Frage gestellt, die Gestapo patroulliert durch die Straßen, man verprügelt Menschen, die sich nicht an die Regeln halten. Die eine Freundin wird zu Hitlers größtem Fan, während die jüdische Freundin von einem Tag auf den Nächsten verschwindet.

Die Autorin hat hier unglaublich gute Recherchearbeit geleistet und mich mit ihrer authentischen und detaillierten Erzählart mitten in die Wirren des Krieges katapultiert.

Besonders gelungen fand ich, dass die Autorin aufzeigt, wie schnell man sich radikalisieren lassen kann. Während Lotte das Nazi-Regime von Anfang an in Frage stellt und immer mehr begreift wie falsch es ist, was um sie herum passiert, während sie aufsteht und versucht ihren Beitrag beim Widerstand zu leisten, erlebt man auf der anderen Seite, wie sich die Menschen zunehmend haben einlullen lassen. Lottes Freundin Hedwig hat mich wirklich schockiert, auch wenn mir bewusst ist, dass es damals, wie leider auch heute, immer Menschen gab, bei denen diese Gehirnwäsche wunderbar funktioniert hat. Auch Tante und Onkel auf dem Land sind regimetreue Bürger und ich hätte vor Wut schreien mögen, weil sie so verblendet waren.

Außerdem fand ich den Blickwinkel auf das alltägliche Leben einer deutschen Familie sehr spannend. Wie sich der Krieg mit all seinen Seiten auf die einzelnen Charaktere ausgewirkt hat, wie sie einfach weitergemacht haben, in dem Wissen, nicht wirklich eine große Wahl zu haben. Wie sie an manchen Dingen gewachsen und an anderen gebrochen sind.

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es auch einen zweiten Handlungsstrang gibt, der in der Gegenwart beziehungsweise in den letzten fünf, sechs Jahren spielt und bei dem man sofort ahnt, dass es eine Verbindung zu Lottes Geschichte geben wird. Ich mochte diesen Strang tatsächlich nicht so gern, weil ich mit Hazel und ihrer distanzierten Art so meine Schwierigkeiten hatte, verstehe aber, nachdem ich das Nachwort der Autorin gelesen und die Geschichte beendet habe, warum sie diesen Handlungsstrang eingebracht hat.

Mich konnte das Buch absolut überzeugen und deshalb kann und möchte ich es auf jeden Fall an euch weiterempfehlen !

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Veröffentlicht am 18.04.2020

So ein unfassbar schönes Buch !!!

Eleanor & Park
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Eleanor & Park ist eine so wundervolle und besondere Geschichte über die erste große Liebe, über Vorbehalte und Vorurteile, darüber, dass die Dinge oft nicht sind, wie sie scheinen.

Rainbow Rowell hat ...

Eleanor & Park ist eine so wundervolle und besondere Geschichte über die erste große Liebe, über Vorbehalte und Vorurteile, darüber, dass die Dinge oft nicht sind, wie sie scheinen.

Rainbow Rowell hat mich total in ihren Bann gezogen und ich hab mich in der Geschichte von Eleanor und Park so unglaublich wohl gefühlt, obwohl sie so viele schreckliche Seiten hat, bei denen man schreien möchte.

Eleanor ist plump, hat rote Haare und kleidet sich auffällig, obwohl sie sich lieber unsichtbar machen würde. Schon der erste Schultag wird zum Spießrutenlauf für das Mädchen. Sie ist das gefundene Fressen für die Highschool Hyänen und auch Zuhause ist die Situation unzumutbar. Sie hat vier Geschwister, einen tyrannischen Stiefvater und eine Mutter, die vor allem Elend einfach die Augen zu verschließen scheint.

Als Eleanor am ersten Schultag in den Bus steigt, da ist es Park, der ihr, widerwillig, einen Platz frei macht. Fortan sitzen sie jeden Tag eine Stunde nebeneinander, haben sich aber so gar nichts zu sagen.
Park hat eine Schwäche für Comics, Punkrock und Dark Wave, er ist Halb-Koreaner und seine Mitschüler lassen ihn nur deshalb in Ruhe, weil seine Familie schon ewig in der Siedlung wohnt.

Als Eleanor schließlich anfängt, im Bus seine Comics mitzulesen, da verändert sich plötzlich etwas zwischen den Beiden. Sie beginnen, sich sehr zögerlich über das Gelesene und Musik auszutauschen. Eleanor ist beeindruckt davon, dass Park schon weiß, welche Songs sie gut findet, bevor sie diese überhaupt gehört hat. Sie verlieben sich und erleben zum ersten Mal diese neuen und fremden Gefühle, von denen sie sich manchmal etwas überfordert fühlen.

Es ist eine unglaublich schöne Geschichte, die jedoch ihre Schattenseiten hat, denn während die Liebe zueinander größer wird, beginnt die Situation in Eleanors Zuhause immer weiter zu eskalieren.

Rainbow Rowell hat eine wirklich großartige Geschichte geschaffen, die in jeder erdenklichen Art ins Herz des Lesers zielt. Es gibt so viele wichtige Themen, die sie perfekt umgesetzt hat, die sie aber durch die Liebesgeschichte, die Musik und das Flair der 1980er Jahre auflockert, so dass sie einen nicht erdrücken.

Ein unglaubliches Buch, bei dem ich mich fast ein bisschen ärgere, dass ich es viel, wirklich viel viel zu lange unbeachtet auf dem SuB habe liegen lassen.

Falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt, dann holt das unbedingt schnell nach !

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Veröffentlicht am 13.04.2020

Ein wirklich schönes Buch !

Everything I Didn't Say
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EVERTHING I DIDN'T SAY war mein erstes Buch von Kim Nina Ocker, welches jetzt echt lange auf dem SuB lag, obwohl ich es schon die ganze Zeit so dringend lesen wollte. Jetzt hab ichs endlich getan und das ...

EVERTHING I DIDN'T SAY war mein erstes Buch von Kim Nina Ocker, welches jetzt echt lange auf dem SuB lag, obwohl ich es schon die ganze Zeit so dringend lesen wollte. Jetzt hab ichs endlich getan und das Buch regelrecht durchgesuchtet.

Jamie hat ein Ziel. Sie möchte nach dem Studium unbedingt ans Theater und als Dramaturgin durchstarten. Als man ihr ein Praktikum als Assistentin bei einer kleinen Serie anbietet, ist sie super aufgeregt, auch wenn das bedeutet, dass sie mit Studium und ihren zahlreichen Jobs, die sie über die Runden bringen jonglieren muss.

Schon am ersten Tag stolpert sie über Carter, der sich selbst für unwiderstehlich hält und glaubt, sie sei vielleicht ein Fan. Zwischen den beiden sprühen sofort die Funken, doch Carter darf laut Vertrag keine Beziehungen eingehen und Jamie hat eigentlich auch ganz andere Sorgen, als sich auf einen "Star" einzulassen.

Trotzdem können sie sich nicht gegen diese unbändige Anziehungskraft wehren und erliegen bald ihren Gefühlen, mit fatalen Folgen....

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen und aus zwei Sichten erzählt, was mir total gut gefallen hat. Der Schreibstil ist superflüssig und die Autorin versteht es, die Leser neugierig zu machen und so immer weiter voranzutreiben.

Auf die Handlung kann ich gar nicht so sehr eingehen, da ich definitiv spoilern müsste, weil es hier quasi ein DAVOR und DANACH gibt.

Jamie hat mir als Protagonistin echt richtig gut gefallen. Sie macht aus allen Situationen, die ihr das Leben beschert, mögen sie auch noch so schwer sein, das Beste. Sie ist ein aufgeschlossener, aber auch misstrauischer Charakter, was man ihr bei Carters aufgeblasenem Ego irgendwie nicht verdenken kann.

Carter Dillane ist mit dem goldenen Löffel im Mund, aber ohne elterliche Liebe geboren. Seine Eltern, vor allem sein Vater, setzen ihn gerne unter Druck, erwartet Leistung. Obwohl ich schon recht schnell die Nase voll hatte, von diesem Verhalten, ist Carter so verblendet von all dem Luxus, der sich ihm ein Leben lang bot, dass er sich nicht lossagen will.

Das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Carter. Ich tat mir stellenweise echt schwer mit seinem Gejammer auf hohem Niveau und seinem Karrierefokus. Er steigert sich so in sein Ziel Erfolg als Schauspieler zu haben, dass ihm ein wichtiges Detail entgeht, dass sein ganzes Leben verändert. Er verhält sich in dieser Beziehung absolut naiv, vertraut und glaubt Leuten, die ebenfalls nur den Erfolg und das Geld sehen. Ich hätte ihn echt permanent treten wollen.

In der zweiten Hälfte wurde es dann endlich etwas besser, zwar ist Carter da noch erfolgreicher und auch immer noch auf seine Karriere orientiert, aber er begreift, wenn auch langsam, dass es Dinge im Leben gibt, die einfach wichtiger sind.

Wenn man über den Aspekt hinwegsieht, dass Carter über haufenweise Geld verfügt, mit dem sich eine Menge regeln lässt, dann könnte man sagen, dass EVERYTHING I DIDN'T SAY eine Geschichte ist, wie sie das Leben manchmal tatsächlich schreibt. Eine Geschichte über einen Moment im Leben, der wirklich ALLES verändert, der alle Pläne durchkreuzt, der dich aus der Bahn wirft, aus dem du aber versuchst das Beste zu machen und an dem du wächst.

Es ist ein wirklich schönes Buch, das mir in seiner Gesamtheit sehr gefallen und mir ein paar tolle Lesestunden beschert hat.

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