Interessant, aber leider nicht spannend
Die KammerSättigungstaucher ist nicht einfach ein Job, es ist eine Einstellung. Man muss sich bewusst für den Job entscheiden, wissen, was auf einen zukommt und sich für dieses Leben entscheiden. So geht es sechs ...
Sättigungstaucher ist nicht einfach ein Job, es ist eine Einstellung. Man muss sich bewusst für den Job entscheiden, wissen, was auf einen zukommt und sich für dieses Leben entscheiden. So geht es sechs Sättigungstauchern, unter Ihnen Ellen. Eine Frau, eine absolute Seltenheit in diesem Job. Gemeinsam sind die sechs in einer kleinen Kammer eingesperrt. Machen ihren Job unter schweren Bedingungen, bis das undenkbar passiert und einer von Ihnen ums Leben kommt. Erst nach einer Dekompression darf die Kammer wieder geöffnet werden. Doch in diesen Tagen kann viel passieren.
Der Schreibstil war angenehm, wenn auch sehr detailliert. Da das Buch oft sehr fachlich ist, ist es nicht Mal eben gelesen. Aber der Autor versucht es einem schön möglichst gut zu erklären.
Die Charakter lernt man nach und nach besser kennen. In dieser Kammer geben sie immer mehr von sich preis und lernt weiss man über das erste Opfer nachher fast nichts, während man von anderen schon einiges versteht. Besonders die Beweggründe.
Die Story selbst ist teilweise wirklich etwas zu detailliert. Sowas ist war Grundsätzlich nicht schlecht, aber hier war es etwas viel. Zudem wurden manche Routinen immer und immer wiederholt. Nachher wurde deutlich warum, dennoch streckt es die Story schon ganz schön. Insgesamt lernt man viel über die Situation und den Job. Es ist wirklich interessant, aber leider nicht spannend. Die Inneren Konflikte nehmen einen so großen Raum ein, dass das eigentliche Problem immer wieder in den Hintergrund rückt. Der Tod selbst nimmt einen kleinen Raum ein, im Vordergrund stehen die Taucher. Ihr Umgang mit der Situation, ihr innerer Kamp.
Alles in allem ist es ein sehr interessantes Buch. Aber mir fehlt das Bedrohliche, das Spannende. Die Auflösung war zu erahnen, ist aber dennoch gelungen. Nur leider ändert das nichts an dem Gesamteindruck. Wer jedoch viel Input wünscht, ist hier definitiv richtig.