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Veröffentlicht am 02.07.2020

Gnadenloses Gnadenjahr

The Grace Year
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Eigentlich ist "The Grace Year" so ein klassisches Buch für einen Coverkauf. Doch spätestens nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar, das Buch muss ich haben.

Zum Inhalt:
Junge Mädchen werden im ...

Eigentlich ist "The Grace Year" so ein klassisches Buch für einen Coverkauf. Doch spätestens nach dem Lesen des Klappentextes war mir klar, das Buch muss ich haben.

Zum Inhalt:
Junge Mädchen werden im Alter von ca. 16 Jahren in die Wildnis geschickt, um dort, im sogenannten Gnadenjahr, ihre Magie loszuwerden. Diese sei ansonsten so gefährlich für die Männer im Ort, dass sie sie in den Wahnsinn treiben würde. Doch dieses Verdammnis hat mit Gnade nichts zu tun. Es bedeutet einen Kampf um Leben und Tod, bei dem ihr größter Feind sie selbst sind.
Wer es schafft, dieses Jahr zu überleben, den erwartet Zuhause im günstigsten Fall eine Ehe, die einseitig vom Mann gewählt wurde oder ein Leben im Arbeitslager.
Tirney James ist anders als alle Mädchen im Ort. Sie hat Träume und glaubt fest daran, sie auch verwirklichen zu können. Sie ist im Herzen eine Rebellin und will sich nicht allem bedingungslos unterordnen.

Junge Frauen die um Gerechtigkeit kämpfen, mit allen Mitteln gegen die Unterdrückung angehen, ja das ist es was ich erwartet habe. Doch dieses Buch war irgendwie ganz anders.

Die Geschichte an sich war unheimlich fesselnd und ich konnte das Buch auch kaum aus den Händen legen. Allerdings hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der Atmosphäre und den Charakteren.
Die Stimmung war durchweg düster, beklemmend und auch recht brutal. Als besonders bedrückend empfand ich, dass der Kampfgeist der Frauen fehlte und auch deren Zusammenhalt. Oft habe ich das Verhalten von ihnen einfach nur als dumm empfunden.
Was Tirney als Protagonistin angeht, war sie mir durchaus sympathisch, allerdings gab es auch bei ihr den ein oder anderen Punkt, an dem ich aneckte.

Für mich war "The Grace Year" durchaus lesenswert, auch wenn es nicht in allem meinen Vorstellungen entsprach.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Rasant wie eine Verfolgungsjagd

Der Fahrer
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Schnallt euch an! Dies ist ist nicht nur ein einfacher Thriller, dieses Buch ist eine bitterböse Verfolgungsjagd und du steckst mittendrin.

Seinen 54. Geburtstag wird Jens Kerner vom 33. Kommissariat ...

Schnallt euch an! Dies ist ist nicht nur ein einfacher Thriller, dieses Buch ist eine bitterböse Verfolgungsjagd und du steckst mittendrin.

Seinen 54. Geburtstag wird Jens Kerner vom 33. Kommissariat in Hamburg wohl nie vergessen. Eigentlich sollte es eine grandiose Überraschungsparty werden, doch leider wurde genau diese Nacht zum Startpunkt, an dem ein grausamer Serienmorder sein Unwesen beginnt.
Eine junge Frau wird im Stadtpark tot aufgefunden. Ihr Körper wurde wie auf einem Präsentierteller positioniert und ihr Gesicht mit Leuchtfarbe angemalt.Doch bevor sie gefunden wurde, hat der Täter das Polizei-Team auf markante Art herausgefordert. In den Sozialen Medien existieren Fotos, mit dem Hashtag #findemich, welches auf ein Auto mit Leuchtfarbe geschrieben wurde. Dann gibt es in der Stadt noch den neuen Fahrdienst "MyDriver", der in den Ermittlungen immer wieder auftaucht. Jens muss sich an einer Fahrt beteiligen, in der niemand wirklich einsteigen möchte.

Mit diesem Thriller hat mich Andreas Winkelmann dann wohl zum ewigen Fan eingefangen. Schon direkt anfangs wird voll auf's Gaspedal gedrückt und eine rasante Thrillerfahrt, die durchweg ihre Geschwindigkeit hält, nimmt ihren Lauf.
Mit geschickten Ermittlungssträngen und den dadurch entstehenden Tatverdächtigen tappte ich bis zum Schluss im Dunkeln. Die Charaktere wurden so gut und authentisch dargestellt, dass ich mich ihnen eng verbunden fühlte. Ganz besonder gilt dies für die private Ebene von Jens und Rebecca, die in dieser Geschichte besonders hervortreten. Aber auch die Ermittlungen im Team, die mit diesem Fall über ihre Belatbarkeit hinausgeführt wurden, sind derart greifbar und haben sich auf mich als Leser absolut übertragen.

"DER FAHRER" ist gelungen bis zum Schluss und lässt mich nach einer rasanten Fahrt mit leichtem Schweiss auf der Stirn zurück.
Dieser Thriller ist ein absolutes "Must Read"

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2020

Düsterer Island - Krimi

DUNKEL
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Düster und bedrückend, das ist das Signal, welches das Cover ausstrahlt. Und dieses Versprechen hält das Buch auch auf eine besonders ungewöhnliche Weise.

Die 64-jährige Kommissarin Hulda Hermannsdóttier ...

Düster und bedrückend, das ist das Signal, welches das Cover ausstrahlt. Und dieses Versprechen hält das Buch auch auf eine besonders ungewöhnliche Weise.

Die 64-jährige Kommissarin Hulda Hermannsdóttier hat nur noch wenige Monate bis zu ihrer Pensionierung. Ein für sie verhasster Termin, denn ihr Beruf ist das einzige was ihrem Lebensinhalt Sinn gibt. Als ihr Vorgesetzter Magnús ihr unmissverständlich klar macht, dass dieser Termin vorgezogen wird, damit ein jüngerer Kollege ihren Platzt einnehmen kann, bricht für Hulda eine Welt zusammen. Zwei Wochen und die Ermittlungen in einem Cold Case, ist das einzige was sie noch ihrem Vorgesetzten abringen kann.
So stürzt sich die in die Jahre gekommene Kommissarin in den Fall der jungen Asylbewerberin Elena, die angeblich an der Küste Islands ertrunken ist.

Auch wenn "Dunkel" für mich eher ein Krimi als ein Thriller ist, tut dies der Spannung keinerlei Abbruch. Der Autor Ragnar Jónasson hat es geschafft, eine Protagonistin zu erschaffen, die in ihrem Schwermut einen verzweifelten Kampf aufnimmt, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Hulda ist für mich nicht unbedingt die sympatischste Person, aber sicherlich eine der
interessantesten Ermittlerinnen, die mir begegnet sind.
Ein angenehm ruhiger Schreibstil führt zügig durch das Geschehen, welches durch kurze Kapitel und unterschiedliche Ebenen die Seiten nur so dahinfliegen lassen.
Das Setting, so wie die Umstände der Ermittlungen wirken sehr bedrückend und lassen den Wunsch nach Gerechtigkeit auf jeder Ebene immer intensiver werden.
Die Besonderheit, dass "Dunkel" auf einem Zeitstrahl quasi das Ende der Trilogie ist, macht die Geschichte mit Hulda zu etwas ganz Außergewöhnlichem.

Was den Schluss der Geschichte betrifft, so hat es mich noch einmal eiskalt erwischt und mir stockte der Atem.

Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung für diesen schaurig düsteren Trilogie-Auftakt, mit Hulda als ungewöhnliche Ermittlerin.

Schon dieses Jahr werden "Insel" und "Nebel", die weiteren Teile der Geschichte, erscheinen. Ich freue mich schon auf eine Zeitreise in die Vergangenheit.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2020

Dystopisches Lese-Highlight

The One - Finde dein perfektes Match
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Ist es nicht ein Traum, wenn man lediglich durch einen Gentest über seine DNA den absoluten Traumpartner findet? Ja, genau den einen, der wie geschaffen ist für sich selbst.Quasi Seelenverwandtschaft.
Diese ...

Ist es nicht ein Traum, wenn man lediglich durch einen Gentest über seine DNA den absoluten Traumpartner findet? Ja, genau den einen, der wie geschaffen ist für sich selbst.Quasi Seelenverwandtschaft.
Diese Möglichkeit bietet "Match Your DNA.
Jeder redet davon und es gibt kaum einen, der sein Glück dort noch nicht probiert hat.
Doch wäre alles so einfach.

Eine faszinierende Geschichte über fünf völlig unterschiedliche Personen, die nichts weiter gemeinsam haben, als über "Match your DNA" den perfekten Partner gesucht und gefunden zu haben.
Der Schreibstil von John Marrs ist so gekonnt spannend eingesetzt, dass man von jedem der Beteiligten immer ein Häppchen erfährt und mit einem kleinen Cliffhänger ins nächste Kapitel zur nächsten Person geleitet wird.
Der Wissensdurst steigt stetig und ich könnte nicht sagen, welcher der Charaktere und seine Geschichte am fesselnsten ist.
Alle haben ihre besonderen Geheimnisse und dadurch bekommen die Entwicklungen plötzlich Wendungen, die den Spannungsbogen bis zum Schluss in die Höhe treiben.

Diese Buch wandert auf jeden Fall auf meine Highligt-Liste.
Lasst euch mitreißen, mit einer dystopischen Geschichte über die Sehnsucht nach dem perfekten Partner.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2020

Temporeiche Jugend-Fantasy

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Wie ein Wirbel ist "Vortex - Der Tag an dem die Welt zerriss". Es hat mich mitgerissen ein eine dystopische Welt, die voller fantastischer Wesen ist, die vermengt mit Menschen existiert.

Die junge Elaine ...

Wie ein Wirbel ist "Vortex - Der Tag an dem die Welt zerriss". Es hat mich mitgerissen ein eine dystopische Welt, die voller fantastischer Wesen ist, die vermengt mit Menschen existiert.

Die junge Elaine steht am Ende ihrer Ausbildung und damit vor ihrer Prüfung zur Läuferin. Es ist ihr sehnlichster Wunsch zu den Auserwählten zu gehören, die als Läufer durch Vortexe, die Menscheit vor den gefährlichen Vermengten beschützt.
Doch urplötzlich ändert sich durch eine Begegnung alles.

Vortex ist ein derart dynamisches Buch, welches mich mit seinen faszinierenden Beschreibungen einer total veränderten Zukunft weggezoomt hat. Erschreckend faszinierend sind die Manipulationen, denen die Menschen ausgesetzt sind und welche Wirkung diese entfachen können. Elaine ist eine tolle Protagonistin, mit der ich Seite an Seite durch Vortexe geschleudert wurde um die Welt zu verbessern. Mit dem Herz am rechten Fleck, ihrer Vergangenheit und ihrem Mut, wurde sie beim Lesen wie eine beste Freundin.Toll waren auch Nebencharaktere wie Allistair, Susi und Atlas, die mein Herz im Sturm erobert haben.
Ohne zu Vordergründig zu sein, passte auch eine leichte Romantik perfekt in diese Geschichte.

Ein absolut gelungener Trilogie-Auftakt, der mich voller Vorfreude den Band zwei im Herbst diesen Jahres erwarten lässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere