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Veröffentlicht am 05.07.2025

Isabelle Herzog: Obedientia

Obedientia
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Holy Sektenführer, was war das bitte für ein Ritt?! „Obedientia“ von Isabelle Herzog ist definitiv kein Buch für zwischendurch – und erst recht keins für zarte Nerven. Aber wenn du Lust auf einen dunklen ...

Holy Sektenführer, was war das bitte für ein Ritt?! „Obedientia“ von Isabelle Herzog ist definitiv kein Buch für zwischendurch – und erst recht keins für zarte Nerven. Aber wenn du Lust auf einen dunklen Trip in die Welt einer manipulativen Elite hast, wo Gehorsam Gesetz und Widerstand gleich Schmerz bedeutet, dann schnall dich an.

Die Geschichte steigt sofort tief in die düstere Realität einer Sekte ein, die komplett abgeschottet von der Außenwelt nach ihren eigenen (ziemlich kranken) Regeln lebt. Nevio – der selbsternannte Herrscher, Henker und Gott in Personalunion – führt das Ganze mit einer Mischung aus Charisma, Wahnsinn und grenzenlosem Größenwahn an. Dass er dabei auch nicht vor fragwürdigen „Liebesverhältnissen“ haltmacht (Triggerwarnung nicht ignorieren!), ist Teil des Konzepts – man muss es halt abkönnen.

Die Handlung dreht sich hauptsächlich um Linda und ihre Tochter Liliana – zwei starke Frauen, die auf ihre je eigene Art ums Überleben (und um ihre Würde) kämpfen. Die Kapitel sind angenehm kurz, der Schreibstil flüssig, manchmal brutal direkt – aber immer so, dass man irgendwie weiterlesen muss, selbst wenn man sich denkt: „Hab ich das grad wirklich gelesen?!“

Die Perspektivwechsel (vier an der Zahl) bringen ordentlich Tiefe rein. Ich fand’s super, dass man so auch mal in die Köpfe der anderen reinschauen konnte – auch wenn man danach manchmal gern wieder rausgeflüchtet wäre.

Was das Buch besonders macht? Ganz klar: Es überschreitet Grenzen. Moralisch, emotional, teilweise auch erzählerisch. Und es stellt dich als Leserin vor die Frage: Wie viel kannst du ertragen, ohne das Buch aus dem Fenster zu schmeißen – oder es im Gegenteil noch begieriger weiterzulesen?

Natürlich ist nicht alles perfekt. Ein paar Szenen waren mir persönlich zu schnell abgehandelt, einige Entwicklungen kamen recht abrupt und das Ende … nun ja, sagen wir mal so: Ich saß da mit einem offenen Mund und einem Haufen offener Fragen. Isabelle, bitte: Band 2 – jetzt sofort!

Düster, verstörend, spicy – und trotz (oder gerade wegen) der moralischen Grenzüberschreitungen ein Pageturner. Wer sich traut, wird mit einer Geschichte belohnt, die man nicht so schnell vergisst – ob man will oder nicht. Aber bitte: Triggerwarnung lesen. Ernsthaft.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Sebastian Fitzek: Horror-Date

Horror-Date
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„Horror-Date“ von Sebastian Fitzek – also, ich sag’s mal so: Das Buch hat mir echt gut gefallen. Es war unterhaltsam, abgefahren, witzig und stellenweise auch ziemlich berührend. Aber (ja, das Aber muss ...

„Horror-Date“ von Sebastian Fitzek – also, ich sag’s mal so: Das Buch hat mir echt gut gefallen. Es war unterhaltsam, abgefahren, witzig und stellenweise auch ziemlich berührend. Aber (ja, das Aber muss leider sein) es ist für mich nicht das stärkste Fitzek-Buch.

Die Idee ist originell und irgendwie auch richtig traurig-schön: eine Dating-Plattform für Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben – und mittendrin ein Typ, der sich da eigentlich gar nicht wiederfindet, aber plötzlich in eine Lawine aus Lügen, Chaos und gefühltem Wahnsinn gerät. Der Humor sitzt, der Start ist grandios und der Schreibstil gewohnt locker-leicht. Ich mochte Nala, ich mochte Julius (zumindest meistens), und auch das Setting hatte was.

Aber so charmant das Ganze auch war, es driftet zwischendurch echt hart in Richtung Klamauk ab. Manche Szenen waren mir persönlich zu drüber – und ich bin echt nicht zimperlich, was überzeichnete Charaktere oder schräge Dialoge angeht. Trotzdem dachte ich ein paar Mal: Okay, bisschen weniger wäre hier mehr gewesen.

Fazit: „Horror-Date“ ist kein Griff ins Klo – ganz im Gegenteil. Es ist ein schräger, schwarzhumoriger Roman mit Herz und Tempo. Nur im Vergleich zu anderen Fitzek-Büchern bleibt er für mich ein kleines bisschen hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem: Wer mal was Leichteres mit Fitzek-Vibes lesen will, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Sebastian Fitzek: Horror-Date

Horror-Date
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„Horror-Date“ von Sebastian Fitzek – also, ich sag’s mal so: Das Buch hat mir echt gut gefallen. Es war unterhaltsam, abgefahren, witzig und stellenweise auch ziemlich berührend. Aber (ja, das Aber muss ...

„Horror-Date“ von Sebastian Fitzek – also, ich sag’s mal so: Das Buch hat mir echt gut gefallen. Es war unterhaltsam, abgefahren, witzig und stellenweise auch ziemlich berührend. Aber (ja, das Aber muss leider sein) es ist für mich nicht das stärkste Fitzek-Buch.

Die Idee ist originell und irgendwie auch richtig traurig-schön: eine Dating-Plattform für Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben – und mittendrin ein Typ, der sich da eigentlich gar nicht wiederfindet, aber plötzlich in eine Lawine aus Lügen, Chaos und gefühltem Wahnsinn gerät. Der Humor sitzt, der Start ist grandios und der Schreibstil gewohnt locker-leicht. Ich mochte Nala, ich mochte Julius (zumindest meistens), und auch das Setting hatte was.

Aber so charmant das Ganze auch war, es driftet zwischendurch echt hart in Richtung Klamauk ab. Manche Szenen waren mir persönlich zu drüber – und ich bin echt nicht zimperlich, was überzeichnete Charaktere oder schräge Dialoge angeht. Trotzdem dachte ich ein paar Mal: Okay, bisschen weniger wäre hier mehr gewesen.

Fazit: „Horror-Date“ ist kein Griff ins Klo – ganz im Gegenteil. Es ist ein schräger, schwarzhumoriger Roman mit Herz und Tempo. Nur im Vergleich zu anderen Fitzek-Büchern bleibt er für mich ein kleines bisschen hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem: Wer mal was Leichteres mit Fitzek-Vibes lesen will, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Sebastian Fitzek: Horror-Date

Horror-Date
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„Horror-Date“ von Sebastian Fitzek – also, ich sag’s mal so: Das Buch hat mir echt gut gefallen. Es war unterhaltsam, abgefahren, witzig und stellenweise auch ziemlich berührend. Aber (ja, das Aber muss ...

„Horror-Date“ von Sebastian Fitzek – also, ich sag’s mal so: Das Buch hat mir echt gut gefallen. Es war unterhaltsam, abgefahren, witzig und stellenweise auch ziemlich berührend. Aber (ja, das Aber muss leider sein) es ist für mich nicht das stärkste Fitzek-Buch.

Die Idee ist originell und irgendwie auch richtig traurig-schön: eine Dating-Plattform für Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben – und mittendrin ein Typ, der sich da eigentlich gar nicht wiederfindet, aber plötzlich in eine Lawine aus Lügen, Chaos und gefühltem Wahnsinn gerät. Der Humor sitzt, der Start ist grandios und der Schreibstil gewohnt locker-leicht. Ich mochte Nala, ich mochte Julius (zumindest meistens), und auch das Setting hatte was.

Aber so charmant das Ganze auch war, es driftet zwischendurch echt hart in Richtung Klamauk ab. Manche Szenen waren mir persönlich zu drüber – und ich bin echt nicht zimperlich, was überzeichnete Charaktere oder schräge Dialoge angeht. Trotzdem dachte ich ein paar Mal: Okay, bisschen weniger wäre hier mehr gewesen.

Fazit: „Horror-Date“ ist kein Griff ins Klo – ganz im Gegenteil. Es ist ein schräger, schwarzhumoriger Roman mit Herz und Tempo. Nur im Vergleich zu anderen Fitzek-Büchern bleibt er für mich ein kleines bisschen hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem: Wer mal was Leichteres mit Fitzek-Vibes lesen will, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Freida McFadden: Die Kollegin

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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„Die Kollegin“ von Freida McFadden ist ein kleiner Thriller-Snack, bei dem man sich fragt: Was geht eigentlich in diesem Büro bitte ab?!

Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen: Natalie – smart, ehrgeizig, ...

„Die Kollegin“ von Freida McFadden ist ein kleiner Thriller-Snack, bei dem man sich fragt: Was geht eigentlich in diesem Büro bitte ab?!

Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen: Natalie – smart, ehrgeizig, ein bisschen zu sehr von sich überzeugt – und Dawn – Buchhalterin, Schildkrötenliebhaberin und offiziell die seltsamste Kollegin im Büro. Als Dawn plötzlich nicht zur Arbeit erscheint (was bei ihr quasi Weltuntergang bedeutet), macht sich Natalie auf den Weg zu ihrer Wohnung – und stolpert direkt in ein blutiges Desaster.

Ab da geht’s rund: anonyme Anrufe, eine verschwundene Kollegin, eine Leiche und jede Menge Fragen, die niemand beantworten will. Das Ganze wird abwechselnd aus Natalies Sicht und durch Dawns schräge E-Mails erzählt – was ziemlich clever gemacht ist, weil du als Leser ständig zwischen „Hä?“, „Was?“ und „OMG!“ hin und her schwankst.

Ja, manches ist vielleicht ein bisschen drüber und der Showdown haut ordentlich auf die Drama-Kacke. Aber genau das macht den Reiz aus. Es ist nicht deep – es ist unterhaltsam, wendungsreich und so geschrieben, dass man das Buch in einem Rutsch durchliest. Ideal für alle, die es gern spannend, ein bisschen creepy und ziemlich süffig mögen.