Solide, aber weiterlesen werde ich nicht
A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1Ich hatte mich auf eine Drachengeschichte gefreut und war gespannt, welches Geheimnis hinter Tamsyns schnellen Heilungen liegen. In dieser Story gibt es nämlich nicht nur Drachen, sondern auch Hexen, Huldras ...
Ich hatte mich auf eine Drachengeschichte gefreut und war gespannt, welches Geheimnis hinter Tamsyns schnellen Heilungen liegen. In dieser Story gibt es nämlich nicht nur Drachen, sondern auch Hexen, Huldras und sicherlich noch weitere magische Wesen, die in weiteren Bänden auftauchen. Zumindest könnte ich mir das vorstellen.
Die Story hat richtig gut begonnen. Man lernt gleich Tamsyns Aufgabe als Prügelmädchen kennen und ich fand es erschreckend, wie man solch eine Aufgabe als Ehre empfinden kann. Zu wissen, dass Tamsyn schon als kleines Mädchen diese Aufgabe übernommen musste, hatte mein Mamaherz schon schmerzen lassen. Ich bin bei Kindern ja jetzt ziemlich emotional geworden.
Leider hat mich die Story ziemlich schnell dann aber auch verloren. Begonnen hat es mit der Spice-Szene in der Hochzeitsnacht. Die Szene selbst ist gut geschrieben, ich fand sie in dem Setting aber irgendwie nicht glaubwürdig. Als später dann ein Rückblick aus der Sicht eines Drachen kam, hatte ich mich auch sehr gewundert, wie das beschrieben wurde.
Bei Tamsyn und Fell habe ich die Gefühle leider nicht so nachfühlen können. Das habe ich oft, wenn die Anziehung und der Spice direkt da sind. Würde ich weiterlesen, könnte sich das ändern, je mehr Szenen die beiden zusammen haben und ich wirklich erlebe, wie sich die Liebe im Alltag zeigt. Was sie einander zu schätzen lernen, abseits der Äußerlichkeiten. Ich mag persönlich Slow Burn einfach lieber.
Ansonsten fand ich nicht, dass wirklich viel passiert. Am Anfang viele Monologe, wodurch man vor allem Tamsyn und ihr Pflichtgefühl kennenlernt. Die Reise von Königspalast zu Fells Burg ist auch etwas langatmig. Hier lernt man zwar mehr über die Welt und ein bisschen was von der Magie kennen, aber es wird nur angerissen und das fand ich schade. Auch Tamsyns Geheimnis, welches wir im Laufe der Story erfahren, sorgt in dem Moment nur für einen kurzen Spannungsschub.
Da die Reihe als Dilogie aufgebaut ist, hätte ich mir im ersten Band schon mehr Action und mehr Einsichten ins Worldbuilding erhofft. So konnte es mich nicht überzeugen, den zweiten Band zu lesen.