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Veröffentlicht am 05.01.2026

Schwesternliebe

Die Insel meiner Schwester
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Bei diesem Roman hat mich das zum Schauplatz, einer schwedischen Schäreninsel, passende Cover in Kombination mit dem Titel direkt angesprochen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Halbschwestern, ...

Bei diesem Roman hat mich das zum Schauplatz, einer schwedischen Schäreninsel, passende Cover in Kombination mit dem Titel direkt angesprochen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Halbschwestern, Mirjam und Nia. Kunstlehrerin Mirjam hat erst im Jugendalter von der Existenz einer weiteren Tochter ihres Vaters, die etwa gleichalt wie sie selbst ist, erfahren. Dennoch freundeten die beiden Mädchen sich schnell an, anstatt aufeinander eifersüchtig zu sein, wobei es im Erwachsenenalter dann immer wieder Phasen gab, in denen Nia sich distanzierte. Insbesondere, wenn sie einen neuen Partner hatte. Nun steht Nias 40. Geburtstag an und sie lädt die frisch verlassene Mirjam auf die Schäreninsel ihrer Kindheit ein, die Nias Ehemann dem Vater der beiden Frauen, der chronisch Pleite ist, abgekauft hat. Bis zur Einladung herrschte mal wieder eine längere Phase ohne Kontakt zwischen den Halbschwestern, da Mirjam nicht verstehen kann, dass Nia doch wieder zu ihrem aggressiven und kontrollierendem Ehemann zurückgekehrt ist. Dennoch reist sie zur Feier auf der kleinen privaten Insel. Diese verläuft, fast erwartungsgemäß, nicht besonders idyllisch.

Ich fand die Geschichte sehr eindrucksvoll. Durch die Erzählweise mit den Rückblicken in die Jugend- und Studentenzeit der Halbschwestern und den Abschnitten aus der Gegenwart gewinnt man einerseits einen recht guten Eindruck vom Verhältnis der beiden Schwestern zueinander und andererseits wird die Spannung bis zum großen Finale immer mehr gesteigert. Was die Handlung angeht, kommt es auch zu überraschenden Wendungen. Vielleicht ist manches, was passiert, nicht zu 100 Prozent realistisch, aber auf jeden Fall wird sehr deutlich, wie eine toxische Beziehung sich immer weiter zum Negativen entwickelt und es dennoch schwer ist, sich daraus zu lösen, auch wenn es für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar ist. Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar und auch so anschaulich, dass man sich die Gegebenheiten auf der Insel bildlich vorstellen konnte.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Gibt es ein Weihnachtswunder?

Weihnachten mit Tony
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Bei diesem Roman für die Vorweihnachtszeit hat mich das Cover mit dem Wallaby direkt angesprochen. Ich habe mich auf eine entspannte, vorweihnachtliche Geschichte gefreut, die angenehm zu lesen ist.

Protagonistin ...

Bei diesem Roman für die Vorweihnachtszeit hat mich das Cover mit dem Wallaby direkt angesprochen. Ich habe mich auf eine entspannte, vorweihnachtliche Geschichte gefreut, die angenehm zu lesen ist.

Protagonistin Carrie kommt kurz vor Weihnachten aus Australien in ihre schottische Heimat zurück, wo sie sich seit mehreren Jahren nicht mehr blicken lassen hat. Dort landet sie erst einmal mitten im Schneechaos und erfährt, dass der Lebensraum der Wallabys, für die sie und ihr Vater sich lange Zeit eingesetzt haben, durch den Bau eines Luxus-Resorts bedroht ist. Dessen Architekt ist ausgerechnet Carries Jugendliebe Marc, wegen dem sie damals nach Australien verschwunden ist.

So ergibt sich dann auch eine recht abwechslungsreiche, wenn auch etwas vorhersehbare Geschichte. Alles war angenehm lesbar, aber nicht alle Verhaltensweisen von Carrie konnte ich vollkommen nachvollziehen. Auch spielte Weihnachten eher am Rande eine Rolle und stand nicht so im Mittelpunkt, wie der Titel es vermuten lassen hat. Das war mir persönlich aber nicht so wichtig. Aber, die Wallabys hätten durchaus mehr Raum in der Erzählung einnehmen dürfen. Gefallen hat mir auf jeden Fall der Schauplatz, recht abgelegen in Schottland und passend zur Weihnachtszeit dem rauhen Wetter ausgesetzt. Ab und an gab es auch mal recht amüsante Szenen, aber das stand bei dem Roman nicht so sehr im Fokus.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Nichts ist so, wie es zu sein schien

Das Flüstern der Marsch
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Bei diesem Roman hat die Covergestaltung passend zum Schauplatz, der Marsch, mein Interesse geweckt. Außerdem lese ich sehr gerne Familienromane, in denen Geheimnisse aufgedeckt werden.

Mona hat durch ...

Bei diesem Roman hat die Covergestaltung passend zum Schauplatz, der Marsch, mein Interesse geweckt. Außerdem lese ich sehr gerne Familienromane, in denen Geheimnisse aufgedeckt werden.

Mona hat durch das Vitamin-B ihres, in seiner direkten Umgebung, einflussreichen Großvaters Karl einen ersten Job nach dem Studium bekommen. Sie trifft kurz vor dessen 80. Geburtstag bei ihren Großeltern in dem kleinen Ort in der Marsch ein, wo auch noch einer ihrer Onkel mit Frau und drei Kindern lebt. Doch Monas Großmutter ist verschwunden und ihr Opa rückt nicht so wirklich damit heraus, was es mit ihrem Verschwinden auf sich haben könnte. So langsam wird Mona klar, dass ihre Großmutter Annemie so einige Geheimnisse hatte und auch im Leben der anderen Familienmitglieder ist nicht alles so, wie es nach außen wirkt oder wirken soll, weil in der dünn besiedelten Gegend jeder jeden kennt.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Autorin hat die Charaktere überzeugend ausgestaltet und erzählt sehr feinsinnig und zugleich so anschaulich, dass man sich die Schauplätze sehr gut vorstellen kann. Es geschieht auch immer wieder Unerwartetes und der Ausgang der Geschichte ist wenig vorhersehbar. Auch der Schreibstil war gut und flüssig lesbar.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Abgründe

Düsteres Tal
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Das Buch hat mich aufgrund seines Covers mit der rauhen Landschaft in den norwegischen Bergen direkt angesprochen. Auch die düstere Farbgestaltung passt sehr gut zu einem skandinavischen Thriller. Mir ...

Das Buch hat mich aufgrund seines Covers mit der rauhen Landschaft in den norwegischen Bergen direkt angesprochen. Auch die düstere Farbgestaltung passt sehr gut zu einem skandinavischen Thriller. Mir war zunächst jedoch gar nicht bewusst, dass es sich hier um den dritten Band einer Reihe handelt Hätte ich das früher gewusst, hätte ich wohl zunächst die ersten beiden Teile noch gelesen, um die wesentlichen Charaktere noch besser zu verstehen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die ehemalige norwegische Justizministerin Clara Lofthus, die inzwischen mit ihren Söhnen und ihrem Lebensgefährten Axel in Nairobi lebt, wo sie für UNICEF eine Schule leitet. Beim Besuch des norwegischen Entwicklungshilfe-Ministers an der Schule kommt es zu einem Terroranschlag, bei dem Clara sich sehr mutig verhält. Daraufhin bietet man ihr in Norwegen erneut den Posten der Justizministerin an. Zugleich holt sie aber auch ihre Vergangenheit ein, indem die Leiche der Geliebten ihres verunglückten Ex-Mannes gefunden wird.

Mir hat dieser nordische Thriller sehr gut gefallen. Es wird ordentlich Spannung aufgebaut, was Clara genau zu verbergen hat und die Erzählweise der Autorin, mit den verschiedenen Perspektiven trägt zusätzlich dazu bei. Die Protagonistin ist sehr vielschichtig ausgestaltet und auf jeden Fall eine sehr spannende Persönlichkeit. Auch die norwegische Landschaft kommt nicht zu kurz, es handelt sich hierbei auf jeden Fall um einen interessanten Schauplatz.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Eine dysfunktionale Familie

Ein Herz aus Papier und Sternen
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Cecilia Ahern ist mir bereits von anderen Büchern, die ich sehr gerne gelesen habe, ein Begriff und auch das bunt gestaltete Cover hat mich angesprochen, mir diesen Roman genauer anzuschauen.

Im Mittelpunkt ...

Cecilia Ahern ist mir bereits von anderen Büchern, die ich sehr gerne gelesen habe, ein Begriff und auch das bunt gestaltete Cover hat mich angesprochen, mir diesen Roman genauer anzuschauen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht diesmal Pip, die mit 16 schwanger geworden ist, was ihre Mutter als Schande ansieht, und nun mit Anfang 30 immer noch zusammen mit ihrer Tochter bei ihren Eltern in einem recht abgelegenen Haus wohnt und als ungelernte Arbeitskraft an einer Tankstelle arbeitet. Ihre Mutter hat stets versucht, sie klein zu halten und hat zudem alles dafür getan, dass Pip und ihre Tochter keine enge Bindung zueinander entwickeln können. Pip flüchtet sich ins Anfertigen von Origami Kunstwerken, bis sie schließlich bei der Arbeit einen Mann kennenlernt, der ihr hilft, sich aus der Enge ihres Zuhauses zu befreien und sich endlich von ihrer herrischen Mutter zu emanzipieren.

Grundsätzlich war mir Pip sehr sympathisch und die Autorin hat die Charaktere aller Beteiligten sehr gut ausgestaltet. Was Pip angeht, kann ich mir aber nicht so recht vorstellen, dass es keine Wege gegeben hätte, schon viel früher aus diesem Elternhaus auszubrechen und mit ihrer Tochter ein eigenes Leben anzufangen. Mit Anfang 30 gewinnt sie dann, dank Unterstützung anderer zunehmend an Selbstbewusstsein und entdeckt ihre Selbstwirksamkeit und das gefiel mir dann gut. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt anschaulich und lebendig und auch die Sprecherin des Hörbuchs war gut gewählt und man konnte ihr gut folgen.

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