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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2025

Wunderschön gestaltetes Bilderbuch

Die kleine Glitzerblume
0

Das Bilderbuch ist optisch und haptisch ein Highlight zusätzlich zur Botschaft, dass wir alle, ob Menschen, Tiere und Pflanzen auf unsere Art einzigartig sind.

Mich hat das Cover sofort angesprochen und ...

Das Bilderbuch ist optisch und haptisch ein Highlight zusätzlich zur Botschaft, dass wir alle, ob Menschen, Tiere und Pflanzen auf unsere Art einzigartig sind.

Mich hat das Cover sofort angesprochen und auf diesem sind auch schon die drei Hauptfiguren der Story - der Rabe, die Glitzerblume und das Eichhörnchen - abgebildet. Als die Glitzerblume im Frühling aufblüht lernt sie nacheinander das Eichhörnchen und den Raben kennen und freundet sich mit diesen an. Sie verbringen gemeinsam eine schöne Zeit bis sie im Herbst Abschied nehmen müssen. Im nächsten Frühjahr erwartet den Raben und das Eichhörnchen jedoch eine tolle Überraschung.

Dieses Buch bezaubert durch die wunderschönen Illustrationen, die die Freundschaft der Tiere verdeutlichen und auch den Kreislauf der Jahreszeiten. Der Text ist gut formuliert und die kurzen Sätze unterstreichen die Bildergeschichte.

Fünf Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.06.2025

Rasanter Thriller mit Schwächen

Sieben letzte Tage
5

Alice ist Anwältin und ihr Vater hat die Familie - ihre Mutter, sie und ihre Schwester - vor vielen Jahren in ihrer Kindheit verlassen. Plötzlich meldet sich die neue Frau des Vaters bei Alices Schwester ...

Alice ist Anwältin und ihr Vater hat die Familie - ihre Mutter, sie und ihre Schwester - vor vielen Jahren in ihrer Kindheit verlassen. Plötzlich meldet sich die neue Frau des Vaters bei Alices Schwester Fiona, da der Vater in sieben Tagen hingerichtet werden soll. Auf Drängen ihrer Schwester erklärt sich Alice bereit sich den Fall näher anzuschauen, insbesondere weil einiges auch merkwürdig ist. Alice begibt sich mit Hilfe einer befreundeten Ermittlerin auf Spurensuche und reist nach Frankreich, wo ein Verbrecher eines sehr ähnlich gelagerten Falles einsitzt. Agent Boudreaux ist hierfür zuständig. Alice gerät in Gefahr, denn sie wird bedroht und weiß nicht mehr, wer gut oder böse ist.
Der Thriller ist rasant im Erzähltempo und es passiert unglaublich viel in den sieben Tagen. Während Alice mir durchaus sympathisch ist, ist mir ihre Schwester Fiona eher unsympathisch. Bei einigen der Protagonisten war ich mir am Ende über den Sinn ihrer Rolle nicht im Klaren. Mir war bis zum Ende nicht klar, wie alles zusammenhängt, was für den Thriller spricht. Das Ende, wenn auch in sich schlüssig, war mir ein bisschen zu "märchenhaft", desweiteren gab es Protagonisten mit Superkräften, die mich an James Bond erinnerten, was mir nicht gefallen hat.
Insgesamt für diesen rasanten Thriller trotz allem vier Sterne, denn ich würde gerne einen weiteren Fall lesen.

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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.05.2025

Bezauberndes Fühlbuch mit Geräuschen für die Kleinsten

Hör mal, wie ich schnattern kann (Mein erstes Streichel-Soundbuch 1)
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Mir gefällt neben dem sehr ansprechendem Cover mit dem Küken, insbesondere das kleine Format mit den stabilen Seiten für kleine Kinderhände. Desweiteren finde ich es gut, dass es auf einige ausgesuchte ...

Mir gefällt neben dem sehr ansprechendem Cover mit dem Küken, insbesondere das kleine Format mit den stabilen Seiten für kleine Kinderhände. Desweiteren finde ich es gut, dass es auf einige ausgesuchte Tiere beschränkt ist, die die Kinder schon mal gesehen haben oder im Alltag/Urlaub antreffen könnten. Auch ist die Farbgebung sehr ansprechend, sowie der Text altersentsprechend kurz ist. Außerdem gefiel mir, dass der Text sich größtenteils reimt und so sehr einprägsam ist. Es macht Spaß die Tiere zu berühren/streicheln und dann die entsprechenden Geräusche zu hören. Sehr gelungen finde ich auch, dass ich den Sound am Buch ausstellen kann und es nicht zu laut ist. Das Buch erfreut sich bei dem Kind, für das ich es gekauft habe, großer Beliebtheit und es wird momentan noch täglich aus der Bücherkiste geholt. Fünf Sterne! Sehr empfehlenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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Veröffentlicht am 28.05.2025

Trauma der Kinderverschickung

Am Meer ist es schön
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Der Roman ist geteilt in zwei zeitlich wechselnde Erzählstränge (1969/2018-2019) und im Mittelpunkt steht Susanne, die als achtjähriges Mädchen 1969 zur Kur an die Nordsee fahren "musste". Ihr wurde vom ...

Der Roman ist geteilt in zwei zeitlich wechselnde Erzählstränge (1969/2018-2019) und im Mittelpunkt steht Susanne, die als achtjähriges Mädchen 1969 zur Kur an die Nordsee fahren "musste". Ihr wurde vom Kinderarzt Untergewicht bescheinigt und in St.Peter-Ording sollte sie aufgepäppelt werden. Hier erlebte sie Grauenvolles, ebenso wie die anderen Kinder, die dort waren. 2018 ist Susanne 57 Jahre alt und alleinerziehende Mutter einer mittlerweile erwachsenen Tochter. Über das, was damals passiert ist, hat sie nach ihrer Rückkehr ihren Eltern erzählt, doch diese haben ihr nicht geglaubt. Jetzt liegt ihre Mutter mit Demenz im Pflegeheim im Sterben und die Alpträume von Susanne ploppen verstärkt neben Erinnerungen wieder hoch. Als Luise, die Mutter von Susanne und Oma von Julia, einen lichten Moment hat und sich entschuldigt, beginnt Susanne ihrer Tochter und teilweise auch der Mutter und ihren Geschwistern von damals zu erzählen.
Dadurch das die Vergangenheit so erzählt wird, dass sie zur Gegenwart wird, bin ich mit Susi mittendrin in den damaligen Ereignissen im Kinderheim. Ich erlebe nun mit Susi und den Kindern, mit denen sie sich teilweise eng anfreundet, da sie eine Schicksalsgemeinschaft bilden, die Schikanen, denn sie ausgesetzt sind. Alles wird aus Kindersicht erzählt und dadurch wird nichts beschönigt, nichts aufgebauscht, was es umso erschreckender macht. Die Autorin schafft eine sehr gute Balance zwischen Damals und Heute, denn das "Damals" hat nicht nur Spuren bei Susanne hinterlassen sondern auch bei den anderen Kindern, aber diese zeigen sich ganz unterschiedlich.
Ebenso wie die Autorin es im Nachwort des Buches erzählt, habe ich auch damals durch eine Sendung im Fernsehen von furchtbaren Zuständen bei den Kuren der Verschickungskinder erfahren. Bis dahin dachte ich, dass es eine damalige sinnvolle Maßnahme für erholungsbedürftige Kinder gewesen ist, denn ich kenne jemanden, die mir als Kind erzählt hat, wie toll sie es gefunden hat. Mir wird ganz übel, wenn ich überlege, dass ich auch noch "verschickt" hätte werden können.
Für diesen Roman, der mich sehr berührt hat und noch lange beschäftigen wird, vergebe ich fünf Sterne. Sehr empfehlenswert!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2025

Ein wenig schleppend erzählte Story

The summer we kissed
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Natalia und Ethan stehen kurz vor ihrem letzten Schuljahr und hier ist es der Senior Sunrise Tradition, d h.die Abschlussklasse versammelt sich am letzten Ferienwochenende, um den Sonnenaufgang zusammen ...

Natalia und Ethan stehen kurz vor ihrem letzten Schuljahr und hier ist es der Senior Sunrise Tradition, d h.die Abschlussklasse versammelt sich am letzten Ferienwochenende, um den Sonnenaufgang zusammen zu erleben und die berüchtigten Lion-Letters zu verfassen. Die SchülerInnen sollen aufschreiben, was sie bewegt und was sie tun würden, wenn sie mutig wären. Diese sollen bei Sonnenaufgang verbrannt werden. Natalia als Präsidentin hat es dieses Mal zum ersten Mal als einen Campingtag mit Übernachtung organisiert. Ethan und Natalia sind beste Freunde und wer sie so sieht, merkt gleich, dass sie eigentlich viel mehr füreinander empfinden. Doch bis jetzt haben sie sich immer noch nicht getraut sich gegenseitig ihre Gefühle zugestehen bzw. kommt immer etwas dazwischen.Während alle Schüler ihre Lionletters verfassen und sie in eine Flasche gesteckt haben,kommt es zu einem unbeabsichtigten Zwischenfall und einige der Briefe mit sehr privaten Informationen werden mit dem Wind am Strand verstreut. Was passiert, wenn diese Briefe in falsche Hände geraten?

Die Geschichte beginnt sehr schön, da ich sofort bei Ethan und Natalia ganz privat bin und gerade als ich denke, dass sie nun ihre erste Liebesnacht verbringen, endet sie abrupt und ich befinde mich am Tag des Senior Sunrise. Ich lerne einige der Protagonisten ein wenig kennen, während der Fokus auf den Briefen liegt. Die Atmosphäre ist für mich nicht spürbar, da immer nur einzelne Infos eingestreut werden und ich die Erzählung als ein wenig schleppend empfinde. Ich vermisse Musik, Gerede, Essen, Trinken, das Miteinander etc. Was das ganze auflockert ist, dass Natalia und Ethan abwechselnd erzählen, wobei ich Ethan hier sympathisch finde und Natalia zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Ziemnlich gut kann ich mir vorstellen, wie dieser Tag durch das Finden der Briefe eine neue Wendung nimmt. Hierfür bzw. für den Mut einiger SchülerInnen sehe ich sehr positiv. Das Ende an sich finde ich ein wenig zu "übertrieben".

Drei Sterne für die Botschaft bezüglich des Mutes und die schön gestalteten Innenseiten des Pappeinbandes, der zudem noch per Klappe einen farbigen Buchschnitt "vorspielt", was ich persönlich sehr gelungen finde.

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