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Veröffentlicht am 16.04.2017

Wunderbar emotionales Buch

For Good
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Charlie verliert ihre große Liebe und ihren Seelenverwandten Ben. Die Trauer sitzt tief und Charlie droht daran zu zerbrechen. Sie kapselt sich von ihrer Familie und ihren Freunden ab und sieht keinen ...

Charlie verliert ihre große Liebe und ihren Seelenverwandten Ben. Die Trauer sitzt tief und Charlie droht daran zu zerbrechen. Sie kapselt sich von ihrer Familie und ihren Freunden ab und sieht keinen Sinn mehr in ihrem Dasein, denn nichts wird je wieder so sein, wie es einmal war.

Cover: Das Cover stellt für mich mit seinen hellen Farben einen großen Kontrast zum eher düsteren Inhalt dar. Durch den Weitblick der Person strahlt es Hoffnung aus und vermittelt, dass man nicht auf die schlechten Zeiten zurückblicken soll, denn das Leben hält noch so vieles bereit.

Wie man es vom Drachenmond Verlag gewöhnt ist, besticht auch das Innenleben durch kleine liebevolle Details. Sehr gut gefallen haben mir auch die Zitate, die am Beginn jedes Kapitels der Gegenwart standen.

Meine Meinung: Ich war ja anfangs sehr skeptisch, ob es ein Buch mit gerade mal 212 Seiten schaffen kann, eine authentische Geschichte zu erzählen – doch ich wurde positiv überrascht.

Die Geschichte wird aus der Sicht der Hauptfigur Charlie erzählt, ist also in der Ich-Perspektive geschrieben. Es gibt hier zwei Erzählstränge: Zum einen die Gegenwart, in der Charlie mit dem Tod ihres Mannes fertig werden muss und zum anderen die Erinnerungen, in denen sie vom Kennenlernen und all den schönen Momenten mit Ben erzählt. Das bewirkt, dass der Leser eine wahre Achterbahn der Gefühle durchlebt.

Der zauberhafte Schreibstil der Autorin verstärkt diese Emotionen noch. Ava Reed hat es wirklich geschafft mir das Gefühl zu geben, ich selbst hätte Ben verloren. Es gab einige Situationen, in denen ich tief durchatmen und mich zusammenreißen musste, um nicht in Tränen auszubrechen.

Auch die Protagonistin Charlie konnte ich schnell lieb gewinnen. Sie teilt meine Tierliebe und war mir deshalb von Anfang an sehr sympathisch. Die Figur des Ben lernt man hauptsächlich aus Charlies Sicht kennen (bis auf die Zusatzkapitel), jedoch merkt man durch seine Handlungen schnell, dass er ein wahrer Gentleman ist und Charlie auf Händen trägt. Selbst zu den Nebencharakteren, Mia und Luke, konnte ich eine Bindung aufbauen. Durch ihre verrückte Art brachten sie mich des Öfteren zum Lachen.

Zum Schluss habe ich allerdings noch ein paar kleinere Kritikpunkte, die letztendlich dazu geführt haben, dass das Buch nur 4 statt 5 Sterne von mir bekommen hat. Manche Situationen wirkten für mich ein wenig konstruiert, wie beispielsweise der erste Streit von Charlie und Ben. Ich finde es ein wenig unrealistisch erst nach über einem Jahr Beziehung das erste Mal zu streiten und dann nach 5 Minuten gleich wieder in die Kiste zu hüpfen. Auch in die Situation des Heiratsantrags konnte ich mich nicht wirklich hineinversetzen, wie in den Rest des Buches. Der Konflikt mit den Eltern wird auch nicht weiter behandelt, sodass der Leser diesbezüglich im Unklaren gelassen wird.

Fazit: Für mich trotz der kleinen Mankos eine absolute Leseempfehlung!

© isleofbookx.wordpress.com

Veröffentlicht am 15.04.2017

Tolles Buch mit kleinen Schwächen

Forbidden
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Der siebzehnjährige Lochan und die sechzenjährige Maya sind Bruder und Schwester. Seit ihr Vater die Familie verlassen hat, müssen sich die beiden um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. Ihre Mutter ...

Der siebzehnjährige Lochan und die sechzenjährige Maya sind Bruder und Schwester. Seit ihr Vater die Familie verlassen hat, müssen sich die beiden um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. Ihre Mutter wendet sich unterdessen lieber dem Alkohol und ihrem neuen Freund zu. Bei dem Versuch die Familie zusammenzuhalten, kommen sich die beiden immer näher, bis sie ihren Gefühlen schließlich nachgeben und eine sexuelle Beziehung miteinander eingehen.


Cover: Das Cover ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Es spiegelt durch die Rosenblätter und den Stacheldraht sehr gut den Zwist wieder, in dem sich die beiden Protagonisten befinden.

Meine Meinung: Ich finde es sehr mutig von der Autorin, sich mit so einem Tabu-Thema auseinanderzusetzen und dabei kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das Buch ist definitiv kein Buch, das man mal so zwischendurch lesen kann, denn es geht wirklich unter die Haut. So sehr, dass ich mich nach dem Beenden mit Freunden darüber unterhalten musste. Das passiert mir wirklich nicht oft!

Sehr positiv herauszuheben ist auch, dass man eine richtige Bindung zu den Charakteren bekommt. Die Autorin versteht es den Leser mit ihrem wunderschönen Schreibstil in deren Gefühlswelt eintauchen zu lassen. Mit dem Ende habe ich überhaupt nicht gerechnet, weshalb ich letztendlich ein wenig schockiert war. Die Schlussszene war mir im Vergleich zu manch langatmigen und unwichtigen Stellen im Buch, viel zu kurz. Gerne hätte ich gewusst, wie sich das Leben der Familie verändert hat. Deshalb gibt es von mir einen Stern Punktabzug.

Fazit: Man macht mit diesem Buch eine richtige Achterbahn der Gefühle mit. Wut, weil die Mutter sich nicht um ihre Kinder kümmert. Trauer, weil man weiß, dass Mayas und Lochans Liebe nur schwer eine Zukunft haben kann. Freude, weil man merkt wie glücklich die beiden sich gegenseitig machen. Und nach dem Ende verweilt man einige Zeit in einem Schockzustand. Alles in allem: Trotz kleiner Schwächen ein absolut zu empfehlendes Buch, für alle die nicht zu zart besaitet sind.

Veröffentlicht am 15.04.2017

Spannend bis zum Schluss

Die Flut
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Julia und ihr Freund Michael machen gemeinsam mit Michaels Arbeitskollegen Andreas und dessen Frau Martina Urlaub auf der Nordseeinsel Amrum. Bereits wenige Tage nach deren Ankunft treibt ein Mörder sein ...

Julia und ihr Freund Michael machen gemeinsam mit Michaels Arbeitskollegen Andreas und dessen Frau Martina Urlaub auf der Nordseeinsel Amrum. Bereits wenige Tage nach deren Ankunft treibt ein Mörder sein Unwesen. Er entführt Pärchen und gräbt anschließend die Frau am Strand ein, so dass nur mehr ihr Kopf herausschaut. Der Mann wird an einen Holzpfahl gebunden und muss zusehen wie seine Partnerin qualvoll ertrinkt. Der Täter beobachtet indes die flehenden und schreienden Opfer und erhofft sich dadurch eine Antwort auf die Frage: Was ist Liebe?


Cover: Obwohl das Cover sehr einfach gestaltet ist, hinterlässt es Neugier. Durch das Spiel von Licht und Schatten auf dem Kopf der Frau, bekommt man den Eindruck, dass ihr Kopf aus dem Wasser herausschaut und somit auch genau das Thema des Buches vermittelt.

Meine Meinung: Die Flut war mein erstes Buch von Arno Strobel, aber sicherlich nicht mein letztes. Strobel weiß wie man Spannung aufbaut, deshalb konnte ich das Buch auch nicht mehr weglegen. Sehr positiv herauszuheben ist für mich der Wechsel zwischen den Gedanken des Täters, dem Vorgehen der Ermittler und der Sicht der vier Urlauber. Dadurch konnte der Spannungsbogen das ganze Buch über gehalten werden. Bis zum Schluss war mir komplett unklar wer denn nun der Mörder sein könnte. Natürlich hatte ich Vermutungen, aber mit dem Täter der es dann schlussendlich war, hätte ich überhaupt nicht gerechnet.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dann aber doch noch: Die vier Urlauber wurden mir von Seite zu Seite unsympathischer, da sie sich die ganze Zeit nur zankten und einander beleidigten. Das hätte man eventuell ein wenig kürzer fassen können, da es für die Handlung eher irrelevant war.

Fazit: Ein wirklich gelungener Psychothriller, den ich jedem Fan dieses Genres ans Herz legen kann!

Veröffentlicht am 15.04.2017

Ich kann den Hype nicht nachvollziehen

Begin Again
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Allie will einen Neuanfang. Nach ihrem neuen Haarschnitt muss nun auch eine neue Bleibe her. Für ihr Studium zieht sie also in eine andere Stadt und lernt dort bei der Wohnungssuche den überheblichen Kaden ...

Allie will einen Neuanfang. Nach ihrem neuen Haarschnitt muss nun auch eine neue Bleibe her. Für ihr Studium zieht sie also in eine andere Stadt und lernt dort bei der Wohnungssuche den überheblichen Kaden kennen. Zwar ist das WG-Zimmer bei Kaden das Letzte wo sie bleiben will, allerdings bleibt ihr nichts anderes übrig, da sie mit der Suche viel zu spät dran ist. Gleich zu Beginn stellt er einige Regeln auf, die Allie mit der Zeit in den Wahnsinn treiben — und trotzdem fühlt sie sich irgendwie zu ihm hingezogen.


Cover: Das Cover ist sehr typisch für dieses Genre, aber nicht zu kitschig und auch nicht zu überladen. Die Farben sind schön gewählt und harmonieren toll miteinander. Alles in allem ein sehr gelungenes Cover!

Meine Meinung: Zuallererst muss ich sagen, dass ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin, was daher rührt, dass es von vielen Seiten sehr hoch angepriesen wurde. Unter anderem auch von Leuten, deren Buch-Geschmack ich sonst teile. Leider wurde ich sehr enttäuscht.

Der Beginn des Buches mochte ich noch recht gerne. Durch den flüssigen Schreibstil und die Sympathie der Protagonistin findet man sehr schnell in das Buch hinein. Allie machte den Anschein, dass sie wirklich ihr Leben umkrempeln und einen kompletten Neustart machen möchte. Diese anfangs sehr starke Protagonistin wurde mir allerdings, als sie auf Kaden traf, immer unsympathischer. Nicht nur dass sie ihre ganzen Grundsätze über Board wirft, lässt sie sich von Kaden auch noch ständig herumkommandieren.

An Kaden, dem männlichen Protagonisten, finde ich leider überhaupt nichts sexy. Er ist überheblich und einfach nur unverschämt. Anscheinend stört das Allie aber wenig, solange sie nur seine Tattoos anschmachten kann, was gefühlt alle fünf Seiten passiert. Die Liebesgeschichte — wenn man das überhaupt so nennen kann — hat für mich überhaupt keine Tiefe, sodass mich die Protagonisten bald nicht mehr interessiert haben.

Generell finde ich das Buch einfach nur unglaubwürdig und inhaltlich sehr fragwürdig. Leider wird durch Bücher wie „Begin Again“ jungen Mädchen suggeriert, dass es okay ist, wenn ein Junge schlecht mit ihnen umgeht. Quasi „Solange er gut aussieht, ist es egal wie er dich behandelt!“

Die letzten 100 Seiten habe ich demnach nur überflogen, ich konnte einfach nicht weiterlesen. Mir war es auch egal, was nun mit den Protagonisten passiert. Zusätzlich hat es mich sehr gestört, dass Mona Kasten sich hier ein bisschen zu sehr bei anderen AutorInnen inspirieren lassen hat. Natürlich kann man das Rad nicht neu erfinden, aber es waren schon einige Aspekte der Geschichte, die mich an Bücher von z.B. Jennifer L. Armentrout erinnert haben.

Fazit: Ich kann leider gar nicht nachvollziehen, warum Begin Again von vielen Seiten so gute Bewertungen bekommen hat. Obwohl mir die Nebencharaktere gut gefallen haben, werde ich vom zweiten Band die Finger lassen.

Veröffentlicht am 15.04.2017

Solider Auftakt mit gemeinem Cliffhanger

Das Juwel - Die Gabe
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Violet Lasting ist besonders. Sie trägt ein Gen in sich das ihr bestimmte Fähigkeiten verleiht, die für den Adel der Einzigen Stadt unheimlich wertvoll sind. Als Zwölfjährige wird sie ihrer Familie entrissen ...

Violet Lasting ist besonders. Sie trägt ein Gen in sich das ihr bestimmte Fähigkeiten verleiht, die für den Adel der Einzigen Stadt unheimlich wertvoll sind. Als Zwölfjährige wird sie ihrer Familie entrissen und in eine Einrichtung gebracht in der sie darauf vorbereitet wird, dem Adel zu dienen. Nach ihrer Ausbildung wird Violet in einer großen Auktion versteigert und fristet fortan ein Leben als sogenanntes Surrogat der Herzogin vom See. Ihre Aufgabe: Sie muss als Leihmutter fungieren und der Herzogin eine Tochter schenken.


Cover: Knallige Farbe, Glitzer und ein Mädchen in einem Kleid. Leider sieht man in letzter Zeit bei Jugendbüchern laufend solche Cover, da sie anscheinend einfach funktionieren. Ich finde es einfach nur langweilig und nichtssagend.

Meine Meinung: Die Idee, die die Autorin mit „Das Juwel – Die Gabe“ hatte, ist meiner Meinung nach sehr besonders. Obwohl es wieder den typischen Handlungsstrang à la „Armes Mädchen gegen die Reichen und Mächtigen“ gibt, beleuchtet Amy Ewing mit der Leihmutterschaft einen Aspekt, den ich zuvor in keinem anderen Buch gesehen habe.

Die Protagonistin Violet ist eine sehr sympathische und starke Person, die sich nicht unterkriegen lässt. In vielen Situationen musste ich lachen, da ich selber so gehandelt hätte wie sie es tat. Während man von Violet einen sehr guten Eindruck bekommt und weiß wie sie tickt, werden die anderen Charaktere leider eher vage beschrieben.

Die Liebesgeschichte von Violet und Ash, ist meiner Meinung nach auch nicht ganz rund. Die beiden teilen eine Leidenschaft, verlieben sich quasi sofort ineinander und hüpfen dann auch bald miteinander ins Bett. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und knisternde Momente gewünscht. So wirkt es ein wenig als wäre sie nur der obligatorischen Liebesgeschichte wegen eingebaut worden.

Der Schreibstil von Amy Ewing gefällt mir wiederum sehr. Sie beschreibt die Umgebung sehr detailliert und vor allem sehr flüssig, was bei mir wunderschöne Szenarien im Kopf hervorgerufen hat. Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive von Violet.
Fazit: Trotz einiger Schwächen ist das Buch absolut lesenswert. Ich habe es binnen zwei Tagen ausgelesen und mir auch sofort den zweiten Teil geholt. Die Charaktere sind zwar ein wenig schwach, jedoch macht die wunderschön beschriebene Welt und die originelle Idee alles wieder wett.