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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2017

Ein Thriller, der begeistern konnte!

Grausames Erbe
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Mit "Grausames Erbe" ist LS Hawker ein starker Thriller gelungen!

Inhalt: Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz ...

Mit "Grausames Erbe" ist LS Hawker ein starker Thriller gelungen!

Inhalt: Seit 18 Jahren lebt Petty wie eine Gefangene in ihrem Zuhause. Ihre Tage werden durch eintönige Arbeit auf dem einsamen Schrottplatz und knallhartes Überlebenstraining bestimmt Als er plötzlich stirbt, scheint sie nun endlich frei. Doch sein eiserner Griff besteht auch über den Tod hinaus. Getrieben von einem unglaublichen Verdacht, macht sich Petty auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.

Die Geschichte beginnt zunächst äußerst mysteriös, denn Petty wird 18 Jahre lang von ihrem Vater als Gefangene gehalten.
Der Thriller liest sich äußerst flüssig und kann den Leser mehr als fesseln. Aus zwei verschiedenen Erzählperspektiven wird die Geschichte beschrieben. Es entstehen dadurch aber keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Zwischendurch entwickeln sich an ein paar Stellen ein paar Längen, da die familiären Zusammenhänge doch sehr detailiert dargestellt werden.
Die zahlreichen Wendungen läuten aber ein mehr als packendes Finale ein, dass diesem Thriller mehr als würdig ist.

Mich konnte "Grausames Erbe" mehr als begeistern und ist jedem Thriller-Liebhaber mehr als empfohlen!

Veröffentlicht am 30.01.2017

Eine Thriller-Reihe, die Lust auf mehr macht!

Kein Sterbensort
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Mit "Kein Sterbensort" von Clare Donoghue konnte ich eine neue Thriller-Reihe für mich entdecken. Da ich den ersten Band noch nicht gelesen hatte, bin ich völlig unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen. ...

Mit "Kein Sterbensort" von Clare Donoghue konnte ich eine neue Thriller-Reihe für mich entdecken. Da ich den ersten Band noch nicht gelesen hatte, bin ich völlig unvoreingenommen an dieses Buch herangegangen.
Der Einstieg in diesen Thriller ist mehr als rasant und man wird förmlich von einem echten Sog an Ereignissen mitgerissen.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich gleich fesseln, weil der Thriller sehr flüssig zu lesen war und der Spannungsbogen von der ersten Seite an immer wieder gesteigert werden konnte.
Mit den handelnden Personen kam ich nicht so ganz zurecht. Dies liegt wohl daran, dass ich die Vorgeschichte nicht kenne. Ansonsten wäre so manches Handeln sicher einleuchtender gewesen.
Insgesamt ist "Kein Sterbensort" aber ein interessanter Thriller, der sich lohnt gelesen zu werden.

Veröffentlicht am 18.11.2016

Tony Parsons weiß sich zu steigern!

Wer Furcht sät
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Der dritte Band um DC Max Wolfe konnte mich von der ersten Seite mehr als begeistern.
Zuvor hatte ich sein Debüt "Dein finsteres Herz" gelesen und konnte in seinem neuesten Band eine klare Steigerung ausmachen.

Selbstjustiz ...

Der dritte Band um DC Max Wolfe konnte mich von der ersten Seite mehr als begeistern.
Zuvor hatte ich sein Debüt "Dein finsteres Herz" gelesen und konnte in seinem neuesten Band eine klare Steigerung ausmachen.

Selbstjustiz ist das zentrale Thema dieses London-Krimis. Zu Beginn gibt es die grausame Hinrichtung des Taxifahrers Mahmud Irani, der pädophile Neigungen besaß. Schnell kristallisiert sich der "Club der Henker"als Täter heraus. Eine kriminelle Vereinigung, die auf ihre Weise für Recht und Ordnung sorgt. Dadurch nimmt das Buch gleich richtig Fahrt auf und beschert dem Leser mehr als packende Unterhaltung.

Was diesen Krimi so besonders macht ist, dass im ersten Teil die Greueltaten des "Clubs der Henker" klar im Mittelpunkt stehen. Im zweiten Teil verschieben sich die Verhältnisse und die Ermittler geraten mehr als unter Zugzwang. Tony Parsons schafft es dazu immer wieder, falsche Fährten zu legen und die Spannung über das gesamte Buch aufrechtzuerhalten. Ein klarer Pluspunkt dieses Krimis.

Ein weiterer positiver Aspekt sind die geschichtlichen Einblicke in die Zeit Londons, als Hinrichtungen noch zur Tagesordnung gehörten. Tony Parsons hat dazu intensiv recherchiert, denn er nimmt den Leser mit auf eine interessante Reise durch den Londoner Untergrund, wo damals die Hinrichtungen stattfanden.

Die Figurenzeichnung ist als gelungen zu bezeichnen. Der Autor verzichtet dabei auf die üblichen Stereotypen der Ermittler und hat mit Max Wolfe einen echten Sympathieträger geschaffen, der als alleinerziehender Vater und Polizist, einen echten Spagat schaffen muss.

Insgesamt war "Wer Furcht sät" ein englischer Krimi, der frischen Wind in die Krimi-Landschaft hineinbringt. Mit einem interessanten Thema, authentischen Figuren und geschichtlichen Hintergründen.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

  • Cover
  • Figuren
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Tempo
Veröffentlicht am 06.11.2016

Wie die Welt des Fernsehens wirklich ist!

Der Ameisenhaufen
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Einen gelungenen Roman hat Vera Russwurm mit "Der Ameisenhaufen" verfasst.

Inhalt: Ein Geldkoffer wird aus dem Chefbüro der großen österreichischen Produktionsfirma "MasterTV-Österreich" gestohlen. Somit ...

Einen gelungenen Roman hat Vera Russwurm mit "Der Ameisenhaufen" verfasst.

Inhalt: Ein Geldkoffer wird aus dem Chefbüro der großen österreichischen Produktionsfirma "MasterTV-Österreich" gestohlen. Somit fehlt eine Million Euro im Budget der brandneuen Sendung "Ameisenhaufen". Das Management trifft eine höchst ungewöhnliche Sparmaßnahme: Aus verschiedenen Abteilungen wird jeweils ein Mitarbeiter bestimmt, der sich im "Ameisenhaufen" behaupten muss. Der Clou: Diejenigen, die diese demütigenden Spiele erfunden haben, müssen sie nun selber spielen.

Vera Russwurm war mir schon vor dem Lesen aus der früheren Fernsehsendung "Ja oder Nein" mit Joachim "Blacky" Fuchsberger bekannt und so war ich auf ihren Roman sehr gespannt.

Die Autorin gewährt dabei einen mehr als interessanten Blick hinter die Kulissen der Fernsehwelt. Der Sprachstil von Vera Russwurm konnte mich gleich begeistern, weil sie die Figuren sehr gut gezeichnet hat. Die Handlung steht dabei gar nicht so sehr im Vordergrund, sondern mehr die auftauchenden Figuren. Spannend ist auch zu beobachten, dass im Laufe der Geschichte die einzelnen Mitglieder der Produktionsfirma von Einzelkämpfern zu echten Teammitgliedern werden. Dabei werden ihre veränderten Verhaltensweisen sehr gut dargestellt.

Insgesamt ein sehr interessanter Blick in die Welt des Fernsehens. Zu überzeugen weiß dabei auch das Cover, das mich auch zu einem Kauf angeregt hätte.

Veröffentlicht am 05.11.2016

Philippe Georget versteht sein Handwerk!

Rabenschwarzer Winter
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Der dritte Band um Inspecteur Gilles Sebag konnte mich überzeugen.

Inhalt: Inspecteur Gilles Sebag kommt gerade in Weihnachtsstimmung, als er entdeckt, dass seine Frau Claire ihn betrügt. Seine Welt ...

Der dritte Band um Inspecteur Gilles Sebag konnte mich überzeugen.

Inhalt: Inspecteur Gilles Sebag kommt gerade in Weihnachtsstimmung, als er entdeckt, dass seine Frau Claire ihn betrügt. Seine Welt bricht zusammen. Mit viel Whiskey versucht er in durchwachten Nächten darüber hinwegzukommen. Zusätzlich führt ihn auch sein nächster Fall in menschliche Abgründe. Eine erschlagene Frau, ein Mann, der sich aus dem Fenster stürzt, ein weiterer, der droht, sich in die Luft zu jagen ... Gilles findet schnell heraus, dass die Morde zusammenhängen: Es handelt sich bei allen um Eifersuchtsdramen.

Philippe Georget zeigt gleich zu Beginn auf, dass er ein echtes Händchen dafür hat, Urlaubsstimmung zu erzeugen. Sowohl die Landschaftsbeschreibungen als auch die Figurenzeichnung sind als gelungen zu bezeichnen. Dabei ist das Thema mehr als aktuell, denn Affären während einer Ehe sind leider zur Normalität geworden.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, weil man sehr schnell ins Geschehen hineinfindet. Spannung ist von Anfang an vorhanden, doch an einigen Stellen hätten es ein paar Seiten weniger sein können. Trotzdem versteht sich der dritte Band um Inspecteur Sebag als ein klassischer Kriminalroman, der mehr Stärken als Schwächen aufweist. Auf unnötige Brutalität wird dabei verzichtet und dafür eine Kriminalgeschichte angeboten, die durch ihre Protagonisten und die Atmosphäre punkten kann.