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Veröffentlicht am 07.02.2026

Herrlich ... ich will auch in diesen Buchclub

Books & Coffee - An Wunder muss man glauben
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Das Café Zuckerzeit ist ein Traum für kuchenessende, kaffeetrinkende Bücherliebhaber und ich habe mich sehr gefreut, wieder dorthin reisen zu dürfen. Diesmal mit Emilia, die wir im ersten Band „Das Beste ...

Das Café Zuckerzeit ist ein Traum für kuchenessende, kaffeetrinkende Bücherliebhaber und ich habe mich sehr gefreut, wieder dorthin reisen zu dürfen. Diesmal mit Emilia, die wir im ersten Band „Das Beste liegt immer vor uns“ schon kurz kennenlernen durften.

Emilia lernen wir in dem Moment kennen, in dem sie von ihrem Freund Gregor vor die Tür gesetzt wird. Ehrlich gesagt hatte ich direkt das Gefühl, dass es für sich auch besser ist, diesenTypen los zu sein. Da im Klappentext auch noch der Exfreund Markus erwähnt wird, stellte ich mich auf Herzschmerz ein. Den bekommen wir auch, aber zum Glück auf keine kitschige oder nervige Art. Stattdessen lässt sich Emilias Gefühlsleben sehr gut nachfühlen. Erst der Rückschlag in ihrer Schauspielkarriere, dann die Trennung, der Rauswurf aus der WG und Eltern, die meinen, den richtigen Weg zu kennen. Kein Wunder also, dass Emilia sich erst einmal sortieren muss.

Ich fand es schön ihre Entwicklung zu sehen. Sie trifft nicht plötzlich nur noch „richtige“ Entscheidungen, sondern lernt Schritt für Schritt aus ihren Erfahrungen. Nicht nur bezogen auf ihre beruflichen Perspektiven, sondern auch im Liebesleben.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich angenehm ruhig und ohne unnötiges Drama. Man merkt, dass hier „Erwachsene“ im Mittelpunkt stehen. Florian ist jemand, der zuhört, unterstützt und Emilia Raum lässt. Jemand, der auch verletzlich ist und dies auch zeigen kann. Auch wenn Emilia ein wenig braucht, um das zu erkennen. Aber wozu hat man Freundinnen?

Sobald Emilia das Café Zuckerzeit entdeckte und Lucy sowie Clara auftauchen, fühlte ich mich direkt wieder wohl. Das Café ist ja bei Lucys Geschichte im ersten Band so wunderbar beschrieben worden, dass ich selbst auch gerne dort sitzen würde. Lesend, mit Kaffee und Kuchen. Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, sind die Geschichten unabhängig voneinander lesbar. Ich empfehle dennoch, die richtige Reihenfolge einzuhalten.

Mit Lucy und Clara findet Emilia Freundinnen, die echtes Interesse an ihr haben und ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen. Besonders gefallen haben mir die Szenen rund um den Buchclub. Die Gespräche über Bücher und die unterschiedlichen Sichtweisen der Mitglieder machen diese Treffen richtig lebendig. Gerne würde ich Claras Zeichnungen sehen, die sie während der Treffen anfertigt.

Books & Coffee – An Wunder muss man glauben ist für mich, wie vom Verlag auch angepriesen, ein echter Wohlfühlroman. Kein Spice, kein unnötiges Drama, sondern eine nachfühlbare Liebesgeschichte, glaubhafte Fehler und schöne Gespräche über Bücher bei Kaffee und Kuchen.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Eine Fae erhebt sich

Gaze of Iladri 2: Rise of the Dark Fae
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Mit „Rise of the Dark Fae“ haben wir nun den zweiten und letzten Band der Reihe „Gaze of Iladri“ und dürfen Ava, Tarim und Green erneut begleiten, wie sie sich für die Fae und gegen den König stellen. ...

Mit „Rise of the Dark Fae“ haben wir nun den zweiten und letzten Band der Reihe „Gaze of Iladri“ und dürfen Ava, Tarim und Green erneut begleiten, wie sie sich für die Fae und gegen den König stellen. Und Band zwei hat mir stärker gefallen als Band eins.

Wir starten mitten im Geschehen, und ich musste mich erst einmal orientieren. Das ging aber schneller als gedacht, und ich war rasch wieder in der Geschichte drin. In meiner Rezension zum ersten Band hatte ich noch geschrieben, dass mir Green besser gefällt als Tarim – das muss ich hier korrigieren. Auch wenn ich Green bis zu einem gewissen Punkt verstehen kann. Zuzusehen, wie die eigene, durch die Fae-Natur vorbestimmte Gefährtin einen Menschen wählt, und jedes Mal von überwältigenden Gefühlen überrollt zu werden, sobald man sie sieht, stelle ich mir alles andere als leicht vor. Trotzdem hatte ich ständig das ungute Gefühl, dass er Ava irgendwann bewusst in eine Situation bringen könnte, in der sie den „chemischen“ Impulsen nicht mehr widerstehen kann. Dagegen wirkt Tarims Liebe deutlich respektvoller. Mein Bookboyfriend wird er zwar trotzdem nicht, aber er hat bei mir klar gewonnen.

Im ersten Band stand Avas Wunsch im Mittelpunkt, ihre Schwester aus den Fängen der Königin zu befreien, wobei sie eine Allianz mit den Rebellen einging. In diesem Band verschiebt sich der Fokus deutlich: Es geht nun darum, die Fae insgesamt aus der Sklaverei zu befreien und Ava vor dem neuen, besessenen König zu schützen. Dieser Antagonist hat mir ehrlich gesagt Gänsehaut bereitet. Allein die Vorstellung, was er mit Ava vorhat, war stellenweise schwer auszuhalten.

Man trifft in diesem Band auch wieder auf alte Bekannte wie Siena oder Amos, sie haben im Vergleich zu Band 1 jedoch spürbar weniger Raum – zumindest kam es mir so vor. Wenn es keine romantischen oder spicy Szenen gab, wurde die Handlung zügig vorangetrieben, was mir sehr gefallen hat. Die Geschichte wird insgesamt politischer, neue Abgründe im Umgang der Menschen mit den Fae tun sich auf, und der neue König sammelt mit jeder Szene mehr Antipathiepunkte. Gleichzeitig erfährt man mehr über die Vergangenheit der Fae und ihre Magie, was ich sehr spannend fand.

Als Abschluss einer Dilogie hat mich dieser Band gut abgeholt. Ich habe das Buch innerhalb von drei Abenden gelesen und fühlte mich durchgehend gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Eine Fae rebelliert

Gaze of Iladri 1: Fall of the Fae Era
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„Fall of the Fae Era“ hat mich direkt mit einer spannenden Grundidee gepackt: Die magischen Faes werden seit über 900 Jahren unterdrückt und dienen den Herrscherfamilien. Wer aufbegehrt, stirbt. Die Darstellung ...

„Fall of the Fae Era“ hat mich direkt mit einer spannenden Grundidee gepackt: Die magischen Faes werden seit über 900 Jahren unterdrückt und dienen den Herrscherfamilien. Wer aufbegehrt, stirbt. Die Darstellung wie sie leben müssen und was man ihnen antut … schrecklich. Da war ich gleich auf der Rebellionsseite, sobald ich erfuhr, dass es Rebellen gibt.

Ava ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Sie ist mutig und würde für diejenigen, die sie liebt, sich selbst opfern. Zu denjenigen gehört auch Tarim, der die Welt in Brand stecken würde, um Ava zu beschützen. Zwischen den beiden spürt man von Anfang an eine starke Verbindung. Und dann gibt es noch Green, der gerne an Tarims Stelle wäre und für Spannung sorgt. Ich gestehe, ich bevorzuge Green. Tarim ist mir zu „glatt“. Ich kann es nicht genau beschreiben. Bin gespannt wie weitere Zusammentreffen zwischen Green und Ava und Green und Tarim im zweiten Band verlaufen werden.

Der Romance-Anteil ist in diesem Buch stark fokussiert. Ich persönlich bevorzuge bei Romantasy eher das 50/50 Verhältnis. Romance und Spice Liebhaber kommen hier sicher auf ihre Kosten. Ich war eher von den Szenen gebannt, die Avas düstere Vergangenheit beleuchten und die Pläne und Umsetzung wie man ihre Schwester retten könnte zeigen. Daher hat mir vor allem der zweite Teil des Buches gefallen.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Herausfordernd

Kardia – Hasse uns
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Eine Geschichte, in der Gefühle als Nahrung dient, Macht offen ausgespielt wird und Sicherheit nur eine Illusion ist. Kardia ist kein Buch, das es dem Leser leicht macht. Im Gegenteil, die Geschichte fordert ...

Eine Geschichte, in der Gefühle als Nahrung dient, Macht offen ausgespielt wird und Sicherheit nur eine Illusion ist. Kardia ist kein Buch, das es dem Leser leicht macht. Im Gegenteil, die Geschichte fordert einen heraus.

Der Einstieg in die Geschichte war für mich eher zäh. Im Zentrum steht Alys, die an die Mallory gebracht wird, eine Akademie, an der Menschen das Eigentum von Daemonen sind und ihre Emotionen als Nahrung dienen. Es dauerte, bis ich wirklich in der Welt angekommen bin und eine Verbindung zu Alys aufbauen konnte. Am Anfang war alles etwas verworren und da ich mich weigere Glossare zu nutzen, da ich persönlich der Meinung bin, dass Dinge so in die Geschichte eingebaut werden sollten, dass man ein Glossar gar nicht braucht, weiß ich auch nicht, ob mir das geholfen hätte, mich schneller zurecht zu finden. Nach ungefähr einem Drittel des Buches habe ich mich dann aber endlich in die Story fallen lassen können.

Was mir besonders hängen geblieben ist, ist die moralische Grauzone, in der sich alle Figuren bewegen. Niemand ist eindeutig Täter oder Opfer. Am Ende stellt sich weniger die Frage, wer die Daemonen sind, sondern ob sie wirklich grausamer handeln als die Menschen um sie herum. Allein der Anfang des Buches hat die Abgründe eines Menschen gezeigt.

Romantische und erotische Elemente sind vorhanden, drängen sich aber nicht in den Vordergrund. Da dies mein erster Reverse-Harem-Roman ist und ich diesbezüglich etwas anderes erwartet hatte, war ich überrascht.

Kardia ist ein Auftaktband, der bewusst viele Fragen offenlässt. Nicht alles hat mich überzeugt, aber die Atmosphäre, das Konzept und der abschließende Cliffhanger machen neugierig darauf, wohin diese Geschichte noch führen wird.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Lieblingsbuch des Monats

Heat of the Everflame
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Wow, ich liebe diese Reihe einfach. Spannend, überraschend und die Beziehung zwischen Luther und Diem … hach, einfach schön zu lesen. Nach dem Cliffhanger von Glow of the Everflame war ich richtig froh, ...

Wow, ich liebe diese Reihe einfach. Spannend, überraschend und die Beziehung zwischen Luther und Diem … hach, einfach schön zu lesen. Nach dem Cliffhanger von Glow of the Everflame war ich richtig froh, Band 3 direkt im Anschluss beginnen zu können. Für Leser, die mehr Abstand zwischen den Bänden haben, gibt es zu Beginn eine kurze Zusammenfassung, die den Wiedereinstieg sehr leicht macht. Das hat mir richtig gut gefallen.

Der Plot hat mich sofort wieder abgeholt. Keine Längen, keine Langeweile. Diems Reise durch Emarion und das, was sie dort erlebt und über sich selbst erfährt, hat mich komplett mitgenommen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es in wenigen Tagen verschlungen. Ohne die alltäglichen Verpflichtungen gegenüber Familie und Haushalt hätte ich es vermutlich in einem Rutsch gelesen.

Diems Charakterentwicklung geht hier konsequent weiter. Im Vergleich zum ersten Band ist bei ihr unglaublich viel passiert, und das merkt man in jeder Entscheidung, die sie trifft. Sie wächst an ihren Aufgaben, stolpert aber auch immer wieder. Was sie für mich sehr greifbar macht. Auch ihre Wegbegleiter zeigen neue Facetten, bekommen mehr Tiefe und tragen spürbar zur Geschichte bei. Es fühlt sich nicht so an, als würden sie nur mitlaufen, sondern als wären sie ein wichtiger Teil von Diems Weg.

Und dann natürlich Luther. Ich liebte ihn schon vorher, aber in diesem Band hat er noch man eine Schippe draufgelegt. Seine Beziehung zu Diem entwickelt sich weiter, wirkt intensiver, aber nie überstürzt. Klar, es gab Momente, in denen ich beide gern einmal geschüttelt hätte, aber genau das zeigt doch, wie sehr man emotional involviert ist. Diese Mischung aus Nähe, Spannung und unausgesprochenen Gefühlen funktioniert für mich einfach richtig gut.

Heat of the Everflame ist für mich ein Band, der alles mitbringt, was ich an dieser Reihe so liebe: Tempo, Emotionen, Charakterentwicklung und genug Überraschungen, um mich komplett in der Welt zu verlieren. Ich bin tief drin in dieser Geschichte und absolut bereit für das Finale … auf welches ich leider noch warten muss.

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