Manchmal verlierst du einen Menschen, um einen anderen zu gewinnen
Sag den Wölfen, ich bin zu Hause„Ein überwältigendes Debüt“ (The Oprah Magazine)
„Fesselnd bis zum Ende. Dieser Roman zieht alle emotionalen Register“ (Bookpage)
„Eine bitter-süße Mischung aus Herzschmerz und Hoffnung“ (Booklist)
Der ...
„Ein überwältigendes Debüt“ (The Oprah Magazine)
„Fesselnd bis zum Ende. Dieser Roman zieht alle emotionalen Register“ (Bookpage)
„Eine bitter-süße Mischung aus Herzschmerz und Hoffnung“ (Booklist)
Der New York Times Bestseller…
…und ich halte das Buch in meinen Händen. Kaum war ich aufgeregter und neugieriger eine Geschichte zu lesen. Deswegen habe ich auch alles stehen und liegen gelassen, um damit sofort zu beginnen.
Es geht um die 14jährige June, dessen Onkel Finn, zu dem sie ein ganz besonderes Verhältnis hatte, verstorben ist. Gestorben an Aids. Zu dem Zeitpunkt wusste sie damit aber nichts anzufangen, da das Thema familiär totgeschwiegen wurde. Was wahrscheinlich daran lag, dass die Geschichte 1987 spielt, sechs Jahre nachdem Aids überhaupt erst bekannt wurde. Aber auch, weil es die eigene Familie betraf.
Am Tag der Beerdigung sieht sie abseits einen Mann stehen, der sie anschaut. Es ist Toby, - Finns Lebensgefährte oder der, der dafür verantwortlich ist, dass Finn tot ist, wie es ihre Mutter sagen würde.
Somit wurde jeglicher Kontakt zu ihm vermieden und somit kannte June Toby erst auch gar nicht.
Eines Tages, bekam June ein Päckchen von ihm, mit der Lieblingsteekanne von Finn darin und mit der Bitte sich mit ihm zu treffen…
Jetzt beginnt die eigentliche Geschichte, denn June kommt in einen Konflikt. Wie soll sie auf Toby reagieren, dem Mann, der ihr das Liebste genommen hat, wo er doch auch irgendwie nett zu sein scheint?
Ich habe eine sehr gefühlvolle Geschichte erwartet. Fand das Thema auch toll, doch leider gehöre ich wohl zu den wenigen, bei denen diese Gefühle nicht ankamen.
Woran lag das?
Zu Beginn dachte ich noch, das wird meine Geschichte. Hier gibt es nicht viel Kulisse, lediglich das Zuhause von June, von Finn und den Wald, dafür aber jede Menge Gefühl. Man kommt schnell rein und der Schreibstil ist auch sehr schön. Die Geschichte ist in der Ich-Form, aus Sicht von June geschrieben.
Ab der Hälfte allerdings, als June mehr und mehr Kontakt zu Toby sucht, passiert Etwas, was mir als Mutter gar nicht gefiel. Ich konnte das nicht nachvollziehen, dass Erwachsene so handeln. Immer wieder habe ich bei diesen Szenen die Augen verdreht und das war der Moment, als mich die Autorin verloren hat. Auch wenn das Ende dann noch mal emotional wurde, war ich schlussendlich ein bisschen enttäuscht.
Da ich scheinbar zu den Wenigen gehöre, bei denen emotional nicht so viel ankam, kann ich jeden raten, lesen und selbst entscheiden.