Cover-Bild How Not to Diet
(20)
  • Cover
  • Thema
  • Informationen
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe Life
  • Themenbereich: Gesundheit, Beziehungen und Persönlichkeitsentwicklung - Fitness und Ernährung
  • Genre: Ratgeber / Gesundheit
  • Seitenzahl: 752
  • Ersterscheinung: 30.04.2020
  • ISBN: 9783431070118
Michael Greger

How Not to Diet

Gesund abnehmen und dauerhaft schlank bleiben dank neuester wissenschaftlich bewiesener Erkenntnisse
Julia Augustin (Übersetzer), Alice v. Canstein (Übersetzer), Simone Schroth (Übersetzer), Karoline Hippe (Übersetzer), Barbara Röhl (Übersetzer)

Eine Mode-Diät jagt die nächste. Doch unterm Strich bringt keine den gewünschten, dauerhaften Gewichtsverlust. Wer eine Zeitlang auf einzelne Nahrungsmittel verzichtet, nimmt vielleicht kurzfristig ab, produziert auf Dauer jedoch Mangel - und Hunger. Michael Greger geht es ganzheitlich an: Er schlüsselt das komplexe Thema Ernährung bis ins kleinste Detail auf. Und zieht seine Erkenntnisse aus schließlich aus evidenzbasierten Fakten.
Vom Aufbau eines gesunden Mikrobioms, über einen verbesserten Stoffwechsel mittels Chronobiologie, bis hin zum Einfluss von Gewürzen liefert Greger Tipps und wissenschaftlich belegte Techniken wie jeder mühelos sein Idealgewicht halten kann. Verabschieden Sie sich endgültig von Kalorienzählen und Verzicht. Michael Gregers Empfehlungen machen nicht nur schlank, sondern garantieren eine starke Gesundheit.

Mit 21 ultimativen Abnehmboostern zur Beschleunigung der Fettverbrennung

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2020

Gute Ernährung schlecht vermittelt!

2

Das neueste Buch des US-amerikanischen Allgemein-& Ernährungsmediziners Dr. Michael Greger, „How not to diet“, trägt den Untertitel „Gesund abnehmen und dauerhaft schlank bleiben dank neuester wissenschaftlich ...

Das neueste Buch des US-amerikanischen Allgemein-& Ernährungsmediziners Dr. Michael Greger, „How not to diet“, trägt den Untertitel „Gesund abnehmen und dauerhaft schlank bleiben dank neuester wissenschaftlich bewiesener Erkenntnisse“, was Thema und Inhalt des Buches gut beschreibt - Ziel des Autors war es das „erste faktenbasierte Diätbuch“ zu schreiben. Im folgenden werde ich versuchen, darzulegen, warum ihm das leider nicht gelungen ist.

Der Mann ist auf einer Mission. Er unterhält im Internet eine nicht-kommerzielle Seite (nutricionfacts.org), die ich als ehemalige Ernährungsberaterin schon länger kenne, und hat in einem Vorgängerbuch („How not to die“) nachvollziehbar erläutert, wie die moderne westliche Ernährung und die Industrieproduktion von Lebensmitteln uns schadet, während natürliche, vollwertige und pflanzliche Nahrungsmittel uns sogar heilen können. Er war Sachverständiger im Kongress wie bei einem Prozess gegen die Lebensmittelindustrie und ist selbst erklärter Veganer und Tierschützer.
Seine, meines Erachtens überhaupt nicht zu kritisierende Mission ist - ich zitiere Wikipedia-: „…eine pflanzenbasierte, vollwertige Ernährung einem breiten Publikum mithilfe wissenschaftlicher Untersuchungen näher zu bringen“.
Ein interessantes Thema, alleine schon, weil die vegane Ernährung hier in Deutschland immer noch sehr umstritten und mit Vorurteilen behaftet ist - wie spektakulär wäre es, wenn sie auch zum Abnehmen besonders gut geeignet wäre, und dazu noch gesund!?

Deshalb zunächst zu dem, was ich am Buch wirklich gut fand: der Leser bekommt hier eine gute Zusammenstellung der neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse, unter Einbezug von für Gesundheit wie Abnehmen wichtigen Bereichen wie der Chronobiologie, unserer Darm-Gesundheit oder der wichtigen Rolle von Insulin oder viszeralem Fett in unseren Körpern.
Zu Recht betont Dr.Greger den Schaden industrieller Kost, die Macht von Lebensmittelkonzernen und Werbung.
Seine Philosophie, dass unsere chronischen Erkrankungen mithilfe von vollwertiger Ernährung größtenteils vermeidbar oder sogar heilbar sind, hat sich in den letzten Jahren, auch aus anderen Quellen, zunehmend bestätigt.

Er beschreibt dazu zwölf gesunde Lebensmittel, die wir jeden Tag zu uns nehmen sollten und gibt in diesem Buch zusätzlich noch eine Reihe kleinerer „Tipps und Tricks“, die das Abnehmen fördern können. Er verweist zudem auf eine kostenlose App, die er zur Durchführung seiner Ernährungsweise entwickelt hat. Und nicht zuletzt müsste man sein Buch jedem empfehlen, der eine Magenbypass-Operation überlegt - was er hier beschreibt, ist nicht immer appetitlich, entspricht aber absolut meinen eigenen Erfahrungen in der Betreuung einer Selbsthilfegruppe Übergewichtiger.

Dr. Greger hat sein Buch über 752 Seiten in vier große Teile geteilt, und mit etlichen Studien als Beleg seiner Behauptungen versehen. Positiv ist anzumerken, dass tatsächlich alle erwähnten Quellen per QR-Code nachvollzogen werden können, sofern man sich die Zeit nimmt und englische Studien lesen kann.
Er formuliert forsch und größtenteils humorvoll, in relativ einfacher Sprache – man muss keine Angst haben, einen völlig trockenen wissenschaftlichen Lesestoff zu bekommen.

Insgesamt erschien mir das Buch aber unstrukturierter als zum Beispiel „How not to die“, und trotz Stichwortverzeichnis und Inhaltsangabe fand ich es schwierig bestimmte Stellen wiederzufinden. Das mag aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass ich ein Manuskript, nicht das fertige Buch, zu lesen hatte.

Die grau unterlegten Kästen „Gedankenfutter“ sind grundsätzlich eine gute Idee, die der Strukturierung helfen, ich hätte sie mir aber durchgängig öfter als „praktische Anweisung zur Umsetzung“ gewünscht, z.T. gibt es darin Anwendungstipps, zum Teil aber auch nur wieder weitere Studien.

Nun aber zu meiner Meinung und damit meiner eigentlichen Kritik:
Allein der schiere Umfang an Studien erschlägt den Leser. Die m.E. zu hohe Anzahl an Studien, im immer gleichen Schema von „zunächst behauptet“, dann „verworfen“, dann erst „zum eigentlichen kommend“, dargeboten, ermüdet mit der Zeit beim Lesen und führt auch zu (zu)vielen Wiederholungen. Leider führt viel Quantität nicht automatisch zu mehr Qualität.

So muss ich auch bemängeln, dass der Autor mit seinen Behauptungen und im Umgang mit den Studien nicht immer wissenschaftlich genug verfährt, zumindest nicht für ein sogenanntes „faktenbasiertes Buch“.
Ein ganz einfaches Beispiel: dass er zu Übertreibungen neigt, sieht man, wenn man auf Seite 21 z.B. zunächst von „71 % übergewichtiger Amerikaner“ liest, diese im Verlauf des Buches aber anscheinend ständig anwachsen und bei Seite 217 dann „90 % der US Bürger sind zu dick“ behauptet wird. Oder: Obwohl dem Leser der Unterschied zwischen Studien, die nur die Korrelation eines Ergebnisses beachten, nicht aber die Kausalität, erklärt wird, benutzt er selbst gerne einfache Bevölkerungsstudien oder Studien mit einer sehr geringen Probandenzahl, die ebenfalls lediglich Korrelationen belegen.

Dem Marketing geschuldet ist wahrscheinlich die Tatsache, dass Dr. Greger wenig von „veganer Ernährung“ spricht, sondern immer nur von „pflanzlicher“, obwohl es klar darauf hinausläuft, weshalb als 13. Zutat zu seiner Ernährungsweise auch die Vitamin-B12-Supplimentierung gehört (s.App). Kritisieren muss ich an dieser Stelle leider, dass er dadurch keine gute Anleitung für eine gesunde vegane Ernährung bietet, denn dazu gehört mehr als Vitamin B12 zu sich zu nehmen. Umgekehrt wird erstaunlicherweise der inzwischen auch bei Fleischessern mitunter vorliegende Vitamin-B12-Mangel an keiner Stelle erwähnt, obwohl der doch mit der von ihm so kritisierten industriellen Fleischproduktion zu tun hat. So angenehm es ist, dass er Fleisch oder Fisch nicht ausdrücklich verbietet, so sehr hatte ich doch irgendwann den Eindruck eine „Mogelpackung“ zu lesen.

Solcher Art „kleinerer Mängel“ gibt es dann leider doch öfter – zum Beispiel erklärt er weder ausreichend die fatale Rolle von Wurst oder den weit verbreiteten Milchprodukten, noch nachvollziehbar die Rolle guter Fette für fettlösliche Vitamine oder das richtige Trinken bei vermehrter Ballaststoffzufuhr. Er fordert, sage und schreibe, 100 g Ballaststoffe täglich als ideale Aufnahmemenge, erklärt aber nicht wirklich, warum genau diese Zahl für die Gesundheit oder zum Abnehmen entscheidend sein soll. (Zur Erklärung: nur wenige Menschen erreichen die bisher geforderten 30 g pro Tag).
Seine Argumente zu einer äußerst geringen Fettzufuhr (nur 7-10 %) beziehen sich hauptsächlich auf Studien zur (veralteten)Atkins-Diät und auf die, in den USA besonders stark verbreiteten, gesättigten Fette.
Das ist nur e i n Beispiel dafür, dass das Buch viel zu sehr an amerikanische Verhältnisse angelehnt ist, und überzeugt nicht in Gänze, ebensowenig seine Auslassungen zu „Nudeln“ und „Vollkorn“ oder die Frage, warum er nicht auch Unterschiede in Getreidearten, Anbau, Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln zum Thema macht. Eine gute vollwertige Ernährung hat viel damit zu tun, wie Dinge produziert und zubereitet werden. Dieser Aspekt kommt mir absolut zu kurz und führt zum Beispiel bei der Freisprache von konventionellem Anbau oder weißen Nudeln auch zu falschen Schlüssen.

Insgesamt fehlt es an praktischen Tipps zur Umsetzung der Ernährungsweise im Alltag, die Gewichtung von theoretischen Studien und praktischer Umsetzung ist einfach zu unausgeglichen.

Das Schlimmste ist aus meiner Sicht aber, dass ich bis zu den letzten 15 Seiten lesen musste, um richtig zu erkennen, dass mir hier nichts anderes als die „gute alte kalorienreduzierte Diät“(plus Sport) als Mittel zum Abnehmen angeboten wird, mit der alltagspraktischen Erschwernis, dass ich dazu eben im Grunde vegan essen soll, und - für mich ein absolutes no-go - dabei die pauschale Grenzwertangabe von 1200 kcal für Frauen und 1500 für Männer bekomme.
Das ist nicht neu, sondern eher veraltet. Außerdem völlig unverständlich, weil Dr. Greger sehr wohl von dem sich verlangsamenden Stoffwechsel bei kalorienarmen Diäten weiß, und noch dazu dabei von einer lebenslang beizubehaltenden Ernährungsform spricht!

Klar, im Nachhinein hätte man es schon ahnen können, als er, mit ebenso mir zu geringen Erklärungen, einen BMI von 20-22 als einzig gesunden und anzustrebenden fordert (,was dann praktischerweise ja auch gleich die Anzahl der Übergewichtigen per Definition nach oben schraubt), oder in seinen Tipps „zweimal täglich wiegen“ als „Abnehmbooster“ empfiehlt. Ein weiteres verhängnisvolles „nogo“, dass meiner Erfahrung nach nur zur Verbreitung von Essstörungen beiträgt.

Auch Tipps wie „Apfelessigtrinken“, überhaupt „Essig über alle Mahlzeiten“ oder die Forderung „4 Stunden in der Nacht in erhöhter Beinlage zu schlafen“ (konkret: einen Ziegelstein unter den Bettpfosten zu legen), „lila Gerstenkörner“ mit Linsen zum Frühstück u.v.m. ist entweder längst überholt oder wirkt, gelinde gesagt, befremdlich. Diese Aussagen machen die tendenziell richtigen Botschaften des Buches letztendlich zunichte.

Was ich außerdem persönlich nicht mochte, war die wirklich häufige Erwähnung, dass „Fettleibige“ sich ohnehin immer und nur „in die eigene Tasche lügen“ und immer zuviel essen, wenn man sie nicht streng kontrolliert - auch das entspricht absolut nicht meiner Erfahrung (es gibt viele Gründe für Übergewicht ) - aber selbst wenn, ist es ja wohl alleine didaktisch sehr ungeschickt die Zielgruppe des Buches mit diesen ständigen Aussagen zu verprellen. Es ist das alte Spiel: nimmt der „Fettleibige“ mit einer Diät nicht ab, muss er wohl geschummelt haben, und da wohl kaum jmd. mit 1200 kcal lebenslang zurecht kommt, kann man ihm bei Misserfolg auch immer die Schuld zuschieben - über die Schuldgefühle dicker Menschen schreiben Psychologen inzwischen auch Bücher.

Fazit: Alles in allem schafft dieses Buch -leider- für mich, trotz guter Ansätze, keine drei Sterne, weil es ausdrücklich nicht geeignet ist, der „breiten Masse“ eine pflanzenbasierte gesunde Ernährung nahe zu bringen.

Es ist kein gutes Diätbuch, es trifft pauschale Aussagen, die weder individuelle Bedürfnisse noch mögliche Unverträglichkeiten oder weitverbreitete Krankheitenberücksichtigt, es erklärt nicht alle Zusammenhänge gleich gut.
Die Aussagen des Autors könnten zur weiteren Diskriminierung dickerer Menschen beitragen, ebenso wie zur Förderung von Essstörungen und falschen Idealbildern.

Es ist einfach nicht praktikabel genug und enthält für Laien zuviele Möglichkeiten zur Falschinterpretation. Es berücksichtigt die Lebenswirklichkeit der Mehrzahl der Menschen oder Familien und auch berufsbedingte Erfordernisse in unserer Gesellschaft nicht ausreichend.

Ich habe die Absicht von Dr.Greger, endlich wissenschaftlich zu belegen, dass auch vegane Ernährung gesund praktiziert werden kann, sogar für manche Krankheiten förderlich wäre, sehr begrüßt, aber leider bleibe ich enttäuscht zurück.
Ich kann das Buch guten Gewissens nicht weiter empfehlen, in jedem Fall bedarf es des kritischen und genauen Lesens, langen Atems und, m.E. am besten einer gewissen Vorbildung.
Wenn schon, kann man Laien wohl eher zum Vorgängerbuch „How not to die“ raten, was ich allerdings nie so gründlich gelesen habe. Es bleibt zu hoffen, dass man mit einer hauptsächlich pflanzenbasierten, vollwertig gesunden Ernährung, wie er es in seinem ersten Buch beschreibt, wahrscheinlich auch abnehmen kann, ohne Kalorien zu zählen.

  • Cover
  • Thema
  • Informationen
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 15.05.2020

Sehr informativ und stellenweise zäh

1

»How Not to Diet« ist mein erstes Buch von Michael Greger. Meine Aufmerksamkeit hat der Autor allerdings schon viel früher auf sich gezogen, da sein anderes Buch »How not do die« schon seit einer Weile ...

»How Not to Diet« ist mein erstes Buch von Michael Greger. Meine Aufmerksamkeit hat der Autor allerdings schon viel früher auf sich gezogen, da sein anderes Buch »How not do die« schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste steht. Das Cover ist sehr schlicht und minimalistisch gestaltet. Meiner Meinung zurecht, denn das Buch hat einen pompösen Umschlag nicht nötig, da allein der Titel schon bei vielen Menschen das Interesse wecken dürfte.

»How Not to Diet« ist in fünf Abschnitte gegliedert, die wiederum in verschiedene Subthemen unterteilt sind. Das erste Kapitel trägt den Titel ‚Das Problem‘. Hier geht es unter anderem um die falsche Ernährung und Gründe für das Übergewicht. Im zweiten Kapitel stellt Greger verschiedene Zutaten für eine optimale Ernährung zum Abnehmen vor. Der darauffolgende Abschnitt beschäftigt sich mit dem „optimalen“ Abnehmprogramm. Im vierten Kapitel werden verschiedene Abnehm-Booster erläutert. Unter anderem geht es hier um den Wasserhaushalt, die Fettverbrenner und Essgeschwindigkeit. Im fünften und letzten Kapitel werden die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Mit insgesamt 752 Seiten ist »How Not to Diet« kein Buch für zwischendurch. Dies liegt nicht daran, dass der Autor eine Labertasche ist, sondern weil Ernährung nun mal ein umfangreiches Thema ist. Dazu kommt noch, dass sich Greger oft auf zahlreiche Studien bezieht. Damit beleuchtet er nicht nur verschiedene Standpunkte, sondern macht auch auf Probleme und Mythen, die in Bezug auf Ernährung kursieren, aufmerksam. Diese Vorgehensweise konfrontiert die Leser_innen mit viel Wissen und Informationen, die an einigen Stellen sehr zäh und erschlagend wirken. Ich musste beispielsweise deshalb beim Lesen manchmal Pausen einlegen, um das Gelesene sacken zu lassen.

Hat »How Not to Diet« mir nun etwas genutzt oder nicht? Auf jeden Fall! Klar, es war nicht alles neu für mich. Da ich mich mit dem Thema Ernährung seit einer Weile auseinandersetze, kannte ich natürlich das eine oder andere. Aber Greger konnte mir auch viel neues Wissen vermitteln und mich auf sehr interessante Aspekte aufmerksam machen, auch wenn es stellenweise etwas „trocken“ war. Ich denke, es liegt unter anderem daran, dass der Autor sich schon lange mit der Ernährung beschäftigt und es schnell passieren kann, dass er nicht merkt, wenn er sich in diesem Thema verliert.


Fazit

»How Not to Diet« von Michael Greger ist ein sehr informatives Buch, das etwas Klarheit in das komplizierte Thema Ernährung bringt. Auch wenn Greger seine Ratschläge plausibel begründet, möchte ich dennoch darauf hinweisen, sie nicht als die ultimative Wahrheit zu betrachten, sondern kritisch zu hinterfragen, da die Ernährung unsere Gesundheit beeinflusst und zu schnelles und unüberlegtes Handeln hier schwerwiegende Folgen haben kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 10.05.2020

Nicht überzeugend. Ausbaufähig!

1

Ich bin eine Person, die eigentlich wirklich selten Sachbücher liest, weil sich mich meistens einfach nicht interessieren. Doch dieses Thema hat mich sehr angesprochen und die Leseprobe war wirklich überzeugend. ...

Ich bin eine Person, die eigentlich wirklich selten Sachbücher liest, weil sich mich meistens einfach nicht interessieren. Doch dieses Thema hat mich sehr angesprochen und die Leseprobe war wirklich überzeugend. Ich finde die Idee, ein wirklich auf Fakten basierendes Diät-Buch zu schrieben toll, da ich mir nicht wieder eines dieser pseudo wissenschaftlichen Bücher gewünscht habe sondern ein reelles, wissenschaftliches Sachbuch, das auch einem Unwissendem die Grundlagen leicht verdeutlichen kann. In diesem Fall wurde ich leider eher enttäuscht.

Wie schon angesprochen finde ich die wirklich gut und sehr interessant. An der Umsetzung dieser hapert es jedoch. Toll und zu respektieren finde ich die Arbeit, so viele zahlreiche Studien aufzuarbeiten und in diese "einzudringen". Leider ist aufgefallen, dass diese das ein oder andere mal nicht wirklich neutral gewertet und in das Buch eingebracht wurden. Aber in diesem Punkt kann ich auch nicht richtig darüber urteilen, weil ich keine Wissenschaftlerin bin oder mich genauer in diesem Bereich auskenne.

Natürlich wurden die Studien in das Buch eingebracht und haben einen Mehrwert erbracht, aber durch die häufig sehr geschönte Auslegung war ich mir am Ende nicht mehr sicher, was jetzt wirklich Fakten waren, die nicht geschönt wurden. Weil geschönte Fakten bringen einem dann rein Garnichts.

Ein weiterer Dorn im Auge ist mir zudem, dass es sehr kompliziert ist. Damit meine ich in diesem Fall nicht das Thema im allgemeinen, sondern die Lösungsansätze. Es ist natürlich schön zu hören, wie die perfekte Ernährung aussieht, deren Beweis mit zahlreichen Studien unterfüttert ist doch auch hier bringt dies rein gar nichts, wenn die Lösungsansätze nicht alltagstauglich sind.

Mir fehlt das alltagstauglich des Buches aber auch die Möglichkeit jetzt einmal auf den Punkt gebracht irgendwo zusammengefasst stehen zu haben, wie ich mich jetzt ernähren soll. Da das Buch recht lang ist kann man nicht erwarten, dass ich am Ende noch alles weiß. Eine Zusammenfassung der wirklich wichtigen Dinge hätte ich sehr schön gefunden. Ich respektiere die Arbeit wirklich sehr, aber für mich war dieses Buch sehr schwer zu lesen und es hat mir nicht gefallen. (Ich weiß, dass es keine Abendlektüre ist o.ä.).

  • Cover
  • Thema
  • Informationen
Veröffentlicht am 07.08.2020

Eine einzige Enttäuschung

0

Ich bin sehr froh dieses Buch geschenkt bekommen zu haben ohne dafür etwas bezahlen zu müssen.

Als das Buch ankam dachte ich noch, oh weh das ist aber dick. Naja dann werden da ja einige gute Informationen ...

Ich bin sehr froh dieses Buch geschenkt bekommen zu haben ohne dafür etwas bezahlen zu müssen.

Als das Buch ankam dachte ich noch, oh weh das ist aber dick. Naja dann werden da ja einige gute Informationen drin stehen.

Aber ich wurde enttäuscht, erst waren es endlosen Seiten mit wie ich finde sehr belanglosem Zeug und dann wurde das Buch aber auch absolut nicht besser.

Ich habe erwartet das mir das Buch hilft eine gesunde Ernährung zu starten und dabei würde ich dann einige Kilos verlieren.

Allerdings hat dieses Buch mir nichts neues beigebracht und ich hatte das Gefühl dieses Buch verteufelt abnehmen. Es hat mir weder geholfen, noch mich irgendwie unterstützen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2020

Für ein Leben ohne Diät?

0

Michael Greger ist mir schon länger ein Begriff: How not to die ist wohl sein erster in der Welt der Populärwissenschaft bekannter Titel, der gleichermaßen provokativ betitelt als auch inhaltlich befüllt ...

Michael Greger ist mir schon länger ein Begriff: How not to die ist wohl sein erster in der Welt der Populärwissenschaft bekannter Titel, der gleichermaßen provokativ betitelt als auch inhaltlich befüllt ist. Zu Letzterem kann ich nicht viel sagen, denn ich hatte das Buch schon sehr häufig in der Hand, habe interessante Auszüge gelesen und auch mein Freundes- und Bekanntenkreis hatte bislang sehr viele begeisterte Worte für dieses Buch übrig.
Nachdem ich How not to die im Februar in London wieder einmal in der Hand hatte, und aufgrund der Größe und Dicke und zu wenig Zeit bzw. einem riesigen SUB wieder zurückgelegt habe, kam mir die Leserunde bei der Lesejury zu Gregers zweitem dicken Wälzer gerade recht. How not to diet steht bereits im Titel dem ersten Band nichts nach. Wie man nicht stirbt, wie man keine Diät macht - das klingt beides grundsätzlich erstrebenswert, v.a. wenn man wie ich sehr gerne isst.

Der Aufbau des Buches ist gut strukturiert und nimmt auch den inhaltlich unerfahrenen Leser an die Hand. Erst einmal stellt Greger Probleme bei der Ernährung dar, wobei er dabei auf offensichtliche Aspekte eingeht, wie etwa Fast Food, aber insgesamt einen spannenden historischen Abriss macht, der belegt, wie wir überhaupt hierhin gekommen sind. Im nächsten Schritt erklärt Greger seinen Standpunkt zu gesunder Ernährung, und hier wird es spannend: Mit einfachen Worten und unter Zuhilfenahme zahlreicher Studien zeigt er grundlegende Zusammenhänge zwischen unserem Körper und Ernährung auf. Dabei geht er auf die offensichtlichen Probleme wie Zucker und Salz ein, räumt aber auch mit anderen Mythen auf und rüttelt am Ruf vieler selbstverständlicher und gar nicht so sehr als ungesund angesehenen Lebensmitteln. Auch hier hat Greger für jedes Unterkapitel zahlreiche Studien auf Lager.
Im Weiteren geht es um das optimale Abnehmprogramm und Abnehm-Booster und Greger charakterisiert nochmals verschiedene Mechanismen, die alle grundsätzlich relevant zum Abnehmen sind, aber zunächst unabhängig zueinander stehen, etwa Fettverbrenner, Appetitunterdrücker, Intervallfasten u.v.m.

Insgesamt folgt Michael Greger einem problemlösungsorientierten Raster. Aber ist es das wirklich?

Grundsätzlich gefällt mir populärwissenschaftliche Literatur, denn sie ermöglicht jedem Leser einen möglichst validen Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und dem daraus resultierenden Wissen. Dazu benötigt man jedoch einiges an Fingerspitzengefühl, denn gerade Populärwissenschaft darf nicht pauschalisieren oder meinungsbildend sein - und genau hier liegt Gregers Schwachpunkt. Zwar finde ich seinen Schreibstil grundsätzlich geeignet, Leser wachzurütteln und zu motivieren. Dabei schreibt Greger jedoch sehr einseitig und überwiegend polarisierend. Zwar stützt er sich auf zahlreiche Studien, die seine Thesen untermauern, jedoch fehlt mir insgesamt die Gegenperspektive, die zwingend nötig ist, um Gregers Argumente einzuordnen. Und gerade hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte finde ich es zwingend notwendig, die Kehrseite der Medaille kennenzulernen.

Dennoch hatte ich das ein oder andere Aha-Erlebnis und habe sehr viel über Ernährung, Verdauung und Verarbeitung gelernt. Besonders hilfreich fand ich hierbei den QR-Code am Ende des Buches, über den man alle von Greger verwendeten Paper abrufen und somit selbst nachlesen bzw. überprüfen kann, was Greger behauptet.

Zurück zum Titel des Buches: Sehr konsequent hält sich Greger daran, bloß nicht zu Diäten zu verleiten, sodass man am Ende der Lektüre zwar zahlreiche Dos und Don'ts kennt, aber keine Anleitung zur Diät bekommt, obwohl man sich insgeheim doch den ein oder anderen Tipp erhofft hätte - und dies ja auch im Untertitel des Buches versprochen wird. So bleibt dem Leser am Ende nur zu überlegen, was man in Sachen Ernährung grundsätzlich tun und lassen kann. Klingt auch erst einmal nett, denn jeder Körper ist anders, weswegen es DIE Diät sicherlich nicht gibt. Problematisch finde ich es jedoch, den Leser quasi mit dem geöffneten Fass alleine zu lassen, denn nicht jeder Leser kann Gregers Argumentationslinien für sich einordnen und reflektieren. So könnten die Abnehm-Booster dazu verleiten, sich was nettes rauszusuchen, was dann aber möglicherweise nicht funktioniert oder - schlimmer noch - zu einer einseitigen Ernährung führt. So sehr Greger seine Leserinnen und Leser zu Beginn also noch an die Hand genommen hat, desto stärker lässt er sie am Ende im Regen stehen. Somit ist das Buch spannend für alle, die sich für Ernährung interessieren und das immerhin 752 Seiten starke Werk gerne auch mal als Nachschlagewerke nutzen möchten. Insgesamt besteht jedoch die Gefahr, dass Leserinnen und Leser ohne Vorwissen keinen Mehrwert finden und zu falschen Schlüssen geleitet werden können.

Für mich war es ein sehr anstrengendes Buch, da es nicht dazu animiert, es in einem durchzulesen, sondern eher ein Nachschlagewerk darstellt, als das ich es auch zukünftig nutzen möchte. Zudem hat mir die Zeit gefehlt, mich mit den Primärquellen auseinanderzusetzen, was ich persönlich sehr schade fand, da durchaus Ungereimtheiten aufkamen, denen ich gerne nachgegangenen wäre. Somit habe ich zwar durchaus einiges Neues erfahren, der erhoffte und häufig suggerierte Aha-Effekt ist in meinem Fall jedoch leider ausgeblieben.

  • Cover
  • Thema
  • Informationen