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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2020

Witzig, spritzig und modern

Zu wahr, um schön zu sein
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Ein schöner Titel,
(by the way, ich liebe Wortspielereien)
ein hübsches Cover und
ein lustig klingender Klappentext machten einfach neugierig.

Es geht um Caro, die kurz vor ihrer Silberhochzeit steht. ...

Ein schöner Titel,
(by the way, ich liebe Wortspielereien)
ein hübsches Cover und
ein lustig klingender Klappentext machten einfach neugierig.

Es geht um Caro, die kurz vor ihrer Silberhochzeit steht. Damit die 25 Jahre gebührend gefeiert werden können, hat sie sich eine Überraschungsparty für ihren Göttergatten einfallen lassen. Mit allem drum und dran. Selbst der ehemalige Pfarrer von damals soll das Ehegelübde erneut abnehmen. Doch als der dann obligatorisch fragte, ob irgendjemand Einwände habe, geschieht das Unfassbare, jemand steht auf und sagt etwas, was Caro den Boden unter den Füßen wegzieht. Alle sind entsetzt und von da an, muss sie ihr Leben komplett umstellen. Unterstützung bekommt sie dabei von ihren Freunden, ihrer Nachbarin und ihrer, in der Flower Power Zeit stehengeblieben, Mutter.

Spätestens hier merkt man, dies verspricht eine richtig lustige Geschichte zu werden.

Für mich ging die Erwartung auf. Ich liebe zum Einen die Stadt Hamburg und der Leser kommt hier auch voll auf seine Kosten. Hamburger Snack und Sehenswürdigkeiten inklusive! Da möchte man doch am liebsten sofort wieder hin.

Die Autorin besticht aber nicht nur mit einer bildlichen Sprache, sondern auch mit Humor. An einigen Stellen habe ich sogar laut aufgelacht. Zudem ist die Story modern und kurzatmig. Genau das Richtige für zwischendurch.

Fazit :
Das erste Buch der Autorin für mich, aber garantiert nicht mein letztes. Ich hatte Spaß bei der Geschichte und fühlte mich super unterhalten.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Spannend und toll zum Miträtseln

Das Fundstück
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Andreas Winkelmann gehört seit "Tief im Wald und unter der Erde", zu meinen Lieblingsthrillerautoren. Klar, dass dann auch die Bücher, unter seinem Pseudonym Frank Kodiak, nicht fehlen dürfen.

Hier, im ...

Andreas Winkelmann gehört seit "Tief im Wald und unter der Erde", zu meinen Lieblingsthrillerautoren. Klar, dass dann auch die Bücher, unter seinem Pseudonym Frank Kodiak, nicht fehlen dürfen.

Hier, im Fundstück, dreht sich alles um einen Koffer.

In einem Reisebus, von Düsseldorf nach Bremen bleibt ein solcher übrig. Als der Fahrer hineinschaut, bekommt er einen Schock.

Der Bremer Kommissar Olav Thorn wird mit dem Fall beauftragt, doch schnell stellt sich heraus, dass der Fall über die Bremer Grenzen hinausgeht. Ein Serienkiller, der das Spiel "Ich packe meinen Koffer und auf die Reise geht..." makaber ernst nimmt. Ein Wettlauf gegen die Zeit und Olav Thorn und seine Kollegen versuchen ihr Möglichstes.

Eigene Meinung :

Ich habe diesen Thriller mit jemandem zusammen gelesen und hatte wieder jede Menge Spaß, beim Entschlüsseln des Rätsels, wer hinter all den Grausamkeiten steckt und warum?

Einige Szenen haben mir einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Momente, bei dem der Täter mit dem Opfer in einem Raum war und eine Normalität ablaufen lässt , wie z.B. Kaffee kochen und dabei ein Lied trällert, von Peter Cornelius' "Der Kaffee ist fertig". Ich konnte mir Gerüche und das Beschriebene bildlich vorstellen und ich fand es wirklich gruselig.

Kurz vorm Showdown muss man sich allerdings etwas konzentrieren (sehr viele Namen, sehr viele Orte), damit man die geniale Auflösung auch versteht.

Fazit:
Wieder ein sehr gelungener Thriller der mir jede Menge Spannung und Spaß am Miträtseln geliefert hat. Ich würde sagen, das hatte Hand und Fuß!

Wissenswertes über Frank Kodiak:

Warum ein Pseudonym? Warum schreibt er nicht nur unter Andreas Winkelmann?
Er selbst sagt, dass er schon immer auch mal jemand anderes sein wollte und Frank Kodiak ist quasi das düstere ich von Andreas Winkelmann. Eine Möglichkeit noch abgründiger zu schreiben. Die Zwei teilen sich nicht nur das Arbeitszimmer, sondern also auch den Kopf.

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Veröffentlicht am 07.04.2020

Lustig, aber Mittelteil zu lang

Kann ich jetzt bitte mein Herz zurückhaben?
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Die Aufmachung des Buches ist allein schon ein Hingucker. Der Klappentext klingt witzig und für mich war klar, will ich lesen!


Es geht um die 30 jährige Polly, die für ein Klatschmagazin arbeitet. Privat ...

Die Aufmachung des Buches ist allein schon ein Hingucker. Der Klappentext klingt witzig und für mich war klar, will ich lesen!


Es geht um die 30 jährige Polly, die für ein Klatschmagazin arbeitet. Privat tut sich da aber eher nix. Da gibt es lediglich ihre Mum, ihre Freundin und ihren besten Freund. Sex? Nullanzeige! Nicht ganz, immerhin ZWEIMAL im letzten Jahr. Nicht, dass das erwähnenswert wäre, aber eben immerhin.


So lernen wir Polly kennen. Bis sich gleich zu Beginn der Geschichte spontan wieder mal die „Gelegenheit“ bietet, immer im Glauben an die große Liebe, Sex zu haben. An dieser Stelle kann ich sagen, super witzig. Szenen, die ich nicht vergessen werde. Die Autorin beschreibt humorvoll, leicht übertrieben und klischeehaft die kleinen Probleme einer Frau, und ich mag das!


Der Vorwurf, dieses Buch sei gewollt witzig und dermaßen übertrieben, kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht teilen.


Als Polly den Auftrag erhält über den britischen Adel zu schreiben, bekommt sie die Möglichkeit den attraktiven Jasper, Marquess von Milton, auf seinem Landsitz zu interviewen.


Natürlich kennt sie die Gerüchte über den notorischen Herzensbrecher und auf gar keinen Fall wird sie ihm verfallen. Doch leider hat sie nicht damit gerechnet, dass er im wahren Leben ganz anders zu sein scheint.


Wie ich eben schon erwähnte, fand ich die Story sehr lustig. Die Autorin erinnert mich an eine englische Susanne Fröhlich.


Dennoch muss ich leider sagen, konnte die ganze Geschichte die anfängliche Euphorie nicht stetig halten, was mit Sicherheit auch an der Länge des Buches lag. 100 Seiten weniger wären wohl besser gewesen. Zumal der Humor Richtung Ende auch nachließ.


Etwas unglücklich gewählt fand ich auch die Namen für die Freundin und der Modedesignerin. Lex und Legs. Da kann man schon mal durcheinander kommen.


Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war, dass diese Geschichte auch etwas Trauriges verbirgt. Genauso wenig hatte ich mit dem Ausgang der Geschichte gerechnet, der mir aber viel zu schnell abgehandelt wurde. Das wirkte so „ich muss jetzt mal fertig werden“. Alles kam Schlag auf Schlag. Da hätte man vielleicht mehr im Mittelteil kürzen können, der im Gegensatz stellenweisen zu langatmig war.


Fazit:


Wer gerne lacht und kein Problem mit Klischees hat, der kommt hier auf seine Kosten.

Die zweite Hälfte des Buches fand ich allerdings etwas schwächer als den Anfang, darum eine eingeschränkte Leseempfehlung!


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Veröffentlicht am 02.04.2020

Kalle Blomquist in Indiens Armenvierteln

Die Detektive vom Bhoot-Basar
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Indien, ein Land, das im ersten Augenblick farbenfroh und magisch erscheint. Bollywood lässt grüßen. Doch vermittelt wird hier eine Scheinwelt, denn vor allem in Indien scheint es viele Missstände zu geben ...

Indien, ein Land, das im ersten Augenblick farbenfroh und magisch erscheint. Bollywood lässt grüßen. Doch vermittelt wird hier eine Scheinwelt, denn vor allem in Indien scheint es viele Missstände zu geben und genau das verpackt die Autorin, gekonnt in Kalle Blomquist Manier, in ihrem Debüt.

Der 9 jährige Jai und seine Freunde wohnen in einem Basti, einem sogenannten Armenviertel, welches illegal besteht. Wenig Strom, öffentliche Wasserstellen, ärmliche Häuschen, wo die Familien in einem Raum schlafen. Abgetrennt durch eine Müllhalde liegt dieses Viertel zu den Hifis, der sogenannten Mittelklasse, also deren Arbeitgebern. Trotz der Armut und Verbrechen, die hier immer mal wieder vorkommen, hat Nachbarschaftshilfe einen großen Stellenwert.

Eines Tages verschwindet ein Klassenkamerad spurlos. Jai, deren Eltern sogar einen Fernseher besitzen, ist großer Fan von Polizei-Dokus. Klar, dass er seine Freunde anstachelt, den vermissten Klassenkameraden zu suchen. Mutig wie sie sind, suchen sie sogar in verbotenen Ecken und Gassen dieses Viertels, auch im Bhoot-Basar. Grenzen werden überschritten und wirklich voran kommen sie nicht. Als immer mehr Kinder verschwinden, fängt diese Geschichte an mysteriös zu werden. Steckt vielleicht doch der nette Nachbar hinter allem?

Von Anfang an , als ich dieses Buch entdeckte, war ich wie angezogen von der Geschichte. Literarisch war ich auch noch nie in diesem Land und da war für mich klar, ich muss diese Geschichte lesen, obwohl ich auch meine Bedenken hatte, ob es diese besondere Geschichte ist, wonach ich immer auf der Suche bin.

Jetzt, mit Beenden des Buches kann ich sagen, „Besonders“ war sie und „anders“. Auch anders als erwartet, denn ich hatte mir mehr Zusammenhalt bei den Freunden gewünscht. Die wiederum haben häufig versucht sich gegenseitig, mit ihren Fähigkeiten zu überbieten. Das Gefühl von Zusammengehörigkeit blieb dabei, für mich, auf der Strecke. Ebenso der Bezug zu ihnen.

Nach anfänglicher Euphorie verlor ich dann, nach knapp 100 Seiten, leider den Zugang. Der Mittelteil ist nach meinem Geschmack zu sehr ausgebaut.
Zwar bekommt der Leser auch Einblicke in die Gedanken der verschwundenen Kinder und auch die Neugierde, was genau mit ihnen geschehen ist, war groß, dennoch, wie schon erwähnt, zog sich der Teil zu sehr in die Länge.

Was aber blieb, war die Frage, wo sind denn nun die verschwundenen Kinder?, und genau die wollte ich natürlich beantwortet wissen.

Wichtig zu wissen ist, dass die Autorin, angelehnt an einen wahren Kriminalfall, diese Geschichte erzählt. Desto erschrockener bin ich auch über den unvorstellbaren Ausgang.

Fazit:

Besonders und anders wird hier eine Geschichte aus Indiens Armenvierteln erzählt. Einzig der etwas zähe Mittelteil störte mich.
Schade, sonst perfekt!

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Veröffentlicht am 24.03.2020

Ein schöner Abschluss der Reihe

Find me in the Storm
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Find me in the storm, der finale Band der Leuchttutm-Trilogie.

Dieses Mal geht es um Airin, die ja bekanntlich das Bed & Breakfast "Seawinds" führt. Und es geht um den Fernsehstar Joshua Hayes, der eines ...

Find me in the storm, der finale Band der Leuchttutm-Trilogie.

Dieses Mal geht es um Airin, die ja bekanntlich das Bed & Breakfast "Seawinds" führt. Und es geht um den Fernsehstar Joshua Hayes, der eines Tages nach Castledunns kommt und sich genau dort, auf ziemlich unsympathische Art, einmietet. Krach vorprogrammiert!

Dass es aber zwischen den Beiden auch knistern wird, denke ich, ist jedem klar. An dieser Stelle könnte man zwar sagen "vorhersehbar ", aber wie in den beiden Vorgängern, ist auch hier wieder der Weg das Ziel. Und dabei gibt es jede Menge Hürden zu überwinden.

Bis zum Happy End trifft der Leser auf alte Bekannte, aber auch "Matthew", der Leuchtturm, versprüht wieder mit seinem Charme, einen Hauch von Magie.

Für mich kam dieses Buch genau zur richtigen Zeit, denn hier passiert nicht wirklich Dramatisches, sodass man ein bisschen das Gefühl von Entfliehen hat. Entfliehen in eine heile Welt.

Arin und Josh waren zudem sympathische Charakter, was es mir leicht machte, diese Geschichte zu mögen.

Ein gelungener letzter Teil dieser Trilogie. Band 1 und Band 3 haben mir dabei besonders gefallen.

Fazit:

Entfliehen & Wohlfühlen steht hier ganz weit oben und der Leuchtturm "Matthew" als Synonym für die Liebe.

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