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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

Geniale Idee ein Stück Zeitgeschichte zu erzählen und das Leben zweier Frauen zu verbinden

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Auf das Buch aufmerksam wurde ich ich durch den Namen der Autorin auf dem Cover bzw. den Aufkleber mit Hinweis auf ihr anderes Buch "Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid", von dem mir ...


Auf das Buch aufmerksam wurde ich ich durch den Namen der Autorin auf dem Cover bzw. den Aufkleber mit Hinweis auf ihr anderes Buch "Junge Frau am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid", von dem mir eine Freundin vorgeschwärmt hatte.
Die Art, wie die Autorin die Geschichte erzählt, in dem das Gemälde erwähnt wird, es am Ende das Leben mehrerer Frauen miteinander verbindet, was über einen langen Zeitraum von einem Jahrhundert geschieht, finde ich genial. Dies ist der dritte Teil, in dem im Mittelpunkt Marlen, gegen Ende des zweiten Weltkrieges 14 Jahre alt, steht, wobei ihre Geschichte hauptsächlich im Nachkriegsdeutschland in Güstrow spielt, wo sie von Wilma gerettet wird, die ihres Zeichens Malerin ist. Marlens Geschichte erstreckt sich bis 1961 zum Mauerbau und ab Mauerfall 1989 tritt sie kurz wieder in Erscheinung. Die Hauptfigur in der Gegenwart ist Hanna mittlerweile 34 Jahre alt, die in Berlin lebt und dies im Jahr 2023. Ich erfahre viel über ihr Leben, das gerade völlig auf dem Kopf steht, denn ihre beste Freundin und WG-Mitbewohnerin ist schwanger und zieht aus. Von ihrer Chefin wird ihr Justus, deren Neffe als Mitbewohner " aufs Auge gedrückt". Über Justus, einem Studenten, der alle typischen "Vorurteile" vom Studenten in Optik mit Manbun, sowie Yoga, Esotherik , etc. erfüllt, musste ich oft schmunzeln, denn er war einfach sehr unterhaltsam. Als Hannahs Vater, der sie laut Oma und Mutter nie kennenlernen wollte, in ihr Leben tritt, ist Hannah völlig durch den Wind.

Selten habe ich mich so genial unterhalten gefühlt und es war keine leichte Kost. Ich habe viel über das Leben damals und die Beweggründe von Menschen damals und heute erfahren, warum sie so gehandelt haben wie sie es getan haben. Ich habe Menschen in die Seele schauen dürfen, ihre Trauer gespürt, ihre Wut, ihre Angst, aber auch ihren Lebenswillen.
Obwohl ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe und mir sicherlich einiges fehlt, was die Entwicklung einzelner Charaktere betrifft, so konnte ich den dritten Teil auch so sehr gut lesen. Ein ganz besonderer Roman, der mich nachdenklich, aber auch hoffnungsfroh zurückgelassen hat. Sehr zu empfehlen - fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Gereimte Texte und sehr ansprechende Dialoge

Mandalu, was sagst denn du?
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Das Buch "Mandalu, was sagst denn du?" von Birgit Fuchs hat ungefähr DINA5 Format und hat 22 Seiten inklusive Einband, der wie das gesamte Buch aus beschichteter Hartpappe besteht. Es eignet sich von der ...

Das Buch "Mandalu, was sagst denn du?" von Birgit Fuchs hat ungefähr DINA5 Format und hat 22 Seiten inklusive Einband, der wie das gesamte Buch aus beschichteter Hartpappe besteht. Es eignet sich von der Größe und Machart hervorragend für kleine Kinderhände. Inhaltlich geht es um ein Märchentier namens Mandalu, was in seiner Art einzigartig ist und denkt, dass es alleine im Wald ist. Auf seinem Weg durch den Wald lernt es auf jeder Doppelseite einen anderen Waldbewohner kennen und stellt am Ende fest, dass es doch nicht alleine ist. Duch die Wiederholung der Fragestellung und die gereimten Texte lernen Kinder die Geschichte zügig auswendig. Aber auch ohne Text macht es einfach Freude das Mandalu auf seinem Weg durch den Wald zu begleiten. Es eignet sich für eine Altersgruppe von 2- 7 Jahren, wobei es darauf ankommt, was ich - der Erwachsene - für eine Erwartung an das Buch habe. Bilder anschauen, beschreiben, Inhalt, Sprache, Sprachförderung, lesen lernen, .l....
Aufgrund der Größe eignet sich das Buch nur für maximal drei Kinder, so meine Beobachtung, da mit jedem Kind mehr es schwierig wird bei einer Bilderbuchbetrachtung allen gerecht zu werden und die Kinder bei "Laune" zu halten.
Der Text ist einprägsam und die Illustrationen sind wundervoll.
Fünf Sterne

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Schade, aber dieser Roman, der so vielversprechend klang, hat mich leider enttäuscht

Heimat aus Eis und Asche
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Der Roman von Annette Oppenlander erzählt abwechselnd aus der Zeit von 1945 in Ostpreußen und beginnt in der Gegenwart 1993 in Münster. Im Mittelpunkt steht Lena, die als Kind in Ostpreußen von ihrer leiblichen ...

Der Roman von Annette Oppenlander erzählt abwechselnd aus der Zeit von 1945 in Ostpreußen und beginnt in der Gegenwart 1993 in Münster. Im Mittelpunkt steht Lena, die als Kind in Ostpreußen von ihrer leiblichen Mutter während Flucht getrennt wurde und erst mit dem Tod der Adtoptiveltern erfährt, dass sie nicht deren leibliches Kind gewesen ist. Sie begibt sich auf Spurensuche.

Ich mag historische Romane sehr gerne und die Thematik der Menschen, die ihre Heimat verloren haben und zugleich auch häufig deren Familien und Freunde verloren gingen und wie sie damit umgingen/(umgehen, das interessiert mich sehr. Den historischen Teil des Romans mochte ich sehr gerne, sowie ich hier noch gerne viel mehr Dinge erfahren hätte, die die Autorin nur kurz erwähnte. Mit dem Teil in der Gegenwart 1993 tat ich mich deutlich schwerer, was einerseits an der Protagonistin Lena lag, mit der ich nicht warm wurde, aber andererseits auch an Handlungsabläufen, die ich eher unrealistisch empfand und andererseits kam dazu noch die "Lovestory" sowie einige weitere Protagonisten, die entbehrlich für die Story waren und ich deren Verhalten auch fragwürdig empfand.

Zwei Sterne....sehr schade, denn ein anderer Roman der Autorin hatte mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Magische Geschichte mit dem Weihnachtskobold

Der Wunschzetteldieb
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Die Weihnachtsgeschichte spielt in einem kleinen Dorf von Wald umgeben hoch im Norden und dort sind die Winter sehr kalt. Die 8 1/2 jährigen Zwillinge Anni und Tim können es nicht fassen, denn ihre Wunschzettel ...

Die Weihnachtsgeschichte spielt in einem kleinen Dorf von Wald umgeben hoch im Norden und dort sind die Winter sehr kalt. Die 8 1/2 jährigen Zwillinge Anni und Tim können es nicht fassen, denn ihre Wunschzettel verschwinden vor ihren Augen aus ihrem Kinderzimmer. Vom Dieb selber nehmen sie nur wahr, dass er klein ist und rote Handschuhe trägt. Am nächsten Tag in der Schule stellt sich heraus, dass sie nicht die einzigen mit fehlenden Wunschzetteln sind und sie beschließen dem Dieb aufzulauern, da es noch Kinder mit Wunschzetteln gibt. Dann wird die Geschichte sehr phantasievoll, mysteriös und magisch zugleich, aber auch herzallerliebst insbesondere durch die zauberhaften Illustrationen, die selbst mich als Erwachsene in eine besondere Weihnachtswelt eintreten ließ.
Die Geschichte eignet sich durch die Aufteilung in 24 Kapitel sehr gut als Vorlesegeschichte in der Adventszeit, aber ebenso kann man sie auch in kürzerer Zeit lesen. Für Menschen, die nicht an den Weihnachtsmann,Weihnachtskobold etc. glauben bzw. Erwachsene die Kindern die religiöse Geschichte von Weihnachten nahe bringen möchten, ist dieses Buch weniger geeignet. Sehr gelungen ist auf jeden Fall die Gestaltung des Buches durch Schrifgröße, Farben, Lesebändchen und Illustrationen. Das Buch wird ab acht Jahren empfohlen, doch ich würde es ab fünf Jahren zum Vorlesen empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Spannende Story mit interessanten Wendungen

Wem du traust
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In dem Kriminalroman von Petra Johann verschwindet die fünfzehnjährige Sofia nach ihrem Babysitterjob bei Eva, der besten Freundin ihrer Mutter Susanne, nachts spurlos. Gerade eben wirkte das Leben aller ...

In dem Kriminalroman von Petra Johann verschwindet die fünfzehnjährige Sofia nach ihrem Babysitterjob bei Eva, der besten Freundin ihrer Mutter Susanne, nachts spurlos. Gerade eben wirkte das Leben aller im Umfeld, einschließlich Sofias eigenem Leben, sehr glücklich und zufrieden. Als die Kriminalhaupkommissarin Heidi Westphal den Fall übernimmt trifft sie auf die besten Freundinnen Eva und Susanne, die Mutter von Sofia, Axel (Susannes Lebensgefährte), Daniel (Evas Mann und Vater von Linus), sowie Lehrer von Sofia als auch Nele, die die Schülerzeitung leitet, für die Sofia schreibt. Alle können sich nicht erklären, was passiert ist, insbesondere da Daniel Sofia nachts nach Hause gefahren hat.
Genauso wie Heidi immer mehr Zweifel am geschilderten Geschehen aufkommen, so stellt sich auf einmal für die Erwachsenen die Frage, wem können sie trauen. Der Roman wechselt zwischen drei Erzählperspektiven hin und her, wobei einmal alles aus der Sicht von Eva geschildert wird, dann von einer nicht genannten Person und dann aus der Perspektive der Autorin. Was ist mit Sofia geschehen? Warum verhält Daniel sich merkwürdig?
Als ich schon dachte, dass ich weiß, was geschehen ist, gibt es immer neue Wendungen und ich rätsele bis fast zum Schluss.
Insgesamt ein sehr spannender Kriminalroman, der logisch aufgebaut war und mit einem realistischen Ende aufwartet.
Fünf Sterne!

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