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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Humorvoll wie eh und je

Prost, auf die Fischer
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Auch der 12. Fall von Tischler, Fink und Co. (Resi natürlich nicht zu vergessen ) ist wieder sehr gelungen. Die Geschichte, die die Leser schon zum wiederholten Mal nach Brunngries einlädt, lebt auch diesmal ...

Auch der 12. Fall von Tischler, Fink und Co. (Resi natürlich nicht zu vergessen ) ist wieder sehr gelungen. Die Geschichte, die die Leser schon zum wiederholten Mal nach Brunngries einlädt, lebt auch diesmal weniger von brutaler Spannung als vielmehr von scharfem Witz, liebevoll gezeichneten Figuren und bayerischem Lokalkolorit. All diese Punkt machen ihn super amüsant und einfach angenehm zu lesen.

Die einzelnen Charaktere sind auch hier an einigen Stellen wieder wundervoll überzeichnet, ohne völlig in Karikaturen überzugehen. Besonders das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Charakteren und ihren Macken ist schön mitzuerleben. Besonders hat mich auch gefreut, dass Fink immer mehr aus sich herausgeht und auch mal Kontra gibt.

Der Kriminalfall selbst ist solide konstruiert und bietet einen guten Rahmen, auch für die unterschiedlichen Nebenschauplätze, die sich auch schon in früheren Bänden voranentwickelt haben.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass es sich auch beim 12. Prost um einen sehr unterhaltsamen, angenehm zu lesenden Krimi mit Charme, Wortwitz und bayerischem Flair handelt und dass auch nach der Lösung des Falls noch einige offene Enden bleiben, die es in den nächsten Bänden weiterzuverfolgen gilt.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Leider nicht mein Fall

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Die Grundidee des Buches, die in Cover und Klappentext bereits skizziert wurde, wirkte auf mich zunächst sehr spannend und auch die Verbindung verschiedener Genres weckte meine Neugier.

Leider konnte ...

Die Grundidee des Buches, die in Cover und Klappentext bereits skizziert wurde, wirkte auf mich zunächst sehr spannend und auch die Verbindung verschiedener Genres weckte meine Neugier.

Leider konnte dieser Eindruck nicht über die ersten Kapitel hinaus gehalten werden. Der Schreibstil, der sicherlich seine Liebhaber hat wirkte auf mich leider häufig eher bemüht klug/ intellektuell, dabei aber auf einer emotionalen Ebene eher blass, fast schon leer, was der erzählerischen Spannung und dem insgesamten Inhalt leider nicht gut tut. Da können es auch die eingestreuten "Schmunzel-Stellen" nicht mehr rausreißen.
Was ich zusätzlich noch als sehr schade empfinde ist, dass die historischen Elemente häufig eingeführt werden und dann aber ( für meinen Geschmack) viel zu schnell wieder in den Hintergrund rücken.

Insgesamt hab ich irgendwie das Gefühl, dass hier etwas zu viel gewollt wurde, dass die Verbindung der einzelnen Genre-Elemente leider häufig eher ins unangehm Absurde als ins Spannende resultiert hat, was durchaus schade ist, weil die Grundidee meines Erachtens nach schon einiges an Potential gehabt hätte, was aber nicht erfolgreich genutzt wurde.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Zum nebenbei hören angenehm, aber falsche Genreeinordung

Schwarze Schuld
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Das Cover und der Klappentext haben mich zunächst wirklich sehr angesprochen, die Atmosphäre wirkte düster und mysteriös und auf genau so eine Geschichte hatte ich mich eigentlich eingestellt. Und zum ...

Das Cover und der Klappentext haben mich zunächst wirklich sehr angesprochen, die Atmosphäre wirkte düster und mysteriös und auf genau so eine Geschichte hatte ich mich eigentlich eingestellt. Und zum Anhören und etwas nebenher machen war es auch okay, die Sprecherin hat gut zur Geschichte gepasst und außer dass ( was ich jetzt nur aus dem Austausch mit Anderen weiß) die Dialektphrasen durch Hochdeutsch getauscht wurden, hatte ich das Gefühl, dass es schon zum Buch passte.

Der Schreibstil und auch die Grundidee sind auch durchaus gelungen, auch wenn die Charaktere schon sehr klischeehaft für meinen Geschmack gezeichnet sind. Leider verfehlt die Geschichte für mich auch die Kurve ins ( so wie ich mir es halt vorstelle) fesselnde, einen nicht mehr loslassende Krimigenre. Die Handlung dümpelt lange Zeit eher vor sich hin, es geschieht schon Verschiedenes, aber nichts wirklich Relevantes. Und auch die Auflösung war tendenziell nach meinem Empfinden eher schwach. Die Reihe wird mich also wohl nicht weitersehen, was schade ist, weil die Grundidee zunächst echt interessant anmutete. Aber ein Krimi ist es für mich leider maximal unter dem Banner "Cozy-Krimi".

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Teils schwere, aber auch zutiefst wichtige Themen

Niemands Töchter
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So richtig aufmerksam geworden auf das Buch bin ich zunächst eher durch das Coverdesign, ich bin einfach ein großer Fan von Covern, die im Stil von Gemälden gestaltet sind. Aber auch der Klappentext hat ...

So richtig aufmerksam geworden auf das Buch bin ich zunächst eher durch das Coverdesign, ich bin einfach ein großer Fan von Covern, die im Stil von Gemälden gestaltet sind. Aber auch der Klappentext hat mich dann gleich gepackt und in mir die Neugierde geweckt herauszufinden, was es mit all diesen Fragen über Verantwortung, familiäre (Ver-)Bindungen und gesellschaftliche Strukturen so auf sich hat.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Alma, die in den 1980er‑Jahren in der Eifel aufwächst, und Isabell, die 2019 in Berlin lebt und den Verlust ihrer Mutter nie ganz überwunden hat. Was die beide, für den Leser meiner Meinung nach schon früh deutlich, verbindet ist eine schmerzhafte Leerstelle in sich, die ihr Fühlen und auch ihre Beziehungen prägt.
Insgesamt wird die gesamte Geschichte über Mütter, Töchter und das (oft auch unterbewusste) Weitergeben von transgenerationalen Wunden von Judith Hoersch in einem wunderbar ruhigen, eher melancholischen Ton erzählt. Die verschiedenen Perspektiven der Frauen bauen langsam immer mehr ein Gesamtbild der Lage auf und bringen teils auch eine unterschwellige Spannung mit sich, was schön zu lesen ist.
Alles in allem ein eindrückliches, bewegendes Buch, das nicht nur Fragen von individuellem Interesse verarbeitet, sondern auch gesellschaftliche Themen toll verarbeitet. Worüber ich mir noch etwas unschlüssig bin, ist u.A. die Tatsache, wie ich dazu stehe, dass manche (durchaus meiner Meinung nach hochrelevante aber auch oft schwierige) Themen, wie z.B. Vergewaltigungen hier nur relativ kurz, in einem Nebensatz erwähnt werden. Da hätte es sicherlich Potential gegeben, das noch etwas auszuarbeiten.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Konnte mich leider nicht überzeugen

Ein stilles Mädchen
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Ich kannte die Autorin bisher nur vom Namen und hatte eigentlich auch recht viel Gutes über ihre Bücher gehört, weswegen vielleicht auch meine Erwartungen dementsprechend hoch waren.

Ich würde sagen alles ...

Ich kannte die Autorin bisher nur vom Namen und hatte eigentlich auch recht viel Gutes über ihre Bücher gehört, weswegen vielleicht auch meine Erwartungen dementsprechend hoch waren.

Ich würde sagen alles in allem kann man das Buch damit beschreiben, dass es sich von klassischen Thrillern abhebt. Statt auf spektakuläre Action oder blutige Details setzt Fossum auf psychologische Tiefe und eine stille, fast bedrückende Atmosphäre. Die Geschichte dreht sich um das Verschwinden eines jungen Mädchens und die Ermittlungen von Kommissar Feber, das Kind (hoffentlich) rechtzeitig wieder nachhause zu bringen.

Die Stimmung wird auch wirklich schön aufgebaut, der Schreibstil ist darauf ausgelegt mit wenigen Worten dennoch eine eindrückliche Atmosphäre aufzubauen. Für mich persönlich wurde daraus aber zu wenig gemacht, der Spannungsbogen bleibt überwiegend sehr flach und die langwirigen Dialoge erschweren das Lesen zusätzlich. Auch die Charakterzeichnungen sind leider an manchen Stellen, gerade wenn es um die sechsjährige Kandis geht, nicht wirklich authentisch ( es gibt einige Passagen, bei denen ich mir gedacht hab: so denkt/spricht/handelt kein Mädchen in diesem Alter ) Und leider hat auch das Ende nicht die erhoffte Auflösung ergeben, sondern eher sehr viel offen gelassen, von dem ich mir zwischendrin schon gedacht hatte, dass diese Masse an Nebensträngen wahrscheinlich eher kontraproduktiv sein wird.

Insgesamt leider kein Buch, dass mich nachhaltig fesseln konnte, zu viel Unrealistisches, das ohne die für mich in einem Krimi eigentlich unvermeintliche Spannung aneinander gereiht wurde.

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