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Veröffentlicht am 19.10.2025

Overload im Kopf

Freier Kopf statt Mental Load
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Wer kennt das nicht, der Tag hat nur 24 Stunden und ständig hat man das Gefühl, nicht alles erledigt zu haben. Die Gedanken kreisen, man springt von einer Aufgabe zur nächsten und wieder zurück, die To-Do-Liste ...

Wer kennt das nicht, der Tag hat nur 24 Stunden und ständig hat man das Gefühl, nicht alles erledigt zu haben. Die Gedanken kreisen, man springt von einer Aufgabe zur nächsten und wieder zurück, die To-Do-Liste wird immer länger statt kürzer, das Gefühl von Inkompetenz wächst, genauso wie die Erschöpfung, physisch wie psychisch.

Hier bietet der Ratgeber "Freier Kopf statt Mental Load" von Sara Pierbattisti-Spira und Prof. Dr. Katharina Wick Hilfe an um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, für mehr Entspannung und Wohlbefinden.
Das Buch gliedert sich in mehrere Teile, beginnend mit einem wissenschaftlich fundierten Überblick, was Mental Load genau ist und wie er entsteht. Der eigentliche Hauptteil beschäftigt sich sehr ausführlich mit diesen Ursachen, wie man sie erkennt und die eigenen identifiziert. Im Anschluß werden sehr viele Methoden und Hilfsmittel vorgestellt, mit denen man dem "Mental Load" zu Leibe rücken kann und bietet eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten und -wegen. Im letzten Teil wird zum einen der Frage nachgegangen, wie man die neugewonnene Freizeit sinnvoll gestalten kann, aber auch Hilfestellung angeboten, wenn es mit dem Entrümpeln im Kopf und im Leben nicht so funktioniert wie erhofft.

Der Ratgeber ist verständlich geschrieben, optisch gut aufbereitet und punktet mit schönen Übersichtstafeln, die den geschriebenen Text  nochmal verdeutlichen. Auch die farblich hervorgehobenen Tipps und Hinweise haben mir gut gefallen.
Das Buch vermittelt zwar keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse, bietet aber eine gute Übersicht über das aktuelle Angebot, wie z.B. Ikigai, Bullet Journeling, Achtsamkeit, div. Apps usw. Es ist daher eher an Menschen gerichtet, die sich mit der Thematik bisher noch nicht oder wenig beschäftigt haben und erstmal heraus finden wollen, welche der vielen Methoden evtl. passend ist/sind. Am Ende des Buches gibt es dann eine kleine Liste weiterführender Literatur.
Weniger gefallen hat mir allerdings, dass der Focus des Buches zu sehr auf Familien mit Kindern und hier besonders auf den Müttern liegt. Das ist mir zu einseitig, denn das Thema betrifft auch viele andere Menschen mit anderen Lebenskonzepten.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Spookily bad

Spookily Yours
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Leider muss auch ich sagen, dass dieses Buch für mich ein Reinfall war, wobei meine Erwartungen von vornherein nicht so hoch waren.

Immerhin versprach der Klappentext eine nette, cosy Geschichte mit Hexen, ...

Leider muss auch ich sagen, dass dieses Buch für mich ein Reinfall war, wobei meine Erwartungen von vornherein nicht so hoch waren.

Immerhin versprach der Klappentext eine nette, cosy Geschichte mit Hexen, Dämonen, Magie, Zaubersprüchen, einer sprechenden Katze, etwas Halloweenfeeling verbunden mit einer Liebesgeschichte, also passend für diese Jahreszeit.
Die ersten Seiten lasen sich auch wirklich noch ganz nett, das Hexenörtchen Pleasant Grove, die Hauptprotagonistin Willow und ihre Schwester mitsamt ihrer Bäckerei kreieren ein angenehmes Gefühl, man wünscht sich da mal durchzuspazieren und sich im Café ein Heißgetränk servieren zu lassen.

Spätestens als Damian, erst als verzauberte Katze, dann als entzauberter Dämon die Bühne betritt, wird es von Seite zu Seite gruseliger.
Die Entzauberung geht so schnell und unkompliziert vonstatten, das man sich fragt wo da große magische Mächte am Werk waren und warum er überhaupt verzaubert wurde. Magische Kräfte sucht man sowieso vergebens, die erwartet man aber schon in einer Fantasygeschichte. Natürlich auch eine spicy Liebesgeschichte, aber bitte nicht so grauenhaft schlecht. Das hatte schon was von einem schlechten Porno, die Dialoge fantasielos und teilweise unterirdisch, und wieoft, bitteschön, kann man auf 250 Seiten das Wort F*** unterbringen. Dieser gezwungene "DirtyTalk" passte so gar nicht zu den Charakteren, schon gar nicht zu Willow, die auf gefühlt jeder zweiten Seite errötet.
Viel Handlung kommt dann auch nicht mehr, sehr schade denn Potenzial wäre vorhanden gewesen.

Von mir daher keine Leseempfehlung, bei der Flut an wöchentlichen Neuerscheinungen kann man sein Geld besser investieren.

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Veröffentlicht am 03.10.2025

Die Heilkraft von Büchern

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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"Das richtige Buch, in den Händen der richtigen Person, genau im richtigen Augenblick, kann ein Leben für immer verändern..."

Mit diesem Satz beginnt das Buch "Das Jahr voller Bücher und Wunder" von Libby ...

"Das richtige Buch, in den Händen der richtigen Person, genau im richtigen Augenblick, kann ein Leben für immer verändern..."

Mit diesem Satz beginnt das Buch "Das Jahr voller Bücher und Wunder" von Libby Page und dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch das wunderschön gestaltete Buch der britischen Bestsellerautorin.

Nach dem tragischen Tod ihres Ehemannes Joe ist Tilly Nightingale in tiefer Trauer versunken, selbst ihre Leidenschaft, das Bücherlesen, hat sie gänzlich aufgegeben. Als sie an ihrem Geburtstag einen Anruf von Buchhändler Alfie Lane erhält und erfährt, dass Joe für sie ein Buch als Geschenk hinterlegt hat, und nicht nur dieses, sondern elf weitere, die sie im Laufe des Jahres monatlich erhalten soll, ist sie von diesem Arrangement zuerst gar nicht begeistert. Jedem dieser Bücher liegt zusätzlich ein Brief von Joe bei, indem er beschreibt, warum er genau dieses Buch ausgewählt hat, auf gemeinsame Erlebnisse aber auch Versäumnisse eingeht.
Mit jedem Buch und den damit verbundenen Ereignissen findet Tilly wieder zurück ins Leben, in ein lebens- und liebenswertes Leben.

Im ersten Moment mag sich das simpel, ja fast schon banal anhören, so oder so ähnlich schon oft gelesen. Aber das ist dieses Buch mitnichten.
Libby Page versteht es mit ihrem wunderbaren Schreibstil, tiefe Emotionen zu wecken, die aber niemals ins Kitschige oder gar Depressive abdriften. Selbst bei mir ist die eine oder andere Träne geflossen, genauso oft musste ich aber auch lachen und mitfiebern.
Die Charaktere der Hauptprotagonisten Tilly, Alfie und Joe sind sympathisch und facettenreich, was aber auch für die vielen anderen Begleiter auf Tillys Weg zutrifft. Man möchte kopfüber in die Geschichte eintauchen und Teil von ihr werden.

Tod, Trauer und Verlust sind schwere Themen, die in diesem Buch in einer Weise verarbeitet werden, dass an dessen Ende als Essenz die Hoffnung steht. Und die Liebe. Wenn man bereit ist, die eigene Komfortzone zu verlassen, den Blickwinkel zu ändern, Neues zu probieren, Wagnisse einzugehen, auch mit der Gefahr zu scheitern, Menschen eine Chance zu geben, die in unserem Leben bereits sind, oder neu hineintreten, dann hat man alle Möglichkeiten für ein erfülltes, vielleicht sogar glückliches Leben.
Und Bücher können da ein hervorragendes Hilfsmittel sein.

5 Sterne und klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Was für ein Buch!

Asa
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Als Asa nach sechs Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, steht ihr Racheplan bis ins kleinste Detail. Ein Rachefeldzug der sich gegen all diejenigen richtet, die ihr in ihren 44 Lebensjahren unfassbares ...

Als Asa nach sechs Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, steht ihr Racheplan bis ins kleinste Detail. Ein Rachefeldzug der sich gegen all diejenigen richtet, die ihr in ihren 44 Lebensjahren unfassbares Leid zugefügt haben, an vorderster Front ihre Familie.

Auf 700 Seiten entfaltet  sich eine gewaltige Geschichte, die uns der Autor Zoran Drvenkar Stück für Stück offenbart.
"Asa" ist nicht nur ein Thriller, sondern eine epochale Familiengeschichte, grausam und blutig, von Liebe und Verrat geprägt, düster und immer wieder mit unvorhersehbaren Wendungen, die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt zunehmend, je mehr Puzzlestücke an ihren Platz fallen.

Durch die besondere Erzählweise der Du-Perspektive konnte ich mich dem Sog der Geschichte zu keiner Zeit wirklich entziehen, obwohl viele Passagen extrem brutal sind und ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste um das Gelesene zu verdauen.
Aber auch um die Zusammenhänge zu reflektieren. Aufgrund der vielen Rückblenden, agierenden Personen und des besonderen Schreibstils war es nicht immer einfach der Story zu folgen.

Ich finde, Zoran Drvenkar ist hier ein unglaublich besonderes Buch gelungen, das sich von herkömmlichen Thrillern stark unterscheidet.
Klare Leseempfehlung für alle, die das außergewöhnliche Leseerlebnis suchen, zartbesaitet darf man allerdings nicht sein.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Bildgewaltiges Fantasyepos

Immortal Consequences – Die Blackwood Academy Trials
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Zuerst möchte ich bei "Immortal Consequences - Die Blackwood Acadamy Trials" von I. V. Marie das wunderschön gestaltete Äußere des Buches hervorheben. Auch wenn, besonders im Genre Fantasy, das inzwischen ...

Zuerst möchte ich bei "Immortal Consequences - Die Blackwood Acadamy Trials" von I. V. Marie das wunderschön gestaltete Äußere des Buches hervorheben. Auch wenn, besonders im Genre Fantasy, das inzwischen mehr die Regel als die Ausnahme ist, sticht dieses Buch definitiv heraus und verdient einen Ehrenplatz im Bücherregal.

Aber nun zur Story:
Die Blackwood Acadamy, angesiedelt in einer geheimnisvollen Welt zwischen Leben und Tod, ist die Heimat von jungen Verstorbenen, die hier in allen erdenklichen magischen Fähigkeiten unterrichtet werden um ihrer Aufgabe gerecht zu werden, verlorene Seelen auf die andere Seite zu begleiten. Allen Studierenden ist bewusst, dass sie irgendwann einem zunehmenden Vergessen anheim fallen, zu seelenlosen Hüllen werden und im Jenseits, im sog. Äther, für immer dahinvegetieren.
Um diesem Schicksal zu entgehen, ist es das Ziel aller Studierenden zum Nominierten der alle zehn Jahre stattfindenden Trials ernannt zu werden und nach erfolgreichem Bestehen der Aufgaben entweder in den elitären Kreis der Aufgestiegenen oder auf die andere Seite zu wechseln. Oder man schließt sich dem Demien-Orden an, einer undurchsichtigen Gemeinschaft außerhalb von Blackwood, die Schattenmagie praktiziert und von ihren Mitgliedern verlangt ihre Menschlichkeit aufzugeben.
Doch diesmal ist es anders, nicht ein Studierender wird ernannt, sondern zwölf, die sich in vier Wettkämpfen beweisen müssen um am Ende den Sieg davon zutragen. Doch im Laufe der Wettkämpfe wird klar, dass nichts ist wie es scheint, das Gut und Böse nicht klar zu trennen sind, das es viele Geheimnisse zu lüften gilt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und ungeheuer bildgewaltig, man fühlt sich in vielen Passagen der Geschichte mittendrin, kann sich die Settings in denen sich die Protagonisten bewegen sehr gut vorstellen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht sechs verschiedener Hauptpersonen erzählt, Wren und August, Irene und Masika, Olivier und Emilio. Das mag am Anfang aufgrund der schnellen Wechsel etwas verwirren und den Lesefluss behindern, aber je weiter die Geschichte fortschreitet und je mehr die Charaktere ausgearbeitet werden mit all ihren positiven und negativen Eigenschaften, desto mehr erkennt man, dass genau dies die Handlung vorantreibt, sich die inneren Abgründe und Illusionen im Äußeren spiegeln und umgekehrt.

I. V. Marie ist mit "Immortal Consequences" ein spannendes Debüt gelungen, das mit einem fantasiereichen Worldbuilding, interessanten  Haupt- und auch Nebenfiguren, die eine oder andere noch ausbaufähig, und überraschenden Wendungen aufwartet.
Wer es düster, geheimnisvoll und magisch mag, wird hier bestens bedient, nur auf eine spicy Liebesgeschichte wartet man vergebens, die bleibt doch eher in den "Kinderschuhen" stecken. Mir persönlich hat die aber nicht wirklich gefehlt, daher 4,5 Sterne von mir und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

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