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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2025

Emotional sehr aufwühlende Geschichte

Lebensbande
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Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen wechselweise die Geschichte dreier Frauen Nora, Lene und Lotte. Die Vergangenheit beginnt Anfang der dreißiger Jahre in Ratingen und und am Niederrhein, sowie in Holland, ...

Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen wechselweise die Geschichte dreier Frauen Nora, Lene und Lotte. Die Vergangenheit beginnt Anfang der dreißiger Jahre in Ratingen und und am Niederrhein, sowie in Holland, Danzig und Russland, wo die Geschichte der Vergangenheit Ende der Vierziger Jahre endet. In der Gegenwart 1991-1993 spielt die Geschichte in Kühlungsborn und am Niederrhein. Zu Beginn erfahre ich wie wenig Frauen in der damaligen Zeit zu entscheiden hatten, denn Lene wird der Umgang mit dem Holländer, in den sie sich verliebt hat, verboten und sie wird sogar von den Eltern durch Vermittlung einer Tante in einer anderen Stadt bei einer Familie als Dienstmädchen eingestellt. Nora darf zwar mit widerwilligem Einverständnis ihres Vaters eine Ausbildung als Krankenschwester machen, aber erlebt dann in den nächsten Jahren Unterdrückung durch Vorgesetzte und Ärzte ebenso wie der Zustand der Kinder sich durch die Behandlung immer mehr verschlechtert. Lotte ist Verfechterin des Nationalsozialismus und Nora lernt sie in Danzig kennen, wo Nora als Krankenschwester zwangsversetzt wird. Die beiden unterschiedlichen Frauen werden Freundinnen und gemeinsam werden nach Russland verschleppt, wo sie Zwangsarbeit leisten. Was alles genau passiert und was die Zukunft für alle drei Frauen und ihre Angehörigen bringt, das möchte ich nicht vorwegnehmen. Der Autorin ist es gelunden, dass ich das Leben aller drei Frauen und das ihrer Familien und Freunden vor Augen hatte und ich mit ihnen geliebt und gelitten habe. Es ist ein Stück Zeitgeschichte, wobei vieles wieder sehr aktuell ist.
Fünf Sterne und absolute Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.10.2025

Krimi mit kleinen Schwachstellen

Tegernsee-Verhängnis
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Der Krimi legte ein flottes Tempo durch kurze Kapitel und Perspektivwechsel an den Tag, was mir gut gefiel. Der Einstieg, in die für mcih unbekannte Reihe, ist mir leicht gefallen und der Hauptkommissar, ...

Der Krimi legte ein flottes Tempo durch kurze Kapitel und Perspektivwechsel an den Tag, was mir gut gefiel. Der Einstieg, in die für mcih unbekannte Reihe, ist mir leicht gefallen und der Hauptkommissar, der über eine Berufsveränderung nachdachte, war mir sympathisch. Der Krimi startet mit zwei toten Tauchern und die Unterwasserszene fand ich sehr spannend. Kurze Zeit später kommt es zu einem weiteren Todesfall, bei dem ein Privatdetektiv erschossen wird. Es gibt mehrere Verdächtige und die Auflösung am Ende hat mich überrascht, auch wenn ich als Laie fast als erstes in dieser Richtung Ermittlungen angestellt hätte. Durch die relativ vielen Protagonisten, die kurz an Bedeutung gewannen und dann wieder verschwanden, hatte ich Schwierigkeiten sie mir gut vorzustellen. Da der Autor seinen Krimi sehr facetten- und themenreich gestaltet hat, was einerseits toll ist, andererseits mir , insbesondere was den Einblick in die Welt der Fußballer und ihrer Vermarktung betrraf, zu viel wurde, obwohl es gerade an dieser Stelle mich emotional berührt hat.

3,5 Sterne aufgerundet 4 Sterne

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  • Handlung
Veröffentlicht am 15.10.2025

Spannende Geschichte mit kleinen Schwächen

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
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Das Cover des Buches hat mir mit dem stimmungsvollen Cover, was das Ostseefeeling spüren lässt, sofort gefallen. Es handelt sich um den ersten Teil einer neuen Krimireihe, "Mörderische Brise", dessen ...

Das Cover des Buches hat mir mit dem stimmungsvollen Cover, was das Ostseefeeling spüren lässt, sofort gefallen. Es handelt sich um den ersten Teil einer neuen Krimireihe, "Mörderische Brise", dessen Konzept noch aus der Feder der 2020 verstorbenen Autorin Nina Ohlandt stammt, und das nun von Jan F. Wielpütz umgesetzt wurde/wird.
Die Kommissarin Hannah Bülow will nach dem Tod ihres geliebten Ehemannes noch mal neu beginnen und nimmt einen Posten bei der Polizeidienststelle in Ostersande, dem Ort ihrer Kindheit, wo ihr Vater und alte Bkannte/Freunde wohnen, an. Bevor sie sich dort einleben kann, wird ein Toter am Strand gefunden. doch das ist nicht genug, denn irgendwie scheint alles mit einem Bootsunfall aus der Vergangenheit zusammenzuhängen, in den auch Hannah und Constanze, ihre Freundin und Leiterin der Polizeiwache,, damals in ihrer Jugend verwickelt waren. Eigentlich wollte Hannah alles Vergangene hinter sich lassen, doch nun muss sie sich zurückerinnern.
Ich fand die Protagonisten alle sehr interessant, ebenso wie die Geschichte - der Fall - an sich. Ein kleines Manko in meinen Autgen ist es, dass einiges über das Privatleben der Personen erwähnt wird, dann jedoch nicht weiter ausgeführt wird, wodurch mir Personen fremd bleiben oder ihr Handeln bzw. die Handlung mir zu kontruiert erscheint und in sich für mich nicht so ganz schlüssig ist.
Die Auflösung der Story hat mich "kalt erwischt" und ebenso dürfte es den Menschen in Ostersande ergangen sein. Trotz der kleinen Schwächen hat mir der Krimi ansonsten gut gefallen und ich würde sehr gerne einen weiteren Fall mit Hannah lesen.
Vier Sterne

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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 14.10.2025

Wir dachten, das Leben kommt noch

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt und zwar in der Vergangenheit, die über deb Zeitraum von 1939-1942 spielt sowie in der Gegenwart von 1998. Schon das Cover hat mich sehr angesprochen, da die ...

Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt und zwar in der Vergangenheit, die über deb Zeitraum von 1939-1942 spielt sowie in der Gegenwart von 1998. Schon das Cover hat mich sehr angesprochen, da die Optik der Frauen schon auf die Zeit des zweiten Weltkrieges hindeutete und ich gerne historische Geschichten lese. In der Geschichte stehen Frauen im Mittelpunkt und zwar in beiden Zeitebenen. In der Gegenwart bekommt Gwen, alleinerziehende Mutter, die beim BBC arbeitet und dort unter anderem sich mit "berühmten" Frauen befasst, über die sie recherchiert und Portraits erstellt. Nun bekommt sie von ihrer vorgesetzten Redakteurin über Frauen zu recherchieren, die im zweiten Weltkrieg als Special Operative Executive oder mit anderen Worten von England als Agentinnen in Frankreich im Widerstand eingesetzt worden sind, und darüber ein Buch zu schreiben. Die gefährliche Arbeit dieser Frauen ist nie offiziell anerkannt worden und dies soll jetzt im Nachgang geschehen. Wer waren diese Frauen? Dies soll Gwen recherchieren und selbst hat sie mehr Verbindungen persönlicher Art als ahnt. Erste Hinweise erhält sie durch ihre Tante. Gwen möchte bei ihrem Aufenthalt in Paris auch so "nebenbei" herausbekommen, was ihre Großmutter zu Kriegszeiten in Paris gemacht hat und Unterlagen dazu abholen.
Ich konnte mich, nachdem ich begonnen hatte zu lesen, kaum mehr von der Geschichte lösen, denn durch die parallelen Erzählstränge, sehe ich die Verbindungen zwischen beiden Zeiten und die Personen, insbesondere die Menschen bzw. die Geschichte in der Vergangenheit, kommen/ geht mir sehr nahe. Die kleinen privaten Details , die im ganzen Roman eingeflochten werden, macht die Geschichte so besonders. Die Geschiche in der Gegenwart und das, was Gwen alles entdeckt, ist faszinierend und berührend zugleich, zugleich mag ich auch den Humor, der eingestreut wird, denn Gwens Tochter und die Tante sind "speziell", sicherlich anstrengend für ihre Umgebung, aber auch sehr unterhaltsam.
Die Autorin hat die Quellen ihrer Recherche und die Fakten, die darauf beruhen und im Roman eingeflochten werden, im Anhang angegeben und zugleich noch im Nachwort/Danksagung einiges erklärt. Außerdem wird zu Beginn des Romans auf das Personenregister am Ende des Buches hingewiesen, was ich sehr gut gefunden habe, um den Überblick zu bewahren.
Mich hat der Roman bewegt und ich habe den Mut der Menschen sehr bewundert.
Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Sehr ansprechendes Bilderbuch

Ich war das nicht!
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In dem Bilderbuch geht es um Klara, die zum ersten Mal bei ihrem Freund Leo zu Besuch ist und trotz seines Verbotes an seinen selbstgebauten Elefanten geht, der leider dabei auseinanderfällt. Leo ist sauer, ...

In dem Bilderbuch geht es um Klara, die zum ersten Mal bei ihrem Freund Leo zu Besuch ist und trotz seines Verbotes an seinen selbstgebauten Elefanten geht, der leider dabei auseinanderfällt. Leo ist sauer, da nicht nur der Elefant kaputt, sondern Klara auch nicht zugibt, dass sie es war. Am Ende entschuldigt sich Klara bei Leo und sie bauen gemeinsam.

Die Geschichte wird in kurzen, einfachen Sätzen erzählt, wobei die Geschichte auch ohne Text alleine durch die wunderschönenen großflächigen Illustrationen zu verstehen ist. Die Handlung sowie die Gefühle werden sehr gut daragestellt.

Das Buch hat den Kindern, mit denen ich es mir angeschaut sowie auch vorgelesen habe, sehr gut gefallen.

Fünf Sterne

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