Holly Jackson: Good girl, bad blood
Good Girl, Bad BloodNach „A Good Girl’s Guide to Murder“ war für mich klar: Pip ist eine der coolsten Ermittlerinnen der Buchwelt. Und in „Good Girl, Bad Blood“ legt sie nochmal ordentlich nach – auch wenn sie eigentlich ...
Nach „A Good Girl’s Guide to Murder“ war für mich klar: Pip ist eine der coolsten Ermittlerinnen der Buchwelt. Und in „Good Girl, Bad Blood“ legt sie nochmal ordentlich nach – auch wenn sie eigentlich geschworen hat, mit dem True-Crime-Kram aufzuhören.
Aber natürlich bleibt’s nicht ruhig in Little Kilton. Als ein junger Mann verschwindet und die Polizei (mal wieder) nichts tut, kann Pip einfach nicht anders: Sie startet ihren eigenen Podcast, rollt den Fall auf – und zieht sich damit in etwas rein, das viel dunkler ist, als sie dachte.
Was ich liebe: Pip ist smart, aber keine Superheldin. Sie zweifelt, sie macht Fehler, sie hat ein Gewissen. Das macht sie unfassbar nahbar. Der Stil ist wie beim ersten Band: super flüssig, spannend, mit vielen Medien-Elementen wie Transkripten und Chatverläufen – das sorgt für echten Sog.
Die Spannung? Steigt konstant. Gerade im letzten Drittel konnte ich das Buch kaum noch weglegen. Und das Ende? Uff. Emotional und düsterer, als ich erwartet hätte. Holly Jackson zeigt hier, dass das Genre Jugendthriller auch echt Tiefgang haben kann – ohne flach oder klischeehaft zu werden.
„Good Girl, Bad Blood“ ist ein mehr als würdiger zweiter Teil. Spannend, clever, emotional – und mit einer Protagonistin, die ich einfach gern hab.