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Veröffentlicht am 20.05.2019

Heißer Sex, lustiger Sarkasmus

King of New York
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King of New York ist der Auftakt zu einer 5-bändigen Reihe, die als sinnlich und heiß beschrieben wird. Der Klappentext verspricht einiges:

Max King ist der König der Wall Street. Ganz New York liegt ...

King of New York ist der Auftakt zu einer 5-bändigen Reihe, die als sinnlich und heiß beschrieben wird. Der Klappentext verspricht einiges:

Max King ist der König der Wall Street. Ganz New York liegt ihm zu Füßen.

Fast ganz New York. Denn nach Feierabend gibt seine Tochter Amanda den Ton an. Seit sie bei ihm wohnt, sind Familie und Firma zwei strikt getrennte Welten - für etwas Anderes ist in seinem Herzen kein Platz.
Bis er Harper trifft. Seine neue Mitarbeiterin bringt ihn jeden Tag um den Verstand und nachts um den Schlaf. Und als er ihr eines Abends im Aufzug zu seinem Penthouse begegnet - und sie küsst -, geschieht, was er um jeden Preis vermeiden wollte: Seine beiden Welten prallen unwiderruflich aufeinander!

Ich mag Max, ich mag Harper. Beide sind nicht perfekt und vor allem Max zeichnet sich dadurch aus, dass er versucht immer das Richtige zu tun. Seine Tochter ist ihm wichtig und mir gefällt seine Darstellung. Die Beziehung, wenn man es denn so nennen mag, zwischen ihm und Harper ist großartig. Ich mag den Sarkasmus, wie die beiden sich zum Teil abstoßen aber die sexuelle Spannung einfach viel größer ist.

Die Geschichte um Harpers Vater und auch die Beziehung zwischen Max und seiner Tochter Amanda bringen Tiefgang in die Geschichte und sorgen auch für Konflikte. Doch mir gefällt, wie diese gelöst werden. Es ist nicht sinnlos in die Länge gezogen, die Entscheidungen sind nachvollziehbar (man muss damit ja nicht einverstanden sein) und die Geschichte ist in sich logisch. Auch die Sexszene gefallen mir gut.

Mir hat das Lesen Freude bereitet und mich dazu motiviert mir auch den nächsten Band zuzulegen.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Über die Angst vorm Scheitern und einen starken Willen

No Sweeter Kiss
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No Sweeter Summer ist der zweite Teil der Sweeter in the City Reihe von Olivia Miles. Die Figuren kennt man aus Band 1 aber es ist nicht zwingend erforderlich den ersten Teil gelesen zu haben.
Die zentrale ...

No Sweeter Summer ist der zweite Teil der Sweeter in the City Reihe von Olivia Miles. Die Figuren kennt man aus Band 1 aber es ist nicht zwingend erforderlich den ersten Teil gelesen zu haben.
Die zentrale Figur in No Sweeter Summer ist Mary Harris, die kleine Schwester von Lila aus Band 1.

Der Klappentext:

Wenn die Liebe nebenan wohnt …

Ben Sullivan hatte gedacht, dass sein Leben völlig nach Plan verläuft. Doch als seine Frau ihn und seine kleine Tochter einfach verlässt, steht er vor der Herausforderung, wieder ganz neu anzufangen. Und dieses Mal ist er fest entschlossen, sein Herz nicht noch einmal aufs Spiel zu setzen. Doch seine neue Nachbarin schafft es immer wieder, unter seine harte Schale zu dringen. Mary Harris, die Besitzerin des Eissalons "Sunshine Creamery", scheint ein Stück Sonne in ihrem Herzen zu tragen. Und damit bringt sie Bens vernünftige Vorsätze langsam aber sicher zum Schmelzen.

Ich muss zugeben, dass ich mit Mary in Band 1 nicht viel anfangen konnte und sie immer für etwas kindisch und unselbstständig gehalten habe. Band 2 hat aber das genaue Gegenteil bewiesen und sie ist stark im Ansehen bei mir nach oben geschossen. Ich mochte ihre Figur von der ersten Seite an, es wurde noch einmal verdeutlicht wie wichtig ihr die Sunshine Creamery ist und warum sie allein versucht das Ganze zu stemmen. Auf der anderen Seite ist Ben, der von seiner Frau verlassen wurde womit sein großer Traum einer heilen Familie geplatzt ist. Sein Lebensstil spiegelt dieses persönliche Scheitern deutlich wider. Mit der großen Veränderung in Bezug auf seine Tochter Violet, ändert sich auch die Dynamik. Mir gefiel gut, wie zu Beginn gewisse Schwierigkeiten aufgezeigt wurden, es war durchaus realistisch dargestellt und logisch nachvollziehbar. Auch die Zweifel waren für mich nicht zwanghaft eingestreut, sondern durchaus realistisch, wenn man die Vorgeschichte mit Bens Ex-Frau betrachtet. Der Epilog hat die Geschichte auf nicht ganz so kitschige Art und Weise wie in Band 1 abgerundet und mir deutlich besser gefallen. Zwar ist das Buch recht kurz, aber ich finde das hat der Story keinen Abbruch getan. Es wurde nicht künstlich in die Länge gezogen und war trotzdem stimmig

Hatte ich bisher selten, aber Band 2 war für mich besser als Band 1. Volle Punktzahlt

Veröffentlicht am 20.05.2019

Süßer Roman, aber sehr oberflächlich

No Sweeter Summer
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No sweeter Summer habe ich aufgrund des Klappentextes ausgewählt:

Sie ist die eine, die ihn verlassen hat. Er ist der, den sie nie vergessen konnte ...
Die Werbetexterin Lila Harris weiß aus leidvoller ...

No sweeter Summer habe ich aufgrund des Klappentextes ausgewählt:

Sie ist die eine, die ihn verlassen hat. Er ist der, den sie nie vergessen konnte ...
Die Werbetexterin Lila Harris weiß aus leidvoller Erfahrung, wie es ist, sich in den falschen Mann zu verlieben. Sie hatte sich geschworen, diesen Fehler nie wieder zu begehen. Als jedoch Sam, ihr Ex, wieder in ihr Leben tritt und ihr ein verlockendes Angebot macht, weiß sie nicht, wie sie sich entscheiden soll: Wenn Lila erfolgreich mit Sam zusammenarbeitet, kann sie das Eiscafé ihres Großvaters retten, doch diese Chance bedeutet auch, dass sie Gefahr läuft, Sam wieder nahe zu kommen. Und das darf auf keinen Fall passieren - egal wie schwer es wird, der Versuchung zu widerstehen!

Meine Meinung:

Zu Beginn ist die Geschichte sehr oberflächlich, Personen und Orte werden benannt aber nicht genauer beschrieben. Als Beispiel Lincoln Park – Wenn ich mich mit Chicago nicht halbwegs auskennen würde, hätte ich erst später erfahren, dass die Story dort spielt. Auch Beschreibungen wie „hübsche Architektur“ sind halt einfach zu oberflächlich, um irgendeine Vorstellungskraft in eine konkrete Richtung zu lenken und dasselbe Bild wie Autorin sehen zu lassen. Die Story an sich verläuft chronologisch aus der Sicht von Lila und Sam wobei die Parts von Lila überwiegen. Sams Vergangenheit ist den längsten Teil der Geschichte ein Geheimnis und wird auch in Sam-Parts nur angedeutet. Zwar wird so die ganze Zeit darauf aufmerksam gemacht, dass Lilas Ansicht auf ihre Art verklärt ist aber als Leser bleiben wir wie gesagt im Unklaren und müssen auf die Auflösung, die ich ganz interessant fand, warten und zusehen wie die beiden immer wieder aneinander vorbei gleiten.

Sams Haltung ist erst unehrlich bzw. von Scham erfüllt und zum Ende hin plötzlich total offen und ehrlich. Die Entwicklung dahin ist mir zu vage und daher nicht deutlich nachvollziehbar und folglich unlogisch. Auch das Ende ist sehr abrupt und der Epilog sehr kitschig für meinen Geschmack. Für einen Lyx-Roman finde ich dieses Buch auch sehr brav, sexuelle Aktivitäten werden nur angedeutet.

Mit mehr Tiefgang hätte mir die Geschichte deutlich besser gefallen, das Potenzial war definitiv da und der Background von Sam in Zusammenhang mit der Intention für seine, im ersten Moment fragwürdigen Handlungen, hat auch die nötige Spannung reingebracht. Daher kann ich hier leider keine volle Punktzahl vergeben.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Eine Frau, ein Mann - Über Licht und Dunkelheit

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Ich muss zugeben, von Wild Hearts hatte ich mir nicht SO viel versprochen. Ich habe schon Bücher mit ähnlichem Klappentext gelesen und dachte es geht in die gleiche Richtung. Doch ich habe mich getäuscht.

Klappentext:

Sich ...

Ich muss zugeben, von Wild Hearts hatte ich mir nicht SO viel versprochen. Ich habe schon Bücher mit ähnlichem Klappentext gelesen und dachte es geht in die gleiche Richtung. Doch ich habe mich getäuscht.

Klappentext:

Sich auf die Liebe einzulassen ist wie sich seiner größten Angst zu stellen. Es tut weh. Du kannst alles verlieren. Aber wenn du mutig bist, alles gewinnen.

Ein alter Camper und ein Stück Land im Nirgendwo von Florida ist alles, was Sawyer Dixon nach dem Tod ihrer Mutter geblieben ist. Weit weg von ihrer Vergangenheit will sie einen Neuanfang wagen. Doch sie hat nicht mit ihrem neuen Nachbarn Finn gerechnet. Der missmutige (und furchtbar attraktive) Einzelgänger ist wenig begeistert davon, dass Sawyer vor seiner Haustür campt - und ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will!

Meine Meinung:

Schon der Auftakt war richtig stark mit starken Bildern, die die Autorin gezeichnet hat. Sie hat mich mit dem Prolog und dem ersten Kapitel schon voll gefangen und das Buch hat mich echt gehalten. Der Prolog aus Finns Sicht deutet schon an was passiert ist und warum er Einsiedler wurde, Sawyer begegnet uns in einem der schwersten Momente ihres Lebens und der Autorin ist es, bei mir, gelungen Interesse für Sawyer zu erregen aufgrund ihrer ungewöhnlichen Reaktion die letztendlich aber absolut nachvollziehbar für mich war.

Sehr positiv fand ich die vielen kleinen Details, die Geschichten für mich liebenswert machen, so zum Beispiel die Idee der „Pings“ im Pub. […]“Ping ist das Geräusch, das man hört, wenn etwas passiert, das das eigene Leben für immer verändert.“

Sawyer ist eine Frau, die in, für emanzipierte Frauen, undenkbaren Verhältnissen großgeworden ist. Ein Mensch zweiter Klasse, weil sie eine Frau ist. Um so spannender ist der Ausbruch aus ihrem bisherigen Leben und die Begegnung mit Finn. Ein sehr bezeichnender Teil aus der Geschichte:
„Läufst du vor irgendetwas davon, Sawyer Dixon?“ Ich zögere einen Augenblick. „Ich sehe es lieber so, dass ich auf etwas zu laufe.“ „Und was genau soll das sein?“ […] „Freiheit.“

Sie und Finn sind da totale Gegensätze – Er hasst es zu leben während Sawyer dafür kämpft endlich leben zu dürfen. Diese Spannung ist auch Ursache der Anziehung zwischen den beiden. Sie ist rein und unschuldig, Finn fühlt sich schuldig. Er sieht das Licht in ihr, was in ihm erloschen ist durch das zwei Jahre zurückliegende Ereignis.
Ein zentrales Thema ist die Trauer. Spannend ist hier die unterschiedliche Wirkung auf die beiden zentralen Figuren. Ich finde das auch sehr wichtig, um den Leser noch einmal zu zeigen, dass Trauer sehr unterschiedlich sein kann und es keinen Masterplan gibt.

Die Anziehung zwischen Sawyer und Finn ist ab der ersten Begegnung spürbar und per se ist es nicht überraschend, dass Sawyer dieses unbekannte Terrain durchaus interessiert und ihr Körper auch entsprechend reagiert. Sie ist nun einmal schon 21. Finn ist für mich da etwas zu direkt, wobei das Teil der Figur sein kann, ich will mir da kein Urteil erlauben. Auch die ersten sexuellen Erfahrungen finde ich nicht so weit hergeholt, lediglich die Szene in der Bücherei hat mich überrascht und das Ganze etwas in Frage stellen lassen. Keine Verhütung? Auf diese Art und Weise? Da fehlt mir irgendwie auch die Empathie seitens Finn für die Situation.

Das Ende war nochmal ein ordentlicher Knaller. Ein, für mich, überraschender Cliffhanger und ich werde Band 2 definitiv lesen.

Insgesamt eine spannende Geschichte über eine starke Frau, die sich der Welt stellt und sie mit offenen Armen empfängt. Und über einen Mann, der dachte alles verloren zu haben und sein Licht in einem Mädchen mit vielen Sommersprossen wiedergefunden hat.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Gute Idee, schlechte Hauptfigur

Tiefseeherz
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Der Klappentext von Tiefseeherz war für mich sehr ansprechend:

Schon der erste Blick in Jacks meeresblaue Augen lässt Lizzies Herz höher schlagen. Doch sie kann die Zeit mit ihm nicht richtig genießen, ...

Der Klappentext von Tiefseeherz war für mich sehr ansprechend:

Schon der erste Blick in Jacks meeresblaue Augen lässt Lizzies Herz höher schlagen. Doch sie kann die Zeit mit ihm nicht richtig genießen, denn in dem kleinen Küstenort Lavender verschwinden immer wieder Menschen spurlos – und Lizzie wird das Gefühl nicht los, dass Jack etwas damit zu tun hat. Kann sie ihm überhaupt vertrauen? Als ihre beste Freundin Sophie verschwindet, stellt Lizzie Jack zur Rede. Das Geheimnis, das er ihr offenbart, stellt ihr Leben auf den Kopf. Ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt?

Er verspricht Liebe, Spannung und fantastische Elemente. Grundsätzlich wurde diese Erwartung auch erfüllt nur leider ist die Protagonistin in meinen Augen einfach schrecklich. Sie ist trotzig, aufmüpfig, wirkt manchmal schwer von Begriff, zickig und hat manchmal Vorstellungen, die einfach nur Nonsens sind. Ein Beispiel „Da muss [ein Mädchen] einem Jungen einfach eine beleidigte Szene machen, um zu zeigen, dass er seine Worte besser etwas vorsichtig wählen sollte.“ Warum zur Hölle? Man kann auch den Mund aufmachen und einfach sagen, dass man das nicht in Ordnung fand. Weiter ist sie gerade zum Ende natürlich diejenige, die richtig handelt, genau in den richtigen Momenten andere überrumpelt und wenn sie jemanden befreit, erwartet sie, dass derjenige sich erstmal bedankt was bei einer Fluchtaktion einfach nur quatsch ist. Ich bin mit ihr anfangs noch halbwegs warm gewesen aber im Laufe der Geschichte wurde mir Lizzie einfach nur noch unsympathisch.

Des Weiteren gibt es viele Adverbien, die einfach nur strecken, es wird viel zu viel umschrieben und erklärt, was zum Teil überhaupt nicht hineinpasst. Beispielsweise trägt sie am Abend einen kurzen Schlafanzug und es wird dann ausführlich erklärt warum sie keinen langen trägt. Warum? Das ist so unnötig und solche Belanglosigkeiten kommen sehr häufig vor. Die Geschichte wird dadurch auch künstlich gedehnt was mir schon vor der Hälfte die Lust am Lesen genommen hat und es mir sehr schwer gemacht hat. Später kamen zum Teil noch Logikfehler hinzu oder auch (in meinen Augen) fehlerhafte Bezeichnungen. Das ist sehr schade, weil es leider zeigt, dass man sich da nicht umfassend genug mit beschäftigt hat. Eine eigene Welt zu kreieren erfordert nun einmal auch die Geschichte dahingehend zu prüfen. Last but not least ist auch gerade dieser letzte Abschnitt nicht sehr detailliert geschrieben. Das führt wiederum dazu, dass ich als Leser Schwierigkeiten habe mich in diese Welt reinzudenken was ziemlich schade ist. Darüber hinaus werden noch echt flache Witze eingebaut, die für mich die Ernsthaftigkeit der Autorin gegenüber ihrer Geschichte stark geschmälert haben.

Insgesamt sei zu sagen, dass Tiefseeherz eher für jüngere Leser im Teenageralter geeignet ist. Ich lese zwar gern Young Adult/ New Adult aber bin mir dieser Hauptfigur einfach nicht warm geworden. Die Geschichte hat eine gute Idee als Grundlage und funktioniert bis zu einem Punkt auch gut, nur leider verliert sich die Geschichte spätestens ab der Hälfte in Nebensächlichkeiten, die den Fokus immer wieder vom aktuellen Geschehen weglenken, was ich sehr schade finde und für mich den Lesefluss massiv negativ beeinflusst hat. Manche Dinge müssen nicht erklärt oder gesagt werden, der Leser kann sich auch was dazu denken und ich denke hier kann die Autorin ihrem Publikum einfach etwas mehr zutrauen.

Es handelt sich hier um ein Debüt und ich wünsche der Autorin trotz meiner umfangreichen Kritik viel Freude beim weiteren Schreiben und wer weiß – Vielleicht kann mich die nächste Protagonistin mehr überzeugen als Lizzie.