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Veröffentlicht am 02.05.2021

Dem Horror entkommen

GIRL A
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Schon das Lesen des Klappentextes ist wie ein Schlag in die Magengrube und es braucht Überwindung sich als Leser diesem Grauen zu stellen.

Alexandra Gracie ist "Girl A".
Sie ist das Mädchen, welches ...

Schon das Lesen des Klappentextes ist wie ein Schlag in die Magengrube und es braucht Überwindung sich als Leser diesem Grauen zu stellen.

Alexandra Gracie ist "Girl A".
Sie ist das Mädchen, welches den Mut und die Kraft gefunden hat, aus dem Horrorhaus, ihrem Elternhaus, zu entfliehen. Ein Elternhaus, in dem ihr Vater in einem sich langsam steigernden Wahnsinn dafür gesorgt hat, dass Alexandra, genannt Lex, und ihre sechs Geschwister als Gefangene, hungernd und ängstlich, vor sich hin vegetieren mussten.

Viele Jahre sind seit dem Augenblick der Flucht vergangen und Lex konnte sich mit Hilfe einer engagierten Psychologin und liebevollen Adoptiveltern einen Platz im normalen Leben erkämpfen. Als mitlerweile erfolgreiche Anwältin wird sie jedoch plötzlich wieder in die Vergangenheit gezogen, denn als ihre Mutter im Gefängnis stirbt, soll sich Lex um die Erbangelegenheiten kümmern.
Ihr Traum ist es, das Horrorhaus zu einem Ort der Begegnung zu wandeln. Doch dafür muss sie sich mit ihren Geschwistern einigen und der Vergangenheit erneut gegenübertreten.

"Girl A" ist eine Geschichte, die mich einerseits fassungslos gelähmt, andererseits unglaublich wütend gemacht hat. Die Athmosphäre im Buch ist durchweg so bedrückend, dass sie noch lange nachhallt.

Große Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit den Zeitebenen im Buch, die in der Kindheit und dem Erwachsenenalter geschrieben sind.
Die Übergänge waren für mich sehr schlecht erkennbar, dass ich häufig orientierungslos im Geschehen stand.

"Girl A" ist für mich eine Geschichte, die mich sehr bedrückt zurück lässt. Ein Buch was sicherlich noch lange nachhallt.




  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2021

Fesselnder Jugend-Fantasy-Auftakt

Celestial City - Akademie der Engel
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"Celestial City - Akademie der Engel -
Jahr 1"
Wie der Titel es schon aussagt, geht es in's Fantasy Genre für Jugendliche.
Bei Brielle läuft es gerade nicht unbedingt so, wie sie es sich wünschen würde. ...

"Celestial City - Akademie der Engel -
Jahr 1"
Wie der Titel es schon aussagt, geht es in's Fantasy Genre für Jugendliche.
Bei Brielle läuft es gerade nicht unbedingt so, wie sie es sich wünschen würde. Um nicht zu sagen, es geht so ziemlich alles schief, was schief gehen kann.
Ihre Mutter hat vor einigen Jahren ihre Seele an einen Dämonen verkauft und dabei das Kleingedruckte im Vertrag übersehen. So kommt es nun leider, dass Brielle, ihre Erstgeborene, ein ähnliches Schicksal erwarten wird. Bei ihrer Erweckungszeremonie kommt jedoch die große Überraschung. Brielle bekommt schwarze Flügel, was extrem außergewöhnlich und nicht unbedingt positiv behaftet ist. Allerdings öffnet es ihr die Türe zur Fallen Academie, die Akademie der Engel, statt dass sie an die düstere und dämonische Tainted Academie muss.
Für ihr Wohl oder auch Unwohl dort, sorgt ihr junger und äußerst attraktiver Ausbilder Lincoln Grey. Ein Glück oder eine Plage, das wird sich noch zeigen.

Leia Stone hat mit Celestial City den Auftakt zu einer fantasievollen Jugendgeschichte geschrieben, die das herrliche Setting einer nicht ganz ungefährlichen Akademie hat. Ihr Schreibstil ist wunderbar leicht, ja typisch jugendlich flapsig und erheiternd. Die Seiten flogen nur so dahin, dass ich das Buch inerhalb von 2 Tagen gelesen hatte. Doch immer zwischendurch kam der Punkt, an dem ich ganz klar sagen muss, die Geschichte ist für Jugendliche geschrieben. Man muss sich bewusst sein, dass ziemliches Teenagergehabe, mit allem Drum und Dran, wie zum Beispiel das Anschmachten von absolut göttlichen Körpern, massiv thematisiert wird. Das war mir persönlich dann etwas viel des Schmachtens.

Jedenfalls endet das Buch so, wie man es sich wünscht, um dem nächsten Jahr auf der Akademie entgegen zu fiebern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2021

Toller Thriller

Dark
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Blair Habour, eine wegen Mordes verurteilte Ärztin, ist frisch aus dem Gefängnis entlassen und versucht gerade ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Jedoch ist das nicht so einfach, denn ihre ehemalige ...

Blair Habour, eine wegen Mordes verurteilte Ärztin, ist frisch aus dem Gefängnis entlassen und versucht gerade ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Jedoch ist das nicht so einfach, denn ihre ehemalige Zellengenossin Sneak Lawlor braucht Hilfe, um ihre Tochter Dayly, die in großer Gefahr schwebt, wiederzufinden.
Alleine stoßen die Frauen an ihre Grenzen und so kommen zwei weitere ungewöhnliche Frauen dazu. Jessica Sanchez, eine Polizistin, bei der gerade beruflich alles den Bach runter geht und Ada Maverick, eine Gangsterbraut, die man in Sachen Kriminalität kaum überbieten kann.
So ermittelt ein wirklich alles andere als harmonisch und normales Frauen-Quartett, um das Leben der jungen Dayly zu retten.

Schon mit der Hades Trilogie und der Crimson Lake Reihe hat Candice Fox mich absolut begeistern können. Ihre persönliche Note ist auch in ihrem neuen Thriller DARK von der ersten Seite an zu spüren. Diese schrägen Charaktere sind für mich jedesmal ein absolutes Highlight, bei denen ich so manches mal schmunzelnd den Kopf schütteln musste. Trotz wirklich vieler Personen und Ereignisse, war es kein Problem dem Ganzen zu folgen. Ja, die Geschehnisse waren teilweise ziemlich dick aufgetragen und wirkten dadurch etwas viel des Guten, was mich allerdings nicht gestört, da ja auch die Charaktere alles andere als normal sind.

Der Abschluss war spektakulär, wie es sich für einen Thriller gehört und lässt mich darauf hoffen, dass diese Geschichte weitergeführt wird.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2021

Gelungener Abschlussband

Mitra
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Da "Mitra - Magische Völker der Abschluss einer Trilogie ist, gebe ich hier sicherheitshalber eine Spoilerwarnung raus.

Hamburg ist in großer Gefahr, denn die Abtrünnigen sind gemeinsam mit dem ursprünglichen ...

Da "Mitra - Magische Völker der Abschluss einer Trilogie ist, gebe ich hier sicherheitshalber eine Spoilerwarnung raus.

Hamburg ist in großer Gefahr, denn die Abtrünnigen sind gemeinsam mit dem ursprünglichen Feuerfolk im Begriff Hamburg und die magischen Völker zu zerstören. Mitra und ihre Mitstreiter müssen gemeinsam auf die andere Seite der Barriere, um die Vernichtung zu verhindern. Dies scheint eine überweltliche Aufgabe, denn ein Gelingen ist nur möglich, wenn unter den zerstrittenen Parteien eine Einigung erlangt werden kann. Mitras Welt gleicht nicht nur deswegen einem Trümmerhaufen, sondern auch ihr Herz scheint zerstört wegen ihrer scheinbar verlorenen Liebe zu Anton.

Einerseits war es ein vertrautes Wiedersehen mit alten Bekannten, andererseits haben sich die Charaktere wegen der dramatischen Geschehnisse gewandelt. Mitra und ihre Freunde sind an ihren Aufgaben gewachsen und die neue Kraft war ab den ersten Seiten zu spüren. Der Finale Band hat durchweg den Charakter eines Kampfes um Leben und Tod. Ereignisse überschlagen sich förmlich und manchmal hatte ich etwas Schwierigkeiten dem Ganzen noch zu folgen. Doch je weiter die Geschichte fortschritt umso klarer fädelte sich alles zusammen.
Bei all diesen Geschehnissen machte es mich fast wahnsinnig, dass Mitra und Anton einen riesigen Keil in ihrer Beziehung hatten und ich wünschte ihnen so sehr, dass diese Barriere beiseite geschafft werden könnte. Doch diese Aufgabe schien mindestens so schwer, wie Hamburg und die magischen Völker zu retten und zu einen.
Der Abschluss war spektakulär und so, wie ich mir ein Finale wünsche.

Gerne empfehle ich allen Liebhabern von Magie und Fantasy, Mitras Abenteuer.
Begebt euch in ein Hamburg, dass ihr so sicherlich noch nicht kennt.

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Veröffentlicht am 17.12.2020

Ein Thriller, der einen eiskalt erwischt

Der Mädchenwald
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Der Mädchenwald ...und auch so bitterkalt.
Ja, das ist wohl das Gefühl, was einen in diesem ganz besonderen Thriller verfolgt...Eiseskälte.

Es ist ein ganz besonderer Tag für die 13-jährige Elissa und ...

Der Mädchenwald ...und auch so bitterkalt.
Ja, das ist wohl das Gefühl, was einen in diesem ganz besonderen Thriller verfolgt...Eiseskälte.

Es ist ein ganz besonderer Tag für die 13-jährige Elissa und ihre Mutter. So lange hat sich das Mädchen auf dieses Jugendschachtournier gefreut und vorbereitet. Die Aufregung ist dementsprechend groß und die zwei brechen extra früh auf. Doch wie aufregend dieser Tag wirklich wird, wird Elissa erst bewusst, als sie in einem eiskalten feuchten Keller, angekettet wie ein Tier, ihr Bewusstsein wiedererlangt.
Nach ihrer brutalen Entführung ist ihr einziger Hoffnungsschimmer ein Junge Namens Elija. Er besucht sie heimlich in ihrem Verlies und nur er könnte sie vielleicht befreien oder Hilfe holen. Doch Elijah lebt ziemlich einsam im Mädchenwald und es ist unklar, ob er ihr wirklich helfen will.

"Der Mädchenwald" ist alles andere als ein gewöhnlicher Thriller. Er lässt einen im Dunklen tappen und wirft Fragen auf, vor deren Antworten man Angst hat.
Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven von Elissa, Elijah und der leitenden Polizistin Mairéad. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, dafür inhaltlich aber so explosiv, das der Spannungsaufbau ständig steigt. Dann nach gut 300 Seiten erhält die Geschichte einen Cut und der zweite Teil des Buches startet.
In diesem abschließenden Teil wurde ich beinahe vom Geschehen überrollt und das gesamte Ausmaß des Grauens bekam Farbe.
Der Autor "Sam Lloyd " hat eine Gabe Gefühle zu vermitteln, die ganz besonder spürbar ist. Auch der Ort des Geschehens wurde mir praktisch als Bilder in den Kopf projiziert. Lediglich die Ausfülichkeit zu den Personen hätte mir noch wesentlich umfangreicher sein dürfen, doch dann wäre das Buch bestimmt doppelt so dick geworden.

Ich kann nur jedem der mutig genug ist, einen Ausflug in den Mädchenwald empfehlen. Doch ich rate euch, zieht euch warm an!

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