Neuanfang in Hareby
Wellentanz und LiebesglückKlappentext:
»Als Simons Ehe in Scherben liegt, flüchtet der Architekt zu seiner Oma Fria ins idyllische Hareby an der dänischen Küste. Nirgends fühlt er sich so geborgen wie in dem gemütlichen Reetdachhaus, ...
Klappentext:
»Als Simons Ehe in Scherben liegt, flüchtet der Architekt zu seiner Oma Fria ins idyllische Hareby an der dänischen Küste. Nirgends fühlt er sich so geborgen wie in dem gemütlichen Reetdachhaus, das schon morgens nach Zimtschnecken duftet. Doch alles ist anders als früher, denn dort lebt nun auch Frias jüngere Mitbewohnerin.
Die dreißigjährige Lerke praktiziert Qigong im neu angelegten Zen-Garten, der Simons geliebten Fußballrasen verdrängt hat. Außerdem legt Lerke viel Wert auf Ordnung und Ruhe, beides nicht gerade Simons Stärken. Erst als ausgerechnet Lerke Simon und seine Tochter auf einen Ausflug begleitet, sprühen die Funken zwischen den beiden. Dabei hat Lerke ihr Herz vor langer Zeit verschlossen und Simon würde zu gerne wissen, warum.«
Es handelt sich hier um den 2. Teil einer Reihe, Vorkenntnisse aus Band 1 sind meiner Meinung nach nicht zwingend erforderlich.
Lerke liebt es, wenn alles seinen ordentlichen und ruhigen Gang geht. Bloß kein Lärm und Stress, das würde sie nur unnötig aufregen. Lerke ist zufrieden mit ihrem Leben in der WG mit Fria, ihre Vergangenheit verdrängt sie gekonnt hinter einer dichten Mauer. Männer machen sowieso nur Ärger und bringen alles durcheinander – genauso wie Simon. Fria’s Enkelsohn ist frisch getrennt und muss sich mit der neuen Situation erstmal arrangieren. Simon ist verletzt und traurig, dass seine Ehe mit Heidi gescheitert ist. Die esoterisch angehauchte und schnippische Lerke, die bei seiner Großmutter wohnt, macht das Ganze auch nicht besser.
Beide Protagonisten haben Altlasten aus vergangenen Beziehungen, die sie erstmal verarbeiten müssen. Simon macht sich große Sorgen um Tochter Tilde, wie diese mit der Trennung ihrer Eltern klarkommt. Und Lerke lässt niemanden an sich heran, der einen Blick hinter ihre emotionale Mauer werfen könnte. Beide haben ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen, was sie authentisch wirken lässt.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut verständlich. Vor allem im ersten Drittel des Buches gab es einige innere Monologe von Simon und Lerke, die sich für mich etwas gezogen haben. Nachdem die Story etwas Fahrt aufgenommen hat, konnte ich mich auch sehr gut in die Protagonisten einfühlen. Eine schöne Enemies-to-Lovers-Romanze für wunderbare Lesestunden. 4 von 5 Zimtschnecken!