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Veröffentlicht am 04.09.2022

Vorlesebuch mit schönen Illustrationen und wichtigen Botschaften

Tintoretto und seine Freunde
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Tintenfisch Tintoretto ist neu in der Bucht und muss sich erstmal etwas zurechtfinden. Krabbe Crabby Krabbe ist erstmal fest der Ansicht, er wäre ein Känguru und auch die anderen Bewohner der Bucht, wie ...

Tintenfisch Tintoretto ist neu in der Bucht und muss sich erstmal etwas zurechtfinden. Krabbe Crabby Krabbe ist erstmal fest der Ansicht, er wäre ein Känguru und auch die anderen Bewohner der Bucht, wie Mala Mandarinfisch, Delfin Doppelklick und Qualle Kurt, haben alle möglichen kreativen Vorschläge, um was es sich bei Tintoretto handeln könnte. Aber schnell werden sie Tintorettos neue Freunde und sie erleben gemeinsam Abenteuer.

Dabei geht es auch immer wieder um sehr wichtige Themen der heutigen Zeit, wie die Zerstörung des Regenwaldes und die Verschmutzung der Meere durch den Menschen und die Kinder werden so dafür sensibilisiert, achtsam mit der Umwelt umzugehen. Die Texte leben vom Sprachwitz, unter anderem durch die kreativen Namen der Meeresbewohner, und der Betonung beim Vorlesen, sodass es nicht langweilig wird. Auch die Illustrationen sind schön bunt und ansprechend gestaltet und unterstützen die Aussagen der Geschichte. Die Einteilung in einzelne Abenteuer sorgt für angemessene "Portionen", beispielweise als einzelne Gute Nacht Geschichten. Somit handelt es sich um ein schönes Vorlesebuch für (je nach Reife) etwa drei bis sechsjährige Kinder, das wichtige Themen wie Freundschaft und den Schutz unserer Umwelt kindgerecht behandelt.

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Veröffentlicht am 04.09.2022

Catch me, if you can

Catching up with the Carters - In your words
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Dies ist der zweite Teil um den Nachwuchs der Familie Carter, deren Aufwachsen und Alltag jeder in der Reality-TV-Show »Catching up with the Carters« verfolgen kann. Dabei hält die Mutter der Familie die ...

Dies ist der zweite Teil um den Nachwuchs der Familie Carter, deren Aufwachsen und Alltag jeder in der Reality-TV-Show »Catching up with the Carters« verfolgen kann. Dabei hält die Mutter der Familie die Zügel fest in der Hand und gibt vor, wie sich ihre Kinder möglichst quotensteigernd verhalten sollen.

Diesmal steht Hadrian im Mittelpunkt, der vor seiner Familie und der TV-Show geflüchtet ist und erst einmal unerkannt untertauchen will. Dabei hat er seine Rechnung allerdings ohne die junge Journalistin Alice gemacht, deren Chef ihr die Pistole auf die Brust setzt, Hadrian zu finden, wenn sie ihre Stelle behalten will.
Hadrian macht sich dann aber einen Spaß daraus, den Spieß umzudrehen und beginnt ihr auf Twitter zu schreiben. Dadurch wird sie ihm aber schnell recht sympathisch und er fängt an, ihr, trotz ihres Auftrags, mehr und mehr Vertrauen entgegen zu bringen.

Der Roman war recht unterhaltsam. Beide Protagonist:innen waren mir grundsätzlich sehr sympathisch. Manches ist natürlich etwas vorhersehbar und manchmal gab es mir etwas zu viel hin und her, Zweifel und Missverständnisse. Aber, es ist eine sprachlich angenehm zu lesende Geschichte, die auch immer wieder Einblicke gibt, wie es ist, ständig unter Beobachtung durch Fernseh-Kameras und Paparazzi zu stehen.

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Alle sollten einen Hauswichtel haben

Der kleine Herr Heimlich bastelt am Glück
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Heimlich ist der Hauswichtel der Familie Lönnecke, bestehend aus Mama, Papa, Lucy, Pepe und Lotte. Wie sein Name schon sagt, sorgt er heimlich dafür, dass der Familienalltag der fünfköpfigen Familie nicht ...

Heimlich ist der Hauswichtel der Familie Lönnecke, bestehend aus Mama, Papa, Lucy, Pepe und Lotte. Wie sein Name schon sagt, sorgt er heimlich dafür, dass der Familienalltag der fünfköpfigen Familie nicht zu chaotisch verläuft, indem er immer wieder rettend eingreift. Ihn sehen und mit ihm sprechen kann aber nur Lotte, die Jüngste der Familie. Mit ihr bastelt er auch gerne an kaputten Dingen herum, bis diese wieder funktionieren.

Die Geschichte um Wichtel Heimlich ist wirklich schön und originell, da wünscht man sich gleich auch einen Hauswichtel für das eigene Zuhause. Durch die Unterteilung in verschiedene Kapitel eignet sich das Buch super zum Vorlesen vor dem Einschlafen. Der Sprachstil macht beim Vorlesen ebenfalls Spaß, weil es viele witzige Wortneuschöpfungen und auch immer wieder Reime gibt. Dennoch ist alles gut verständlich und es sollte ab etwa vier Jahren kein Problem sein, der Geschichte zu folgen. Schöne, bunte Illustrationen sorgen dafür, dass die Kinder auch etwas zum Anschauen haben und sich noch besser in alles hineinversetzen können. Als kleiner Bonus sind zudem Bastelanleitungen ins Buch integriert, wie man mit Dingen, die in jedem Haushalt vorhanden sind, das nachbasteln kann, was auch in der Geschichte von Heimlich und Lotte gebastelt wurde. Insgesamt ein sehr rundes Kinderbuch, das Vorleser:innen und Zuhörer:innen Spaß macht.

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Veröffentlicht am 03.09.2022

Tiefe Einblicke in das Leben und Arbeiten zweier großer Literaten

Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe
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Bettina Storks gibt uns in "Die Poesie der Liebe" tiefe Einblicke in die Gedankenwelt des Schweizer Dramatikers Max Frisch und der in Österreich geboreren Lyrikerin und Epikerin Ingeborg Bachmann, die ...

Bettina Storks gibt uns in "Die Poesie der Liebe" tiefe Einblicke in die Gedankenwelt des Schweizer Dramatikers Max Frisch und der in Österreich geboreren Lyrikerin und Epikerin Ingeborg Bachmann, die zur Gruppe 47 gehörte und zum Zeitpunkt ihres Kennenlernens schon einen recht hohen Bekanntheitsgrad hatte.

Max Frisch und Ingeborg Bachmann begegneten sich 1958 in Paris zum ersten Mal, als Ingeborg Bachmann gerade ihre Affäre mit dem Dichter Paul Celan beendet hatte. Er ist sofort von ihr fasziniert und auch sie findet ihn nicht uninteressant. Allerdings sind sie doch sehr verschieden, Max Frisch, der eigentlich einmal Architektur studiert hat, lebt ein recht bodenständiges Leben, braucht das Gefühl von Sicherheit und geht auch beim Schreiben sehr strukturiert vor. Ingeborg dagegen braucht ihre Freiheit(en), hat immer wieder Schreibblockaden und hadert damit, dass sie die Beziehung und Max Eifersucht manchmal zu sehr einengen. Außerdem pflegt sie, auch bedingt dadurch, dass der Literaturbetrieb damals noch sehr von Männern dominiert war, viele Kontakte zu männlichen Kollegen, Kritikern, Lektoren und Verlegern, was Max Eifersucht weiter anheizt. Man begleitet das Paar im weiteren Verlauf ihrer Beziehung an ihre gemeinsamen Wohnorte, zunächst am Zürichsee, später in einer Stadtvilla in Rom, wohin Max Ingeborg zuliebe zog, da sie sich in Italien am wohlsten fühlte und dort ihrer Meinung nach am kreativsten war.

Auch in das literarische Werk der beiden großen Literaten aus der Zeit ihrer Beziehung bekommt man immer wieder in kurzen Auszügen oder Zusammenfassungen Einblicke und merkt so, wie sehr das Private doch auch ihr Schreiben beeinflusst hat, obwohl beide sich ansonsten bemüht haben, ihre Beziehung fernab der Öffentlichkeit zu führen.

Ich fand diese Einblicke, die jeweils abwechselnd aus der Perspektive von Max Frisch oder Ingeborg Bachmann verfasst waren, sehr interessant und aufschlussreich und habe nun das Gefühl beide viel besser zu kennen und auch ihr Werk noch etwas besser zu verstehen, nachdem ich mit ihrem Leben und ihren Gefühlen vertrauter bin. Auf mich wirkt alles sehr realistisch und von der Autorin sorgfältig recherchiert, auch wenn gewiss ebenfalls eine Dosis Fiktion enthalten ist. Der Schreibstil der Autorin war sehr gut lesbar und zugleich so, dass man sich gut in die beiden Protagonist:innen hineinversetzen und sich die beschriebenen Orte bildlich vorstellen konnte.

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Veröffentlicht am 27.08.2022

Viel Sylt, aber leider auch viele Klischees

Schlaflos auf Sylt
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Wie quasi in jedem Sommer gibt es auch in diesem Jahr wieder einen neuen Sylt-Roman von Claudia Thesenfitz. Im Mittelpunkt steht diesmal Merle. Sie ist mal wieder Single und reist zu ihrem 50. Geburtstag ...

Wie quasi in jedem Sommer gibt es auch in diesem Jahr wieder einen neuen Sylt-Roman von Claudia Thesenfitz. Im Mittelpunkt steht diesmal Merle. Sie ist mal wieder Single und reist zu ihrem 50. Geburtstag mit ihren Eltern nach Sylt, wo sie einen entspannten Kurzurlaub mit ihnen verbringen und ihren Geburtstag mit einem netten Abend in der Sansibar feiern möchte. Aber, vor Ort kommt es dann anders, ihre Familie hat eine Überraschungsparty für sie organisiert, mit Gästen, die nicht alle für Wiedersehensfreude bei Merle sorgen.

Eigentlich bietet die Geschichte viel Potential für einen witzigen und unterhaltsamen Syltroman, wie man ihn im Sommer sehr gerne liest. Das Cover sorgt ja auch schon einmal für die perfekte Einstimmung und ausreichend Lokalkolorit ist definitiv vorhanden, die Insel und ihre Lokalitäten und Besonderheiten spielen eine recht große Rolle. Mir war aber der Humor oft zu überspitzt, es wurden sehr viele Klischees aufgegriffen und einiges, was witzig rüberkommen sollte, war für mich einfach nur zum Fremdschämen. Auch das Verhalten der Protagonistin war für mich nicht immer nachvollziehbar. So fand ich es doch äußert befremdlich, wie sie sich beim Strandspaziergang mit ihren Ü-70-Eltern spontan zum Nacktbaden entschließt. Der Schreibstil der Autorin ist grundsätzlich gut lesbar, manchmal hat sie sich, für meinen Geschmack, aber etwas zu sehr um eine bildhafte Ausdrucksweise bemüht, sodass mancher Vergleich etwas zu sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt. Was mir auch fehlt, ist der "Glücksfaktor", da der Untertitel ja wieder einen "Glücksroman" verspricht. Diese Bezeichnung finde ich aber diesmal weniger zutreffend. Wer Sylt mag und auch auf einen etwas derberen Humor steht, wird sich von dem Roman aber dennoch gut unterhalten fühlen.

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