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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2025

Der Abschluss der Clifton-Saga

Winter eines Lebens
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"Winter eines Lebens" ist der siebte und abschließende Band der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Das Geschehen umfasst dabei den Zeitraum 1978 bis 1992. Emma und Giles machen weitere politische Schritte, ...

"Winter eines Lebens" ist der siebte und abschließende Band der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. Das Geschehen umfasst dabei den Zeitraum 1978 bis 1992. Emma und Giles machen weitere politische Schritte, allerdings in verschiedenen Parteien, während Harry weiterhin als Schriftsteller die Bestsellerlisten anführt. Auch die Karriere des Sohnes Sebastian schreitet in seiner Funktion als Banker voran, während Lady Virginia Fenwick weiterhin sich durch das Leben mogelt. Auch in diesem letzten Band der Saga trifft der Leser auf bekannte Figuren aus den vorherigen Bänden. Alle entwickeln sich weiter, in welcher Form auch immer. Ich hatte aber speziell in diesem Band das Gefühl, dass es sich teilweise wiederholt und zieht. Und letztendlich findet das Geschehen mancher Figur dann auch kein echtes Ende, denn zum Schluss des Buches konzentriert sich doch alles auf die beiden Hauptfiguren Harry und Emma. Dabei wäre es auch schön gewesen einen Abschluss für die anderen Protagonisten zu erfahren. Nachdem ich diese Saga sehr gerne gelesen habe, war es für mich natürlich auch Pflicht diesen letzten Band zu lesen, aber generell konnte er für mich nicht an seine Vorgänger voll anknüpfen. Das ist teils schade, denn die Clifton-Saga ist eine sehr lesenswerte Story. Daher ist es auch gut, dass sie nun zu Ende ist. In Summe aber eine gut durchdachte Geschichte, bei der man die Familien Clifton und Barrington über mehrere Generationen und Jahrzehnte begleiten darf.

Veröffentlicht am 21.11.2025

Die Toten unter Wasser

Die Tiefe: Versunken
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"Die Tiefe: Versunken" ist der siebte Band der Engelhardt & Krieger Reihe von Karen Sander (einem Pseudonym der Autorin Sabine Klewe). Zugleich ist es der Auftaktband der dritten Trilogie aus dieser Reihe. ...

"Die Tiefe: Versunken" ist der siebte Band der Engelhardt & Krieger Reihe von Karen Sander (einem Pseudonym der Autorin Sabine Klewe). Zugleich ist es der Auftaktband der dritten Trilogie aus dieser Reihe. Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt bekommt es diesmal mit einem speziellen Fall zu tun. Bei einem Tauchgang zu einem Wrack haben Schatztaucher nicht ein vermeintlich erhofftes Wrack in der Ostsee entdeckt, sondern eine Privatyacht. Auf dieser dann die Leichen einer Familie. Diese sind nicht einfach verunglückt, sondern die Familie wurde regelrecht hingerichtet. Zur gleichen Zeit wird Mascha Krieger, Kryptologin beim LKA Schwerin, zu einem Mordfall an einer Frau hinzugezogen. Das Prekäre darin ist, sie trifft erneut auf ihren ungeliebten Stiefbruder, der vor Ort die Ermittlungen leitet. Kurz darauf werden zwei weitere Menschen auf einem Motorboot erschossen aufgefunden. Auch diese scheinen hingerichtet worden zu sein. Gibt es einen Zusammenhang zwischen all diesen Opfern? Karen Sander bleibt auch in dieser dritten Trilogie ihrem Schema treu. Ein übergeordneter Fall und zugleich eine Story, die sich in einem Band durchzieht. Wobei diesmal alles doch ein wenig mehr übergreifend erscheint. Während sich Tom und Mascha auch immer mehr privat annähern, müssen sie als Ermittler getrennt arbeiten. Dafür haben sie beide aber ungeliebte Unterstützung im jeweiligen Team. Die Protagonisten sind dem Leser aus den vorherigen Bänden mittlerweile gut bekannt. Deren Werdegang zieht sich durch die Reihe, daher empfiehlt es sich die Reihe von Beginn an zu lesen. Der Kriminalfall selbst ist aber wieder eigenständig und benötigt keine Vorkenntnisse. Der Ansatz, den Karen Sander dabei wählt, gefällt mir daher sehr gut. Die kurzen Kapitel wechseln die Handlungsorte oder Geschehen. Übergreifend ist aber alles gut verständlich und man kann der Story beim Lesen gut folgen. So manches bleibt in diesem Band noch im Dunkeln, was aber natürlich selbstverständlich ist, da ja noch zwei Bände folgen. Am Ende wie gewohnt ein Cliffhanger, der einen neugierig macht wie sich die Geschichte fortsetzen wird. In Summe für mich ein guter Krimi in dieser Reihe.

Veröffentlicht am 16.11.2025

Der Weg Henry II. zum englischen Thron

Thronerbe
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"Thronerbe" ist der zweite Band der Plantagenet-Saga von Sharon Penman. Mit dem Tod von Robert von Gloucester hat Kaiserin Maude nicht nur ihren Halbbruder verloren, sondern auch einen ihrer wichtigsten ...

"Thronerbe" ist der zweite Band der Plantagenet-Saga von Sharon Penman. Mit dem Tod von Robert von Gloucester hat Kaiserin Maude nicht nur ihren Halbbruder verloren, sondern auch einen ihrer wichtigsten Verbündeten im Kampf um die englische Krone. Ihr selbst bleibt nur die Flucht in die Normandie. Sie weiß, dass sie selbst die Krone nicht aufsetzen wird, aber umso mehr unterstützt sie den Kampf gegen König Stephen für ihren Sohn Henry. Dieser ist mittlerweile knapp zwanzig Jahre und trotz seines jungen Alters durchaus schon ein Stratege. Eleonore von Aquitanien, soeben geschieden vom französischen König Louis VII., gewinnt das Herz von Henry und die beiden heiraten. Nicht nur eine Liebeshochzeit, sondern eine äußerst gewitzte und auf die Zukunft ausgerichtete Ehe. Denn damit steht auch für Eleonore ein Tor offen, dass die Möglichkeit bietet sich zum zweiten Mal eine Krone aufzusetzen. Sharon Penman beginnt diesen zweiten Band rund sechs Monate nach dem Ende des ersten Bandes im Juni 1143 und erzählt den Kampf um die Krone Englands weiter bis Oktober 1154. Elf weitere Jahre des Krieges, dass das englische Volk durchleben muss, bis es durchatmen kann. Elf Jahre, bis Henry II. und Eleonore von Aquitanien eine Zeit der Herrschaft des Geschlechts der Plantagenet beginnen, die die nächsten Jahrhunderte in England bestimmen sollten. Auch dieser zweite Band der Saga ist von Sharon Penman hervorragend geschrieben. Sofort war ich als Leser wieder im Geschehen, all die historischen Fakten erlebt man hautnah. Die Eigenarten und Wesen der Beteiligten kann man direkt greifen. Vieles, dass man aus dieser Zeit des zwölften Jahrhunderts über England gelesen hat, macht die Autorin in diesem Roman noch wesentlich lebendiger. Ihre Gabe Romangeschichte mit realer Historie zu verknüpfen ist einfach nur perfekt. Im englischen Original besteht diese Saga aus fünf Bänden und ich hoffe sehr, dass die deutschen Leser auch in den Genuss der Übersetzungen der restlichen Bände durch den Heyne-Verlag kommen. Für mich ist Sharon Penman, die bereits 2021 verstorben ist, meine persönliche Neuentdeckung des Jahres und diese Saga zählt für mich zu dem Besten, was ich in diesem Bücherjahr bisher gelesen habe.

Veröffentlicht am 09.11.2025

Wenn der Urlaub zum Einsatz wird

Jerry Cotton 1 - Krimi-Serie
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"Ich jagte den Diamanten-Hai" ist der erste Heftroman, der im Original 1956 als eigenständige Serie "Jerry Cotton" erschien. Damit begann eine jahrzehntelange erfolgreiche Heftserie, die bis heute wöchentlich ...


"Ich jagte den Diamanten-Hai" ist der erste Heftroman, der im Original 1956 als eigenständige Serie "Jerry Cotton" erschien. Damit begann eine jahrzehntelange erfolgreiche Heftserie, die bis heute wöchentlich erscheint. Vor etlichen Jahren habe ich diesen Roman schon mal gelesen, jetzt erneut mal wieder. Jerry Cotton und sein Kollege Phil Decker machen gerade in der Südsee Urlaub, als sie es mit John Flybert, den man seiner Haarfarbe wegen auch "den Grauen" nannte, zu tun bekamen. Dieser war so etwas wie ein moderner Pirat und will an die Diamanten eines gesunkenen Dampfers herankommen. Schnell ist es vorbei mit dem Urlaub und Jerry Cotton und Phil Decker sind im Einsatz. Der erneute Ausflug in die Anfänge der Jerry Cotton Heftromane hat mir durchaus wieder gefallen. Als Jugendlicher war ich schon von den Storys begeistert und auch die Filme mit George Nader habe ich alle geschaut. Vieles wäre in heutigen Krimis so nicht mehr möglich, aber die Zeitreise zu den Ermittlern von damals gefällt mir. Herrlich schön unkorrekt und ich werde auf alle Fälle endlich mal meine vielen ungelesenen Fälle vom Dachboden holen und diese mir nach und nach zu Gemüte führen.

Veröffentlicht am 31.10.2025

Heute Nacht träumte mir, ich sei wieder in Manderley

Der Schlüssel zu Rebecca
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"Der Schlüssel zu Rebecca" ist ein Spionageroman von Ken Follett. Monatelang brachte Rommels Armee in Nordafrika den Engländern schwere Verluste im 2. Weltkrieg bei. Kairo war ein Hotspot für Spionage. ...


"Der Schlüssel zu Rebecca" ist ein Spionageroman von Ken Follett. Monatelang brachte Rommels Armee in Nordafrika den Engländern schwere Verluste im 2. Weltkrieg bei. Kairo war ein Hotspot für Spionage. Immer wieder kommt die deutsche Wehrmacht an strategische Informationen, die sie im Kampf zu ihren Gunsten nutzen können. Der deutsche Agent Alex Wolff gibt verschlüsselte Funksprüche für Rommel durch. Als Code dient "Rebecca", ein Roman der britischen Schriftstellerin Daphne du Mauriers. Doch der britische Abwehrspezialist Vandam will den Agenten zur Strecke bringen. Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd, bei der der Ausgang kriegsentscheidend in Nordafrika sein kann. Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts erschien dieser Agententhriller von Ken Follett bei uns in Deutschland. Dies merkt man dem Roman bzgl. Sprache und Kernthema deutlich an. Der Anfang entwickelte sich dabei für mich schleppend, aber mit zunehmenden Verlauf wurde die Story immer spannender. Und dabei fesselte einen das Duell der Widersacher immer mehr. Zum einen, weil historische Begebenheiten gut eingearbeitet sind, zum anderen aber auch die Entwicklung der Charaktere. Denn aus einem Duell wird immer mehr ein Geflecht aus Beteiligten auf beiden Seiten des Krieges. Ägypten und Kairo stehen dabei im Mittelpunkt. Für mich war dieser schon mittlerweile betagte Spionageroman eine interessante Zeitreise und eine unterhaltsame Lektüre.