Atmosphärisch und verstörend, aber nicht ganz meins
Das Beste sind die Augen
Ich bin etwas hin- und hergerissen, wie ich dieses Buch bewerten soll. Das Beste sind die Augen hat definitiv etwas Eigenes, der Schreibstil ist stark, das Tempo stimmig und die Figurenentwicklung gut ...
Ich bin etwas hin- und hergerissen, wie ich dieses Buch bewerten soll. Das Beste sind die Augen hat definitiv etwas Eigenes, der Schreibstil ist stark, das Tempo stimmig und die Figurenentwicklung gut gemacht. Monika Kim weiß, wie man eine düstere, dichte Stimmung erzeugt, und ich mochte, wie sie gesellschaftliche Themen wie Rassismus und Sexismus verarbeitet.
Trotzdem bin ich emotional nicht richtig reingekommen. Ich konnte mich weder wirklich mit der Hauptfigur noch mit der Handlung verbinden. Vieles fühlte sich für mich eher wie eine surreale Momentaufnahme an als eine durchgehende Geschichte. Es gab Stellen, die mich fesselten, aber insgesamt hat es mich nicht so berührt oder erschüttert, wie es offenbar bei vielen anderen der Fall war.
Das Ende kam mir etwas abrupt vor, als würde etwas fehlen, das ich nicht ganz benennen kann. Vielleicht wollte das Buch gar nicht alles auflösen, aber genau das hat mich mit einem eher leeren Gefühl zurückgelassen.
Unterm Strich: kein schlechtes Buch, nur nicht das Richtige für mich. Ich würde definitiv noch mal etwas von Monika Kim lesen, aber dieses hier bleibt wohl bei einem einmaligen Versuch.