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Veröffentlicht am 08.02.2026

Das Kreuz mit dem Kreuz

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 8: Unheilige Geschäfte
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Anna ist in der Toskana heimisch geworden, selbst ihre Mutter hat sich zu einem erneuten Besuch angesagt, um ihrer Freundin Giovanna im Restaurant zur Hand zu gehen und neue Ideen zu verwirklichen.

Im ...

Anna ist in der Toskana heimisch geworden, selbst ihre Mutter hat sich zu einem erneuten Besuch angesagt, um ihrer Freundin Giovanna im Restaurant zur Hand zu gehen und neue Ideen zu verwirklichen.

Im Dorf ist seit kurzem ein Padre aus dem Vatikan zu Gast, der die Kunstschätze der Gemeinde inventarisieren will. Don Benedetto führt ihn herum und lässt ihn sogar predigen. Die Kirche selbst ist zur Zeit eine Baustelle, Loris hat dort einen großen Restaurierungsauftrag erhalten und arbeitet vom Gerüst aus.

Unter diesem Gerüst entdecken Tameo und Peppo eines Abends einen schwer verletzten Don Benedetto und kurz darauf den ermordeten Padre Salvatore. Die Gerüchteküche brodelt, wer könnte diesen Herren der Kirche etwas zuleide tun?

Der mittlerweile in Fontenaia eingewöhnte Kommissar Vico mit seinen Mitarbeitern Flavia und Marco nehmen sich des Falls an, selbst Anna wird einbezogen. Vico weiß ihre Menschenkenntnis und ihre Kommunikationsfähigkeiten mittlerweile zu schätzen und nimmt sie sogar zu Wohnungsbegehungen mit. Auch ihre Beobachtungsgabe hilft den Kommissaren oft bei der Lösung ihrer Fälle.

Wie so oft stellt sich die Lösung des Falles doch etwas anders dar, als zunächst angenommen, auf jeden Fall gibt es wieder ein spannendes Finale und Anna ist wieder mittendrin. Es ist ein versöhnliches Ende, das auch die neuen Entwicklungen in Fontenaia mit einbezieht. Menschlich ist aus dem etwas bärbeißigen Kommissar mittlerweile ein zwar immer noch durchsetzungsfähiger aber auch verständnisvoller Vorgesetzter geworden, mit dem seine Mitarbeiter gut zusammenarbeiten können. Fontanaia wird er wohl erhalten bleiben.

Insgesamt ist es wieder ein sehr gut lesbarer Cozy Crime und die Toskana scheint sogar im Spätherbst noch ihre Reize zu haben.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Die Bedeutung der Ehre

Solothurn ruft nach Vergeltung
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Schon das Cover ist ein Hingucker, es zeigt den Gerechtigkeitsbrunnen in Solothurn. Tatsächlich ist Justitia mit verbundenen Augen dargestellt, und ich habe mich schon zu Anfang gefragt, ob das als Hinweis ...

Schon das Cover ist ein Hingucker, es zeigt den Gerechtigkeitsbrunnen in Solothurn. Tatsächlich ist Justitia mit verbundenen Augen dargestellt, und ich habe mich schon zu Anfang gefragt, ob das als Hinweis auf den Inhalt des Buches verstanden werden soll?
Um was geht es?
Regisseur Tom Kurti soll an den Solothurner Filmtagen für seine umstrittene Dokumentation über Frauenhass und Femizid ausgezeichnet werden. Leider erlebt er diese Auszeichnung nicht mehr, kurz vorher wird er ermordet und gefunden wird er ausgerechnet von Pia, der Tochter von Chefermittler Dominik Dornach. Zwar finden sich schon in den sozialen Netzwerken eine ganze Reihe von Drohungen gegen ihn, hauptsächlich aus dem ultrarechten Spektrum, aber Dominik stellt schnell fest, dass es noch andere Hintergründe gibt, die tiefer in die Vergangenheit gehen. Ein Fall von Femizid, den er als junger Polizeibeamter mit zu bearbeiten hatte, ist ihm da besonders in Erinnerung und es gibt Parallelen zu dem jetzigen Fall. Damals waren die Ermittlungen von den Vorgesetzten eher schlampig geführt worden.
Schon allein durch die Auffindesituation ist auch dieses Mal wieder Pia direkt in den Fall involviert und sie agiert weiterhin so, wie wir sie kennen: impulsiv, sehr hilfsbereit aber ohne viel nachzudenken oder andere in ihre Gedanken mit einzubeziehen.
Dominik scheint dieses Mal nicht so ganz bei der Sache zu sein, glücklicherweise stehen seine Ex-Partnerinnen ihm immer noch nah und übernehmen einen Teil der Ermittlungen.
Bei den Solothurn-Krimis sind Beruf und Privates nie so genau zu trennen, da Tochter Pia immer eine Rolle spielt. Ich fand das Verhältnis von Privatem zu Beruflichem aber ausgewogen und die Ermittlungen spannend. Zwischenzeitlich hatte der Krimi sogar etwas von einem Thriller und erinnerte an James Bond-Szenen.
Der Abschluss kam tatsächlich überraschend, war aber schlüssig und bestätigte mich in meiner Ansicht, dass nichts eine gute, neutrale und umfassende Ermittlung ersetzen kann. Nur so kann der Gerechtigkeit Genüge getan werden. Und so schlagen wir dann auch wieder den Bogen zur Justitia mit den verbundenen Augen. Jetzt könnten wir ihr den Schal allerdings abnehmen.
Ich habe in vorangegangenen Rezensionen Christof Gasser schon für seine spannenden Krimis gelobt und das wiederhole ich auch dieses Mal gerne wieder.

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Veröffentlicht am 05.02.2026

Eine wie sie lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten

Stürmische Klippe
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Liv Lammers‘ zehnter Fall ist brisanter denn je und hält die erfahrene Ermittlerin auf dem sturmumtosten Sylt gefangen. Eigentlich war sie mit ihrem Lebenspartner Sebastian auf der Insel, um endlich einen ...

Liv Lammers‘ zehnter Fall ist brisanter denn je und hält die erfahrene Ermittlerin auf dem sturmumtosten Sylt gefangen. Eigentlich war sie mit ihrem Lebenspartner Sebastian auf der Insel, um endlich einen Erbstreit mit ihrer Schwester beizulegen. Da erreicht sie ein Anruf ihrer Chefin Hilke Hasselbrecht. In einer Villa in Rantum gab es einen Anschlag auf eine bekannte Politikerin, sie möge sie dort unterstützen.
Tatsächlich trachtet offenbar jemand Armgart Zabrowsky nach dem Leben und hat ihr bei dem morgendlichen Surfgang aufgelauert und sie unter Wasser gezogen.
Kann das Motiv im privaten Bereich liegen? Oder hat es mit ihrer Vergangenheit als Richterin zu tun?
Kann es auch mit ihren Plänen für Sylt zusammenhängen?
In der Villa haben sich illustre Persönlichkeiten von Sylt versammelt. Eigentlich war der 60. Geburtstag der Anlass für die Einladung, dem sollten aber politische Gespräche und Weichenstellungen folgen, die unter keinen Umständen nach draußen dringen sollten.
In einem zweiten Handlungsstrang gerät Sebastian trotz seiner Hilfeleistung an einer ehemaligen Patientin in große Schwierigkeiten und muss feststellen, dass es Kollegen gibt, die ihm seine gute Stellung und seinen Erfolg nicht gönnen.

Alles passiert vor dem Hintergrund eines verheerenden Sturmes, so dass auch keine Unterstützung vom Festland gerufen werden kann, als die Ereignisse in der Politikervilla eskalieren. Keine Straße ist mehr passierbar, Bäume sind reihenweise umgefallen, der Hindenburgdamm ist überschwemmt, kein Zug fährt mehr und auch die Schiffe haben den Betrieb eingestellt.

Auch der 10. Krimi von Sabine Weiss ist spannend, mit den Grundstücksspekulationen auf Sylt, den Tourismus-Plänen und dem Aufweichen des Naturparks Wattenmeer werden aktuelle Probleme angesprochen. Im zweiten Handlungsstrang geht es um Gewalt in Beziehungen und Femizide.
Für mich war es der zweite Krimi mit Liv Lammers und ich bin durchaus auch auf die Vorgängerbände noch gespannt.



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Veröffentlicht am 28.01.2026

Schatten auf dem Idyll

Wolfstal
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Es sind fünf Dinge, die mir an Alexander Oetkers Büchern gut gefallen:

Sie spielen in einer wunderschönen Region Frankreichs
Das französische savoir-vivre kommt nicht zu kurz
Sie sind spannend ...

Es sind fünf Dinge, die mir an Alexander Oetkers Büchern gut gefallen:

Sie spielen in einer wunderschönen Region Frankreichs
Das französische savoir-vivre kommt nicht zu kurz
Sie sind spannend
Sie greifen oft aktuelle Themen auf oder greifen zurück auf historische Ereignisse
Die Ermittler sind durchweg sympathisch

Dieses Mal gehen wir in die französische Grenzregion nach Spanien, ins französische Baskenland in die Region um Biarritz und Bayonne. Die Beschreibungen der Dörfer und Städte machen Lust auf einen Besuch, man würde am liebsten nach dem Lesen gleich die Koffer packen.

Um was geht es?

Ganz nah am Jakobsweg ist ein alter Schäfer grausam ermordet worden. Der Mann war zwar unbeliebt, aber lebte seit vielen Jahren allein nur mit Schafen, Ziegen und seinem Hund zusammen.

Die Einwohner von Espelette mochten ihn nicht, sie sahen ihn nicht als einen der ihren an. Das lag daran, dass er immer mal wieder mit Warnschüssen Wanderer vergraulte, das lag daran, dass man ihm nachsagte, den Wolf wieder ins Tal gelockt zu haben und das lag an seiner unnachgiebigen Art. Er hörte sich zwar alles an, reagierte aber nicht darauf.

Da der Wolf sich in den letzten Jahren einige Schafe und Ziegen gerissen hatte, gab es unter den Schäfern reichlich Motive für Rache. Auch die Hoteliers beschwerten sich lauthals über wegbleibende Gäste, die sich in der Nähe eines schusswütigen alten Mannes nicht willkommen fühlten und ihren Aufenthalt verkürzten.

Luc Verlain wird von seinem baskischen Kollegen Etxeberria nach Espelette gerufen. Mit ihm erscheint eine Commissaire – Rose Schillinger - aus der Bretagne auf der Bildfläche, Luc erfährt von Anouk, dass sie ihm vom Präfekten zugeteilt worden sei. Sie verhält sich unhöflich und geht jedem persönlicheren Kontakt aus dem Weg. Dabei scheint sie aber ein Ziel zu verfolgen und ist in ihren Gedanken Luc so manches Mal auch ein wenig voraus.

Luc ist dieses Mal nur mit dem baskischen Kollegen und Rose Schillinger, aber ohne seine Chefin und Partnerin Anouk unterwegs und so spielen private Dinge eine geringere Rolle als bei manchem Vorgängerband. Luc genießt die herrliche Landschaft und das gute Essen, ist aber deprimiert, dass alle seine Spuren ins Leere laufen. Die Bewohner des Dorfes versichern ihm glaubhaft, dass sie Jacques zwar nicht mochten, dass das aber kein Grund für einen Mord sei. Also muss er nach einigen Tagen Befragungen noch einmal ganz von vorne anfangen und stößt endlich auf eine Spur. Wie bei allen Luc Verlain-Krimis beschleunigt sich das Tempo und die Spannung zum Ende hin noch einmal merklich, bis der Fall dann endlich gelöst ist. Ich mag es übrigens auch, dass in einem anschließenden Epilog auch nochmal auf die Folgen des Verbrechens eingegangen wird, wir erleben noch die Gerichtsverhandlung, dann aber auch direkt im Anschluss die Nachricht von einem neuen Verbrechen, das dann im nächsten Buch unsere Ermittler beschäftigt.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Sylter Schattenseiten

Schwarze Brandung
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Am Strand vor Westerland wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die brutal ermordet wurde, lebendig begraben. Liv Lammers ist neu bei der Mordkommission Flensburg. Als sie von dem Fall hört, bittet ...

Am Strand vor Westerland wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die brutal ermordet wurde, lebendig begraben. Liv Lammers ist neu bei der Mordkommission Flensburg. Als sie von dem Fall hört, bittet sie darum, in das Ermittlerteam aufgenommen zu werden, sie kommt ursprünglich von Sylt. Außerdem hatte sich kurz vorher ihr Neffe bei ihr gemeldet, der eine Freundin vermisst. Kann es sich bei der Toten um Milena handeln?

Sylt, die Insel der Reichen und Schönen, hat auch Schattenseiten, die wir in diesem Krimi kennenlernen. So ist die Insel für die weniger betuchten „Ureinwohner“ immer mehr unbezahlbar geworden, Grundstücksbesitzer andererseits haben von dem Bauboom und den explodierenden Mietpreisen profitiert. Der florierende Tourismus zieht Arbeitskräfte aus allen möglichen Ländern an, ohne Arbeitserlaubnis sind sie oft ihren Arbeitgebern gnadenlos ausgeliefert.

Liv ist viele Jahre nicht auf Sylt gewesen. Wir erfahren auch die Hintergründe dazu. Sie ist mit ihrer Familie heillos zerstritten, seit man von ihr verlangt hat, eine Schwangerschaft, die sie mit 15 Jahren Mutter werden ließ, abbrechen zu lassen. Den Neffen, der nun mit ihr Kontakt aufnimmt, hat sie noch nie kennengelernt und ihre Tochter ist gar nicht begeistert, dass ihr der Cousin und die restliche Verwandtschaft so lange vorenthalten wurde. Aber auch an den Vater ihrer Tochter hat sie gespaltene Erinnerungen. Sanna war das Ergebnis einer Vergewaltigung, der biologische Vater weiß nichts von der Existenz seiner Tochter.

Liv trifft während der Ermittlungen auf ihn und ihr Verhalten kann als voreingenommen bezeichnet werden.

Ich hatte den 10. Band der Reihe während einer Leserunde gelesen und wollte einfach mal an den Anfang der Reihe zurückgehen und wissen, wie alles begann. Dieser Band hat mir viele Fragen beantwortet und war für mich ein spannender Beginn einer neuen Reihe rund um die Kommissarin Liv Lammers. Man kann sich als Leser schon früh denken, in welche Richtung sich die Suche nach dem Mörder bewegt, dennoch waren die letztendlich Schuldigen eine Überraschung für mich.

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