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Veröffentlicht am 14.08.2020

Düsterere Geschichte mit Höhen und Tiefen

Darker Things
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Darker Things von Katja Ammon
Hardcover (Einzelband)

Inhalt:
Als die 17-jährige Lejla plötzlich von düsteren Visionen einer zerfallenen Welt heimgesucht wird, ist ihr normales Teenagerleben auf einen ...

Darker Things von Katja Ammon
Hardcover (Einzelband)

Inhalt:
Als die 17-jährige Lejla plötzlich von düsteren Visionen einer zerfallenen Welt heimgesucht wird, ist ihr normales Teenagerleben auf einen Schlag vorbei. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen und erfährt von der Dunkelwelt, einer Parallelwelt, die zu einer Gefahr für die Menschheit geworden ist. Irgendwie scheint sie mit dieser Welt verbunden zu sein, doch bevor sie herausfinden kann, was mit ihr geschieht, ist sie schon zur Gejagten einer mysteriösen Gesellschaft geworden, die die Menschen vor dem Bösen beschützen will. Und ausgerechnet der Junge, den sie in ihr Herz lässt, soll sie nun töten.

Meine Meinung:
Zuerst sei gesagt Darker Things ist ein Einzelband. Das war für mich leider nicht ersichtlich, aber nun mit Beenden des Buches, weiß ich es sicher.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir leider nicht so gut gefallen. Man trifft hier die Protagonistin in ihrem Alltag, die beste Freundin wird auch gleich vorgestellt… Es spricht nichts dagegen, die Hauptperson gleich auf der ersten Seite kennenzulernen, aber mit der Umsetzung habe ich mich schwer getan. Warum? Nun, wenn man die ersten Zeilen liest, erweckt es den Eindruck, als sollte man die Personen schon kennen. Was ja nicht Fall ist. Besser hätten mir ein paar Gedankengänge der Protagonistin Lejla gefallen, als erste Zeilen.

Der weitere Verlauf konnte mich auch nicht packen. Man erfährt von Lejla und ihren Problemen. Denn sie wurde angeblich beim Graffiti sprayen erwischt und muss nun in Sozialstunden ihre Strafe abarbeiten.
So gerät sie an den ersten Schauplatz, der für die Geschichte später eine Rolle spielt, aber bis es dazu kommt dauert es eine Weile. Leider dauerte mir das etwas zu lang.

Das Auftauchen des zweiten Helden Dorian, konnte mich auch nicht überzeugen. Ich konnte anfangs zu ihm keine Beziehung aufbauen. Vielleicht habe ich auch den Charaktertypen wie Dorian es war (unnahbar, geheimnisvoll, abweisend) auch einfach schon zu oft gelesen.

Die Charaktere haben eine Hintergrundgeschichte, das sie lebendiger werden lässt und sympathischer. Aber leider war die Umsetzung nicht mein Fall. Es dauerte mir einfach zu lange, bis die Beiden sich wirklich weiterentwickelt haben. Was zur Folge hatte, das sich das Buch für mich sehr in die Länge zog.

Die Geschichte ist hat ein düsteres Setting mit der ein oder anderen Überraschung. Am Schreibstil der Autorin gibt es nichts auszusetzen. Leicht zu lesen, gut verständlich und abwechslungsreich.

Was ich ein wenig schade fand, das hinten auf dem Schutzumschlag kein Klappentext zu lesen war, sondern ein Teil eines Dialoges. Leider nicht aussagekräftig und hat mich in der Buchhandlung auch dazu gebracht, dass Buch wieder wegzulegen. Es war eingeschweißt. Ich habe es später online bestellt, nachdem ich den richtigen Klappentext lesen konnte.

Fazit:
Darker Things war für mich eine leicht verständliche, düstere Fantasygeschichte, der es an Spannung fehlte bzw. erst gegen Ende häufen sich die Ereignisse. Die Idee zur Geschichte hat mir gut gefallen, aber der Funke ist leider nicht für mich übergesprungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.08.2020

Hexen, Dämonen und Intrigen

Sister of the Stars
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Sister of the Stars von Marah Woolf

Inhalt:
Vor vier Jahren wurde Vianne von einer Sylphe gebissen. Im folgenden Dämonenfieber verlor sie all ihre Hexenkräfte. Um zu überleben, musste sie ihre Heimat ...

Sister of the Stars von Marah Woolf

Inhalt:
Vor vier Jahren wurde Vianne von einer Sylphe gebissen. Im folgenden Dämonenfieber verlor sie all ihre Hexenkräfte. Um zu überleben, musste sie ihre Heimat und ihre große Liebe Ezra Tocqueville verlassen. Nun kehrt sie geheilt nach Frankreich zurück, das mittlerweile hinter einer riesigen Mauer liegt, die die Welt vor den Dämonen schützt. Vianne ist fest entschlossen, sich ihre Magie und Ezra zurückzuholen.
Vorher muss sie jedoch den jetzigen Großmeister der Magier überzeugen, einen Pakt mit den Dämonen zu schließen. Aber Ezra hat seine eigenen Pläne und in diesen kommt Vianne nicht mehr vor

Meine Meinung:
Zuerst einmal, das Cover ist ein Traum und auch innen ist das Buch wirklich sehr hübsch anzusehen. Mir haben auch die Erklärungen zu den Zaubersprüchen gefallen.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Auch wenn eine gewisse Person nicht gerade Sympathiepunkte bei mir gesammelt hat. Doch ich denke Marah Woolf hat sich bei dieser Person etwas gedacht und bis zum Schluss weiß man irgendwie nicht so recht, woran bei ihm ist.
Bei Sister of the Stars kennen sich dich meisten Charaktere schon einander. Es sind also gewisse Beziehungen schon vorhanden. War für mich mal was anderes und fand dies sehr erfrischend.

Im Mittelpunkt stehen drei Schwestern, die ich alle drei sehr mochte. Jeder ist sein ganz eigener Charakter und so liebenswert. Ich habe sie gleich auf Anhieb in mein Herz geschlossen.
Zum einen hätten wir da die älteste Schwester Aimeé (klug und sehr fürsorglich) und für ihre jüngeren Schwestern gewissermaßen ein Mutterersatz. Ich mochte ihre besonnene Art, wie sie mit den Dingen umgeht und das sie sich nicht so leicht täuschen lässt. Sie ist eher eine ernste Person, aber ich mag sie sehr.

Maelle ist geschickt im Umgang mit Kräutern und Heilkunst. Sie ist etwas vorlaut und neugierig. Ich mag ihre Unbeschwertheit und das sie andere damit ansteckt. Sie ist ein guter Ausgleich zu ihren Schwestern.

Und da hätten wir noch die jüngste Schwester Vianne und gleichzeitig die Hauptperson der Geschichte, aus deren Sicht erzählt wird.
Wie schon im Klappentext erwähnt, verliert sie ihre Kräfte. Das kratzt natürlich an ihren Selbstbewusstsein, doch sie gibt sich stets kämpferisch und entwickelt sich stetig weiter. Leider hat sie einen Schwachpunkt (aber lest das am besten selbst).
Das wichtigste jedoch ist, dass Vianne eine liebenswerte Protagonistin ist, die ich gern durch die Geschichte begleitet habe.

Neben den drei Schwestern gibt es einige interessante Nebencharaktere. Und bei manch einen fragt man sich „Gehört er jetzt zu den Guten oder Bösen?“ Schwarz oder Weiß? So eindeutig war das oft nicht, aber das hat das Buch auch irgendwie ausgemacht. Abgerundet durch Marh Woolfs tollen Schreibstil, mit dem es nie langweilig wurde.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben Tiefgang und der ein oder andere, so manches Geheimnis.
Mir gefielen die vielen Dialoge, die so locker waren, witzig und erfrischend.
Was dem Spannungsbogen betrifft, geschieht bei Sister of the Stars nicht unbedingt viel. Und, wenn war es nicht sehr überraschend. Das tut dem ganzen aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. In Band 1 durfte man verschiedene Personen und ihre Hintergründe kennenlernen. Die Welt und ‚was ist da eigentlich passiert‘.
Ich bin sicher in Band 2 und 3 geht es dafür umso rasanter weiter.

Fazit:
Sister of the Stars ist ein Roman, der sehr erwachsen daher kommt und mit sympathischen Charakteren, die man einfach mögen muss. Für alle die Hexen und Magie mögen, kann ich dieses Buch in jedem falle empfehlen.
Ich habe die Geschichte genossen und Vianne auf ihren Weg sehr gern begleitet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2020

Abschluss der Der Trilogie

Götterfunke
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Götterfunke: Verlasse mich nicht (Band 3)

Inhalt:
Ein Verräter hat sich unter die Götter in Monterey gemischt und bald weiß niemand mehr, wer Freund oder Feind ist. Agrios ist jedes Mittel recht, um in ...

Götterfunke: Verlasse mich nicht (Band 3)

Inhalt:
Ein Verräter hat sich unter die Götter in Monterey gemischt und bald weiß niemand mehr, wer Freund oder Feind ist. Agrios ist jedes Mittel recht, um in den Besitz des Ehrenstabs zu kommen und seine Macht im Olymp zu besiegeln. Nur gemeinsam können Jess und Cayden dem Kampf der Götter ein Ende machen. Doch Jess ist noch nicht bereit, Cayden zu verzeihen. Aber ist sie deshalb bereit, ihn zu opfern?

Mein Meinung:
Der dritte Band schließt nahtlos an den zweiten Band an. Nach dem spannenden Ende des vorigen Buches, gefiel mir der Einstieg in das letzte Buch sehr gut. Spannend und mitreißend geschrieben. Die Gefühle von Jess wurden sehr realistisch beschrieben, ihr Hoffen, ihr Bangen, die Angst um Cayden.
Und es war auch zum Zähneknirschen. Warum halfen die Götter nicht? Waren ihre Regeln so wichtig, das sie es sogar über das Wohlergehen von Cayden stellen.
Das hab ich mich öfters beim Lesen gefragt.
Jess muss da quasi allein durch. Ständig machen ihr die Götter Vorschriften. Sie soll dieses tun. Sie soll jenes tun und bloß niemanden etwas verraten. Dabei hätte das Mädel echt Hilfe gebrauchen können. Es wäre gut gewesen, sie hätte sich Cayden viel früher anvertraut, aber anderseits kann ich auch verstehen, dass sie verletzt ist. Dem Klappentext nach, hatte ich auch eigentlich gedacht, dasss Jess und Cayden zusammenarbeiten und nach einer Lösung suchen. Tatsächlich ist es eher ein Hin und Her zwischen den Beiden. Erst fast gegen Ende ziehen die Zwei tatsächlich an einen Strang. Ich fand dies schade und finde damit wurde Potential verschenkt. Die Beiden hätten den Göttern die Stirn bieten können. Gerade Jess ist doch der beste Beweis, das auch ein Mensch etwas bewirken kann.
Stattdessen muss man sich in diesen Buch mit Jess Gefühlsleben auseinandersetzen, was mir persönlich ein bisschen zu viel war.
Cayden bleibt hier leider eher im Hintergrund und ist auch weiterhin ein blasser Charakter. Er erfüllt eigentlich die gleiche Rolle, wie in den anderen Büchern auch (beschützt Jess, ist hin und wieder eifersüchtig, ist wütend…)
Jess hat sich einfach viel mehr weiter entwickelt. Aus einen verliebten Teenager ist eine starke Persönlichkeit geworden. Selbstlos, tapfer, einfühlsam, klug und all das, obwohl für sie doch ihre Familie auf dem Spiel steht. Letztendlich hat mich die Protagonistin überzeugt und ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Fazist:
Götterfunke war für mich eine Geschichte mit Höhen Tiefen. Es gab viel über die Götter zu erfahren. Super umgesetzt und in die Geschehnisse mit eingebunden. Viele interessante und liebenswürdige Nebencharaktere.
Eine unterhaltsame Geschichte, aber leider etwas vorhersehbar.
Marah Woolfs Schreibstil hat mir durchweg gefallen und es war nicht mein letzte Buch von ihr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.08.2020

Deutlich besser, als Band 1!

Götterfunke
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Götterfunke (2) Hasse mich nicht von Marah Woolf
Format: Hardcover

Inhalt:
In Band 2 beginnt für Jess das neue Schuljahr. Sie versucht Cayden zu vergessen und versucht sogar ihn zu hassen. Denn besagter ...

Götterfunke (2) Hasse mich nicht von Marah Woolf
Format: Hardcover

Inhalt:
In Band 2 beginnt für Jess das neue Schuljahr. Sie versucht Cayden zu vergessen und versucht sogar ihn zu hassen. Denn besagter Junge taucht in ihrer Schule auf, sowie seine Freunde. Jess ahnt nicht das sie noch immer ein Spielball der Götter ist und möchte auf keinen Fall zwischen die Fronten geraten.

Zusammenfassung:
Im neuen Schuljahr versucht Jes die Geschehnisse im Sommercamp zu vergessen und sich auf wichtige Dinge zu konzentrieren. Sie kümmert sich um ihre Schwester und Mutter, erarbeitet sich in einer Pizzeria Geld fürs College und lernt für die Schule.
Doch schon am ersten Schultag tauchen Cayden und seine Götterfreunde Apoll und Athene auf und stellen Jess Vorsätze auf eine harte Probe. Denn sie versucht sich von ihnen fernzuhalten, besonders dem Jungen der ihr Herz gebrochen hat.
Für zeitweilige Ablenkung sorgt ihr neuer Mitschüler, der bei den Mädchen auch sehr gut ankommt, aber sich nichts aus ihnen macht. Stattdessen freunden sich Jess und Mateo miteinander.
Wie auch schon in Band 1 gerät Jess in brenzlige Situationen, aus denen sie fast immer wieder Cayden rettet. Sie straft ihn jedoch weiter mit Abneigung und Ignoranz, was ihr bei ihrem ehemaligen Schwarm nicht ganz leicht fällt.
Neben Liebeskummer, kümmert sie sich um ihre alkohlkranke Mutter. Von ihrer ehemals besten Freundin Robyn erfährt sie keine Hilfe. Im Gegenteil, Robyn lässt nichts unversucht Jess weiter zu demütigen und von ihren Mitschülern auszugrenzen. Jess bleibt tapfer und versucht sich sogar mit ihr auszusprechen.
Zudem sind die Götter noch nicht fertig mit ihr und ziehen Jess immer weiter in ihre Angelegenheiten mit hinein. Am Ende muss Jess eine Entscheidung treffen, aber das lest ihr am besten selbst.

Meine persönliche Meinung:
Auch wenn Band 1 da beginnt, wo der erste endete (mit der Arroganz ihrer besten Freundin Robyn), so war ich von der Fortsetzung eher positiv überrascht.
Im Fokus stehen nämlich diesmal nicht die Gefühlsduselei eines Teenagers, sondern wichtige Dinge, die mir Jess sympathischer werden ließ.
Man bekommt Einblick in Jess Familienleben und lernt sie von einer anderen Seite kennen. Meiner Meinung nach erhält sie dadurch Tiefe, die mir im ersten Band gefehlt hat. Jess entwickelt sich weiter.
Cayden hält sich diesmal etwas mit den Mädchen zurück, verfolgt aber weiterhin sein Ziel. Es war erfrischend zu lesen, wie Jess ihn abweist. Er versucht bei ihr Wiedergutmachung zu leisten und beschützt sie auch weiterhin, aber eine große Weiterentwicklung sehe ich bei ihm nicht.
Die Götter und ihre Geschichte sind hier etwas präsenter und geben der Geschichte eine gelungene Abwechslung.

Fazit:
Band 2 hat mir deutlich besser gefallen. Die Geschichte war abwechslungsreich, spannend und wunderbar zum Abtauchen. Es hat sich für mich gelohnt durchzuhalten und ich bin schon neugierig wie es weiter geht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Götterfunke- Liebe mich nicht

Götterfunke
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Rezension zu Götterfunke (1): Liebe mich nicht von Marah Woolf

Inhalt:
Jess und ihre beste Freundin wollen ihre Sommerferien in einen Camp verbringen. Dort trifft sie auf Cayden, einen Jungen der ihr ...

Rezension zu Götterfunke (1): Liebe mich nicht von Marah Woolf

Inhalt:
Jess und ihre beste Freundin wollen ihre Sommerferien in einen Camp verbringen. Dort trifft sie auf Cayden, einen Jungen der ihr irgendwie bekannt vorkommt. Ein gut aussehender junger Mann, dem die Damenwelt zu Füßen liegt. Auch Jess verliert ihr Herz an ihn und verfällt Cayden hoffnungslos. Dabei ahnt sie nicht, das sie in das Spiel von Göttern geraten ist. Denn Cayden hat eine Vereinbarung mit Zeus getroffen und tut alles dafür, um sein Ziel zu erreichen. Er möchte sterblich werden und spielt mit den Gefühlen anderer. Um Sterblichkeit zu erlangen muss Cayden ein Mädchen finden, das ihm widersteht.

Zusammenfassung:
Ich habe die gebundene Ausgabe gelesen. Es ist ein Hardcover mit Schutzumschlag, dass sowohl mit als auch ohne Hülle hübsch anzusehen ist. Auf dem Cover ist wohl die weibliche Hauptperson zu sehen, die mir persönlich zu erwachsen aussieht, wenn man Jess Charakter bedenkt. Dazu gleich noch mehr.

Der Einstieg in die Geschichte ist leicht und beginnt mit einer kurzen Regelübersicht des Wettkampfs, den sich Cayden stellt. Beaufsichtigt wird das Ganze vom Götterboten Hermes, der im Laufe der Geschichte zahlreiche Aufzeichnungen anfertigt. Diese kleinen Zwischenkapitel durchziehen die ganze Geschichte und erlauben Einsicht in die Beobachtungen von Hermes, sowie seiner Meinung zu der Angelegenheit. Als Leser erhält man so zusätzliche Informationen.
Im Fokus steht natürlich die Protagonistin Jess, die im Sommercamp sportlichen und auch schulischen Aktivitäten nachgeht. In dem Fall Altgriechisch.
Sie schließt Freundschaften, genießt ihre Sommerferien und verliebt sich. Leider ist Cayden ein Frauenheld und Jess weiß nie so genau, woran sie mit ihm ist. Denn ausgerechnet ihre beste Freundin Robyn hat ebenfalls ein Auge auf ihn geworfen.
Jess hat im Laufe der Geschichte mit zahlreichen Gefühlen und Enttäuschungen zu kämpfen. Sie gerät mehrfach in Gefahr (von Göttern gemachte Gefahr) und wird immer wieder von Cayden gerettet, der immerzu in ihrer Nähe zu sein scheint.
Ihre Freundin ist ihr dabei leider keine große Hilfe. Im Gegenteil, es endet mit Rivalität und Zickenkrieg. Leider wird die Geschichte dominiert von dem Interesse der beiden Mädchen an dem geheimnisvollen Cayden, bis zum Schluss hin.
Nur die Anwesenheit einiger anderer Götter, wie Apoll und Athene bringen etwas Abwechslung in die Geschichte. Diese sind mir auch durchweg sympathisch gewesen. Es gab auch einige Einblicke in die griechische Mythologie und Hierarchie. Gut erklärt und verständlich.

Meine persöhnliche Meinung:
Der Roman wird dominiert von zahlreichen Stereotypen. Die Protagonistin ist ein Mädchen mit fehlenden Selbstwertgefühl und fragwürdiger Treue ihrer besten Freundin gegenüber.
Die beste Freundin Robyn ist attraktiv und sehr beliebt, die früh ihr wahres Gesicht zeigt und sich als zickig, eingebildet und rücksichtslos erweist.
Cayden ist für mich der schwächste Charakter, der nur mit seinem guten Aussehen glänzt und Herzen bricht. Er rettet Jess einige Male und ist ihr gegenüber oft sehr nett, aber das macht er schon wenige Seiten mit seinem Verhalten wieder zunichte.
Am sympathischsten waren mir da Apoll und Leah, die einfach nur sie selbst sind und sich aus der Dreiecksbeziehung weitestgehend heraushalten.

Fazit:
Der Schreibstil von Marah Woolf ist wie gewohnt: flüssig, bildhaft und leicht verständlich. Ich kam schnell in die Geschichte rein. Daran ist nichts auszusetzen.
Leider haben mir die dominierenden Schwärmereien von Jess und ihre Streitigkeiten mit ihrer besten Freundin, nicht so viel Lesevergnügen bereitet, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich habe schon einige Jugendromane gelesen, aber dieser war einer der schwächsten für mich. Trotzdem werde ich auch den zweiten Band lesen.

Götterfunke ist ein Jugendroman, an den man nicht mit zu hohen Erwartungen herangehen darf. Wenn man von einigen sich wiederholenden Situationen absieht und sich stattdessen auf zahlreiche nette Nebencharaktere einlässt, ist Götterfunke eine unterhaltsame Geschichte.

  • Cover
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