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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2020

✎ Clare Empson - Zweimal im Leben

Zweimal im Leben
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Als erstes möchte ich sagen, dass ich die Sprecher wirklich toll fand. Beide. Sie haben super zu den Protagonisten gepasst.

Das war es dann auch schon fast, was positiv an "Zweimal im Leben" war. Die ...

Als erstes möchte ich sagen, dass ich die Sprecher wirklich toll fand. Beide. Sie haben super zu den Protagonisten gepasst.

Das war es dann auch schon fast, was positiv an "Zweimal im Leben" war. Die Story konnte mich überhaupt nicht abholen.

Ich hatte mich auf eine emotionsgeladene, zu Tränen rührende, herzzerreißende Geschichte gefreut. Immerhin hatte ich gelesen: "Eine große dramatische Liebesgeschichte und gleichzeitig ein bewegender Pageturner - das emotionalste Buch seit langem!" Meine Taschentücher lagen also bereit. Ich war gewappnet.

Und dann kam die Ernüchterung.

Bereits von Anfang an hatte ich trotz der genialen Sprecher nie das Gefühl, eine Herzschmerz-Geschichte zu lesen. Es plätscherte alles so vor sich hin. Da brachten auch die Zeiten- und Perspektivwechsel nichts. Obwohl ich diese wirklich gelungen fand.

Aber es kamen einfach keine Emotionen bei mir an. Ja, Lucian tat mir leid, dass Catherine ihm das angetan hat. (und es wird im Laufe des Erzähltem noch heftiger) Jedoch gab es nichts von deren Seite, was mich im Herzen berührte. Etwas, worauf ich hier gehofft hatte.

Es tut mir leid, aber ich kann keine Hörempfehlung aussprechen, da ich es einfach nur langweilig fand.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 08.10.2020

✎ Jeannine Mik & Sandra Teml-Jetter - Mama, nicht schreien!

Mama, nicht schreien!
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Eigentlich hatte ich angefangen, das Buch zu lesen. Ich war stets der Meinung, mir so direkt ein paar Stichpunkte machen zu können. Leider legte ich "Mama, nicht schreien!" tatsächlich irgendwann zur Seite, ...

Eigentlich hatte ich angefangen, das Buch zu lesen. Ich war stets der Meinung, mir so direkt ein paar Stichpunkte machen zu können. Leider legte ich "Mama, nicht schreien!" tatsächlich irgendwann zur Seite, weil es mir zwar inhaltlich zusagte, dennoch irgendwie zu trocken war.
Also besorgte ich mir das Hörbuch - und es war ok.

Meine Erwartungen an solche Literatur ist ganz einfach: Impulse, Anregungen und Tipps. Im vorliegenden Buch gab es ein paar Impulse und Anregungen. Und vielleicht auch den ein oder anderen Tipp. Dennoch ist irgendwie kaum etwas bei mir hängen geblieben. Es gab einfach zu wenig Konkretes, was ich für mich mitnehmen konnte. Auch fand ich manche Vorschläge nicht wirklich umsetzbar.

Als ergänzendes Werk zu anderen kann ich es empfehlen. Den wirklichen Aha-Moment hatte ich bedauerlicherweise nicht. Aber so kleine Stupser in die richtige Richtung wird man dennoch spüren.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 02.10.2020

✎ Daniel Glattauer - Emmi und Leo 1 Gut gegen Nordwind

Gut gegen Nordwind
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Als ich auf diesen Roman stieß, war ich sofort Feuer & Flamme. Warum? In meinen Jugendjahren passierte mir etwas Ähnliches: Ich bekam von einer mir unbekannten Nummer eine SMS und irgendwie ergab es sich, ...

Als ich auf diesen Roman stieß, war ich sofort Feuer & Flamme. Warum? In meinen Jugendjahren passierte mir etwas Ähnliches: Ich bekam von einer mir unbekannten Nummer eine SMS und irgendwie ergab es sich, dass wir uns ewig schrieben. Einmal haben wir uns dann auch getroffen - ohne, dass etwas passierte - und danach war es leider vorbei. Ich wusste also genau, wie sich die Protagonisten fühlen und wollte einfach nochmal in meine Vergangenheit reisen ...

Da mir Brief- bzw. in diesem Fall E-Mail-Romane generell zusagen, hatte ich mit dem vorliegenden Format auch keinerlei Probleme.

Genau wie man zwischen den beiden hin und her fliegt, weil viele E-Mails (sehr) kurz gehalten sind, so flog ich ebenfalls durch die Seiten. Ich wollte einfach immer wissen, was geschrieben wurde. Ich war mittendrin.

Daniel Glattauer hat es tatsächlich geschafft, dass ich mal wieder ein Buch in der Hand hatte, was ich einfach nicht mehr weglegen wollte. Die Sprache, die er den beiden gab, berührte mich teilweise sehr. Sie war durchzogen von Witz, aber auch Ernsthaftigkeit. Und einmal ist mir das Herz buchstäblich in die Hose gerutscht. DAMIT hätte ich nämlich wirklich nicht gerechnet.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mehr Typ Leo bin und daher öfter bei ihm als bei Emmi war. Um Schluss habe ich sooo sehr mit Leo mitgelitten, dass ich mir direkt Teil 2 geschnappt habe.

Von mir bekommt das Buch eine absolute Leseempfehlung.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 01.10.2020

✎ Donna Douglas - Die Schwestern aus der Steeple Street 1 Ein neuer Anfang

Die Schwestern aus der Steeple Street
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Kurz nachdem ich das Hörbuch angefangen hatte, hätte ich fast auch schon wieder aufgehört. Ich finde die Sprecherin Lisa Rauen sehr schlecht. Das habe ich so krass noch nie erlebt.

Wer auf dem Mobiltelefon ...

Kurz nachdem ich das Hörbuch angefangen hatte, hätte ich fast auch schon wieder aufgehört. Ich finde die Sprecherin Lisa Rauen sehr schlecht. Das habe ich so krass noch nie erlebt.

Wer auf dem Mobiltelefon vielleicht schon mal die Funktion "text-to-speech" ausprobiert hat, kann sich in etwa vorstellen, wie sich die Stimme des Hörbuches anhört. Frau Rauen klingt 1:1 wie die Stimme auf meinem Handy. Genauso monoton. Ohne Gefühle. Kaum eine Unterscheidung bei den einzelnen Personen.

Deshalb fiel es mir anfangs auch schwer, in die Geschichte rein zu kommen. Ich fand einfach keinen Zugang. Alles plätscherte so dahin und nichts Interessantes geschah. Die Saga war für mich zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschrieben.

Das ändert sich zum Glück irgendwann. Es passiert endlich etwas. Man erfährt Einzelheiten einiger Personen und die (ärmlichen) Leben zu dieser Zeit werden so anschaulich beschrieben, dass immer wieder Bilder vor meinen Augen abliefen.

Zum Schluss fand ich das Buch dann doch noch ganz gut. Aber eben nicht herausragend.

Meine Erkundigungen haben ergeben, dass der zweite Teil von einer anderen Sprecherin gesprochen worden ist und somit werde ich diesem noch eine Chance geben. Ansonsten hätte ich die Reihe hier wahrscheinlich abgebrochen.

©2020 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 28.09.2020

✎ Josie Silver - Ein Tag im Dezember

Ein Tag im Dezember
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Ich habe den Klappentext ehrlicherweise nicht wirklich gelesen. Nachdem ich "Zwei in einem Herzen" gehört habe und fand, dass die Autorin super mit Worten umgehen kann, wollte ich unbedingt ihr Erstlingswerk ...

Ich habe den Klappentext ehrlicherweise nicht wirklich gelesen. Nachdem ich "Zwei in einem Herzen" gehört habe und fand, dass die Autorin super mit Worten umgehen kann, wollte ich unbedingt ihr Erstlingswerk kennenlernen. Und das gefiel mir tatsächlich um einiges besser.

Hätte ich mich vorher informiert, wäre mir an der Stelle, an der Sarah Jack mit nach Hause bringt, nicht fast das Herz stehen geblieben. Ich habe so mit Lu und Jack mitgelitten.

Die ganze Zeit war in meinem Hinterkopf, wohin die Geschichte führen wird - und so ist es dann auch eingetreten. Aber der Weg dorthin war manchmal echt hart. Einerseits, weil die Zeitspanne einfach sehr, sehr groß ist. Andererseits, weil ich die Entwicklung nicht wahrhaben wollte.

Mir gefiel, dass man sowohl aus Lus Sicht die Geschehnisse mitbekommt, als auch von Jack seiner Seite. So kamen einige Gefühle und Gedanken rüber, die man sonst nicht so gut hätte transportieren können.

Eine Lektüre, die man gut mal nebenbei lesen kann. Nichts wirklich Tiefgründiges, aber etwas, bei dem ich mitgefiebert und ein paar gute Lesestunden verbracht habe. Das Ende hat absolut mein Herz berührt.

©2020 Mademoiselle Cake