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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2025

Viel besser als gedacht

The Fake Out – Sie will ihr Leben in den Griff bekommen ... aber ist er die Lösung?
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Ich muss ehrlich sagen: Sports Romance ist eigentlich nicht mein Genre. Große Footballstars, durchtrainierte Typen und Klischees vom „Bad Boy mit weichem Kern“ lassen mich meistens eher kalt. Aber „The ...

Ich muss ehrlich sagen: Sports Romance ist eigentlich nicht mein Genre. Große Footballstars, durchtrainierte Typen und Klischees vom „Bad Boy mit weichem Kern“ lassen mich meistens eher kalt. Aber „The Fake Out“ hat mich wirklich überrascht – im allerbesten Sinne.

Mae und Chris sind zwei Charaktere, die man einfach mögen muss. Mae ist clever, witzig und wunderbar sarkastisch, während Chris zwar auf den ersten Blick wie der klassische NFL-Star wirkt, aber schnell zeigt, dass viel mehr in ihm steckt. Dass er in einer Bibliothek (!) auftaucht, um sich vor seinen Fans zu verstecken – und dabei heimlich RomComs liest – hat mich sofort für ihn eingenommen. Zwischen den beiden sprühen die Funken, und das Knistern ist auf jeder Seite spürbar. Besonders ihre Gespräche und kleinen Sticheleien fand ich herrlich unterhaltsam.

Die Entwicklung der Beziehung hat mir richtig gut gefallen: vom Missverständnis zum Buchclub bis hin zu einer Verbindung, die viel echter und emotionaler ist, als ich erwartet hätte. Auch wenn die Geschichte ein paar typische Romance-Momente hat (Stichwort: überraschender Heiratsantrag), fühlt sie sich nie zu übertrieben oder kitschig an. Im Gegenteil – sie ist charmant, witzig und einfach schön zu lesen.

The Fake Out war für mich der Beweis, dass Sports Romance auch mit viel Herz, Humor und Buchliebe daherkommen kann. Eine rundum süße Geschichte mit zwei tollen Protagonisten, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe. Verdiente vier Sterne!

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Veröffentlicht am 06.05.2025

etwas zu tragisch, aber herzzerreißend

Moments So Blue Like Our Love (Blue Eternity 1)
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Moments so blue like our love hat mich von Anfang an emotional gepackt. Die Geschichte von Emmie und Sam ist berührend, intensiv und bittersüß – eine dieser Lovestorys, bei der man sofort spürt: Das wird ...

Moments so blue like our love hat mich von Anfang an emotional gepackt. Die Geschichte von Emmie und Sam ist berührend, intensiv und bittersüß – eine dieser Lovestorys, bei der man sofort spürt: Das wird wehtun. Und ja, das tut es auch.

Emmie ist ein absolut liebenswerter Charakter. Sie hat Tiefgang, Träume und Humor – ich mochte sie sofort. Auch Sam war mir auf Anhieb sympathisch, auch wenn er sich anfangs ganz schön abweisend gibt. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto klarer wird, warum er seine Mauern aufgebaut hat. Die Dynamik zwischen den beiden ist greifbar und authentisch, voller leiser Momente, Wortgefechte und echter Gefühle. Besonders schön fand ich die vielen kleinen Taylor Swift Anspielungen – sie waren stimmungsvoll eingebaut und haben der Geschichte eine ganz besondere Note verliehen.

Trotz aller Schwärmerei muss ich aber sagen: Die Geschichte war mir stellenweise zu tragisch. Natürlich gehören Herzschmerz und Konflikte zu einer guten Romance dazu, aber hier war es fast ein bisschen viel des Guten. Das Drama wirkte an manchen Stellen so übermächtig, dass es den Zauber der leisen, intimen Szenen fast überdeckte.

Nichtsdestotrotz: Das Buch hat mich berührt, zum Nachdenken gebracht und stellenweise sogar zu Tränen gerührt. Wer emotionale Liebesgeschichten mit melancholischem Unterton liebt – und dabei nichts gegen ein bisschen Herzschmerz hat – wird mit Moments so blue like our love definitiv auf seine Kosten kommen. Vier starke Sterne für ein tiefgründiges, tragisches, aber auch wunderschön geschriebenes Buch.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

tolle Sports Romance

Mismatch
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Mismatch hat mich positiv überrascht! Obwohl ich nicht jede Sports Romance automatisch liebe, hat mich diese hier von Anfang an gepackt. Joyce und Austin sind zwei starke Protagonisten, die nicht nur super ...

Mismatch hat mich positiv überrascht! Obwohl ich nicht jede Sports Romance automatisch liebe, hat mich diese hier von Anfang an gepackt. Joyce und Austin sind zwei starke Protagonisten, die nicht nur super miteinander harmonieren, sondern auch beide mit eigenen Herausforderungen zu kämpfen haben.

Austin ist mehr als nur der neue Basketball-Star – er ist vielschichtig, mit einer Vergangenheit, die sich langsam entfaltet und einen emotional richtig mitnimmt. Besonders gelungen fand ich, wie er zwischen Selbstschutz und Offenheit schwankt, was ihn sehr menschlich macht. Joyce dagegen mochte ich sofort: ehrgeizig, klug und mutig, ohne dabei verbissen zu wirken. Dass sie sich als Frau in der Sportjournalismuswelt behaupten muss, war ein spannender Handlungsstrang, der der Geschichte Tiefe gegeben hat.

Die Chemie zwischen den beiden ist glaubhaft, das Knistern spürbar, ohne dass es zu sehr in den Vordergrund rückt. Die Handlung hatte genau die richtige Mischung aus Romantik, Spannung und emotionalem Tiefgang. Man fiebert mit, möchte wissen, was Austin verbirgt – und hofft gleichzeitig, dass Joyce sich nicht zwischen Karriere und Herz entscheiden muss.

Ein kleiner Stern Abzug, weil einige Wendungen vorhersehbar waren und das Ende vielleicht etwas zu glatt lief – aber insgesamt ein wirklich gelungenes Buch! Wer College-Settings, Sport und eine authentische Liebesgeschichte mit Ecken und Kanten mag, ist bei Mismatch genau richtig.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Jahreshighlight

Achtzehnter Stock
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Achtzehnter Stock ist für mich eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Wanda ist eine der authentischsten und vielschichtigsten Protagonistinnen, die mir seit Langem begegnet sind. Ihre ...

Achtzehnter Stock ist für mich eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe. Wanda ist eine der authentischsten und vielschichtigsten Protagonistinnen, die mir seit Langem begegnet sind. Ihre Geschichte hat mich tief berührt, zum Nachdenken gebracht und manchmal auch wütend gemacht – weil sie so echt ist.

Statt Glitzerwelt und Karriere wie aus dem Drehbuch findet sich Wanda mit ihrer kleinen Tochter Karlie in einem Hochhaus im achtzehnten Stock wieder – ohne Aufzug, ohne Empfang, ohne Aussicht auf das Leben, das sie sich einmal erträumt hatte. Und doch ist da dieser ungebrochene Wille, mehr zu wollen, mehr zu sein. Als sich ihr eine Gelegenheit bietet, in eine andere Welt einzutauchen, fühlt man mit jeder Seite die Spannung zwischen Hoffnung und Realität, zwischen Sehnsucht und Verantwortung.

Die Sprache ist klar, manchmal schonungslos, dann wieder überraschend poetisch. Der Roman schafft es, soziale Ungleichheit, Mutterschaft, Träume und Selbstverwirklichung mit so viel Feingefühl und Tiefe zu erzählen, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will.

Besonders gelungen ist, dass Wanda nie zur Heldin verklärt wird – sie ist voller Widersprüche, macht Fehler, wächst daran und bleibt doch immer nahbar. Gerade das macht sie so stark. Auch die Nebenfiguren – allen voran die kleine Karlie – sind liebevoll und glaubwürdig gezeichnet.

Achtzehnter Stock ist ein kluger, zärtlicher und wütender Roman über das, was es bedeutet, sich selbst nicht aufzugeben. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Mehr vom Selben

Die geheime Sehnsucht der Bücher
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Ich habe mich wirklich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Als großer Fan von Das Lavendelzimmer und seiner ersten Fortsetzung war ich gespannt, wie es mit Monsieur Perdu und seinem Bücherschiff Lulu weitergeht. ...

Ich habe mich wirklich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. Als großer Fan von Das Lavendelzimmer und seiner ersten Fortsetzung war ich gespannt, wie es mit Monsieur Perdu und seinem Bücherschiff Lulu weitergeht. Und wie immer war es ein Genuss, ihm dabei zuzusehen, wie er in seiner Pharmacie Littéraire gebrochene Seelen mit der Kraft der richtigen Geschichte heilt.

Auch Pauline, seine junge Auszubildende, ist ein toller Charakter – empathisch, klug und mit einem ebenso feinen Gespür für Bücher wie ihr Mentor. Die Chemie zwischen den beiden ist herzerwärmend und gehört für mich zu den Highlights des Romans.

Im Mittelpunkt steht diesmal jedoch die zwölfjährige Françoise, die mit einem großen Geheimnis bei Monsieur Perdu auftaucht. Ihre Mutter steckt in Schwierigkeiten, und natürlich steht Perdu mit all seinem Herz und seiner Weisheit bereit, um zu helfen. Die Geschichte greift wichtige Themen auf – Zensur, Freiheit, Literatur als Heilmittel – doch leider hat mich die Handlung nicht so mitgerissen, wie ich es mir gewünscht hätte.

So sehr ich die Atmosphäre, die Sprache und die Figuren schätze – besonders Monsieur Perdu bleibt für mich einer der liebenswertesten Buchcharaktere überhaupt –, so sehr frage ich mich auch, ob es diese Fortsetzung wirklich gebraucht hat. Viel Neues bietet sie leider nicht, und die eigentliche Handlung wirkt stellenweise eher dünn.

Ein schöner Roman für zwischendurch, vor allem für Fans der Reihe, aber kein Must-Read wie der erste Band.

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