Profilbild von KGranger

KGranger

Lesejury Star
offline

KGranger ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KGranger über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2025

interessantes Thema, zähe Umsetzung

Überleben ist alles
0

Die Grundidee von Überleben ist alles hat mich sofort angesprochen: Ein Vater, der nach einer Pandemie in Angst lebt und seine Kinder in ein abgelegenes Safe House bringt, weil er eine neue Katastrophe ...

Die Grundidee von Überleben ist alles hat mich sofort angesprochen: Ein Vater, der nach einer Pandemie in Angst lebt und seine Kinder in ein abgelegenes Safe House bringt, weil er eine neue Katastrophe erwartet. Klingt nach einem spannenden Survival-Thriller – leider konnte mich die Umsetzung aber nicht wirklich fesseln.

Das größte Problem für mich war der Schreibstil. Die Geschichte wird aus der Sicht der jugendlichen Haley erzählt, die ihre Gedanken oft in Listenform präsentiert. Das mag als Stilmittel funktionieren, aber für mich fühlte es sich eher wie ein Survival-Guide an als wie ein spannender Roman. Mein Lesefluss wurde dadurch immer wieder unterbrochen, und echte Emotionen kamen kaum rüber.

Auch die Spannung blieb aus. Von Anfang an hat man das Gefühl, dass der Vater im Unrecht ist – was bleibt dann noch an Nervenkitzel? Wären tatsächlich Hinweise darauf aufgetaucht, dass Haley und ihr Bruder Ben in echter Gefahr sind, hätte das für mehr Unsicherheit und Spannung gesorgt. So blieb die Geschichte recht vorhersehbar und streckenweise langatmig.

Insgesamt ein interessantes Konzept mit viel Potenzial, das für mich aber durch den Stil und den fehlenden Spannungsbogen nicht ganz aufgegangen ist. Wer sich für Prepper-Themen interessiert, könnte dennoch auf seine Kosten kommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2025

fesselnd und faszinierend

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
0

Middletide – Was die Gezeiten verbergen hat mich sofort mit seinem wunderschönen Cover in warmen Rottönen angesprochen. Doch auch der Inhalt konnte mich überzeugen: Die Geschichte rund um den Schriftsteller ...

Middletide – Was die Gezeiten verbergen hat mich sofort mit seinem wunderschönen Cover in warmen Rottönen angesprochen. Doch auch der Inhalt konnte mich überzeugen: Die Geschichte rund um den Schriftsteller Elijah Leiths, der nach Jahren in seine Heimat zurückkehrt und plötzlich im Zentrum eines Mordfalls steht, ist fesselnd erzählt. Hat er die junge Ärztin Erin wirklich umgebracht? Oder steckt mehr dahinter?

Besonders spannend fand ich die verschiedenen Zeitebenen, die geschickt miteinander verwoben sind. Man wird als Leser immer wieder in andere Jahre versetzt, wodurch sich nach und nach ein vollständiges Bild der Ereignisse ergibt. Dieser Stil hat mich sehr an Der Gesang der Flusskrebse erinnert, was mir gut gefallen hat – allerdings muss man diese Art des Erzählens mögen, da man ständig zwischen den Zeiten springt.

Trotz der gelungenen Atmosphäre und der interessanten Handlung hat mir aber etwas gefehlt. Vielleicht hätte ich mir mehr emotionale Tiefe oder eine stärkere Verbindung zu den Figuren gewünscht. Dennoch ist es ein eindrucksvoller Roman mit viel Spannung und einer melancholischen Grundstimmung, die perfekt zur Küstenlandschaft passt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die geheimnisvolle Geschichten mit verschachtelten Zeitebenen mögen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2025

super spannend!

Lyneham
0

Schon das Cover von "Lyneham" hat mich sofort in seinen Bann gezogen – es erinnert mich ein wenig an die drei Brüder aus den Heiligtümern des Todes, und diese düstere, fast mystische Atmosphäre zieht sich ...

Schon das Cover von "Lyneham" hat mich sofort in seinen Bann gezogen – es erinnert mich ein wenig an die drei Brüder aus den Heiligtümern des Todes, und diese düstere, fast mystische Atmosphäre zieht sich auch durch das gesamte Buch.

Bereits auf den ersten Seiten hat mich die Geschichte gefesselt. Der Marshmallow-Test gleich zu Beginn war ein witziges Detail, das ich garantiert bestanden hätte – einfach, weil ich keine Marshmallows mag. Aber hinter diesem scheinbar simplen Test steckt so viel mehr: ein cleverer Einstieg in eine tiefgründige Story.

Henry ist gerade einmal 12 Jahre alt, als die Erde stirbt und er mit seiner Familie in ein fremdes Sonnensystem aufbrechen muss. Doch das Schicksal schlägt grausam zu – seine Mutter flieht in einem anderen Raumschiff und wird von ihnen getrennt. Was dann folgt, ist ein faszinierendes Abenteuer voller Spannung, Emotionen und atemberaubendem Worldbuilding.

Und genau dieses Worldbuilding hat mich absolut begeistert! Ich liebe Sci-Fi-Romane, und "Lyneham" hat alles, was ich mir von diesem Genre wünsche: eine fesselnde Zukunftsvision, eine intensive Atmosphäre und eine Story, die mich von Anfang bis Ende nicht mehr losgelassen hat.

Henry als Protagonist war für mich ein echtes Highlight. Seine Gedanken, Ängste und Hoffnungen waren so authentisch beschrieben, dass ich richtig mit ihm mitfühlen konnte.

Für alle Sci-Fi-Fans und Leser, die gerne in düstere, aber tiefgründige Geschichten eintauchen: "Lyneham" ist ein absolutes Must-Read!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2025

ganz okay

Say you swear
0

"Say You Swear" hat mich mit seinem Setting und der emotionalen Story durchaus abgeholt, aber komplett überzeugen konnte mich der Roman nicht. Die Geschichte um Ari, die von ihrem besten Freund Chase das ...

"Say You Swear" hat mich mit seinem Setting und der emotionalen Story durchaus abgeholt, aber komplett überzeugen konnte mich der Roman nicht. Die Geschichte um Ari, die von ihrem besten Freund Chase das Herz gebrochen bekommt und sich schließlich in Noah verliebt, bietet einige wunderschöne und gefühlvolle Momente. Besonders Noah als Love Interest hat mir gefallen – ein echter Bookboyfriend!

Allerdings war mir der Roman insgesamt zu lang und mit zu viel Drama versehen. Es gibt viele typische Klischees, die sich durch die Handlung ziehen, was nicht immer störend war, aber doch manchmal vorhersehbar wirkte. Zudem hatte ich Schwierigkeiten, wirklich zu den Charakteren durchzudringen. Besonders Chase hat mich mit seinem bevormundenden Verhalten Ari gegenüber oft genervt. Manche Entscheidungen und Reaktionen der Figuren konnte ich nicht ganz nachvollziehen.

Dennoch gab es einige wirklich emotionale Szenen, die mich berührt haben, und insgesamt mochte ich die Geschichte. Wer dramatische Liebesgeschichten mit einer Mischung aus Herzschmerz und Romantik mag, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2025

Ein Highlight

Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht.
3

Schon das Cover und der wunderschöne Farbschnitt von Hotel Ambrosia haben mich sofort angesprochen. Das Design mit dem geheimnisvollen Hotel und den beleuchteten Fenstern spiegelt perfekt die Atmosphäre ...

Schon das Cover und der wunderschöne Farbschnitt von Hotel Ambrosia haben mich sofort angesprochen. Das Design mit dem geheimnisvollen Hotel und den beleuchteten Fenstern spiegelt perfekt die Atmosphäre des Romans wider – ein echtes Highlight im Bücherregal!

Die Geschichte dreht sich um Robyn, die gegenüber vom Hotel Ambrosia wohnt und True-Crime-Podcasts liebt. Für ihren Lieblingspodcast beginnt sie, das Hotel genauer zu beobachten. Doch aufgrund ihres chronischen Fatigue-Syndroms kann sie das Geschehen nur aus ihrem Fenster verfolgen. Zum Glück bekommt sie Unterstützung von A.J., der vor Ort für sie ermittelt.

Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat, ist die Erzählweise! Neben der spannenden Handlung sind immer wieder Nachrichten aus Chats, Notizen zu alten Fällen und Interviews eingebaut, was das Ganze noch immersiver macht. Dadurch fühlt man sich, als wäre man selbst mitten in den Ermittlungen.

Auch die Charaktere sind absolut gelungen. Robyn ist eine starke und faszinierende Protagonistin, und A.J. war für mich eine echte Bereicherung – seine Rolle macht die Geschichte noch viel dynamischer.

Insgesamt ein fesselnder, atmosphärischer Roman mit einem einzigartigen Erzählstil. Wer spannende Geschichten mit True-Crime-Vibes liebt, sollte sich Hotel Ambrosia nicht entgehen lassen!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung