Wundervoll erzählte Familiengeschichte mit Tiefgang
Andere nennen es UrlaubDer Titel und das Cover lassen mich an eine locker, leichte Story denken und ich bin sehr überrascht worden. Der Schreibstil ist locker und leicht, aber auf keinen Fall ist der Inhalt seichter Natur,, ...
Der Titel und das Cover lassen mich an eine locker, leichte Story denken und ich bin sehr überrascht worden. Der Schreibstil ist locker und leicht, aber auf keinen Fall ist der Inhalt seichter Natur,, was die Autorin aber sehr gut verpackt hat. Netti ist 50zig Jahre alt, erfolglose Schauspielerin, alleinerziehende Mutter des 18jährigen Luis und hangelt sich mit diversen zusätzlichen Jobs durch ihr Leben. Vor einigen Monaten ist ihre geliebte Mutter gestorben, zu der sie eine innige Beziehung hatte und nun kümmert sie sich gemeinsam mit ihrer erfolgreichen Schwester Ellen um ihren fast 80zigjährigen Vater Bruno. Dazu muss gesagt werden, dass Ellen nicht besonders zuverlässig ist, so dass Netti sich so fühlt, als ob sie die Verantwortung alleine trägt. Als sie jetzt vor einem neuen finanziellen Dilemma steht, bekommt sie unverhofft die Chance nach Triest zu reisen. Ihr Vater lädt sich quasi selbst zu der Reise ein und so wird es eine besondere Fahrt.
Netti lernt ihren Vater von einer neuen Seite kennen und erfahrt ganz viel über die Vergangenheit ihrer Eltern. Zusätzlich bin ich mittendrin in Nettis Gefühlswelt, was ihren Sohn, ihre Schwester und Georgio betrifft, der der Fahrer des Busses ist, mit dem sie fährt. Ich konnte mich sehr gut in Nettis Sorgen als Mutter, Schwester und Tochter hineinversetzen. Zusätzlich habe ich Italien mit all meinen Sinnen wahrnehmen dürfen.
Diese Geschichte vereint Trauer, Liebe, Abschiede sowie Neuanfänge und hat mir sehr gut gefallen.
Fünf Sterne