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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Spannender Büro-Thriller

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Die Kollegin von Frieda McFadden spielt in einem Büro, in dem zwei sehr unterschiedliche Kolleginnen arbeiten. Natalie ist offen, beliebt und selbstbewusst, während Dawn eher zurückgezogen wirkt und von ...

Die Kollegin von Frieda McFadden spielt in einem Büro, in dem zwei sehr unterschiedliche Kolleginnen arbeiten. Natalie ist offen, beliebt und selbstbewusst, während Dawn eher zurückgezogen wirkt und von ihren Kollegen als etwas seltsam wahrgenommen wird. Als Dawn eines Tages plötzlich nicht zur Arbeit erscheint, obwohl sie sonst immer extrem zuverlässig ist, kommen Fragen auf. Nach und nach wird klar, dass hinter dem scheinbar normalen Büroalltag mehr Geheimnisse stecken, als man zunächst vermutet.

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders das Büro-Setting fand ich spannend, weil es eine sehr alltägliche Umgebung ist und dadurch eine interessante Atmosphäre entsteht. Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Die Dynamik zwischen den Figuren sorgt dafür, dass man als Leser ständig überlegt, wem man eigentlich glauben kann.

Der Schreibstil von Frieda McFadden ist wie gewohnt sehr angenehm und flüssig. Das Buch lässt sich unglaublich schnell lesen und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Ich habe allerdings gemerkt, dass ich einige der Plottwists relativ früh geahnt habe. Ungefähr die Hälfte der Wendungen konnte ich kommen sehen. Ich weiß nicht genau, ob das am Buch selbst liegt oder daran, dass es inzwischen mein viertes Buch der Autorin ist und ich ihr typisches Muster langsam erkenne.

Trotzdem hat mich die Geschichte wieder sehr gut unterhalten. Die Handlung hat diese leicht verstörende und manchmal etwas verrückte Stimmung, die ihre Thriller so besonders macht. Insgesamt also ein spannendes und sehr gut lesbares Buch, das mich trotz vorhersehbarer Momente wieder überzeugt hat. Ich werde definitiv noch weitere Bücher der Autorin lesen

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Ehrlich, witzig und tröstend

Zum ersten Mal
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Das Buch Zum ersten Mal beschäftigt sich mit dem Erwachsenwerden als Frau. Mit all den Gefühlen, Unsicherheiten und Erfahrungen, die damit verbunden sind. In persönlichen Geschichten blicken die beiden ...


Das Buch Zum ersten Mal beschäftigt sich mit dem Erwachsenwerden als Frau. Mit all den Gefühlen, Unsicherheiten und Erfahrungen, die damit verbunden sind. In persönlichen Geschichten blicken die beiden Autorinnen auf ihr Leben zurück und erzählen von Break-ups, Neuanfängen, Selbstzweifeln und den vielen kleinen Momenten, die einen auf dem Weg ins Erwachsenenleben prägen. Das Buch zeigt, dass Erwachsenwerden oft chaotisch, lustig und gleichzeitig auch anstrengend sein kann und dass man mit diesen Erfahrungen niemals allein ist.

Mir hat Zum ersten Mal unglaublich gut gefallen, vor allem, weil es so offen und direkt über Themen spricht, die viele junge Frauen beschäftigen, über die aber oft viel zu wenig ehrlich gesprochen wird. Liebe, der eigene Körper, das Aufwachsen, Gefühle, Selbstzweifel und die Frage, wie man mit sich selbst und mit anderen Menschen umgeht.

Besonders schön finde ich, dass all diese Gedanken und Themen nicht theoretisch oder belehrend vermittelt werden, sondern in sehr persönliche Geschichten aus dem Leben der beiden Autorinnen eingebettet sind. Dadurch fühlt sich das Buch unglaublich nahbar an. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, einer guten Freundin zuzuhören, die offen von ihren Erfahrungen erzählt. Genau das macht das Buch so besonders: Man merkt schnell, dass man mit vielen Gedanken oder Problemen beim Heranwachsen nicht allein ist, sondern dass andere Menschen ganz ähnliche Dinge erleben.

Beim Lesen musste ich oft lachen, weil viele Situationen so ehrlich und witzig beschrieben sind. Gleichzeitig gibt es aber auch sehr nachdenkliche oder sogar traurige Momente. Diese Mischung macht das Buch unglaublich authentisch. Es ist emotional, aber nie schwer. Eher so, dass man sich verstanden fühlt.

Der Schreibstil trägt ebenfalls sehr dazu bei, dass sich das Buch so angenehm lesen lässt. Die Texte sind persönlich, direkt und sehr lebendig geschrieben. Man merkt sofort, dass die beiden Autorinnen auch einen Podcast machen: Der Ton fühlt sich an, als würden sie direkt mit einem sprechen. Man hört ihnen gerne zu und genauso gerne liest man ihre Geschichten.

Besonders beeindruckend finde ich außerdem den Mut der beiden Autorinnen, so persönliche Erfahrungen öffentlich zu teilen. Viele der Geschichten sind sehr privat, und gerade deshalb wirken sie so ehrlich und berührend. Es fühlt sich an, als würden sie bewusst Raum schaffen für Themen, über die man sonst oft nur hinter verschlossenen Türen spricht.

Für mich ist Zum ersten Mal deshalb ein Buch, das ich jeder Frau empfehlen würde. Es zeigt auf eine sehr schöne Weise, dass Unsicherheiten, Zweifel und schwierige Phasen zum Erwachsenwerden dazugehören. Und vor allem vermittelt es ein beruhigendes Gefühl: Man ist mit seinen Gedanken und Problemen nicht allein.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Wunderschöne, tiefgründige Biographie

Wie schwer ein Menschenleben wiegt
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Die Biografie zeichnet das Leben von Sophie Scholl nach – von ihrer Kindheit und Jugend über ihre persönliche Entwicklung bis hin zu ihrem Engagement im Widerstand gegen das NS-Regime. Dabei wird nicht ...

Die Biografie zeichnet das Leben von Sophie Scholl nach – von ihrer Kindheit und Jugend über ihre persönliche Entwicklung bis hin zu ihrem Engagement im Widerstand gegen das NS-Regime. Dabei wird nicht nur ihr politisches Handeln, sondern auch ihr privates Umfeld, ihre Gedanken und Beziehungen ausführlich beleuchtet. So entsteht ein sehr nahbares Bild einer jungen Frau, deren Mut und Haltung bis heute beeindrucken.

Ich fand das Buch sehr interessant und angenehm zu lesen. Wenn man an Sophie Scholl denkt, erwartet man zunächst eine eher bedrückende Geschichte, weil man weiß, wie ihr Leben endet. Umso überraschender war es, wie schön es war, sie auch von ihrer privaten Seite kennenzulernen und so viel über ihren Charakter, ihre Zweifel und ihre Entwicklung zu erfahren. Das Buch hat mir einen sehr persönlichen Zugang zu ihr ermöglicht.

Es ließ sich gut lesen, auch wenn ich etwas Zeit gebraucht habe, um es durchzulesen. Die Sprache ist ruhig und klar, und die einzelnen Abschnitte sind so geschrieben, dass man immer wieder gern weiterliest. Insgesamt empfand ich die Biografie als sehr gelungen, informativ und gleichzeitig sehr nahbar – ein Buch, das Geschichte verständlich macht und Sophie Scholl als Mensch greifbar werden lässt.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Ehrlich und ungeschönt

Normale Menschen
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„Normale Menschen“ erzählt von Connell und Marianne, die sich in ihrer Schulzeit kennenlernen und über Jahre hinweg immer wieder in unterschiedlichen Lebensphasen aufeinandertreffen. Zwischen Nähe und ...

„Normale Menschen“ erzählt von Connell und Marianne, die sich in ihrer Schulzeit kennenlernen und über Jahre hinweg immer wieder in unterschiedlichen Lebensphasen aufeinandertreffen. Zwischen Nähe und Distanz, Missverständnissen und intensiven Gefühlen entwickelt sich eine Beziehung, die sich ständig verändert und nie ganz eindeutig ist. Der Roman begleitet die beiden auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden und zeigt, wie sehr sie sich gegenseitig prägen.

Ich habe das Buch relativ schnell gelesen, auch wenn ich am Anfang etwas gebraucht habe, um hineinzufinden. Der Stil ohne klassische Anführungszeichen bei der direkten Rede hat mich zunächst irritiert und das Lesen ein bisschen anstrengender gemacht. Nach einer Weile fand ich das aber sogar ziemlich passend, weil es der Geschichte einen eigenen Vibe und eine besondere Stimmung verleiht.

Die Handlung fühlt sich über weite Strecken ruhig und fast unspektakulär an – sie „plätschert“ eher vor sich hin. Genau das passt aber zum Kern des Buches: Es geht um ein ganz normales Leben und eine unperfekte Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich immer wieder verlieren und wiederfinden. Dieses Hin und Her hat mich teilweise echt geärgert, weil ich mir manchmal gewünscht hätte, sie würden einfach klarer miteinander umgehen. Gleichzeitig wirkte es dadurch unglaublich realistisch. Es fühlte sich an wie etwas, das im echten Leben genauso passieren könnte.

Gerade diese Echtheit hat mich am meisten überzeugt. Die Geschichte ist emotional, ohne dramatisch zu sein, und zeigt Beziehungen so, wie sie oft sind: kompliziert, widersprüchlich und nicht immer erfüllend. Beim Lesen hatte ich häufig ein leicht unbefriedigendes Gefühl – nicht im negativen Sinne, sondern eher, weil es kein klassisches Happy End oder klare Auflösung gibt. Vieles bleibt offen und läuft auf nichts „Großes“ hinaus. Ich glaube aber, genau das ist auch die Absicht des Romans.

Insgesamt hat mir das Buch ziemlich gut gefallen. Es liest sich angenehm, fühlt sich sehr authentisch an und bleibt auch nach dem Ende noch im Kopf. Ich würde ihm etwa vier von fünf Sternen geben – nicht perfekt, aber auf jeden Fall interessant und auf seine eigene Art sehr eindringlich.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Eine Liebeserklärung

Sommer auf Sylt
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„Sommer auf Sylt“ ist kein klassischer Roman, sondern eine literarische Sammlung aus Betrachtungen, kurzen Erzählungen, Briefen und Zeichnungen. Das Buch versteht sich als persönliche Liebeserklärung an ...

„Sommer auf Sylt“ ist kein klassischer Roman, sondern eine literarische Sammlung aus Betrachtungen, kurzen Erzählungen, Briefen und Zeichnungen. Das Buch versteht sich als persönliche Liebeserklärung an die Nordseeinsel Sylt.

Ernst Penzoldt beschreibt darin Landschaft, Natur und Menschen der Insel – von Dünen, Watt und Meer bis zu humorvollen Beobachtungen des Alltagslebens. Seine Texte verbinden poetische Naturdarstellung mit persönlichen Eindrücken und künstlerischen Illustrationen

„Sommer auf Sylt“ lebt weniger von Handlung als von Stimmung. Penzoldt zeichnet mit sensibler Sprache ein atmosphärisches Bild der Insel. Besonders stark ist seine Fähigkeit, Natur in Worte zu fassen: Farben, Licht und Wind erscheinen fast malerisch.
Die Texte wirken zeitlos und ruhig. Sie laden zum langsamen Lesen ein. Dabei bleibt der Ton oft leicht und humorvoll, etwa wenn Penzoldt Menschen und ihr Verhalten auf der Insel beobachtet.
Dieses Buch hat keine spannende Handlung oder einen durchgehenden Plot, es ist eher ein literarischer Begleiter – ein Werk zum Schmökern, Nachdenken und Genießen einzelner Passagen.

„Sommer auf Sylt“ ist eine poetische, ruhige Liebeserklärung an eine magische Landschaft. Selbst ich, die eigentlich keine Prosa liest habe mich in den Beschreibungen verloren und bin nur so durch die Seiten geflogen.

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