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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2026

Wundervoll erzählte Familiengeschichte mit Tiefgang

Andere nennen es Urlaub
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Der Titel und das Cover lassen mich an eine locker, leichte Story denken und ich bin sehr überrascht worden. Der Schreibstil ist locker und leicht, aber auf keinen Fall ist der Inhalt seichter Natur,, ...

Der Titel und das Cover lassen mich an eine locker, leichte Story denken und ich bin sehr überrascht worden. Der Schreibstil ist locker und leicht, aber auf keinen Fall ist der Inhalt seichter Natur,, was die Autorin aber sehr gut verpackt hat. Netti ist 50zig Jahre alt, erfolglose Schauspielerin, alleinerziehende Mutter des 18jährigen Luis und hangelt sich mit diversen zusätzlichen Jobs durch ihr Leben. Vor einigen Monaten ist ihre geliebte Mutter gestorben, zu der sie eine innige Beziehung hatte und nun kümmert sie sich gemeinsam mit ihrer erfolgreichen Schwester Ellen um ihren fast 80zigjährigen Vater Bruno. Dazu muss gesagt werden, dass Ellen nicht besonders zuverlässig ist, so dass Netti sich so fühlt, als ob sie die Verantwortung alleine trägt. Als sie jetzt vor einem neuen finanziellen Dilemma steht, bekommt sie unverhofft die Chance nach Triest zu reisen. Ihr Vater lädt sich quasi selbst zu der Reise ein und so wird es eine besondere Fahrt.

Netti lernt ihren Vater von einer neuen Seite kennen und erfahrt ganz viel über die Vergangenheit ihrer Eltern. Zusätzlich bin ich mittendrin in Nettis Gefühlswelt, was ihren Sohn, ihre Schwester und Georgio betrifft, der der Fahrer des Busses ist, mit dem sie fährt. Ich konnte mich sehr gut in Nettis Sorgen als Mutter, Schwester und Tochter hineinversetzen. Zusätzlich habe ich Italien mit all meinen Sinnen wahrnehmen dürfen.

Diese Geschichte vereint Trauer, Liebe, Abschiede sowie Neuanfänge und hat mir sehr gut gefallen.

Fünf Sterne

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Traumatische Erfahrungen, die an die nächste Generation weitergegeben werden

Elbland
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Während das Cover auf mich eher leicht und froh wirkte, so ist die Geschichte dahinter eine, die viele teilweise ungeweinte Tränen und nie erzählte, traumatische Erinnerungen, beinhaltet.
Als die Mutter ...

Während das Cover auf mich eher leicht und froh wirkte, so ist die Geschichte dahinter eine, die viele teilweise ungeweinte Tränen und nie erzählte, traumatische Erinnerungen, beinhaltet.
Als die Mutter von Nina stirbt, muss Nina sich damit auseinandersetzen,dass sie über die Vergangenheit ihrer Mutter, die am Ende ihres Lebens sehr in ihren Depressionen gefangen war, keine Ahnung hat. Nina selber war stets die ältere Tochter und Schwester und hat sich somit für beide verantwortlich gefühlt. Als sie ein Mathebuch und ein Foto in den Hinterlassenschaften ihrer Mutter findet, will sie mehr über die Vergangnheit ihrer Mutter erfahren. Die Autorin arbeitet in dem Buch ihre eigene Familiengeschichte auf, was sie um so packender für mich gemacht hat, obwohl ich zu Nina stets eine Distanz wahrte.
Es geht in dem Roman, um das Ende der Kindheit von Ninas Mutter, denn dies war, als sie ihre Heimat als kleines Mädchen bei Kriegsende verlassen musste. Sie "verlor" ihre Familie teilweise für immer. Einige Menschen würden evtl. trotzdem von Glück sprechen, da Ninas Mutter von lieben Menschen "gerettet" wurde. Ja, Ninas Mutter hat überlebt und trotzdem ist ein großer Teil von ihr damals gestorben. Im Nachgang lernt Nina das Verhalten ihrer Mutter zu verstehen. Mich hat bewegt, dass die traumatischen Erfahrungen unbewusst weitergegeben wurden und ich bin froh, dass Nina nun selber die Chance hat sich aus diesen zu "befreien" bzw. sie nicht mehr über ihr eigenes weiteres Leben bestimmen zu lassen.
Vier Sterne

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Wundervolle Geschichte aus dem Leben einer emanzipierten Frau

Die Briefträgerin
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Anfang der Dreißiger Jahre war es mit der Emanzipation der Frauen auch in Italien noch nicht weit her und genau dann und dort spielt die Geschichte von Francesca Giannones Roman "Die Briefträgerin". Als ...

Anfang der Dreißiger Jahre war es mit der Emanzipation der Frauen auch in Italien noch nicht weit her und genau dann und dort spielt die Geschichte von Francesca Giannones Roman "Die Briefträgerin". Als es noch üblich war, dass verheiratete Frauen nicht arbeiten gingen und zu Hause sich um Familie und hoffentlich viele Kinder kümmern, stellt Anna die Vorstellungen in dem kleinen Dorf, in das sie mit Eheman und Kind zieht, auf den Kopf. Sie hat ein Kind durch Kindsbetttod verloren und fühlt sich im Dorf, in dem jeder jeden kennt und alle ihre Geheimnsse haben sowie jeden insbesondere "Fremde" aufs genaueste beobachten, nicht besonders wohl. Mit ihrer erfolgreichen Bewerbung als Briefträgerin ist sie zwar immer noch die Fremde, aber nun verdient sie ihr eigenes Geld und hat ein eigenes Leben, was nicht von der Familie bestimmt wird. Auch wenn sie ihren Ehemann sehr liebt, fühlt sie sich von ihm oft nicht verstanden, denn ihr Schwager ist ihr gefühlt näher, da er auch ein Faible für Bücher hat. Doch nicht nur durch ihren Beruf macht Anna von sich reden, sondern auch durch ihre Kleidung und ihre Ansichten. Ich habe es genossen diesen Roman über die emanzipierte Anna zu lesen und sie kann heute noch als Vorbild für Frauen dienen. Ich würde sehr gerne mehr als fünf Sterne vergeben, wenn ich könnte.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Schwächerer Teil

Ostseehölle
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Kriminalkommissarin Pia Korittki wird zu einem Leichenfund in einem Kirchenturm gerufen. Die Leiche ist bei einer Kirchenführung entdeckt worden und als sich herausstellt, dass es sich um einen gewaltsamen ...

Kriminalkommissarin Pia Korittki wird zu einem Leichenfund in einem Kirchenturm gerufen. Die Leiche ist bei einer Kirchenführung entdeckt worden und als sich herausstellt, dass es sich um einen gewaltsamen Tod handelt,, geraten zunächst die Mitglieder eines Chores in das Blickfeld der Ermittlungen, denn zumindestens sind sie Zeugen, die die Ermordete zuletzt gesehen haben.
Ich mag die Fälle mit Pia und ihren Ermittlungsstil, sowie stets auch ihr Privatleben eine Rolle spielt. Die Autorin führt mich dieses Mal ziemlich in die Irre bezüglich des Tatmotivs und mit der Auflösung hätte ich so überhaupt nicht gerechnet, was natürlich positiv ist. Was mich in diesem Krimi jedoch gestört hat, war in manchen Situationen das Handeln bzw. das Verhalten der Figuren, was für mich nicht immer schlüssig oder logisch gewesen ist. Zudem sind Sachen erwähnt worden, die ich gerne zu Ende bzw. intensiver erzählt bekommen hätte, da sie so für mich bedeutlungslos für die die Story wurden. Zusätzlich hätte ich mir gewünscht, dass Pias Privatleben in der Entwicklung ein wenig zügiger voran ginge. Da das Privatleben aber mit einem gewollten Cliffhanger endet, möchte ich nach so viel Zeit, an der ich an Pias Privatleben teilgenommen habe, doch wissen wie es weitergeht. Ich warte also gebannt auf einen neuen Fall! 3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Mir ein wenig zu ünübersichtlich

Blütenpracht und Ernteglück – Dein Weg zum Traumgarten
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Das Buch enthält sehr viele Bilder, wobei nur einige wirklich hilfreich sind oder vielmehr hätten weniger zur Auflockerung gereicht. Es steht ganz klar die Autorin im Vordergrund und mir wären hier Bilder ...

Das Buch enthält sehr viele Bilder, wobei nur einige wirklich hilfreich sind oder vielmehr hätten weniger zur Auflockerung gereicht. Es steht ganz klar die Autorin im Vordergrund und mir wären hier Bilder oder genauere Anweisungen per Bild wichtiger gewesen. Die Grundlagen, die ich zwar zum größten Teil schon kenne, fand ich gut dargestellt ebenso wie mir das Kapitel über monatliche Aussaaten gut gefallen hat, da es übersichtlich gestaltet war. Bei der Pflege hätte ich mir gewünscht, dass es hier mehr überschaubar gewesen wäre und insbesondere die Eindämmung von Schädlingen genauer erklärt worden wäre. Bei der Düngung fand ich die Werbung durch die abgebildete Flasche sehr irritierend und gut hätte ich es hier gefunden auch auf natürliche Dünger einzugehen bzw. welche Stoffe worin enthalten sind. Die Beetpflanzpläne haben mich so gar nicht angesprochen, da ich das Bild zur Zeichnung vermisst habe und dadurch mir die optische Wirkung nicht vorstellen konnte.
Insgesamt ein nettes Buch für Einsteiger. Drei Sterne

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