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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2017

Wie ein Traum aus 1001 Nacht

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang
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Amrita - schon der Name allein wirkt absolut anmutig.Geschrieben in einer alten Schrift mit Serifen, auf einem Cover , welches glänzender nur mit echten Edelsteinen erscheinen würde.Ein absolut ...

Amrita - schon der Name allein wirkt absolut anmutig.Geschrieben in einer alten Schrift mit Serifen, auf einem Cover , welches glänzender nur mit echten Edelsteinen erscheinen würde.Ein absolut edeles Cover , was sich selbst unter dem Schutzumschlag fortführt.

Die Geschichte dreht sich um die 16-jährige Amrita , Herrscherstochter des Königreiches Shalingar. Amrita wächst glücklich, umgeben von Menschen die sie lieben auf. Ihr einziger Kummer ist das Unwissen über ihre Mutter, über diese wird von allen stillschweigen gehegt.
Ihr geliebtes Königreich befindet sich jedoch in großer Gefahr und der einzige Ausweg es zu retten scheint eine Hochzeit mit dem schrecklichen Tyrannen Shirkander zu sein. Amrita willigt ihrem Vater und dem Königreich zuliebe ein , obwohl sie ihre heimlichen Liebe Arjun aufgeben muss.
Doch alles kommt anders als geplant.Die brutalen Geausamkeiten nehmen ihren Lauf und Amrita ist gezwungen zu fliehen, zusammen mit dem von Shirkander gequälten Orakel Thala. Hier beginnt für Amrita eine Reise , von der sie nicht weiß wo sie hinführt. Mutig will sie ihr Königreich , ihren Vater und die anderen lieben Menschen retten. Aber ohne das Wissen um ihre Mutter , über vergangenes oder aber auch das, was die Zukunft bringen wird , kann sie diese Aufgabe nicht bewältigen.Es ist eine aufregende Reise durch viele Zeiten und fremde Welten.

Aditi Khorana hat auf 330 Seiten festgehalten , wie schön eine Reise in andermensch Gefühle , Gedanken , Hoffnungen und fremde Welten sein kann. Ich empfand diese Geschichte wie ein orientalisches Märchen , was absolut nicht nur für den Jugendbereich geschrieben ist.Amrita ist als Protagonistin absolut liebenswert , aber auch Thala als ihre Gefährtin wuchs mir sofort ans Herz.Trotz der vielen fremden Namen hatte ich keinerlei Schwierigkeiten den Personen und Handlungen zu folgen.Dank der sehr anschaulichen Beschreibungen der unterschiedlichen Orte , meinte ich sogag die blumigen und würzigen Gerüche der beschriebenen Orte wahrzunehmen.
Immer tiefer tauchte ich in Amritas Geschichte und Leben ein , mit dem unguten Gefühl , dass das Buch und seine weitverzweigte Geschichte um die Herrscherstochter womöglich nicht ganz aufgeklärt wird. Doch der Autorin ist es wirklich gelungen , die Fäden des ganzen so zu spinnen ,dass alles einen Sinn ergibt und der grßartige Abschluss kommt.

Ein wirklich fesselndes Buch , mit viel Gefühl und menschlichkeit , selbst von nicht menschlichen Wesen. Noch im Nachwort der Autorin kommen viele tiefgreifende Gedanken zu Wort , bei denen man merkt , wie viel Verstecktes Aditi Khorona in dieses Buch auch aus der heutigen Zeit gelegt hat.

Eine absolute Leseempfehlung für alle Fantasy-Liebhaber und Träumer.

Veröffentlicht am 10.10.2017

Todbringender Schmetterlingspalast

Palast der Finsternis
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Stefan Bachmann hat mit dem Roman der Finsternis für mich ein Werk geschaffen , welches sich nicht so einfach zuordnen lässt.Ich würde es als einen Mix aus Abenteuer , Phantasy, Thriller und Mistery-Roman ...

Stefan Bachmann hat mit dem Roman der Finsternis für mich ein Werk geschaffen , welches sich nicht so einfach zuordnen lässt.Ich würde es als einen Mix aus Abenteuer , Phantasy, Thriller und Mistery-Roman beschreiben.

Die Geschichte startet mit dem inneren Klappentext , auf dem eine exclusive Einladung an einen Kandidaten steht. Dieser sei nach sorgfältigen Prüfen auserwählt worden, an einer Expedition mit wenigen anderen Jugendlichen teilzunehmen , um einen unterirdischen Palast zu erforschen.Dieser Palast liegt in der Umgebung von Paris und wurde von dem Adeligen Marcuis Frédéric du Bessancourt als Schutz für sich und seine Familie bei der Französischen Revolution gebaut.
Die 17-jährige Anouk ist eine der 5 Auserwählten und nimmt diese gelegenheit beim Schopf , um ihrem Elternhaus zu entkommen.Durch ihre bissige und zynische Art erhält sie nicht unbedingt den großen Symphatiebonus des Protagonisten , aber das wird im Laufe der Geschichte. Schon am Flughafen nimmt sie Bekanntschaft mit den anderen Teilnehmern , die alle von übereraus besonderen Fähigkeiten bestückt sind.
Schon die Reise und der Empfang vom Leiter dieser sogenannten Expedition wirkt so luxuriös , als sollte er die Jugendlichen blenden.
Doch dann beginnt das Abenteuer schnelker und unverhoffter al es den Teilnehmern lieb ist.Der Pallais de Pappillon birgt unendlich viele todbringenden Räume , die die Teilnehmer überleben müssen.

Der Autor hat diese Geschichte in zwei Erzählsträngen geschrieben. Einmal in der heutigen Zeit , in der sich Anouk und ihre Gefährten durch die Räume des Palastes kämpfen.
Im Wechsel zur Jetztzeit wir die Flucht der Familie Bessancourt im Jahr 1779 beschrieben.Ganz besonder aus der Sicht einer der Töchter, nämlich aus Aurèlies Sicht.
Der Schreibstil des Autors ist sehr erfrischend und abwechslungsreich. Er ist teilweise jugendlich plump und frech , aber dann auch wieder fast poetisch.Das passt natürlich super in die zwei Zeitebenen.

Zur Spannung kann ich sagen , dass mich die ersten 200 Seiten nur so mitgerissen haben.Ganz besonders , wer an der Expedition beteiligt ist und wie sie dorthin kommen und der merkwürdig pompöse Empfang und die anfänglichen beschreibungen des Palastes. Danach muss ich zugeben wurde mir das ganze etwas zu spooky und ich hätte mir in einigen Situationen etwas mehr Aufklärung gewünscht.Dies ist auch meine Meinung zum Schluss der Geschichte.Mir hat es so wie er ist nicht ganz gereicht , oder ich habe mir etwas anderes davon erhofft.

Jedenfalls ein tolles Buch mit vielen neuen Ideen.Etwas mehr Ausführlichkeit in der Auslebung der Aufklärungen , dann hätte ich gerne 5 Sterne vergeben.
So sind es 4 völlig verdiente Sterne von mir für den "Palast der Finsternis"

Veröffentlicht am 09.10.2017

Kurzweilige Teenager-Lektüre

Und du kommst auch drin vor
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"Und du kommst auch drin vor"
Wie ich finde , ein ausgesprochen neugierig machender Titel.In kombination mit einem phantastisch schillerndem Cover mit kleinen bunten Pixeln und einer jugendlich leichten ...

"Und du kommst auch drin vor"
Wie ich finde , ein ausgesprochen neugierig machender Titel.In kombination mit einem phantastisch schillerndem Cover mit kleinen bunten Pixeln und einer jugendlich leichten Schrift.Ein absoluter Hingucker!
Also ich finde das Cover wirklich sehr gelungen.

Eigentlich ist schon beim ersten in den Händen halten klar , welche Zielgruppe das Buch erreicht , nämlich die Jugentlichen , die meinen doch mal ein Buch lesen zu müssen , aber es darf bitte nicht zu viel Inhalt haben.
Mit 190 Seiten und einer sehr großen Schrift ist klar , dass Alina Boronsky ein Buch für mal eben zwischendurch geschaffen hat.

Inhalt:
Die eher durchschnittliche 15-jährige Kim ist ein Mädchen, wie viele in Berlin. Ihre Eltern , die sich zur gehobenen Mittelschicht zählen, haben sich getrennt und so lebt sie bei ihrer Mutter , die mit dieser Situation noch nicht wirklich klar kommt.Kim hat seit der ersten Klasse eine beste Freundin, Petrowna.
Petrowna ist ein Mädchen mit sehr hohen Interlekt und musste sich von klein auf durchs Leben kämpfen , wenn sie etwas erreichen will , denn sie stammt aus einer chaotischen Großfamilie mit ,wer weiß es schon genau , unzähligen Geschwistern.
Jedenfalls wird das Leben der Zwei an einem Tag verändert , als sie mit ihrer Klasse an einer Lesung der Autorin Leah Eriksson teilnimmt.
Kim erkennt in diesem Buch ihre Lebensgeschichte und ist davon überhaupt nicht begeistert.Sie empfindet es als einen Eingriff in ihr Privatleben. Für sie steht fest , so geht das nicht und sie will die Autorin davon überzeugen , dass sie die Geschichte ändern muss.

Ich denke das viele Teenager sich mit den beiden Mädchen gut identifizieren können.Die gleichgültige Art , mit der sie manchen Themen wie den schulischen Alltag oder das Auftreten in der Gesellschaft wiederspiegeln , erscheint mir sehr realistisch . Da dies mit unheimlich viel Humor und Witz geschildert wird , hatte es einen sehr hohen Unterhaltungswert für mich und erst recht für die Zielgruppe des Buches.
Leider fand ich, dass in der Geschichte viel Potenzial steckt , welches von der Autorin nicht ausgeschöpft wurde. Speziell meine ich damit die Lebensumstände der Mädchen in den unterschiedlichen Familien. Petrowna , die unheimlich intelligent ist und es mit einfachsten Mitteln schafft sich im Leben zu behaupten , ist für mich die interessanteste Person in diesem Buch. Kim , die mit der neuen Lebenssituation im Elternhaus klar kommen muss , kam für mich ehr unglaubwürdig rüber. Sie hat Probleme , die sie meiner Meinung nach sehr unwirklich zu lösen versucht.

Mein Fazit:
Ein Buch für eine Zielgruppe von 13 bis 15-jährige Teenager.
Ich hatte mir etwas mehr Tiefgang versprochen , was bei diesen Themen sehr gut möglich gewesen wäre.

Veröffentlicht am 09.10.2017

Schau in dunkle Seelen

Ich soll nicht lügen
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Sarah J. Naughton entführt einen mit diesem 380 Seiten starken Buch , in die dunkelsten Seelen mancher Personen. Sie zeigt zu welch grausamen Taten Menschen fähig sind und lässt es den Leser nicht so schnell ...

Sarah J. Naughton entführt einen mit diesem 380 Seiten starken Buch , in die dunkelsten Seelen mancher Personen. Sie zeigt zu welch grausamen Taten Menschen fähig sind und lässt es den Leser nicht so schnell vergessen.

Eigentlich ist die Farbe des Covers schon fast zu warm für solch eine seelsich grausame Geschichte , dennoch war mir schon auf den ersten Blick klar , dass es sich um das Genre Psychothriller handelt.Wahrscheinlich ist es der ernste tiefgreifende Blick des Mädchens , was einem entgegenblickt , ja quasi in einen hineinblickt. Also sehr gelungen , trotz der mal etwas anderer Farbwahl.

London.
Der junge Mann Abe liegt schwerverletzt im Koma und ringt um sein Leben. Er stürzte 12 Meter , also 4 Stockwerke , in die Tiefe eines Treppenhauses , in einer alten , umgebauten Kirche. Doch wie konnte das Geschehen ?
Jody , die Verlobte von Abe , ist die erste Person die bei ihm ist. Sie scheint am Boden zerstört und ist seelisch nur noch ein Wrack. Doch war sie dieses Wrack nicht auch schon vor Abes Sturz ? Jedenfalls erzählt Jody , dass dies kein Unfall war , sondern ein Suizidversuch.
Abe hat eine Schwester , Mags. Diese fliegt aus den USA ein , um sich ein Bild über den Zustand ihres Bruders zu machen. Als knallharte Anwältin und Frau , die sich schon sehr früh in ihrem Leben durchbeißen musste , ist sie das krasse Gegenstück zu Jody. Jedenfalls glaubt Mags sehr schnell nicht an Jodys Fassung der Geschichte. Sie recherchiert und versucht die Warheit ans Licht zu bringen.
Doch niemand im ganzen Haus will irgendwas gesehen haben.

Die Autorin Sarah J. Naughton hat den Personen in dieser Geschichte ein wahnsinnig tolles Leben eingehaucht.Die Vergangenheiten von Abe , Jody und Mags haben eine derart erschütternde Wirkung auf mich als Leser , dass es mich nicht mehr losgelassen hat.Der Schreibstil, der teilweise in unterschiedlicher Schrift gehalten ist, um die Vergangenheit der einzelnen Protagonisten zu unterscheiden, war anfangs gewöhnungsbedürftig, doch als ich den Bogen raus hatte, fand ich es für die Geschichte sehr sinnig.

Das Buch beginnt mit der Beschreibung des Unfalls und erhält dadurch einen rasanten Start. Dann folgt eine gewisse Länge , die durch die genaue Beschreibung der einzelnen Personen und deren Vergangenheit entsteht.Hat man diese Länge überwunden, kommt die Geschichte richtig in Fahrt und erhält einen super gelungenen Abschluss.

Von mir eine uneingeschränkte Lesempfehlung für dieses Debüt der Autorin , die vorher Jugendromane geschrieben hat. Wegen mir sollte Sarah J. Naughton gerne weiterhin solch spannende Bücher für Erwachsene schreiben.

Veröffentlicht am 09.10.2017

Wundervoll , spannend und fesselnd

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten
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Respekt Herr Sands.
Seit langem habe ich nicht mehr ein solch spannendes und fesselndes Buch gelesen.Das Gefühl alles liegen lassen zu müssen , um weiterzulesen hatte ich das letzte mal bei Harry Potter. ...

Respekt Herr Sands.
Seit langem habe ich nicht mehr ein solch spannendes und fesselndes Buch gelesen.Das Gefühl alles liegen lassen zu müssen , um weiterzulesen hatte ich das letzte mal bei Harry Potter. Ich bin mir sicher , es erwarten uns noch viele großartige Bände zur Geschichte von Christopher Rowe und seinem Freund Tom Bailey.

INHALT

Geschrieben wird das Jahr 1665 und der Ort des Geschehens ist London. Also ein London in mittelalterlicher Zeit. Die Welt steckt mitten in ihren wichtigsten Erfindungen der Medizin , aber auch in einer Zeit , wo für den Menschen das Arbeiten für das tägliche Brot zum Überleben am Wichtigsten ist.
Christopher Rowe , der Protagonist , ist ein 14-jähriger Junge , der bis zu seinem 11. Lebensjahr in einem Waisenhaus lebte. Seit 3 Jahren darf er bei dem Apotheker Benedict Blackthorn als Lehrjunge arbeiten.Dieser lehrt ihn nicht nur die normalen Arbeiten eines Apothekers , sondern bringt Christopher auch über alle Arten von Büchern viel Allgemeinwissen bei. Besonders viel Freude hat Benedict an Verschlüsselungen und geheimen Codes , welche in der damaligen Zeit sehr wichtig waren zur Wahrung der wetvollen Rezepturen.
Christopher ist ein hochintelligenter Junge und teilt diese Freude am Ausprobieren und Rätseln.
Er ist aber auch ein normaler 14-jähriger Schlingel , dem mit seinem besten Freund Tom eine menge Flausen in den Kopf kommen , welche dieses Buch mit der nötigen Spur Humor versehen.

Nun ist die Apothekergilde in Angst und Schrecken versetzt , da ein Mörder umhergeht , der es scheinbar speziell auf Apotheker abgesehen hat.
Diese Mordserie lässt auch den König des Landes nicht unbekümmert , so beauftragt dieser einen seiner besten Männer , um den Mörder zu fassen.
Es ermittelt Lord Ashcombe , dessen Loyalität nicht gewiss ist.


Der Schreibstil ist wirklicht sehr gelungen für ein Jugendbuch. Es lässt sich ohne stocken in einem Rutsch durchlesen. Das Erklären von geheimen Rezepten oder auch Codierungen ist nicht zu komliziert gehalten , so ist das Interesse daran sofort geweckt und man verweilt nur deshalb , weil man sich diese gerne intensiver anschauen möchte.

Besonders die Lebensumstände und Bräuche des Mittelalters haben mich als Leser zusätzlich zur eigentlichen Geschichte sehr fasziniert.Es ist halt einfach ein ganz anderes Leben und jeder weiß , dass es wirklich so stattgefunden hat.

Die Leseprobe und der Klappentext haben mich schon sehr neugierig gemacht , doch als ich dieses Buch in den Händen hielt dachte ich nur "Wow".
Eine absolut edele Aufmachung. Der Buchumschlag ist misteriös düster und mit edelen Metallikeffekten im Motiv und Schriftzug versehen.Die mittelalterliche Schrift und die mit einer Schlange umrandete Glasampulle tuen ihre weitere Wirkung.
Als vorsichtiger Leser nehme ich den Umschlag immer ab und da kam doch das gleiche Motiv in anmutigem Silber auf dem Buch zum Vorschein.
Einfach toll !

Fazit
Der Blackthorn Code erhält von mir volle Sternenanzahl und eine absolute Leseempfehlung.
Ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil in den Händen zu halten , welcher gerade in Englisch unter dem Titel "MARK OF THE PLAGUE" erschienen ist.

Bitte mehr davon Mr. Sands !