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Veröffentlicht am 25.02.2026

Schade

Leuchtturmzauber
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Das Cover des Romans ist wunderschön und verspricht Inselfeeling pur. In diesem Roman geht es um Julia, Anfang dreißig, die Kutscherin ist und auf Juist den elterlichen Betrieb managt, nachdem ihre Mutter ...

Das Cover des Romans ist wunderschön und verspricht Inselfeeling pur. In diesem Roman geht es um Julia, Anfang dreißig, die Kutscherin ist und auf Juist den elterlichen Betrieb managt, nachdem ihre Mutter vor fünf Jahren die Insel fluchtartig mit unbekanntem Ziel verlassen hat. Vor vierzehn Jahren ist sie von dem Mann , in den sie heimlich verliebt war, versetzt worden. Im Moment wächst Julia alles über den Kopf, den dem Betrieb geht es nicht so gut, da Julias Vater sich seitdem seine Frau ihn verlassen hat, sich dem Alkohol zugewandt hat und für den Betrieb keine Unterstützung ist. Zudem ist taucht die damalige Liebe von Julia wieder auf der Insel auf und Julia wird zusätzlich mit einem Geheimnis aus der Vergangenheit konfrontiert.

Ich liebe Romane, die an der Küste spielen, sehr, doch bei diesem Roman, der sich zwar leicht und flockig lesen ließ, hatte ich meine Schwierigkeiten. Positiv hervorzuheben ist der Einblick in die Welt des Kutsche fahren sowie die Naturbeschreibungen. Aber ansonsten finde ich viele der Szenen. völlig überzogen und wenig authentisch, bzw. sind mir die Entwicklungen nach fünf Jahren, in denen scheinbar das Leben von Julia stillstand, zu rasant. An einigen Stellen, insbesondere, was den romantischen Teil betrifft, finde ich die Wortwahl, die wohl witzig daher kommen soll, eher ...na ja .... plumb.

Mich hat der Roman eher enttäuscht zurückgelassen und mir haben andere Bücher/Hörbücher von der Autorin besser gefallen.

2,5 Sterne aufgerundet 3 Sterne

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Deprimierende Geschichte

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Ich habe einen Roman über das Ordnen und Aufräumen eines Hauses erwartet, gepaart mit Trauerarbeit und dem Rückblick auf eine Ehe. Das Cover hat mir gut gefallen, da es für mich auch Optimismus wegen der ...

Ich habe einen Roman über das Ordnen und Aufräumen eines Hauses erwartet, gepaart mit Trauerarbeit und dem Rückblick auf eine Ehe. Das Cover hat mir gut gefallen, da es für mich auch Optimismus wegen der Farben und des Motives ausstrahlte. Doch der Roman war nicht meiner. Die Autorin hat damit ihr Leben verarbeitet, aber mich hat er fertig gemacht. Mir fehlte es Liebe und Zärtlichkeit, denn für mich war sie nicht vorhanden. Alleine, dass Christien ihren Mann immer nur mit A bezeichnet, fand ich sehr merkwürdig. Das Haus empfand ich auch eher als gruselig, denn ich roch es und da ich Nikotingeruch nicht ertragen kann, war es auf keiner Seite mit all dem Zeug von A mein Haus. Ansonsten konnte ich mir das Haus einrichtungsmäßig schlecht vorstellen. Überhaupt hatte ich Schwierigkeiten mir die Menschen vorzustellen, da sie alle keine Namen haben und auch so weder vom Äußeren noch von der Stimme oder ähnlichem beschrieben werden. Leider entspricht der Roman so gar nicht dem Cover, denn das Leben im Roman ist gefühlt nie schön und schon gar nicht farbig.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ein Roman, der interessant, packend und zugleich ein wenig anstrengend zu lesen ist.

Eine vergessene Schuld
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Der pensionierte Verfassungsrichter Rudolf Heppner macht mit Äußerungen Stimmung und als er angegriffen wird, stellt sich indirekt die Frag,e ob er Täter oder Opfer ist. Die Frage wird am Ende des Buches ...

Der pensionierte Verfassungsrichter Rudolf Heppner macht mit Äußerungen Stimmung und als er angegriffen wird, stellt sich indirekt die Frag,e ob er Täter oder Opfer ist. Die Frage wird am Ende des Buches für mich beantwortet und ich will nicht spoilern.Die Kriminalpsychologien Jasina Behrens, die als Kind geflüchtet ist wird mit damit betraut die Psyche von Heppner zu untersuchen. Schnell wird sie tiefer in emotional von seiner Geschichte angesprochen als ihr lieb ist. Selber ist sie als Kind geflüchtet und hat ihren Bruder zurücklassen müssen, was für ihre Eltern und für sie ein Trauma ist. Während ich als Leserin erfahre, was Rudolf alles erlebt hat und woran er sich Schuld gibt bzw.. welche Schuld sein Vater getragen hat, werde ich überflutet mit vielen Details. An manchen Stellen verlieh die sorgfältige und intensive Recherche des Autoren dem Roman fast "Sachbuchartige Züge". Das Cover des Buches suggeriert etwas anderes , nämlich für mich eine historisches Liebesgeschichte. Meine "Beziehung" zu Rudolf Heppner ändert sich im Laufe der Geschichte, was ich äußerst geschickt vom Autor gemacht finde Die Geschichte beschäftigt sich mit der Zeit Ende des zweiten Weltkrieges, sowie Ende der 60ziger Jahre zur Zeit der Studentenunruhen und Hausbesetzern und die Gegenwart von 2023. Über alle dem steht die Frage nach der Schuld , und wer hatte Schuld woran. Es gibt Menschen, die sich keiner Schuld je bewusst waren und andere, die eine Schuld fühlen.. Mein Kritikpunkt am Roman ist die Überfrachtung des Buches mit Personen und Themen, die es für mich manchmal sehr anstrengend zu lesen machten, aber ich habe viel gelernt.

Vier Sterne

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Bemerkenswerte Frauen

Die Erfinderin der Freiheit
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Der Roman " Die Erfinderin der Freiheit" von Elke Becker spielt in Dresden 1908 und im Mittelpunkt stehen vier Frauen, die alle in einem Haus wohnen und nicht nur Nachbarinnen, sondern auch Freundinnen ...

Der Roman " Die Erfinderin der Freiheit" von Elke Becker spielt in Dresden 1908 und im Mittelpunkt stehen vier Frauen, die alle in einem Haus wohnen und nicht nur Nachbarinnen, sondern auch Freundinnen sind. Christine arbeitet als Therapeutin im Sanatorium Lahmann, dort fallen regelmäßig Damen während ihrer Anwendungen in Ohnmacht. Christine entdeckt, dass die eng geschnürten Korsetts der Grund dafür sind und entwickelt den ersten BH, wobei ihre Freundin Julia diese bestickt. Doch die Damenwelt tut sich schwer mit diesem neuen Kleidungsstück und so braucht Christine viel Überzeugungskraft und immer neue Verbesserungen am BH selber. Dann gibt es noch Lotta, die mehrere Jobs hat, um sich finanziell über Wasser zu halten und ein Zimmer bei Christine bewohnt. Außerdem ist da noch Amalie, mir ihren zwei Kindern und einem Ehemann, der mit seinen Ideen und Unternehmen pleite gegangen ist. Amalie erfindet den Kaffeefilter und lässt sich auf ihren Zweitnahmen darauf ein Patent ausstellen. Dazu spielen im Roman die Liebe bzw. Romanzen eine große Rolle und bringen das Leben der Freundinnen "durcheinander" - stellenweise wie ein Krimi.

Ich möchte nicht mehr verraten, aber der Roman hat mir einen interessanten Einblick in die Welt vor über 100 Jahren gegeben und die Rolle der Frau. Absolut faszinierend fand ich, wie erfindungsreich die Frauen waren und insbesondere die Geschichte von Amalie bzw. die Melitta-Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin hat viele Facetten des Lebens geschildert, alles in einem kurzen Zeitrahmen und auf 368 Seiten. An einigen Stellen hätte ich mir mehr "Infos" bzw. Tiefe gewünscht und auf anderes hätte ich verzichten können., Sehr gut gefallen hat mir auch das Nachwort mit weiteren Erklärungen.

Insgesamt ein Roman, der mich in eine andere Zeit hat abtauchen lassen und dessen damalige Erfindungen uns heute noch begleiten. Interessant in dem Zusammenhang, dass der Porzellanfilter gerade wieder sehr "en vogue" ist.

Vier Sterne

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Emotional fordernde Geschichte, die mir Gänsehaut aufgrund der Authentizität bereitet hat

Der letzte Sommer der Tauben
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Noah ist vierzehn Jahre alt und sein Leben ändert sich gerade sehr. Zuvor haben seine Eltern ein Modegeschäft betrieben und haben dort u.a. schicke Damenmode verkauft. Jetzt darf seine Mutter dort nicht ...

Noah ist vierzehn Jahre alt und sein Leben ändert sich gerade sehr. Zuvor haben seine Eltern ein Modegeschäft betrieben und haben dort u.a. schicke Damenmode verkauft. Jetzt darf seine Mutter dort nicht mehr arbeiten, darf das Haus nur noch verhüllt und in Begleitung eines männlichen Verwandten verlassen. Schicke, farbenfrohe Mode ist verboten und muss verbrannt werden sowie selbst auf den Verpackungen von Kleidung die Haut der Frauen komplett bis auf einen Schlitz für die Augen mit Stiften geschwärzt werden muss. Es sind Zigaretten, Handys, etc. verboten und sollen abgegeben werden bzw. vor die Tür gelegt werden, wo sie dann eingesammelt werden.
Es ist gefährlich sich den neuen mächtigen Menschen zu widersetzen und es stellt sich auch die Frage, wer Freund und wer Feind ist.
Noahs Zufluchtsort ist dort, wo seine Tauben beim Onkel nebenan leben. Sie sind seine Freunde und dürfen fliegen. Seine Tauben bedeuten für ihn ein Stück Freiheit, doch auch den Tauben wird die Freiheit genommen.
Der Autor erzählt seine Geschichte in kurzen Kapiteln und vielleicht habe ich es auch nur deswegen geschafft, die Geschichte zu Ende zu lesen, denn sie hat mich emotional sehr herausgefordert, dabei schreibt er fast unaufgeregt und sachlich.
Trotz der dramatischen Ereignisse, gibt es zwischendurch auch kleine Begebenheiten, die mich lächeln lassen und auch Hoffnung geben. Der Wille vieler Menschen nach Freiheit ist noch nicht gebrochen.
Fünf Sterne für diesen aufwühlenden Roman

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