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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2020

Lacht, lebt und weint laut!

Rieslingsommer
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Eine Familiengeschichte, die fünf Generation von Schwanthaler-Frauen umfasst die ein kleines Weingut am Rhein besitzen, das jetzt so langsam aber sicher in die Pleite rutscht. Wenn die Frauen nicht endlich ...

Eine Familiengeschichte, die fünf Generation von Schwanthaler-Frauen umfasst die ein kleines Weingut am Rhein besitzen, das jetzt so langsam aber sicher in die Pleite rutscht. Wenn die Frauen nicht endlich mal ihre Köpfe zusammen stecken und ihre Ideen & Visionen sprudeln lassen!

Heike Wanner hat hier einen schönen Frauenroman geschrieben in einem tollen Setting, das ich mir wunderbar vorstellen konnte. Besonders die Umsetzung am Ende gefiel mir sehr, da würde ich auch gern bei einem schönen Spaziergang mal einkehren.

Die Geschichte enthält ein gutes Maß an Gemütlichkeit und Drama. Die Charaktere sind gut gelungen, nur die 17jährige Amelie hat oft nicht geredet wie ein Teenager fand ich. Und der Titel passt leider auch nicht so ganz, denn die Geschichte spielt im Frühling (wodurch auch weinanbautypische Dinge wie die Lese oder Herstellung von Wein gänzlich fehlten).

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Veröffentlicht am 09.02.2020

Nicht nachvollziehbar

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Die Kurzbeschreibung hatte mich extrem neugierig gemacht auf das Buch, das von so vielen anderen Rezensenten so hoch gelobt wurde. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen - die dann ins Bodenlose ...

Die Kurzbeschreibung hatte mich extrem neugierig gemacht auf das Buch, das von so vielen anderen Rezensenten so hoch gelobt wurde. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen - die dann ins Bodenlose stürzten. Entweder ich bin zu doof für das Buch gewesen, oder alle anderen kamen viel besser mit der wirren Mörderhetzjagd in Blackheath zurecht als ich.

Zuerst einmal gibt es keinerlei Erklärungen warum das Ganze passiert (und die Auflösung am Ende konnte mich auch nur leidlich zufrieden stellen), dann dauert es überhaupt erstmal ein paar Tage bis wir einem der Tode von Evelyn Hardcastle überhaupt nahe kommen, und dann gibt es in diesem ganzen Verwirrspiel gleich mehrere Bösewichte (was hatte es mit dem Lakaien auf sich?) vor dem der jeweilige Gast auf der Hut sein musste.
Für mich war das Ganze alles nicht mehr nachvollziehbar, wer was zu welchem Zeitpunkt wusste oder irgendwelche Hinweise plazierte. Selbst wenn das Ganze noch logisch wäre (was ich gar nicht nachvollziehen konnte) so macht es dem Leser doch gar keinen Spaß mehr, wenn er ständig nur hinterherhechelt und selbst gedanklich gar nicht mehr mitkommt. Es gab auch leider viel zu wenig Interaktionen zwischen den Personen, die wir aus den früheren Tagen schon kennen gelernt hatten, so dass man wenigstens ab und an mal einen Wiedererkennungs-Effekt hatte.

Ich habe mich dennoch tapfer durchgekämpft - anfangs in der Hoffnung dass bei mir der Knoten noch aufgehen würde, später dann weil ich jetzt eh schon so weit gekommen war und noch die Auflösung des Falles erfahren wollte. Insgesamt war es aber kein wirkliches Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 02.02.2020

Straßenkinder

Abgrund
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Der in der Kurzbeschreibung angeteaserte Sachverhalt ist nur der Einstieg in diesen 6. Fall für Hannah Jakob. Es entwickelt sich dann rasch weiter, in eine interessante und auch durchaus realistische Richtung.
Ob ...

Der in der Kurzbeschreibung angeteaserte Sachverhalt ist nur der Einstieg in diesen 6. Fall für Hannah Jakob. Es entwickelt sich dann rasch weiter, in eine interessante und auch durchaus realistische Richtung.
Ob es wirklich der schwerster Fall für die Kriminalpsycholigin ist sei mal dahin gestellt. Auf jeden Fall einer, an dem es wenig Anhaltspunkte und noch weniger Beweismaterial gibt. Da muss man auch mal den richtigen Riecher beweisen, auch mal etwas Glück haben und vor allem das Talent haben, maulfaule Zeugen doch zum Reden zu bringen.

Ich habe den Roman mit großer Spannung gelesen, Katharina Peters konnte mich mit ihrer Erzählweise erneut an die Seiten fesseln. Allerdings zog sich das Ende doch ein bisschen hin.

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Veröffentlicht am 01.02.2020

Wun-der-bar

Gar kein Plan ist auch eine Lösung
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Erfrischend, vielschichtig, liebenswert, profund, witzig, informativ - mit einem Wort: wunderbar! Das alles ist für mich dieser Roman von Kyra Groh.

Hier wird nicht nur eine Liebesgeschichte nach Schema ...

Erfrischend, vielschichtig, liebenswert, profund, witzig, informativ - mit einem Wort: wunderbar! Das alles ist für mich dieser Roman von Kyra Groh.

Hier wird nicht nur eine Liebesgeschichte nach Schema F (Trennung - Aufrappeln - Krone richten - Rebound Guy oder neue wahre Liebe finden) abgespult, sondern die Autorin macht aus ihren Figuren richtige Charaktere mit Ecken und Kanten. Und einer Lebensgeschichte, die im Fall von Mara nicht ganz ohne ist - sie aber auch nicht im absoluten Drama versinken lässt, wie es andere AutorInnen gerne tun. Mir hat die Hintergrundstory gefallen (auch wenn sich Mara zum Ende hin etwas wiederholt), sie verleiht der Protagonistin - und auch der Geschichte - die nötige Tiefe die ich brauche, um mir ein gutes Bild von ihr machen zu können.

Auch die Nebenfiguren sind Kyra Groh sehr gelungen. Denn wo bei anderen Autoren besonders Kitty und Veda leicht zu skurrilen Karikaturen hätten werden können, die lächerlich und unauthentisch gewirkt hätten sind sie bei Groh liebenswerte Unikate, die ich richtig ins Herz geschlossen habe.

Obwohl mir die Welt, in der sich Mara und Alex bewegen, relativ fremd ist (ich bin eher ein Social-Media-Dino, der ausschließlich Facebook nutzt) fand ich es äußerst spannend zu lesen, was genau eine Assistentin einer Influencerin alles zu tun hat - neben dem offensichtlichen Job, die vielen Fotos zu machen.

Noch lieber habe ich aber natürlich über Maras Zusammentreffen mit Marius gelesen. Zwischen den beiden stimmte einfach die Chemie, und in der Story insgesamt stimmte immer das Timing, bis hin zum Epilog. An den sich für mein Geschmack problemlos eine Fortsetzung anschließen lassen könnte!

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Veröffentlicht am 27.01.2020

Frauenfreundschaft

Wer flüstert, der liebt
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Drei Frauen, die alterstechnisch, beruflich und in Punkto Beziehungsstatus an komplett unterschiedlichen Stellen ihres Lebens stehen. Und trotzdem gute Freundinnen werden, die die Sorgen und Ängste der ...

Drei Frauen, die alterstechnisch, beruflich und in Punkto Beziehungsstatus an komplett unterschiedlichen Stellen ihres Lebens stehen. Und trotzdem gute Freundinnen werden, die die Sorgen und Ängste der anderen anhören und sowohl mit Rat als auch manchmal mit Tat zur Seite stehen.

Geschichten um eine solche Frauengruppe erhöhen natürlich die Chance, dass sich die Leserin mit irgendeinem Charakterzug oder Problem identifizieren kann. Doch selbst wenn dem nicht so ist, kann man das Buch einfach nur genießen. Das habe ich zumindest getan.
Ich habe letztes Jahr 2 Bücher der "Happy Inc."-Reihe von Susan Mallery gelesen, und beide nicht so gut gefunden wie dieses hier. Ich denke, weil hier die Frauen absolut im Mittelpunkt stehen und nicht die Anbahnung einer Romanze lang und breit beschrieben wird (genau das war für mich der Schwachpunkt in den "Happy Inc."-Büchern). Und die drei Frauen sind alle gleichberechtigt, sowohl was die Aufmerksamkeit, die die Autorin auf ihre Protagonistinnen legt, angeht als auch wenn es um die Stellung der einzelnen Frauen in der Gruppe geht. Eine jede ist für die andere da. Zudem ist jede nicht nur ein Abziehbild eines gewissen Typs Frau, der schablonenartig eingesetzt wurde, sondern hat eine individuelle Biografie und Vergangenheit.

Ich habe mich in Mischief Bay sehr wohl gefühlt (und war auch ein bisschen neidisch, dass es da im Februar so warm ist - aber auch nur kurz, bis ich daran dachte wie heiß + trocken es dann erst im Sommer ist) und werde die 3 Frauen ganz sicher auch im nächsten Band der Reihe 'besuchen'.

Der deutsche Titel ist allerdings recht eigenwillig und hat nichts mit der Story zu tun.

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