Vincent Kliesch: Auris 6 – Puls der Angst
Auris. Puls der AngstVon „OMG!“ zu „Och nö…“ – ein Finale mit Höhen und leider vielen Tiefen
Ich sage es direkt: Ich liebe die Auris-Reihe. Wirklich. Jula und Hegel waren für mich ein absolut geniales Duo, und die ersten ...
Von „OMG!“ zu „Och nö…“ – ein Finale mit Höhen und leider vielen Tiefen
Ich sage es direkt: Ich liebe die Auris-Reihe. Wirklich. Jula und Hegel waren für mich ein absolut geniales Duo, und die ersten Teile habe ich regelrecht verschlungen. Umso größer war natürlich die Vorfreude auf den großen Abschlussband – aber leider hat mich „Puls der Angst“ richtig enttäuscht.
Der Einstieg? Knallhart, spannend, voller Fragen – genau das, was man sich von einem Finale wünscht. Ich war sofort wieder drin und dachte: Yes, das wird gut!
Aber dann… ging’s für mich leider nur noch bergab.
Im Verlauf des Buches hatte ich immer stärker das Gefühl, dass Vincent Kliesch krampfhaft versucht hat, noch eins draufzusetzen – mehr Drama, mehr Wendungen, mehr Tempo… aber genau das hat der Geschichte nicht gutgetan. Alles wirkte plötzlich überzogen, stellenweise fast absurd, und die eigentliche Stärke der Reihe – die Phonetik, die cleveren Ermittlungen, das Zusammenspiel von Jula und Hegel – geriet völlig in den Hintergrund. Stattdessen: Terroristen, Gegengift, familiäre Enthüllungen im Akkord.
Klar, es war alles noch rasant und liest sich schnell weg – aber das allein reicht mir bei einem Finale nicht. Ich wollte emotionale Tiefe, ein kluges Finale, das die Fäden zusammenführt – kein Action-Overload, der sich wie ein Fiebertraum anfühlt.
Ich hätte mir gewünscht, dass der letzte Teil die Reihe mit Würde abschließt. Stattdessen blieb ich enttäuscht zurück – mit dem Gefühl, dass weniger hier mehr gewesen wäre.
Trotzdem: Danke für fünf richtig gute Bände. Nur Band 6… lassen wir mal unter „hätte nicht sein müssen“ laufen.