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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2019

Ein leider sehr wenig überzeugender Roman.

Dragon Hunter Diaries - Drachen bevorzugt
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Spoiler


In dem Roman „Dragon Hunter Diaries – Drachen bevorzugt“ von Katie MacAlister, erstmals in deutscher Sprache erschienen im Jahr 2019, geht es um die Protagonistin Veronica (genannt Ronnie), welche ...

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In dem Roman „Dragon Hunter Diaries – Drachen bevorzugt“ von Katie MacAlister, erstmals in deutscher Sprache erschienen im Jahr 2019, geht es um die Protagonistin Veronica (genannt Ronnie), welche eine Angststörung hat und Angst vor Bakterien, Schmutz oder jeglicher Unordnung. Es kommt dazu, dass sich ihre Halbschwester mit ihr treffen möchte. Diese weiht sie in die Welt der Magie ein und stirbt. Zudem vermacht sie mit Hilfe eines Bisses Ronnie ihr Erbe als Drachenjägerin. Doch ich ihr neuer Nachbar zufällig der attraktive Halbdämon Ian, welcher mit ihr zusammen beschließt sich gegenseitig zu unterstützen.

Der Roman enthält einen Spannungsbogen, welcher schwer zu beschreiben ist. Mir ist es nicht möglich einen wirklichen Höhepunkt der Handlung zu definieren. Dies liegt zum Großteil daran, dass die Autorin ihre eigens aufgebaute Spannung wieder durch irgendwelche Witze oder lächerlichen Streitereien durch Ronnie und Ian zerstören lässt. Damit wird nie wirklich viel Spannung kreiert und es stört irgendwann einfach nur und bremst den eigentlichen Spaß zu Lesen.
Die Idee der Geschichte, rein inhaltlich betrachtet, finde ich eigentlich sehr ansprechend. Sie hatte etwas Neues und passte genau zu meinem Geschmack. Die Umsetzung der Geschichte dagegen war nicht sehr ansprechend. Dies kann man schon direkt am Anfang des Romans erkennen. Irgendwie wurde ich schon dort verwirrt. Man steigt am Anfang mitten in die Handlung ein. Fachbegriffe werden verwendet und es kommt zu einem Kampf, danach beginnt irgendwie erst die eigentliche Geschichte. Ich persönlich musste den Anfang zweimal lesen um überhaupt ansatzweise zu verstehen, was passiert und in welchem Bezug dies zu der weiteren Handlung steht. Dieser sehr schlecht gelungene Anfang hat mir schon den Spaß genommen. Der Einstieg in einen Roman muss Interesse wecken, Neugierde, damit der Leser weiterließt, ich dagegen hätte am liebsten abgebrochen. Leider stellt der Anfang ein Abbild des gesamten Buchs dar. Immer wieder kommen verwirrende, unlogische Sequenzen.
Komme ich auf die Charaktere zu sprechen. Ich war der festen Überzeugung, dass die Charaktere toll werden. Ich habe bereits andere Bücher von Katie MacAlister, welche mir wirklich gut gefallen haben und die Charaktere immer sehr überzeugend ausgearbeitet waren. Leider bei diesem Roman nicht. Ronnie ist einfach nur unglaublich nervig. Sie ist immer nur am reden und wirkt sehr unqualifiziert, da sie sich immer wieder wie ein Baby verhält und wirklich nur redet und Fragen stellt. Weiter ist sie auch nicht ausgearbeitet. Auch Ian ist wie ein Jugendlicher in der Pubertät. Bei ihm dreht sich alles nur um Ronnie und vielmehr erfährt man auch nicht über ihn. Man hätte Ian beispielsweise hintergründiger ausarbeiten können, meinetwegen auch mit einer Krankheit oder ähnlichem. Einfach mit mehr Hintergrundinformationen, die alles anschaulicher machen.
Allgemein wurden viele Fragen aufgeworfen, die auch mit Abschluss des Buches unbeantwortet blieben. Die im Vordergrund stehende Beziehung zwischen Ian und Ronnie überdeckt die komplette eigentliche Handlung, somit wurde die eigentlich interessante Grundidee in den Hintergrund gerückt. Generell war es schwer einen roten Faden zu erkennen und es wurden Charaktere eingeführt, die irgendeine Aufgabe hatten ohne sie vorzustellen. Auch die Liebesgeschichte war relativ schlecht gemacht, sie ging direkt los ohne etwaige Bedenken oder langsame Annährung.

Alles in Allem lässt sich sagen, dass ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen kann. Ich selber hätte es am liebsten abgebrochen, da es nicht logisch ist und dadurch sehr schwer zu lesen. Zudem sind sowohl die Handlung als auch die Charaktere nicht gut ausgearbeitet

Veröffentlicht am 25.07.2019

Ein runder Roman, verknüpft mit der griechischen Mythologie

Gold und Schatten
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SPOILER

In dem Roman „Gold und Schatten- Das erste Buch der Götter“ ,von Kira Licht, erstmals erschienen im Jahr 2019, geht es um die Protagonistin Livia, die als eine Diplomatentochter mit ihren Eltern ...

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In dem Roman „Gold und Schatten- Das erste Buch der Götter“ ,von Kira Licht, erstmals erschienen im Jahr 2019, geht es um die Protagonistin Livia, die als eine Diplomatentochter mit ihren Eltern neu in die Stadt Paris gezogen ist. Livia ist jedoch eine Nymphe, und hat besondere Fähigkeiten. Bei einer Führung, die sie besucht lernt sie Mael kennen. Mael ist ein Sohn des Hades und will zuerst mit der unfreiwilligen Hilfe von Livia Gold sammeln, um seine Schwester Agada zu befreien. Die beide verbindet etwas, was sich beide schwer erklären können. Immer wieder geraten sie aneinander, auf Grund von Geheimnissen und Lügen. Doch kommen sie sich stetig näher, auch einmal mit Aphrodites Hilfe. Livia lernt im Verlauf des Romans ihre Fähigkeiten weiter kennen und auch andere Götter wie Hermes oder Hades lernt sie kennen. Ihre Auffassung nur „Partner“ zu sein rückt im Laufe des Buches in Vergessenheit und wird nicht mehr beachtet.

Der Roman enthält einen Spannungsbogen, welcher immer wieder steigt und sinkt. Ich persönlich finde nicht, dass der Spannungs-Höhepunkt sich, wie häufig in Romanen, in der Mitte befindet. Es gibt Abschnitte, wo der Spannungsverlauf länger anhält, dann einen Höhepunkt hat und danach wieder absinkt. Zudem finde ich, dass sich der Spannungsbogen allgemein auf einem etwas höheren Niveau hält, da bis ans Ende dieses Buches Fragen bestehen bleiben, die sich durch das ganze Buch ziehen und somit auch in weniger ereignisreichen Szenen es nicht gar keine Spannung gibt. Ich finde aber auch, dass dieser eher laue Spannungsbogen der Geschichte nicht schadet. Ganz im Gegenteil, es passt zu der Geschichte, auch wenn das jetzt erstmals seltsam klingt, wird durch die kleinen, aneinandergereihten Spannungspunkte ein sehr interessanter Handlungsverlauf gestaltet.

Auch rein inhaltlich gesehen, überzeugt mich der Roman sehr. Alles geht flüssig in einander über und es gibt keine Stelle bei der man denkt, dass sie so nicht passieren könnte, oder dass sie Zusammenhangslos ist. Natürlich ist ein Roman, der auch von Übernatürlichem handelt immer etwas überraschend, aber ich finde alles geht wirklich gut ineinander über. So gefällt es mir sehr, wie zum Beispiel in Livias Gabe eingeführt wird. Auch sind die Charaktere in meinen Augen einigermaßen gut ausgearbeitet. Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass diese etwas tiefgründiger sind. In dem Sinne, dass eventuell Livias Vergangenheit in Seoul etwas genauer beleuchtet wird. Dies ist aber eher eine persönliche Vorliebe. Doch denke ich, dass man bei Mael und seiner Geschichte bezüglich der Beziehung zu seinen Brüdern oder Hades auf jeden Fall etwas weiter ausholen könnte. Ich würde dies sehr interessant finden. Vielleicht erwartet und das im zweitem Teil dieses Buches.

Der Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Er ist immer passen zu den Personen, die gerade sprechen und verbildlichen den Roman. So wird Aphrodite schon fast mit einer magischen Atmosphäre beschrieben. Besonders bei dieser Stelle konnte ich mir wirklich die Umgebung und die Atmosphäre sowie das Gefühl dort zu sein, vorstellen. Auch wenn die Pflanzen „reden“ erkennt man Unterschiede. So sind einige wirklich unzufriedene Pflanzen, andere aber wirklich liebe, durch die Wortwahl und allgemein die Art zu schreiben von Kira Licht wird man an das Buch und die dort erzeugte Atmosphäre gefesselt. Kira Licht hatte bereits erwähnt, dass sie etwas Neues in den Roman bringen wollte, mit der Einbindung von Nymphen. Das ist ihr in meinen Augen wirklich gelungen. Ich lese sehr gerne und viel Romane, die Mythologien enthalten, aber bin noch nie wirklich auf Nymphen gestoßen.

Alles in Allem lässt sich sagen, dass ich dieses Buch nur weiterempfehlen kann. Es ist wunderbar mit der griechischen Mythologie verknüpft. Der Schreibstil ist toll und alles das Buch gibt ein rundes Gesamtbild ab. Ich freue mich schon dein zweiten Teil zu lesen. Ich bedanke mich, dass ich dieses Buch rezensieren und an der Leserunde teilnehmen durfte.

Veröffentlicht am 15.07.2019

EIN ANSPRECHENDER YOUNG-ADULT-ROMAN!

Tell me three things
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Spoiler Warnung



In dem Young-Adult-Roman „Tell me three things“ ,von Julie Buxbaum, erstmals erschienen im April 2016, geht es um die Protagonistin Jessie, die auf Wunsch ihres Vaters mit ihm zu seiner ...

Spoiler Warnung



In dem Young-Adult-Roman „Tell me three things“ ,von Julie Buxbaum, erstmals erschienen im April 2016, geht es um die Protagonistin Jessie, die auf Wunsch ihres Vaters mit ihm zu seiner neuen Frau nach L.A. zieht. Dort ist Jessie gezwungen auf eine neue Schule zu gehen und fühlt sich dort alleine, denn alle anderen scheinen sich seit ihrer Kindheit zu kennen. Jessie muss die ersten Tage in dieser Schule alleine meistern und der Leser lernt Jessie als innerlich sehr starkes doch zu anderen Menschen eher schüchternes Mädchen kennen. Den Einstieg in dieses neue Leben erleichtert ihr ein Unbekannter, der ihr unter dem Namen Somebody Nobody (kurz SN) E-Mails schreibt, in denen er ihr von der Schule sowie den Leuten dort erzählt. Diese Konversationen sind sehr unterhaltsam und Jessie findet darin Aufmunterung. Es werden viele Probleme im Laufe des Buches aufgegriffen. Jessie muss den Tod ihrer Mutter verarbeiten, sie muss sie neue Frau ihres Vaters kennen lernen, ein neue Schule besuchen, sich gegen andere Mädchen und Menschen die sie heruntermachen wollen durchsetzen und sie muss die wahre Identität von SN aufdecken und sich mit den möglichen Kandidaten auseinandersetzen. Zudem wird gezeigt, wie Jessie im Laufe des Buches immer erwachsener wird.


Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Die drei Waffeln stehen für mich für die Entwicklung Jessies, die sich im Laufe des Buches zeigt. Zudem spielt die Zahl drei eine ganz bestimmte Rolle im Buch. Auch der Titel „Tell me three things“, zeugt von der Bedeutung der drei. Ich finde es besonders schön, dass der sich auch im Buch wiederfindet. Das SN und Jessie sich gegenseitig immer drei Dinge über sich selbst erzählen. Auch den Untertitel „Wenn das Glück in deinem Postfach liegt…“ findet man durch die E-Mails von, die Jessie stets fröhlicher/glücklicher machen wieder.
Das ganze Buch über fiebert man mit und versucht zu erraten wer SN ist. Dadurch wird ein hervorragender Spannungsbogen erzeugt. Immer wieder dachte ich beim Lesen, ich wüsste ganz sicher wer SN ist, doch dann musste ich in den nächsten Kapiteln erfahren, dass ich falsch lag. Zum Ende hin ging für mich die Spannung ein wenig herunter, das ich mir dann fast sicher über die wahre Identität SNs sein konnte. Zusammengefasst, hat der Roman einen, in meinen Augen, sehr guten Spannungsbogen, der bis fast an Ende der Geschichte erhalten bleibt.

Die Geschichte, die erzählt wird ist wundervoll. Sie beginnt mit dem Umzug Jessies, enthält die unterhaltenden Mails von SN, das Durcheinander mit ihren Freundinnen und den Jungen. In meinen Augen sind es die E-Mails, die die Geschichte so interessant machen. Man merkt, wie sie Jessie aufmuntern und es wird deutlich, wie anders Menschen sich doch im Internet verhalten als im echten Leben, beziehungsweise, wie sie sich anders darstellen. Es ist des Weiteren sehr interessant Jessies Entwicklung im Laufe des Buches zu entdecken. Sie wird immer stärker. Auch das sie Probleme in der Beziehung zu ihrem Vater hat ist schön dargestellt, wo dies doch die meisten Jugendlichen haben. Dieses realitätsnahe ist ausschlaggebend für die Geschichte und in meinen Augen sehr wichtig. Es ist schön zu erkennen, dass Jessie „Normal“ ist und nicht eines dieser Mädchen ohne Probleme. Sie findet sich selbst nicht wunderschön, auch so ergeht es den meisten Jugendlichen heutzutage. Sie ist nicht perfekt und auch ihr passieren peinliche Dinge und sie macht Fehler, die länger dauern und nicht eine Sekunde später wieder ausgebügelt sind. All dies finde ich extrem gut beschrieben und mach die Geschichte auch überzeugender, dass sie wirklich mal einem Mädchen so passiert sein könne. Auch wenn die E-Mails von SN wahrscheinlich über einen anderen Dienst verrichtet werden.

Die Figuren sind allesamt sehr authentisch. Wie oben schon erwähnt, ist dies, so denke ich persönlich, ein Produkt der realitätsnahen Arbeiten. Besonders Jessie wird durch ihre eigenen Zweifel und ihre „Schwächen“ sehr sympathisch. Sie ist stark, da sie sich diese eingesteht und versucht sich zu verbessern. Sie wird, wie oben schon angesprochen, immer erwachsener und ihre Veränderungen sind allesamt zu positiven. Sie wird selbstbewusster und lernt auch einmal ihren Willen durchzusetzen und sich selbst so zu lieben wie man ist und sich nicht immer mit anderen zu Vergleichen. SN ist natürlich auch eine sehr wichtige Persönlichkeit im Buch. Ihn finde ich als SN zwar sehr sympathisch, weil er stets lustig ist und Jessie auf eine humorvolle Art und Weise aufmuntert. Dennoch finde ich den Unterschied zwischen, wie er Jessie im Alltag begegnet und wie er sich dort verhält im Vergleich zu den E-Mails etwas zu stark. In meinen Augen ist dies leider nicht so realistisch, verleiht der Geschichte natürlich aber einen ganz anderen Touch.

Das Thema des Buches, ein Mädchen/Jugendliche zu beschreiben, die mit der Zeit erwachsen wird und sich vielen Problemen annehmen muss ist in meinen Augen komplett getroffen. Jessies Entwicklung wird realistisch dargestellt und ich hätte mir keine bessere Umsetzung, in der SN und ein so toller Handlungsverlauf inbegriffen sind vorstellen können.
Der Schreibstil ist wundervoll. Er ist flüssig und man bleibt an keiner Stelle des Buches hängen, weil der Schreibstil daran schuld ist. Der Sprache ist jugendlich und damit sehr passend zum Buch, da es auch um Jugendliche geht. Auch die E-Mails sind toll geschrieben und verdeutlichen einmal mehr, wie flexibel die Autorin mit der Sprache umgehen kann und ihren Schreibstil an bestimmte Situationen anpassen kann.


Alles in Allem verspricht dieses einzigartige Buch „Tell me three things“ von Julie Buxbaum unübertrefflichen Lesespaß, es lässt einen mitfiebern und hält einen jeden Leser gefangen. Es greift die typischen Probleme Jugendlicher auf, wie Liebe, Mobbing usw. doch erzählt es auch von der Verarbeitung eines Todesfalls und den Problemen mit einem Umzug und einer neuen Familie. Die Autorin hat einzigartige Charaktere erschaffen und eine wundervolle Geschichte daraus gesponnen.

Veröffentlicht am 30.05.2019

Ein überzeugender und lesehungrig machender Roman.

The Opposite of You
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In dem Roman „The opposite of You“ von Rachel Higginson, erstmals in deutscher Sprache erschienen im Jahr 2019, geht es um die Protagonistin Vera Delane, welche einen Food-Truck eröffnet. Eigentlich ...

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In dem Roman „The opposite of You“ von Rachel Higginson, erstmals in deutscher Sprache erschienen im Jahr 2019, geht es um die Protagonistin Vera Delane, welche einen Food-Truck eröffnet. Eigentlich hatte sie das Ziel Chefin ihrer eigenen Küche zu werden, aus diesem ist jedoch vorerst nichts geworden und so eröffnet sie ihren Food-Truck auf dem Parkplatz ihres Bruders, welcher einen Fahrrad Laden besitzt. Direkt gegenüber, auf der anderen Straßenseite liegt ein besten Restaurants in der Stadt das „Lilou“. Für Vera verkörpert das „Lilou“ all ihre geplatzten Träume. Der Küchenchef ist Killian Quinn, welcher sehr erfolgreich ist und mit herausragenden Gerichten glänzt und eigentlich nur positive Kritik bekommt. Diesem gefällt es am Anfang natürlich gar nicht, dass Vera gegenüber von ihm einen Food-Truck eröffnet und versucht sie anfangs zu vergraulen. Davon lässt sich Vera jedoch nicht einschüchtern und kreiert immer bessere Gerichte, obschon es nur ein Food-Truck ist. Von ihrem Können ist auch Killian beeindruckt, was er jedoch nicht zeigt und ihr immer wieder Zettel mit Verbesserungen schickt. Natürlich stört dies Vera und sie merkt, dass sie von ihm noch viel lernen kann. Im weiteren Handlungsverlauf lernen sich Killian und Vera besser kennen und immer wieder findet man humorvolles Ärgern. Des Weiteren taucht auch noch Derrek auf, welcher Veras Ex-Freund ist und schuld an ihrem geplatzten Traum ist. Veras Freunde, ihr Bruder und schlussendlich auch Killian helfen ihr mit ihm fertig zu werden und Killian und Vera kommen sich immer näher.

Der Roman enthält einen Spannungsbogen, welcher immer wieder steigt und sinkt, er hat zwar einen Spannungshöhepunkt in der Mitte, aber danach fällt die Spannung nicht konstant, sondern in Bögen. Doch finde ich das durch diese kleinen, aneinandergereihten Spannungshöhepunkte ein sehr interessanter Handlungsverlauf gestaltet auch vor und nach dem eigentlichen „Haupt“-Höhepunkt nie gar keine Spannung vorhanden ist, was ich wirklich schön finde.

Die Geschichte, rein inhaltlich betrachtet, finde ich auch sehr ansprechend. Alles geht flüssig in einander über und es gibt keine Stelle bei der man denkt, dass sie so nicht passieren könnte, oder dass sie Zusammenhangslos ist. Besonders gut gefällt mir, dass Vera nicht die typische, sehr erfolgreich Köchin ist sondern eher gescheitert ist. Diese Realität, dass nicht jeder total erfolgreich ist und auch mal scheitert und man auch mit Scheitern umgehen muss finde ich, besonders für jüngere Leserinnen und Leser sehr wichtig. Denn sonst ist es in Romanen meistens so, dass die Protagonisten alle schön, erfolgreich und toll sind und alle nie wirkliche Probleme haben oder Scheitern.

Das Thema des Romans, die Annährung von Vera und Killian, ist sehr gelungen umgesetzt. Das Kochen wurde sehr schön mit eingebracht und insgesamt überzeugt mich die komplette Handlung des Buches. Einzig und Allein das Ende stört mich etwas, da die Heirat in meinen Augen etwas zu schnell geschieht. Auch der Schreibstil ist wunderbar. Er passt immer zu der Person, die gerade redet und kreiert eine wirklich spannungsvolle und zu der Situation passende Atmosphäre.

Ich finde, dass sich über die Originalität eines Buches immer streiten lässt, besonders wenn es sich nicht um ein Fantasy oder Science-Fiction Roman handelt. Man kann das Rad nicht neu erfinden und natürlich haben auch schon andere Autoren Liebesgeschichten in Verbindung mit Kochen/Backen gebracht. Doch stelle ich kaum Ähnlichkeiten mit anderen Büchern dieses Genre fest (z.B. nicht mit der „Taste of Love“ Reihe).


Alles in Allem lässt sich sagen, dass ich dieses Buch nur weiterempfehlen kann. Es ist authentisch, humorvoll und gut zu lesen. Eigentlich hat es mich in fast allen Bereichen zu 100 Prozent überzeugt. Ich bedanke mich, dass ich dieses Buch rezensieren und an der Leserunde teilnehmen durfte.

Veröffentlicht am 04.12.2018

Ein überzeugender, humorvoller Roman

Taste of Love - Rezept fürs Happy End
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In dem Roman „Rezept fürs Happy End – Taste of love“ ,von Poppy J. Anderson, erstmals erschienen im Jahr 2018, geht es um die Protagonistin Vicky Miller, die auf Anordnung ihres Vorgesetzten an ...

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In dem Roman „Rezept fürs Happy End – Taste of love“ ,von Poppy J. Anderson, erstmals erschienen im Jahr 2018, geht es um die Protagonistin Vicky Miller, die auf Anordnung ihres Vorgesetzten an einem Männerkochkurs für Singels teilnehmen muss. Innerhalb dieses Kochkurses trifft sie auf Mitch O´Leary, einen erfolgreichen Anwalt, der an dem Kochkurs teilnimmt, um für Weihnachten für seine Mutter kochen zu können, da sein Vater erst vor kurzem verstorben ist. Beide kennen sich bereits flüchtig durch Freunde/Bekannte, doch kann sich Mitch nicht mehr an Vickys Namen erinnern, sie sich aber an seinen, doch nennt sie ihn aufgrund seiner Unkenntnis auch immer bei einem anderen Namen, daher erwischen sie einen schlechten Start. Beide werden in dem Kochkurs Kochpartner, was einige Streitereien/ Neckereien sowie Sarkasmus mit sich bringt, da Vicky absolut nicht Kochen kann und auch Mitch zu Anfang sehr schlecht ist. Ihre stetigen, sehr unterhaltsamen, Schlagabtäusche führen dazu, dass sie sich näher kommen und aus der anfänglichen Bekanntschaft wird eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen. Doch wird für beide aus der „Freundschaft“ bald mehr.


Der Roman enthält einen Spannungsbogen, welcher immer wieder steigt und sinkt. Ich persönlich finde nicht, dass der Spannungs-Höhepunkt sich, wie häufig in Romanen, in der Mitte befindet. Auch muss ich sagen, dass der Spannungsbogen insgesamt betrachtet eher weiter unten hält. Es kommen immer kleine Hochs und Tiefs, dennoch sind diese nicht wirklich „groß“. Ich finde aber auch, dass dieser eher laue Spannungsbogen der Geschichte nicht schadet. Ganz im Gegenteil, es passt zu der Geschichte, auch wenn das jetzt erstmals seltsam klingt, wird durch die kleinen, aneinandergereihten Spannungspunkte ein sehr interessanter Handlungsverlauf gestaltet. Die Geschichte, rein inhaltlich betrachtet, finde ich auch sehr ansprechend. Alles geht flüssig in einander über und es gibt keine Stelle bei der man denkt, dass sie so nicht passieren könnte, oder dass sie Zusammenhangslos ist. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle gerne noch einmal, dass ich es fantastisch finde, dass Vicky nicht dem Schönheitsideal entspricht und auch Selbstzweifel hegt. Diese kritische Auseinandersetzung mit dem Thema finde ich, besonders für jüngere Leserinnen und Leser sehr wichtig, außerdem gibt es der Geschichte einen gewissen Realitätsbezug, da im normalen Leben die meisten Menschen etwas an sich nicht „schön“ finden, so falsch dies auch ist. Der oben schon angesprochene Realitätsbezug zeigt sich auch in den Personen, sie wirken alle sehr authentisch. Ich würde als Thema des Buches die Wandlung von Freundschaft zur Liebe benennen. Es wird auch eine Freundschaft mit Gewissen Vorzügen, das typische Schönheitsideal und das typische Verhaltensideal angesprochen. Daher finde ich die Umsetzung dieses Romans sehr gelungen. Ich denke, dass das Thema nicht besser hätte getroffen werden können. Für die Folgenden Sätze entschuldige ich mich, falls ich Übertreibe, aber der Schreibstil ist einfach nur fantastisch. Er ist wunderbar, er passt zum Buch, zu den Personen, zu Allem was man liest. Es tut mir leid, aber ich liebe diesen Schreibstil einfach nur. Wer bis jetzt noch nicht die Leseprobe gelesen haben sollte, dem würde ich dies jetzt empfehlen, dann können Sie sich selbst überzeugen. Er ist Zucker. Wirklich. Ich denke, dass sich über die Originalität des Buches streiten lässt. Das Thema ist nicht wirklich etwas Neues, aber das muss es auch nicht immer sein. Für alle, die sich überlegen, das Buch zu kaufen: Lesespaß, Lachen und Kopfschüttelt ist garantiert. Versprochen.


Alles in Allem lässt sich sagen, dass ich dieses Buch nur weiterempfehlen kann. Auch für Leute, die eigentlich eher ein anderes Genre bevorzugen (wie ich) ist diese Buch ein Volltreffer. Authentisch, humorvoll und gut zu lesen. Ich bedanke mich, dass ich dieses Buch rezensieren und an der Leserunde teilnehmen durfte.