Inspirierend für Jung und Alt: Ein Abenteuerroman mit Tiefgang
Der Traum der NomadinEine junge Frau, eigentlich noch eine Jugendliche, flieht vor den Plänen ihres Vaters, der sie mit einem deutlich älteren Mann verheiraten möchte, zu allem Übel auch noch als Zweitfrau. Die Sehnsucht nach ...
Eine junge Frau, eigentlich noch eine Jugendliche, flieht vor den Plänen ihres Vaters, der sie mit einem deutlich älteren Mann verheiraten möchte, zu allem Übel auch noch als Zweitfrau. Die Sehnsucht nach einem selbst bestimmten Leben führt sie bis auf die andere Seite der Meeresenge, in die Wüste, ihren Sehnsuchtsort. Auf dem Weg hat sie einige Abenteuer zu bestehen, entkommt knapp ihren Häschern und trifft immer wieder auf Menschen, die wichtige Erkenntnisse vermitteln und ihr zu treuen Weggefährten werden.
Beim vorliegenden Werk handelt es sich um eine Mischung aus Abenteuerroman und Lebensratgeber. Denn die Fragen, die sich Carla auf ihrer Flucht stellt, haben eine allgemeingültige Bedeutung und regen dazu an, sich über die eigenen Ziele im Leben Gedanken zu machen. So richtet es sich eventuell an eine junge Leserschaft, doch auch für mich als alten Hasen bedeutete die Lektüre einen Erkenntnisgewinn und eine Auffrischung bereits vor längerer Zeit gefasster Pläne.
Und das bewirkt der Autor, ohne aufdringlich zu wirken, in einer klaren Sprache, die sich ohne viele Schnörkel auf das Wesentliche fokussiert. Wie schon aus dem Vorgängerbuch bekannt, webt er regelmäßig Erzählungen ein, die nochmals eine bestimmte Erkenntnis vertiefen sollen. Das bewirken auch manche Wiederholungen, die wichtige Gedanken nochmals festigen. Und auch unsere romantische Ader erhält ihre Nahrung im vorliegenden Roman.
„Mein Notizbuch“ ganz am Ende fasst alle Erkenntnisse nochmals zusammen, die Carla alleine und mit Nael zusammen auf ihrer Lebensreise gefunden hat.
Fazit: ein inspirierender Roman mit Tiefgang