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Veröffentlicht am 31.12.2023

Ein Haus mit Geschichte

Die Insel der weißen Lilien
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Linnea braucht nach einer unglücklichen Affäre mit ihrem verheirateten Vorgesetzten dringend einen Tapetenwechsel und zieht vorübergehend von Oslo auf die kleine Insel Hjartøy in Nordnorwegen, wo die Familie ...

Linnea braucht nach einer unglücklichen Affäre mit ihrem verheirateten Vorgesetzten dringend einen Tapetenwechsel und zieht vorübergehend von Oslo auf die kleine Insel Hjartøy in Nordnorwegen, wo die Familie ihrer besten Freundin das Haus deren kürzlich verstorbener Großtante Marie geerbt hat. Dort findet Linnea nach und nach mehr über Maries dramatische Geschichte, insbesondere die Zeit, als die Nationalsozialisten auch in Norwegen ihr Unwesen trieben, heraus. Außerdem lernt sie neben ihren neuen Nachbarn auch den alleinerziehenden Vater Karsten kennen.

Mich hat das Cover des Buches direkt angesprochen, da ich schon mehrmals in Nordnorwegen war und die Gegend sehr mag. Auch Linnea war mir sympathisch, ebenso Marie, die man in Form von Rückblicken näher kennenlernt. Ich mag es gerne, wenn Romane die Vergangenheit und die Gegenwart verknüpfen und fand es hier besonders interessant, mehr darüber zu erfahren, welches Leid und Unrecht auch in Norwegen Menschen durch die Nationalsozialisten erfahren mussten. Der Schreibstil des Buches war gut lesbar und sehr anschaulich.

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Veröffentlicht am 31.12.2023

Eine Figur zu viel

Stille Falle
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Der Krimi "Stille Falle" ist der Beginn einer neuen Reihe um die Kriminalinspektorin Leo Asker, die eigentlich bald in Malmö die Leitung der Abteilung für Kapitalverbrechen übernehmen sollte, dann aber ...

Der Krimi "Stille Falle" ist der Beginn einer neuen Reihe um die Kriminalinspektorin Leo Asker, die eigentlich bald in Malmö die Leitung der Abteilung für Kapitalverbrechen übernehmen sollte, dann aber aufgrund einer Intrige in den Keller des Gebäudes zur "Abteilung für hoffnungslose Fälle" strafversetzt wird. Aber auch dort lässt sie ihr letzter Entführungsfall nicht los, bei dem sie nach zwei verschwundenen Student:innen gesucht hat. Die beiden tauchen nämlich plötzlich als Figuren in einer Modellbahnanlage auf. Außerdem scheint es eine Verbindung zu Leos Jugendfreund Martin Hill zu geben, der mittlerweile an der Uni lehrt und sich auf verlassene Gebäude spezialisiert hat.

Mir hat dieser erste Teil der neuen Reihe, bei der auch künftig "Lost Places" eine Rolle spielen sollen, sehr gut gefallen. Leo Asker ist eine sehr vielschichtige und interessante Persönlichkeit mit ihrer Vorgeschichte, die sie bis heute verfolgt und ihrem selbstbewussten, aber nicht arroganten Auftreten. Auch der Fall blieb lange spannend, auch wenn ich irgendwann schon so eine leichte Ahnung hatte. Der Schreibstil war recht modern und zugleich gut lesbar. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf weitere Bände dieser neuen skandinavischen Krimireihe.

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Veröffentlicht am 31.12.2023

Wie viel Wahrheit steckt dahinter?

Between Us - Die große Liebe kennt viele Geheimnisse
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Roisin Walters, die Protagonistin des Romans, arbeitet als Lehrerin in der Sekundarstufe, ihr langjähriger Partner, Joe Powell schreibt Drehbücher und hat damit nun endlich Erfolg. Als sie dann sein neuestes ...

Roisin Walters, die Protagonistin des Romans, arbeitet als Lehrerin in der Sekundarstufe, ihr langjähriger Partner, Joe Powell schreibt Drehbücher und hat damit nun endlich Erfolg. Als sie dann sein neuestes Projekt im Fernsehen sieht, muss Roisin feststellen, dass er sich dafür anscheinend von einem traumatischen Erlebnis aus ihrer Kindheit inspirieren lassen hat, ohne das mit ihr abzusprechen. Und auch ansonsten erinnert der Protagonist der Serie sie sehr an Joe und und Roisin fürchtet nun, dass dessen miese Verhaltensweisen auch auf wahren Begebenheiten aus Joes Leben beruhen und er eine Art Doppelleben führt.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, Roisin war mir sehr sympathisch und ihre Arbeit als Lehrerin wurde von der Autorin sehr realitätsnah dargestellt, ohne etwas zu beschönigen oder zu übertreiben. Die Handlung war abwechslungsreich und, was genau hinter der Sache mit Joe steckt, war lange nicht vorhersehbar. Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und gut lesbar und auch eine Prise Humor ist immer wieder enthalten.

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Veröffentlicht am 31.12.2023

Für kleine und große Besserwisser

Das Klugscheißerchen
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Das neueste Kinderbuch von Marc-Uwe-Kling dreht sich um "Das Klugscheißerchen". Dieses lebt im Dachboden des neuen Hauses der Familie und wird nur für Bewohner:innen sichtbar, die ebenfalls immer alles ...

Das neueste Kinderbuch von Marc-Uwe-Kling dreht sich um "Das Klugscheißerchen". Dieses lebt im Dachboden des neuen Hauses der Familie und wird nur für Bewohner:innen sichtbar, die ebenfalls immer alles besser wissen. Und darin ist die Familie Theufel mit ihren Kindern Theo und Tina sehr gut. Zunächst haben die beiden jüngsten Familienmitglieder eine Begegnung mit dem Klugscheißerchen, wollen dann aber unbedingt, dass auch ihre Eltern als Klugscheißer entlarvt werden.

Zusätzlich zur Geschichte gibt es witzige und ansprechende bunte Illustrationen, im Stil der Coverabbildung, von Astrid Henn, die alles auflockern, veranschaulichen und für noch mehr Spaß beim Lesen oder Vorlesen sorgen.

Durch die große Schrift und die nicht zu überladenen Seiten ist das Buch gut für Leseanfänger:innen geeignet. Ab und an findet sich aber doch mal ein recht verschachtelter Satz und auch manche Aussage der fünf Klugscheißer ist vielleicht noch nicht für jede Altersgruppe nachvollziehbar und benötigt bei jüngeren Kindern eine kleine Hilfestellung. Dafür ist das Buch aber auch für die erwachsenen Vorleser:innen recht unterhaltsam und sie erkennen sich bestimmt in der ein oder anderen Verhaltensweise wieder.

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Wiedersehen

Eine halbe Ewigkeit
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In diesem Roman mit dem auffällig bunten und lebensfrohen Cover widmet sich Ildikó von Kürthy einer Art Rückblick und Fortsetzung ihres ersten und sehr erfolgreichen ersten Romans "Mondscheintarif" und ...

In diesem Roman mit dem auffällig bunten und lebensfrohen Cover widmet sich Ildikó von Kürthy einer Art Rückblick und Fortsetzung ihres ersten und sehr erfolgreichen ersten Romans "Mondscheintarif" und dessen Protagonistin Cora Hübsch, die mittlerweile gut 25 Jahre älter ist.

Coras Kinder werden nun endgültig flügge, ihre Ehe ist auch nicht mehr so glücklich und sie droht in Selbstmitleid zu versinken und stellt sich viele Fragen, auf die sie keine Antwort weiß. In dieser Situation stößt sie auf ihr altes Tagebuch von damals, der Zeitspanne, die in "Mondscheintarif" im Mittelpunkt steht und hinterfragt noch mehr Dinge. Aber auch neue und interessante Bekanntschaften macht sie in dieser Krise.

Ich fand das Wiedersehen nach so langer Zeit sehr spannend, weil Dinge wieder aufgegriffen wurden, die damals ungeklärt blieben und man sich sehr gut in Cora hineinversetzen kann und mir auch so manches, was sie beschäftigt, bekannt vorkommt. Das ist der Verdienst von Ildikó von Kürthy, die in einem sehr anschaulichen und zugleich erfrischenden Sprachstil schreibt. So habe ich diese "Fortsetzung" nach sehr langer Zeit sehr gerne gelesen und empfehle sie gerne allen, die "Mondscheintarif" kennen oder sich gerade in einer ähnlichen Lebensphase befinden, wie Cora.

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