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Veröffentlicht am 10.07.2017

Ein Buch zum Verlieben

Wildblumensommer
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Ich liebe Blumen,
ich liebe alle Arten von Blumen,
aber am meisten liebe ich Wildblumen im Sommer.

Nachdem ich die Leseprobe zu dem Buch gelesen hatte, wollte ich mehr lesen und war deswegen froh, für ...

Ich liebe Blumen,
ich liebe alle Arten von Blumen,
aber am meisten liebe ich Wildblumen im Sommer.

Nachdem ich die Leseprobe zu dem Buch gelesen hatte, wollte ich mehr lesen und war deswegen froh, für die dazugehörige Leserunde, ausgewählt worden zu sein.

Diese Geschichte, die in Cornwall und London spielt, ist einfach nur schön. Sie beginnt mit der Diagnose Aneurysma im Gehirn, das schnellstens operiert werden muss. Allerdings ist dies frühestens in 10 Tagen möglich. Die junge Zoe ist total geschockt und soll sich eigentlich ausruhen, damit das Aneurysma nicht noch vorzeitig platzt, denn das könnte den Tod zur Folge haben. Aber auch mit einer Operation seien die Chancen auf Heilung nicht hundertprozentig, da die Stelle am Hirn schon sehr gefährlich ist.

Mit dieser Diagnose hat Zoe nur noch einen Wunsch. Zurück in das kleine Örtchen in Cornwall, wo sie einst ihre Ferien mit ihrer Familie verbracht hatte, ihre erste Liebe traf, aber auch den Alptraum ihres Lebens erlebte.

Vor 14 Jahren ist dort ihr Bruder Chris von den Klippen gestürzt. Ob es Mord war oder Selbstmord oder vielleicht doch nur ein Unfall, wie vermutet wird, wurde nie aufgeklärt.

Selbst den Tod vor Augen, verspürt Zoe den Drang, dem Ganzen nochmal auf die Spur zu gehen und reist dorthin zurück.

Was sie dort erlebt, wie es ihr dabei geht und ob sie ihre erste Liebe wieder trifft, ist so spannend geschrieben, dass ich dieses Buch in einem Rutsch gelesen habe, obwohl es eigentlich eine Leserunde war.

Die Autorin hat so einen tollen Schreibstil, vor allem mit ihren Cliffhanger am Kapitelende, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen.

Das Drama um Zoe ist übrigens nicht das einzige Thema dieser Geschichte. Es sind noch so viel mehr, ohne dabei überladen zu wirken. Möchte aber nicht mehr verraten, da ich jedem diese Geschichte sehr ans Herz legen möchte, damit ihr sie auch so unbedarft genießen könnt, wie ich. Für mich hat die Autorin genau meinen Nerv getroffen. Ich bin total begeistert!

Tränen habe ich auch vergossen, nicht nur vor Freude, sondern auch weil es streckenweise wirklich traurig war.

Ich möchte jetzt definitiv noch mehr von Kathryn Taylor lesen, die mit ihrer Art zu schreiben, absolut meinen Lesegeschmack trifft.

Bedanken möchte ich mich bei der Lesejury, allen anderen aus der Leserunde, mit denen ich mich prima austauschen konnte, beim Bastei Lübbe Verlag, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar und vor allem bei Kathryn Taylor für diese einzigartig, schöne Geschichte, weswegen es auch mein Buch des Monats Juni wurde.

  • Einzelne Kategorien
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  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Handlung
Veröffentlicht am 08.07.2017

Schöner Schreibstil, dennoch wurde das Potential der Geschichte nicht ganz ausgeschöpft

Nachtblumen
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Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich darauf total gefreut. Schließlich waren Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter bereits Bestseller und auch diese Geschichte klingt, laut dem ...

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich darauf total gefreut. Schließlich waren Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter bereits Bestseller und auch diese Geschichte klingt, laut dem Klappentext, nach einer richtig schönen, aber auch traurigen Geschichte. Taschentücher lagen also bereit.

Jana (19) zieht, nach Westerland, auf die wunderschöne Insel Sylt, in ein Wohnprojekt, das von den Völkners geleitet wird. Auch andere Jugendliche und angehende Erwachsen leben dort. Alle haben etwas gemeinsam. Sie haben eine Geschichte, die sie am liebsten hinter sich lassen wollen. So lernt die schüchterne und stille Jana, Vanessa, Tom, Lars und Collin kennen, die auch dort leben.

Dieses Kennenlernen zieht sich eigentlich fast durch das ganz Buch und die Geschichte plätschert vor sich hin. Ich habe dieses Hinplätschern, anfänglich, zwar nicht als negativ empfunden, weil ich den Schreibstil als wirklich schön und beruhigend empfand, dennoch muss ich sagen, dass irgendwann ein Punkt kam, wo ich dachte, jetzt habe ich schon 300 Seiten von 540 gelesen und da erwarte ich eigentlich, dass mal etwas Spannendes passiert. Das tat es aber nicht.

Hinzu kam, dass ich nicht ganz nachvollziehen konnte, welche Entwicklung am Ende die Geschichte genommen hat, nach allem, was passiert war. Und das, worauf man als Leser eigentlich die ganze Zeit wartet, wird dann wiederum viel zu schnell abgehandelt.

Mein Lieblingscharakter in dieser Geschichte, waren somit nicht Jana oder Collin, wie vermutet, nein, das war die liebe Frau Dr. Flick. - Die Psychiaterin von Jana. So eine taffe und liebe Frau wünscht sich wohl jeder als Freundin.

Am meisten berührt hat mich die Geschichte der Völkners, warum sie dieses Wohnprojekt gegründet haben. So liebevoll und selbstlos, wie sie ein Zuhause für Jugendliche geschaffen haben, um ihnen damit eine Perspektive zu geben. Das hat mir richtig gut gefallen.
Ebenso schön fand ich aber auch Janas Blogeinträge, zum Schluss. - Endlich mal Gefühle!

Diese Geschichte hatte für mich ganz viel Potential, welches leider nicht ganz ausgeschöpft wurde, dennoch möchte ich aufgrund des tollen Schreibstils unbedingt die anderen beiden Romane von ihr lesen, da alle auch sagen, dass die so ganz anders sein sollen. Ich hoffe, dass dann meine Taschentücher zum Einsatz kommen.

Veröffentlicht am 03.07.2017

was ist die verdammte Wahrheit?

DIE WAHRHEIT
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Ich hatte schon viel über Melanie Raabe gehört, doch bisher hatte ich noch nicht die Möglichkeit ein Buch von ihr zu lesen. Nachdem im Netzt immer wieder von ihrem spannenden Erzählstil gesprochen wurde, ...

Ich hatte schon viel über Melanie Raabe gehört, doch bisher hatte ich noch nicht die Möglichkeit ein Buch von ihr zu lesen. Nachdem im Netzt immer wieder von ihrem spannenden Erzählstil gesprochen wurde, einem würde der Atem stehen bleiben und so, habe ich mich entschieden, jetzt will ich endlich auch eins lesen. Es wurde ihr zweites Buch „Die Wahrheit“, da sich für mich der Klappentext noch ein bisschen interessanter anhörte, als ihr Debüt „Die Falle“.

Vor sieben Jahren ist Sarahs Mann, spurlos in Südamerika, auf einer Geschäftsreise, verschwunden. Alles deutete darauf hin, dass er nicht mehr lebt, da nie ein Lösegeld gefordert wurde. Danach musste sie sich allein, mit ihrem jetzt achtjährigem Sohn, durchschlagen, was ihr mehr oder weniger gut geling.

Zu Beginn der Geschichte, bekommt sie einen Anruf, ihr Mann sei wieder aufgetaucht. Doch als sie ihn am Flughafen wieder sieht, erkennt sie, dass es sich nicht um ihren Mann handelt. Der Fremde gibt ihr aber  schnell zu verstehen, wenn sie etwas sagen würde, wird etwas Schlimmes passieren.

Wie viele sicherlich auch, habe ich mich gefragt, als mir dies aus dem Klappentext bekannt war, wieso er damit durchkommen kann, denn schließlich werden es wohl andere auch wissen, dass das nicht ihr Mann ist. Warum er aber dennoch damit durchkommt, wird in dieser Geschichte gut erklärt.

Die Kapitel sind aus der Sicht von Sarah und des Fremden, abwechselnd aufgebaut.

Sarahs Sicht, war manchmal beängstigend und düster, manches Mal spannend, aber manchmal für mich auch etwas langweilig, vor allem dann, wenn sie in Erinnerungen schwelgte. Ich denke, es war beabsichtigt, damit der Leser erkennt, welche Verbindung sie zu ihrem Mann hatte.

Wogegen es bei den Kapiteln des Fremden sich eher um sehr kurze Kapitel handelte und man manchmal einen Brocken zugeworfen bekam, um die Frage des Warums zu beantworten, waren Sarahs Kapitel eher länger. Diese Brocken, die einem ein Stück weit zur Wahrheit bringen sollten, ließen aber sehr lange auf sich warten. Zudem konnte ich Sarahs Verhalten nicht immer ganz nachvollziehen, z.B. als die Frau Petry, Betreuerin in dem Fall, sie fragt, ob sie lieber woanders schlafen möchte, wenn sie Angst hat, vor „ihrem“ Mann, dass sie trotzdem bleibt, „nur“ weil es ihr Haus ist. Ich hätte nicht da geschlafen.

Obwohl das Buch eine normale Länge von 440 Seiten hat, zog es sich für mein Empfinden sehr hin. Mir hat die Auflösung zu lange gedauert und ich habe mich dabei erwischt, dass ich Zeilen überflogen habe, nämlich immer dann, wenn Sarah ihre Gedanken schweifen ließ. Vielleicht war ich aber auch einfach nur zu ungeduldig, weil ich kurz vorm Ende immer noch nicht die Wahrheit kannte.

Leider muss ich sagen, dass auch die Wahrheit mich am Ende, dann nicht wirklich überzeugen konnte.

Fazit:
Streckenweise sehr spannend erzählt, als wäre man mit dabei und dann wieder sehr langatmig. Hätte mir auch ein anderes Ende erhofft.

Im Nachhinein haben mir Einige gesagt, dass ihr Debüt noch spannender gewesen sein soll. Vielleicht werde ich es eines Tages herausfinden.

Veröffentlicht am 25.06.2017

Bis zur Mitte etwas schleppend, dann aber sehr emotional!

The One
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Ein Herz braucht lange, bis es ein Zuhause findet…

Ich wurde vom Rowohlt Verlag gefragt, ob ich Lust habe „The One“ von Maria Realf zu lesen. Ich fand das Cover schon sehr ansprechend und das war ausschlaggebend, ...

Ein Herz braucht lange, bis es ein Zuhause findet…

Ich wurde vom Rowohlt Verlag gefragt, ob ich Lust habe „The One“ von Maria Realf zu lesen. Ich fand das Cover schon sehr ansprechend und das war ausschlaggebend, dass ich mir den Klappentext durchgelesen habe. Beides passte irgendwie zu mir und ich sagte zu.

Erzählt wird eine Geschichte, beginnend 13 Wochen vor der Hochzeit von Lizzie und Josh.

Im ersten Kapitel hat Lizzie gerade ihr Traumkleid gefunden und alle, Mutter und Freundin sind sprachlos, wie schön sie ist. Doch, dass dies die schlimmsten 13 Wochen werden ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Erst, als ihre Freundin ihr dort sagt, dass sie gerade eine SMS erhalten habe, Alex sei wieder da, nimmt das Drama seinen Lauf.

Alex, ihre erste große Liebe und ihr zukünftiger weiß davon nichts. Das braucht er eigentlich auch nicht, denn Lizzie ist alles andere als erfreut, mal wieder von Alex zu hören, denn schließlich, hat er sie vor Jahren einfach so verlassen und ist ohne Erklärungen gegangen. Nun ist er wieder da und bringt Lizzies Leben ganz schön durcheinander.

Als Leser erleben wir die Geschichte wochenweise bis zur Hochzeit, im Wechsel mit der Vergangenheit. Man stellt sich also immer zwei Fragen, nämlich, warum ist Alex so plötzlich wieder da und was war damals geschehen?

Und jetzt kommt ein kleiner Kritikpunkt. Ich fand die Geschichte bis zur Mitte zwar schön, aber etwas schleppend. Nach der Hälfte wo man endlich weiß, warum Alex zurück ist und was damals passiert ist, ab dem Zeitpunkt konnte ich dann auch nicht mehr aufhören zu lesen. Man ahnt natürlich, dass sich ein Drama anbahnt, welche Richtung es aber einschlägt, weiß man bis zum Schluss nicht.

Die letzten Stunden bis zur Hochzeit und der Epilog waren sehr emotional und wenn man wie ich, nah am Wasser gebaut ist, dann empfehle ich, haltet Taschentücher parat.

…Zuhause ist dort, wo dein Herz ist!

Fazit: Eine emotionale Geschichte, die ein bisschen brauchte, um dieses Gefühl in mir auszulösen.

Veröffentlicht am 23.06.2017

Ländliches Sommerset vs. Metropole London

Frag nicht nach Sonnenschein
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Frag nicht nach Sonnenschein…oder Ländliches Sommerset trifft auf Metropole London!

Jetzt weiß ich, warum alle so verrückt sind, wenn Sophie Kinsella ein neues Buch heraus bringt. Es ist dieser unverkennbare ...

Frag nicht nach Sonnenschein…oder Ländliches Sommerset trifft auf Metropole London!

Jetzt weiß ich, warum alle so verrückt sind, wenn Sophie Kinsella ein neues Buch heraus bringt. Es ist dieser unverkennbare Schreibstil. So lustig, wenn sie ihre Protagonistin sprechen lässt und deren Gedanken mit einbringt. Diese Gedanken sind so urkomisch, sodass man oft schmunzeln muss.

Es dauerte aber ein bisschen, bis diese Geschichte so richtig für mich losging.

Es geht um Katie Brenner, die aus dem ländlichen Sommerset kommt. Nichts wünscht sie sich mehr als in die Großstadt zu gehen. So beginnt dann die Geschichte, als ihr Traum war wird. Sie hat einen Job direkt in der Metropole London ergattert. Doch das Leben dort ist kein Zuckerschlecken. Nicht zuletzt wegen ihrer Chefin Demeter, die sie zum Beispiel dazu verdonnerte deren Ansatz nachzufärben. Dann ihre kleine, viel zu teure Wohnung, mit den komischen Mitbewohnern. Der viel zu lange und stressige Weg zur Arbeit und Alex, der aber wiederum richtig toll ist, sich dann aber noch als Chef von ihrer Chefin entpuppt und wäre das nicht alles schon schlimm genug, wird sie auch schon wieder gefeuert.

Nun steht sie da und muss zurück ins langweilige, ländliche Sommerset. Heimlich aber, als hätte sie sich nur eine Auszeit genommen, um den Eltern bei ihrer genialen Idee auf der Farm einen Glampingplatz zu errichten, kommt sie zurück. Niemals darf irgendwer erfahren, dass sie gescheitert ist.
Aber plötzlich tauchen ausgerechnet Demeter und Alex dort auf. Was wollen die bloß da und fliegt jetzt alles auf?

Wie zu Anfang erwähnt, dauerte es mir ein bisschen zu lange, bis die Geschichte für mich an Spannung zugenommen hat und ich dann nicht mehr aufhören konnte zu lesen.
Für mich hätte es, mit 100 Seiten weniger, durchaus schon perfekt sein können.

Dies war mein erstes Sophie Kinsella Buch und ich finde diese Art auch ganz toll, wenn Katie z.B. sich unterhält und ihre Gedanken sprechen lässt. Aus diesem Grund würde ich gerne auch noch andere Bücher der Autorin lesen.

Fazit:
Ein schönes, lustiges Sommerbuch, mit ein paar Längen!