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JonasRoka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2026

Von der Unterwelt bis in den Himmel: Die Avinauten heben wieder ab

Der Sturz der Avinauten
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Nach dem ersten Teil war ich bereits sehr gespannt auf die Fortsetzung - und ich wurde nicht enttäuscht. Die abenteuerliche Reise von Collin und seinen Freunden geht in die zweite Runde. Zunächst führt ...

Nach dem ersten Teil war ich bereits sehr gespannt auf die Fortsetzung - und ich wurde nicht enttäuscht. Die abenteuerliche Reise von Collin und seinen Freunden geht in die zweite Runde. Zunächst führt sie ihr Weg unter die Erde, bevor sie sich wieder mit der AVA in schwindelerregende Höhen erheben.

Der Spannungsbogen der Handlung ist aus meiner Sicht sehr gelungen. So konnte ich kaum durchatmen, bevor die nächste Herausforderung an den Start ging. Dabei werden auch die Gefahren nicht verschwiegen und schmerzhafte Verluste sind zu verkraften. Erste zarte Liebesbande knüpfen sich, und im letzten Drittel dann der große Auftritt des Bodzumi.

Der Schreibstil ist einfach sehr ausgereift und bildgewaltig. Und auch die Gestaltung des Buches insgesamt hat mir wieder äußerst gut gefallen.

Fazit: Das mitreißende Abenteuer der Avinauten geht erfolgreich in die 2. Runde.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Zeitreise ins frühe 15. Jahrhundert

Roter Mund und wundes Herz
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Wir begleiten einen wackeren Ritter durch sein Leben. Schon früh verlor er sein eines Auge. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, sich dem Leben zu stellen. Er war sehr vielseitig, dieser Oswald von Wolkenstein. ...


Wir begleiten einen wackeren Ritter durch sein Leben. Schon früh verlor er sein eines Auge. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, sich dem Leben zu stellen. Er war sehr vielseitig, dieser Oswald von Wolkenstein. Noch heute bekannt ist er jedoch vor allem durch seine musikalische Hinterlassenschaft. Minnegesang und Trinklieder, Gesänge über historische Ereignisse und Personen oder über das Leben an sich. Sein Liedgut war mir selbst jedoch bisher gänzlich unbekannt. Einzig aus dieser Epoche ist mir Walther von der Vogelweide ein Begriff, der über 200 Jahre früher wirkte.

Sehr schön fand ich, dass Oswalds Lieder in das Werk mit einfließen. Über QR-Codes kann man sich diese - vom Autor selbst vorgetragen - auch anhören.

Ich kenne die beschriebene Gegend des Wohnsitzes in Südtirol recht gut. Manche der erwähnten Burgen sind heute nur noch Ruinen, andere stehen noch. Doch Oswald von Wolkenstein ist ganz schön herumgekommen, häufig im Auftrag des Königs Siegmund. Doch bereits als Knappe nahm er an Schlachten teil. So reiste er u. a. ins Heilige Land, nach Italien, Spanien oder nach England.

Das Buch ist sehr schön gestaltet. Der Schreibstil ist gut zu lesen, und die Dialoge sind der heutigen Schriftsprache angeglichen.

Der Autor hat sehr gut recherchiert. Doch er hat auch vieles aus dem privaten Leben hinzugedichtet. Insgesamt ist es eine gute und ausgewogene Mischung, um anhand der historisch belegten Daten diese Person und ihr Umfeld zum Leben zu erwecken.

Beim Lesen ist mir dieser Oswald von Wolkenstein ein wenig ans Herz gewachsen. Wahrlich keine friedlichen Zeiten, doch er hat seinen Weg mit Stolz und Achtung beschritten.

Fazit: Dem Autor ist eine wundervolle und spannende Zeitreise gelungen über den „Rockstar“ des späten Mittelalters.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Gedichtetes über Liebe, Schmerz und Leben

Zimt und Poesie
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Ich liebe Gedichte, z.B. die von Mascha Kaleko oder Rose Ausländer. Mir war schon klar, dass ich bei diesem Projekt mit 35 unterschiedlichen AutorInnen nicht durchwegs solch hohes Niveau finden würde. ...

Ich liebe Gedichte, z.B. die von Mascha Kaleko oder Rose Ausländer. Mir war schon klar, dass ich bei diesem Projekt mit 35 unterschiedlichen AutorInnen nicht durchwegs solch hohes Niveau finden würde. War dann doch überrascht, von der großen Bandbreite der dichterischen Künste. Manches wirkte wie erste Gehversuche, anderes wie der Abschluss eines ausgereiften Prozesses.

Mein Lieblingsgedicht ist „Flüchtige Gedanken“ von Katja Cramer-Brandt.
Ansonsten geht es viel um Themen wie Liebe, Beziehung, enttäuschte Erwartungen, Trauer und das Vergessen.
Besonders gut hat mir die Gestaltung dieser Sammlung gefallen, sowohl das Cover, als auch die Seitengestaltung. Sicherlich ein schönes Mitbringsel für Menschen, die Gedichten etwas abgewinnen können.


Fazit: tolle Aktion, schöne Gestaltung und ein paar Perlen zwischendrin

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Mehr als nur Science-Fiction: Ein Plädoyer für die Menschlichkeit

Rho
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Die Geschichte spielt auf einem fernen, erdähnlichen Planeten mit einer roten Sonne und fehlendem Tag-Nacht-Wechsel. Eine neue Gesellschaft von Menschen hat sich etabliert - ohne Regierung, aber mit mächtigen ...

Die Geschichte spielt auf einem fernen, erdähnlichen Planeten mit einer roten Sonne und fehlendem Tag-Nacht-Wechsel. Eine neue Gesellschaft von Menschen hat sich etabliert - ohne Regierung, aber mit mächtigen Konzernen. Der Wohnraum in der gemäßigten Zone ist rar. In der Wüste leben die Mantis, große, insektenartige Wesen in unterirdischen Bauten und ameisenähnlichen Kolonien. Nach Jahrzehnten des gegenseitigen, friedlichen Desinteresses kommt es seit einiger Zeit zu mörderischen Konfrontationen.

Nach einem Angriff bilden Moira und Rho eine Schicksalsgemeinschaft auf der Flucht. Sie, ehemalige Ärztin und jetzt Journalistin, er ein Soldat mit einem Geheimnis. Sie entkommen in die Wüste, finden Zuflucht in einem überfallenen und fast entvölkerten Bau der Mantis und sind schon bald einer schrecklichen Ausbeutung auf der Spur.

Von Anfang an hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen. Neben dem überaus spannenden Handlungsverlauf werden etliche ethische Fragestellungen thematisiert: Was bedeutet Menschsein, was Freiheit, was Selbstbestimmung? Wer erdreistet sich, das Hoheitsrecht über die Moral zu beanspruchen? Welche Daseinsberechtigung haben außerirdische Lebensformen? Geht es um radikalen Darwinismus oder Kooperation?

So stürzen wir uns mit den beiden Protagonisten in ein außergewöhnliches Abenteuer, das schon bald Genre-Grenzen einreißt und einfach geniales Lesevergnügen bereitet.

Der Stil der Autorin ist durchweg gut zu lesen und sehr bildhaft.

Fazit: Für mich eine sehr schöne Entdeckung auf der Buchmesse in Stockstadt – eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Inspirierend für Jung und Alt: Ein Abenteuerroman mit Tiefgang

Der Traum der Nomadin
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Eine junge Frau, eigentlich noch eine Jugendliche, flieht vor den Plänen ihres Vaters, der sie mit einem deutlich älteren Mann verheiraten möchte, zu allem Übel auch noch als Zweitfrau. Die Sehnsucht nach ...

Eine junge Frau, eigentlich noch eine Jugendliche, flieht vor den Plänen ihres Vaters, der sie mit einem deutlich älteren Mann verheiraten möchte, zu allem Übel auch noch als Zweitfrau. Die Sehnsucht nach einem selbst bestimmten Leben führt sie bis auf die andere Seite der Meeresenge, in die Wüste, ihren Sehnsuchtsort. Auf dem Weg hat sie einige Abenteuer zu bestehen, entkommt knapp ihren Häschern und trifft immer wieder auf Menschen, die wichtige Erkenntnisse vermitteln und ihr zu treuen Weggefährten werden.

Beim vorliegenden Werk handelt es sich um eine Mischung aus Abenteuerroman und Lebensratgeber. Denn die Fragen, die sich Carla auf ihrer Flucht stellt, haben eine allgemeingültige Bedeutung und regen dazu an, sich über die eigenen Ziele im Leben Gedanken zu machen. So richtet es sich eventuell an eine junge Leserschaft, doch auch für mich als alten Hasen bedeutete die Lektüre einen Erkenntnisgewinn und eine Auffrischung bereits vor längerer Zeit gefasster Pläne.

Und das bewirkt der Autor, ohne aufdringlich zu wirken, in einer klaren Sprache, die sich ohne viele Schnörkel auf das Wesentliche fokussiert. Wie schon aus dem Vorgängerbuch bekannt, webt er regelmäßig Erzählungen ein, die nochmals eine bestimmte Erkenntnis vertiefen sollen. Das bewirken auch manche Wiederholungen, die wichtige Gedanken nochmals festigen. Und auch unsere romantische Ader erhält ihre Nahrung im vorliegenden Roman.

„Mein Notizbuch“ ganz am Ende fasst alle Erkenntnisse nochmals zusammen, die Carla alleine und mit Nael zusammen auf ihrer Lebensreise gefunden hat.

Fazit: ein inspirierender Roman mit Tiefgang

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