Profilbild von K4TL

K4TL

Lesejury Profi
offline

K4TL ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit K4TL über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2021

"Obwohl du so tot bist, schmeckst du nach Leben."

GRIMM - Suicide Love (Band 1)
0

Alter Falter. Das Buch hat es mal ganz schön in sich. Grimm, ein Killer, sieht aus wie der lebendige Tod mit seinen Tätowierungen und seinen jadegrünen Augen. Lucia, die südländische Schönheit ist optisch ...

Alter Falter. Das Buch hat es mal ganz schön in sich. Grimm, ein Killer, sieht aus wie der lebendige Tod mit seinen Tätowierungen und seinen jadegrünen Augen. Lucia, die südländische Schönheit ist optisch dazu ein krasser Kontrast und das spiegelt sich auch in den Beweggründen der beiden Figuren wieder. Lucia will Rache für den Mord an ihrer Familie, Grimm ist alles egal, er tötet für Geld um des Geldes willen und hat keinen moralischen Kompass.

6 Jahre vor den Ereignissen des Buches begegnen sich die beiden und dies sollte vor allem Lucias Leben nachhaltig beeinflussen. Wir lernen eine Frau kennen, die versucht ihren Platz geltend zu machen, die sich unterwerfen muss aufgrund eingestaubter Konventionen und die sehr viel ertragen muss. Doch während man ihr das als Schwäche auslegen könnte, würde ich es als eine ihrer Stärken definieren. Denn sie gibt trotz der Umstände nicht auf.

Die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Grimm und Lucia erzählt wobei es auch Zeitsprünge in verschiedene Phasen ihrer Leben gibt. So wird dem Leser nötiges Hintergrundwissen der Figuren vermittelt. Gerade bei Dario, Lucias Ehemann, lernt man den wahren Charakter über diesen weg kennen.

Lucia und Grimm sind sich ähnlich und unähnlich, während Grimm sich selbst als tot definiert, wird Lucia ab und an als Leben definiert, wobei der Zustand bei ihr wechselt. Das führt zu einem spannenden Verhältnis zwischen den beiden.

Die Szenen sind teilweise hart und sehr explizit beschrieben, wobei ich schon "härteres" als das gelesen habe. Ja, es wird dem Genre Dark Romance gerecht, überschreitet aber noch keine Grenzen in der Weise, dass ich dringend vom Lesen abraten würde.

Die Geschichte gipfelt in einem richtig miesen Cliffhanger und motiviert dazu auch den zweiten Teil zu lesen, um zu erfahren wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

Für mich war das Ganze definitiv unterhaltsam und hat sich 4 Sterne verdient. Leider gab es ein paar Fehler in meiner Kindleversion, die das Lesen etwas für mich erschwert haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2021

Mit viel Humor und Herz

Hot Kisses, Cold Feet
0

Für mich war es der zweite Band aus der College Love Reihe und es ist kein Problem, dass ich Band 2 ausgelassen habe. Das wissen ist schlicht nicht nötig um Band 3 für sich lesen zu können.
Insgesamt zeichnet ...

Für mich war es der zweite Band aus der College Love Reihe und es ist kein Problem, dass ich Band 2 ausgelassen habe. Das wissen ist schlicht nicht nötig um Band 3 für sich lesen zu können.
Insgesamt zeichnet sich die Reihe dadurch aus, dass man jeden Band unabhängig lesen kann.

Was mir wieder richtig gut gefallen hat, sind die Einschübe der Kommunikation, also die SMS, die sich Monty und Robbie nach ihrer heißen Begegnung in der Bar schreiben.

Die Dynamik der Figuren ist wirklich super. Einerseits der Bad Boy Robbie, der sein Bestes gibt seinen Sohn groß zu ziehen und andererseits Monty, die eine neue und große Episode ihres Lebens beginnt.

Die Geschichte wird aus beiden Perspektiven fortlaufend erzählt, ein Stilmittel, welches ich sehr mag. So erhält man Einblick in beide Figuren und kann die Handlungsweisen besser nachvollziehen.

Robbie und Monty sind zwei sehr gegensätzliche Figuren getreu dem Motto - Gegensätze ziehen sich an. Das führt zu Spannungen, sowohl positiv als auch negativ. Es wird sich sehr viel Zeit für die Entwicklung der Beziehung zwischen den Figuren genommen und ich finde es sehr positiv, dass die Figuren auch miteinander sprechen und nicht diese Haltung "Wenn er mich mag, muss er das wissen" vertreten.

Ein Roman darf natürlich nicht ohne ein Drama sein, aber hier ist es gelungen das Drama "klein" zu halten, dem nicht unnötig viel Raum zu geben und es nicht unangenehm auszudehnen.

Insgesamt besticht das Buch für mich mit seiner Authentizität innerhalb der Geschichte und der Figuren. Das, was da passiert, könnte auch jedem von uns passiert sein und das macht das Buch wirklich gut für mich.

Mir hat die Geschichte von Robbie und Monty viele lustige Stunden beschert, ich habe viel gelacht, mitgefiebert und auch mitgelitten. Von mir gibt es also eine klare Empfehlung die Geschichte der beiden zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2021

"Erst allein in der Dunkelheit sag sie ihren eigenen Glanz"

Never Doubt
0

"Manchmal braucht man die Worte eines anderen, um seine eigene Geschichte zu erzählen ..." Selten ist mir ein Buch über den Weg gelaufen, welches den ersten Satz aus dem Klappentext so sehr lebt.

Ein ...

"Manchmal braucht man die Worte eines anderen, um seine eigene Geschichte zu erzählen ..." Selten ist mir ein Buch über den Weg gelaufen, welches den ersten Satz aus dem Klappentext so sehr lebt.

Ein absolutes Pro ist bereits der Anfang, wir lernen die Geschichte, die Vergangenheit der Protagonisten Isaac und Willow kennen und wissen an welchem Punkt im Leben die beiden stehen. Emma Scott hat schon dort mit so vielen sprachlich schönen Bildern gearbeitet, dass ich schon auf den ersten Seiten zig Stellen markiert habe. Die Flamme Willows wird eine Allegorie, die durch die Autorin durchweg im Buch immer wieder auftaucht und und ein starkes Bild an den Leser transportiert.
Und dann noch die Worte der anderen - Isaac und Willow nutzen die Worte der Figuren, die sie spielen, um ihre eigene Geschichte zu erzählen und obwohl man diese Wort selbst nur liest, ist Emma Scott in der Lage uns als Leser genauso in den Bann zu ziehen wie die Zuschauer, die den beiden zusehen. Die Sprache ist in dem Buch bis auf die Auszüge aus Theaterstücken nicht speziell oder geprägt von besonderen Worten. Aber sie bilden gewaltige Sätze, die intensive, Bilder transportieren und einen manchmal sogar mitreißen. 500 Seiten und es brauchte nur einen Samstag (bis morgens halb 2), da ich das Buch nur zur Seite legen konnte, wenn ich musste.
Isaac und Willow sind klare, deutliche Charaktere, die eine Entwicklung durchlaufen. Ihre Haltungen und Verhalten passen zu ihren Geschichten, auch wenn dieses manchmal falsch ist. Aber auch das gefällt mir sehr - den Mut zu haben seine Figuren auch Fehler machen zu lassen, falsche Entscheidungen zu treffen und daran zu reifen. Auch Nebenfiguren wie Angie oder Martin erhalten viel Platz und werden uns Lesern näher gebracht, so dass wir auch sie liebgewinnen.
Nebenbei wird uns die englische Literatur mit einer guten Analyse von Hamlet nahe gebracht :D

Insgesamt hat mir die Geschichte viel schöne Lesestunden beschert und ich empfehle es vor allem jenen, die Theater und Literatur mögen. Ihr werdet mit Sicherheit auf eure Kosten kommen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2021

Toller Klappentext, schlechte Umsetzung

An Ocean Between Us
0

Das Cover und der Klappentext von "An Ocean between us" hat mich sehr angesprochen. Um so mehr enttäuscht mich, dass ich nun in Kapitel 4 final abbrechen musste.

Schon im Prolog bin ich etwas stutzig ...

Das Cover und der Klappentext von "An Ocean between us" hat mich sehr angesprochen. Um so mehr enttäuscht mich, dass ich nun in Kapitel 4 final abbrechen musste.

Schon im Prolog bin ich etwas stutzig geworden. Beschrieben wird eine Szene, in der die Protagonistin, Avery, mit dem Auto im Dunkeln bei schlechtem Wetter unterwegs ist und kaum was sehen kann. Um so mehr hat mich dann überrascht, wie sie erkennen konnte, dass im entgegenkommenden Fahrzeug mit Scheinwerfern zwei Personen sitzen. Nach meiner Erfahrung ist das schlicht und ergreifend nicht möglich.
Als nächstes Manko ist mir die Sprache der Figuren, auch wieder primär Avery, negativ aufgefallen. Seien es ihre Gedanken oder aber die wörtliche Rede - Die normale Sprache und damit Authentizität ist leider nicht vorhanden. Ich habe extra mit anderen gesprochen aber niemand würde sagen " [...]ein Unfall, bei dem ich einen Bruch dreier Rückenwirbel erlitten habe:" Das ist einfach nur fern jeglichen mündlichen Sprachgebrauchs. Ein anderes Beispiel ist die Verwendung des Begriffs "Widersacher" - passt für mich nicht in einen Young Adult Roman.
Weiter geht die Negativliste mit Averys Charakter. Völlig überzogen, zickig, arrogant - ein Teenager in der Pubertät durch und durch. Da würde ich bei einer jungen Frau mit solch einer Erfahrung was ganz anderes erwarten. Es spricht nichts gegen Wut, vielleicht auch Hass und Ablehnung. Aber das ist hier leider einfach nur ein pubertäres Mädchen.
Last but not least hat Satz 6 in Kapitel 2 den Kern der Geschichte verraten und mich zum ersten Mal bewogen das Buch zur Seite zu legen. Da ich aber ungern Bücher abbreche, habe ich mich durchgerungen und noch weiter gelesen aber ab Kapitel 4 habe ich die Sprache und den Charakter von Avery einfach nicht mehr ertragen. Das Ganze ist leider eine 0-8-15 Geschichte, wie sie schon zig mal geschrieben worden ist mit plumpen Figuren, zu denen sich kaum bis gar keine Bindung aufbauen lässt. Das hätte alles wirklich gut werden können, ist aber leider für mich handwerklich (auch das Lektorat betreffend) enttäuschend.

Daher kann ich leider nur 2 Sterne geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2021

Gelungene Fortsetzung mit ein paar Schwächen

Deeper than Love
0

In Deeper than Love geht die Liebesgeschichte zwischen Whitney und Lincoln in die zweite Runde. Das Konzept folgt ein bisschen Romeo und Julia, zwei "verfeindete" Familien, das Paar darf sich nicht lieben ...

In Deeper than Love geht die Liebesgeschichte zwischen Whitney und Lincoln in die zweite Runde. Das Konzept folgt ein bisschen Romeo und Julia, zwei "verfeindete" Familien, das Paar darf sich nicht lieben usw. Dabei wird aus beiden Perspektiven erzählt und in den Zeiten wird gesprungen. In diesem Band habe ich mich damit auch etwas schwer getan, manches wird dadurch doppelt und dreifach erzählt und hat Fragen erzeugt. Wenn Whitney gewisse Dinge weiß, warum erzählt sie diese nicht obwohl sie doch weiß welchen Einfluss diese auf Lincolns Leben haben? Ich schließe mich auch den Stimmen an, dass teilweise zu viel Drama gemacht wurde. dabei hat die Geschichte viel Potenzial, es gibt spannende Plot-Twists und ein gelungener Cliffhanger leitet zu Teil 3 weiter. Sprachlich hätte ich mir manchmal etwas mehr Vielfalt gewünscht, das ist aber meckern auf hohem Niveau.
Insgesamt eine gelungene Fortsetzung mit einem guten Mix aus Spannung, Liebe und heißen Szenen. Einen Stern ziehe ich für die teils sich wiederholenden Stellen ab, das war mir einfach zu viel.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere