Grandioser Auftakt in das Leben der Hoteliersfamilie von Plesow
Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifenWir haben das Jahr 1924. Der Krieg ist seit 6 Jahren vorbei. Bernadette von Plesow führt zusammen mit ihrem ältesten Sohn Alexander das "Grand Hotel" in Binz - das wohl prächtigste Gebäude der ganzen Strandpromenade. ...
Wir haben das Jahr 1924. Der Krieg ist seit 6 Jahren vorbei. Bernadette von Plesow führt zusammen mit ihrem ältesten Sohn Alexander das "Grand Hotel" in Binz - das wohl prächtigste Gebäude der ganzen Strandpromenade. Es strahlt nicht nur Eleganz aus - der Gast erlebt puren Luxus, kann sich erholen und entspannen - und weiß dies auch zu schätzen. Bernadette ist eine starke Frau, vor der nicht nur ihre Angestellten Respekt haben. Nach dem Tod ihres Mannes Karl vor 13 Jahren hat sie sich alleine um das Hotel und ihre 4 gemeinsamen Kinder gekümmert. Und blickt jetzt auf ihren Erfolg - aber sie ist noch nicht am Ende angelangt.
Auch ihr Sohn Constantin führt das angesagte Hotel Astor mit angeschlossenem Varieté in Berlin. Anders als bei seiner Mutter in Binz erlebt der Gast hier das Nachtleben der 20er Jahre. Alkohol, wilde Partys, Drogen und Prostituierte. Und Constantin steckt mittendrin in den Geschäften.
Josephine, die jüngste Tochter im Bunde ist hin- und hergerissen. Nach ihrem erfolgreichen Kunststudium in Paris lebt sie jetzt von dem Geld ihrer Familie ohne festes Einkommen. Sie träumt von der großen weiten Welt - fühlt sich aber in Binz eingeengt. Wird sie zu ihrem Bruder nach Berlin ziehen? Und was strebt Bernadette alles noch an?
Dies war der Auftakt einer wundervollen Familiensaga um das "Grand Hotel" und die Familie von Plesow. Und ich muss gestehen, ich kann es kaum abwarten, bis ich wieder in nach Binz reisen darf. Das Buch ist wie eine Reise in eine andere Zeit, bei der in den Clubs noch geraucht, getanzt und im Nebenraum die Nutten vernascht wurden. Überall riecht es nach Alkohol, Schweiß und Autoabgasen von den Straßen Berlins. Und dann findet man sich im nächsten Kapitel schon wieder an der Seebrücke von Binz und lauscht den sanften Klängen des Akkordeonspielers. All das findet der Leser in diesem Buch. Viele Charaktere, die mir allesamt auf ihre Art ans Herz gewachsen sind - sei es das Zimmermädchen Marie oder Nolte, die rechte Hand von Constantin. Alle haben ihre eigene Geschichte und trotz der vielen Erzählstränge wird es keinesfalls chaotisch oder verworren - im Gegenteil, alles fügt sich doch wieder an der ein oder anderen Stelle zusammen. Ein Roman fürs Herz, der auch den ein oder anderen blutigen Schauplatz bereithält. Man muss dieses Buch einfach lesen!