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Veröffentlicht am 16.02.2026

Marias Einsatz für die ledigen Mütter

Die Berghebamme – Zeit der Kinder
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Hierbei handelt es sich um den dritten und letzten Teil der Trilogie um Berghebamme Maria, die vor gut 100 Jahren als Hebamme in einem kleinen oberbayerischen Dorf tätig ist.

Mittlerweile ist sie mit ...

Hierbei handelt es sich um den dritten und letzten Teil der Trilogie um Berghebamme Maria, die vor gut 100 Jahren als Hebamme in einem kleinen oberbayerischen Dorf tätig ist.

Mittlerweile ist sie mit dem Arzt des Dorfes verheiratet und wird von den Bewohner:innen mehr oder weniger gut akzeptiert, weil sie sehr gute Arbeit leistet. Als sie und ihr Mann jedoch ein Heim für ledige Mütter im Dorf gründen wollen, bekommen sie den Widerstand vieler Einheimischer nicht nur durch Worte zu spüren.

Auch dieser letzte Band schildert wieder sehr eindrucksvoll, welche Bedingungen und Vorbehalte damals noch herrschten. Marias Arbeit wird sehr anschaulich beschrieben und sie gewinnt dabei viele Sympathiepunkte. Auch die weiteren Charaktere um Maria und Simon sind sehr liebenswert und so ist es sehr schade, dass dies nun bereits der letzte Teil dieser Reihe ist. Gerne hätte ich Maria und ihre Lieben noch weiter begleitet.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Mit dem Kriegsende war noch lange nicht alles gut

Die weiße Nacht
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Ich mag die "Fräulein Gold"-Reihe von Anne Stern sehr, daher war ich auch auf diese neue historische Krimireihe der Autorin neugierig. Der erste Band "Die weiße Nacht" spielt im Berliner Hungerwinter 1946, ...

Ich mag die "Fräulein Gold"-Reihe von Anne Stern sehr, daher war ich auch auf diese neue historische Krimireihe der Autorin neugierig. Der erste Band "Die weiße Nacht" spielt im Berliner Hungerwinter 1946, kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Covergestaltung passt sehr gut dazu, zeigt sie doch das vermeintlich Gegensätzliche, ein Kettenkarussell mit Menschen, die sich amüsieren, vor dem vom Krieg zerstörten Berliner Stadtschloss. Das Ganze wird durch das Objektiv einer Kamera betrachtet, passend zur Protagonistin Lou Faber, die mit ihrer Leica, die sie anscheinend von einem amerikanischen Liebhaber bekommen hat, auf der Suche nach der Schönheit zwischen all der Zerstörung ist.

Die zweite Hauptperson, Kriminalkommissar Alfred König, war während der Herrschaft der Nationalsozialisten inhaftiert und hat davon auch körperliche Schäden zurückbehalten. Durch diese schrecklichen Erlebnisse gilt er den Allierten als unbelastet und wurde daher nach kurzer Vorbereitung auf diesen Posten gesetzt.

Als Fotografin Lou auf einem ihrer Streifzüge zufällig eine Frauenleiche vor der Linse hat, wird Alfred König zum Fundort der Leiche gerufen. Lou lässt der Fall aber nicht kalt und so kreuzen sich die Wege von ihr und dem Kriminalkommissar immer wieder.

Anne Stern schildert die prekäre Situation im Nachkriegs-Berlin sehr anschaulich mit wirklich vielen sprachlichen Bildern. Es wird sehr deutlich, wie alle unter Hunger und dem Mangel an vielen anderen überlebenswichtigen Dingen leiden, selbst die Polizei ist weiter sehr dürftig ausgestattet. Dazu kommen Revierkämpfe zwischen den einzelnen Siegermächten, wer in Berlin wofür zuständig ist, was für zusätzliches Durcheinander sorgt. Lou ist mir als Protagonistin sehr sympathisch, in sie konnte ich mich sehr gut hineinversetzen, während mir Alfred König noch etwas fremd blieb, in mancher Hinsicht. Der Fall selbst passt natürlich in diese Zeit, tritt aber fast etwas in den Hintergrund bei all den weiteren Problemen, die die Menschen damals zu bewältigen hatten.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Für ambitionierte Hobby-Brotbäcker

Baking next level mit Roggen
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Dieses Brotbackbuch hat eine sehr edle Aufmachung und der Titel suggeriert durch "next level" schon, dass man am besten schon ein paar Brotbackerfahrungen gesammelt haben sollte und es nun eben darum geht, ...

Dieses Brotbackbuch hat eine sehr edle Aufmachung und der Titel suggeriert durch "next level" schon, dass man am besten schon ein paar Brotbackerfahrungen gesammelt haben sollte und es nun eben darum geht, die Brotbackkünste noch mehr zu optimieren.

Dazu erhält man im ersten Teil auch sehr viele hilfreiche Infos, worauf man noch achten kann, um das Ergebnis weiter zu verbessern und überhaupt gibt es viele grundsätzliche Informationen zu Sauerteig, Zutaten, Methoden und hilfreichem Zubehör, die sicher auch für Backanfänger interessant sind.

Richtig gut finde ich, dass es hier ausschließlich um Backen mit Roggensauerteig geht und auch wirklich nur um herzhafte und "handfeste" Sachen aus dem Bereich Brot und vielleicht teilweise Brötchen und, dass das Buch nicht noch mit Pizza- oder Kuchenrezepten aufgefüllt wurde, wie es sie in anderen Sauerteig-Backbüchern oft gibt. Mir persönlich geht es bei einem solchen Buch einfach um Inspiration für's Brotbacken. Und da finden sich auch einige recht spannend klingende Rezepte, die ich so noch nirgends gesehen habe und es gibt viele Brote mit Kernen und Saaten. Auch die Fotografien sind sehr ansprechend und tragen zur genaueren Orientierung bezüglich der wesentlichen Arbeitsschritte bei.

Nicht so ideal ist für mich, die ich in einem Zwei-Personen-Haushalt lebe, aber die große Teigmenge bei den Rezepten. Da ich nicht so viele Abnehmer habe, muss ich auf jeden Fall alles runterrechnen und auch die Vielfalt an eher nicht so häufigen Zutaten, wie Roggenflocken oder Sojaschrot stellt mich etwas vor Probleme bezüglich der Lagerhaltung, wenn ich sehr viele verschiedene Zutaten brauche, die meist nur in größeren Verpackungen erhältlich sind. Noch ein kleiner Minuspunkt sind die teilweise noch vorhandenen Tippfehler, hier wäre es bei so einem hochwertigen Buch schön, wenn etwas genauer geprüft würde, bevor es in den Druck geht.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Eine angesehene Familie und ihre Abgründe

Eisnebel
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Die Covergestaltung dieses Buches passt sehr gut zum Schauplatz des Thrillers, einem abgelegenen, aber großzügigen Anwesen in einer bergigen, schneereichen Gegend in den USA.

Theodora soll im luxuriösen ...

Die Covergestaltung dieses Buches passt sehr gut zum Schauplatz des Thrillers, einem abgelegenen, aber großzügigen Anwesen in einer bergigen, schneereichen Gegend in den USA.

Theodora soll im luxuriösen Winterdomizil Idlewood die extrem Reiche Familie ihres Verlobten Connor kennenlernen. Diese begegnet ihr sehr reserviert, teilweise sogar regelrecht abweisend und sie erhält bald Drohnachrichten, dass sie lieber verschwinden und sich künftig von Connor fernhalten solle. Mehr und mehr hat sie zudem das Gefühl, schon einmal auf dem Anwesen gewesen zu sein. Vielleicht in ihrer Kindheit, da sie sich an die Jahre, bevor sie als Kleinkind adoptiert wurde, nicht mehr erinnern kann? Je besser sie die Familie und das Anwesen kennenlernt, desto mehr meint sie sich zu erinnern, gerät dadurch aber auch in Lebensgefahr.

Der Thriller war sehr fesselnd und wies immer wieder überraschende Wendungen auf, da man, genau wie Theodora, nie sicher sein konnte, was wahr ist und, wem man trauen kann. Der Schauplatz, das abgelegene Anwesen ohne Mobilfunknetz und tief eingeschneit ist der ideale Schauplatz für einen Thriller. Theodora als Protagonistin war mir sympathisch und auch die anderen Charaktere waren recht gut ausgestaltet. Der Schreibstil der Autorin war gut nachvollziehbar, Rückblicke in Form von Theodoras nach und nach wiederkehrenden Erinnerungen steigerten die Spannung. Das Hörbuch wurde in einem zur Stimmung passenden Tonfall eingesprochen und man konnte gut folgen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Entwurzelt

Niemands Töchter
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Judith Hoersch Roman "Niemands Töchter" fällt mit seinem in intensiven Farben gestalteten Cover auf, das von einem Frauengesicht dominiert wird, das halb von einer Sonnenblume verdeckt wird.

Die Handlung ...

Judith Hoersch Roman "Niemands Töchter" fällt mit seinem in intensiven Farben gestalteten Cover auf, das von einem Frauengesicht dominiert wird, das halb von einer Sonnenblume verdeckt wird.

Die Handlung des Romans findet auf verschiedenen Zeitebenen statt, beginnend Anfang der 1980er Jahre bis ins Jahr 2020. Im Mittelpunkt stehen vier Frauen:
Marie, die Anfang der 80er Jahre mit 16 ins wilde Berlin kommt. Gabriele, die aus einer Bäckerfamilie in der Eifel stammt, aber ebenfalls lange Zeit in Berlin gelebt und als Kinderkrankenschwester gearbeitet hat, bevor sie in ihre Heimat zurückkehrt. Alma, die im neuen Jahrtausend Karriere beim Fernsehen gemacht hat, aber privat einsam und unsicher ist und Isabelle, eine talentierte Balletttänzerin, die aber Angst davor hat, auf der Bühne zu stehen und 2020 Mutter einer dreijährigen Tochter ist. Zwischen allen Frauen gibt es eine Verbindung und, was sie aktuell belastet, hat seine Ursache in dem, was vor langer Zeit passiert ist.

Mir hat der Roman gut gefallen, der Autorin ist es gelungen, die einzelnen Charaktere so zu gestalten, dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Dazu haben natürlich auch die Perspektivwechsel beim Erzählen beigetragen. Es war auch interessant, die verschiedenen Schauplätze in den unterschiedlichen Jahrzehnten kennenzulernen, insbesondere das lebendige Berlin der 80er Jahre. Dadurch, dass bis zum Schluss nach und nach immer noch weitere Leerstellen aufgeklärt wurden, blieb die Geschichte fesselnd. Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar und anschaulich.

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