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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2025

Leider nicht ganz so eindrücklich wie gewünscht

Women
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Chloe Caldwells "Women" ist ein Kurzroman, der die Reise einer jungen Frau durch Selbstfindung und sexuelle Identität erzählt.
Die Protagonistin, eine Autorin in ihren Zwanzigern, zieht in eine Großstadt ...

Chloe Caldwells "Women" ist ein Kurzroman, der die Reise einer jungen Frau durch Selbstfindung und sexuelle Identität erzählt.
Die Protagonistin, eine Autorin in ihren Zwanzigern, zieht in eine Großstadt und verliebt sich zum ersten Mal in eine Frau. 
Der Roman beleuchtet die Unsicherheiten, Freuden und Herausforderungen, die mit dem Entdecken der eigenen queeren Identität einhergehen.
Mit einer Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit versucht sie die Höhen und Tiefen einer lesbischen Liebesbeziehung sowie die damit verbundenen Selbstzweifel und gesellschaftlichen Erwartungen zu beleuchten. Schade ist, dass der Autorin das leider nur vereinzelt gelingt und auch die gesamte Handlung eher etwas oberflächlich wirkt und sie teils etwas mehr Tiefe hätte vertragen können.

Fazit: "Women" ist ein kurzer und leider nur an einigen Stellen eindringlicher Roman über Liebe, Identität und Selbstakzeptanz, der meiner Meinung nach leider dem im Nachwort angesprochenen "Hype" nicht gerecht wird .

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Atmosphärischer, vielschichtiger Krimi

Was am Ufer lauert
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"Was am Ufer lauert" ist der zweite Band der Gardasee-Krimireihe um die Polizeireporterin Gianna Pitti.
Lenz Koppelstätter entführt die Leser erneut an den atmosphärischen Gardasee, wo eine rätselhafte ...

"Was am Ufer lauert" ist der zweite Band der Gardasee-Krimireihe um die Polizeireporterin Gianna Pitti.
Lenz Koppelstätter entführt die Leser erneut an den atmosphärischen Gardasee, wo eine rätselhafte Frauenleiche, ein Entführungsversuch und geheimnisvolle Churchill-Schriften die Handlung bestimmen.
Die Geschichte beginnt mit Gianna, die auf Bitten ihres Vaters einen Informanten treffen soll. Stattdessen entdeckt sie am Ufer eine tote Frau – und eine mysteriöse CD-ROM-Hülle mit dem Titel "Churchills Geheimnis". Gemeinsam mit ihrer Familie und ihrer Chefredakteurin taucht sie in ein Geflecht aus Mord, politischen Intrigen und historischen Geheimnissen ein. Die Ermittlungen führen sie in die Vergangenheit, als ihr Urgroßvater einst Winston Churchill am Gardasee begegnete, und werfen die Frage auf, ob die gefundenen Dokumente die Weltgeschichte verändern könnten.
Koppelstätter verbindet in diesem Krimi gekonnt regionale Atmosphäre mit internationaler Spannung. Die malerische Kulisse des Gardasees steht im Kontrast zu den dunklen Abgründen der menschlichen Natur. Die Protagonistin Gianna Pitti überzeugt durch ihre Neugier, Hartnäckigkeit und familiäre Verbundenheit. Die Mischung aus Familiengeschichte, historischen Rätseln und aktuellen Verbrechen sorgt für ein abwechslungsreiches und spannendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Sehr unterhaltsam

Minihorror
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Barbi Markovićs „Minihorror“ ist eine ebenso originelle wie unterhaltsame Sammlung von 27 miteinander verbundenen Geschichten, in deren Mittelpunkt das Paar Mini und Miki steht. Die beiden – sie aus Serbien, ...

Barbi Markovićs „Minihorror“ ist eine ebenso originelle wie unterhaltsame Sammlung von 27 miteinander verbundenen Geschichten, in deren Mittelpunkt das Paar Mini und Miki steht. Die beiden – sie aus Serbien, er aus der österreichischen Provinz – kämpfen sich durch den Alltag in Wien, wobei banale Situationen plötzlich ins Surreale kippen und zu kleinen, aber umso bedrohlicheren Horrorszenarien werden: Der Horror des perfekten Familienfrühstücks, Mobbing am Arbeitsplatz, gescheiterte Urlaube oder der Albtraum eines Friseurbesuchs, bei dem nicht nur die Haare, sondern gleich die Kopfhaut ruiniert wird.

Der Stil ist klar, pointiert und von schwarzem Humor durchzogen, wobei immer wieder mit Genrekonventionen gespielt und gebrochen wird.

Trotz aller Skurrilität bleibt „Minihorror“ stets nah an den existenziellen Ängsten der Gegenwart. Marković nimmt Alltagsängste und -katastrophen wortwörtlich und übersetzt Redewendungen oder Sorgen in grotesk-absurde Szenen: Wenn Mini z.B. zu lange auf Instagram scrollt, laufen ihr tatsächlich die Augen aus; wenn jemand von einem Abgrund im Alltag spricht, öffnet sich dieser wirklich.

Ein literarischer Spaß, der den Alltag als Horror-Comic neu erfindet und dabei immer wieder zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Intelligenter, atmosphärischer Krimi, der klassische Ermittlungsarbeit mit sozialkritischen Untertönen verbindet.

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Ein Mord im November ist der Auftakt zur neuen Krimireihe um DI Ryan Wilkins und seinen Kollegen DI Ray Wilkins.
Simon Mason entführt die Leser in die traditionsreiche, aber auch düstere Welt der Universität ...

Ein Mord im November ist der Auftakt zur neuen Krimireihe um DI Ryan Wilkins und seinen Kollegen DI Ray Wilkins.
Simon Mason entführt die Leser in die traditionsreiche, aber auch düstere Welt der Universität Oxford. Im Zentrum steht der Mord an einer jungen Frau, deren Leiche im Arbeitszimmer eines angesehenen Prorektors gefunden wird. Die Ermittlungen führen das ungleiche Ermittlerduo – der aus einfachen Verhältnissen stammende Ryan und der privilegierte Oxford-Absolvent Ray – in die elitären Kreise der Universität, die ihnen beide auf unterschiedliche Weise fremd sind.
Besonders reizvoll ist die Dynamik zwischen den beiden Ermittlern: Während Ryan Wilkins als brillanter, aber wenig diplomatischer Beobachter agiert, bringt Ray Wilkins das nötige Fingerspitzengefühl und gesellschaftliche Know-how mit. Diese Gegensätze sorgen nicht nur für Spannung im Team, sondern spiegeln auch die sozialen Unterschiede wider, die im Roman eine zentrale Rolle spielen.
Simon Mason gelingt es, die Atmosphäre Oxfords mit all ihren Widersprüchen lebendig einzufangen. Die Handlung ist vielschichtig und entwickelt sich mit einigen überraschenden Wendungen, wobei auch eine alte Schuld aus der Vergangenheit immer wieder durchscheint. Der Roman überzeugt durch einen klugen Plot, glaubwürdige Figuren und einen feinen Sinn für gesellschaftliche Beobachtungen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Empfehlenswert für Leser:innen, die düstere und psychologisch tiefgehende Geschichten schätzen.

Narbensommer #Thriller
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Chris Dominiks "Narbensommer" ist der zweite Band der Thriller-Reihe um die Ermittler Marc Davids und Zoé Martin.

Der Roman führt die Leser:innen erneut in die düstere Welt der Sonderermittlungsgruppe ...

Chris Dominiks "Narbensommer" ist der zweite Band der Thriller-Reihe um die Ermittler Marc Davids und Zoé Martin.

Der Roman führt die Leser:innen erneut in die düstere Welt der Sonderermittlungsgruppe AS9, die mit brutalen Verbrechen und psychologischen Abgründen konfrontiert wird.

Der Schreibstil des Autors ist packend und atmosphärisch, wobei er gekonnt Spannung erzeugt und die Handlung durch unerwartete Wendungen vorantreibt. Besonders gelungen ist auch die Einbindung moderner Elemente wie Social Media, die der Geschichte eine zeitgemäße und beklemmende Note verleihen.

Die Charaktere der Ermittler sind glaubwürdig gestaltet, wobei Marc Davids durch seine persönlichen Dämonen und Panikattacken eine besondere Tiefe erhält. Zoé Martin ergänzt ihn als ehrgeizige Partnerin perfekt, wodurch ein dynamisches Ermittlerduo entsteht. Leider ist es aber bei den anderen Figuren teils so, dass sie etwas blass bleiben und es nicht immer leicht ist eine emotionale Bindung aufzubauen.

Allgemein ist die Handlung eher nichts für schwache Nerven: Brutale Morde und ein perfides Katz-und-Maus-Spiel dominieren die Geschichte.

Dennoch überzeugt "Narbensommer" als spannender Thriller mit einem überraschenden Ende, das Lust auf weitere Fälle macht


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