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Veröffentlicht am 21.07.2021

Fesselnder Reihenauftakt

Siehst du, wie sie sterben?
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Inhalt:

Ein Serienkiller hält Kriminalkommissar Marc Wittmann und seine Kollegen in Atem. Der Täter entführt Prostituierte und ermordet sie. Die Leichen versieht er mit einer Nummer und platziert sie ...

Inhalt:

Ein Serienkiller hält Kriminalkommissar Marc Wittmann und seine Kollegen in Atem. Der Täter entführt Prostituierte und ermordet sie. Die Leichen versieht er mit einer Nummer und platziert sie an ausgewählten Orten. Als der Killer zum dritten Mal zuschlägt ist klar, dass die Ermittler auf der Stelle treten. Daher wird Psychologin Frieda Rubens um Hilfe gebeten, die sich mit der Analyse und Erforschung von Mördern und ihren Motiven beschäftigt und auch bereits einige Bücher dazu veröffentlich hat. Obwohl sie ebenso wenig wie Wittmann, mit dem sie mehrmals liiert war, Lust auf eine Zusammenarbeit hat, ist sie fasziniert von dem Fall. Kann sie die Botschaften des Täters deuten und die Ermittler zu ihm führen? Als Frida erkennt, welche Rolle sie selbst in dem Ganzen spielt, schwebt sie bereits in tödlicher Gefahr....

Meine Meinung:

"Siehst du, wie sie sterben" ist der Auftakt der Thrillerreihe von Autor Gunnar Schwarz, in der Serienmörder ihr Unwesen treiben.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Schon nach wenigen Seiten ist man als Leser mitten drin im Geschehen und absolut gefesselt. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dabei kommen nicht nur die beiden Protagonisten Marc Wittmann und Frida Rubens zu Wort, sondern auch der Täter, der Briefe an eine dem Leser unbekannte Frau schreibt, deren Identität sich erst ganz am Ende enthüllt.

Die Charaktere, allen voran die beiden Protagonisten Marc Wittmann und Frida Rubens, haben mir sehr gut gefallen. Die beiden sind sehr unterschiedlich, insbesondere auch in ihrer Ansicht zur Bestrafung von psychisch kranken Mördern, weshalb es öfter mal zu Streit und Diskussionen kommt. Frieda ist allgemein eher ruhig und analytisch. Marc hingegen ist eher zupackend und ein Hitzkopf und schießt daher auch gerne mal über das Ziel hinaus. Die gemeinsame Vergangenheit der beiden macht ihre Zusammenarbeit kompliziert, doch sie müssen sich trotz aller Differenzen zusammenraufen, um den Täter überführen zu können.

Der Plot ist spannend und fesselnd. Hat der Killer es wirklich auf Prostituierte abgesehen oder verfolgt er ein ganz anderes Ziel? Verschiedene Wendungen, wie bspw. ungeahnte Ereignisse sowie neue Erkenntnisse im Zuge der Ermittlungen, machen den Plot unvorhersehbar und sorgen durchgängig für Spannung. Doch egal, was die Ermittler machen oder herausfinden, der Täter scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Als weitere Leichen auftauchen spitzt sich die Lage immer mehr zu, bis es zum finalen Showdown kommt, der mir sehr gut gefallen hat. Auch die schlussendliche Auflösung, die zwar überrascht, ist schlüssig und überzeugend..

Fazit:

Ein gelungener Reihenauftakt, spannend und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite! Ein Must-Read für alle Fans packender und gutdurchdachter Thriller.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Spannender, aber brutaler Thriller

Der Blutkünstler
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Inhalt:

Tom Bachmann, Profiler beim BKA, ist darauf spezialisiert, die Psyche von Mördern und Psychopathen zu analysieren. Er ist einer der besten seines Fachs. Kein Wunder also, dass er hinzugerufen ...

Inhalt:

Tom Bachmann, Profiler beim BKA, ist darauf spezialisiert, die Psyche von Mördern und Psychopathen zu analysieren. Er ist einer der besten seines Fachs. Kein Wunder also, dass er hinzugerufen wird, als ein äußert brutaler Mörder, genannt "Der Blutkünstler" sein Unwesen treibt. Dieser foltert seine Opfer, bevor er aus ihren Körpern ein Kunstwerk erschafft. Ein Kunstwerk aus Fleisch und Blut. Kann Bachmann den brutalen Killer stoppen?

Meine Meinung:

"Der Blutkünstler" ist der Auftakt der Thrillerreihe um den BKA-Profiler Tom Bachmann. Schon von außen ist das Buch dank Cover und farbigem Buchschnitt ein absoluter Hingucker und auch inhaltlich konnte es mich begeistern.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen. Dank vieler Szenen-/Perspektivwechsel und kurzer Kapitel bleibt es durchgängig temporeich und spannend. Daher konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Aber: der Titel ist hier definiv Programm. Ein Mörder treibt sein Unwesen, der aus seinen Opfern Kunstwerke erschafft. Dabei geht er äußert brutal vor, sodass es durchaus die eine odere andere blutige Szene gibt. Auch spielt Gewalt bzw. Missbrauch von Kindern eine Rolle, sodass das Buch nichts für zartbesaitete Leser ist.

Die Charaktere haben mir gefallen, allen voran Protagonist Tom Bachmann. Sie haben Ecken und Kanten und alle irgendwie selbst Probleme und Sorgen. So auch Bachmann, der keine leichte Kindheit hatte. Er ist ein sehr guter Profiler, weil er sich in die Täter hineinversetzen kann, aber hat auch mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Ich hoffe, dass man im nächsten Teil noch ein wenig mehr über Bachmann und seine Vergangenheit erfährt.

Der Plot ist spannend und speziell - nicht zuletzt wegen des außergewöhnlichen Vorgehens des Mörders. Die Handlung wird - wie bereits erwähnt - aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dadurch kann der Leser die Ermittungen verfolgen und Profiler Tom Bachmann bei seinen Analysen über die Schultern schauen, er erfährt aber auch gleichzeitig, was sich wirklich im Kopf des Mörders abspielt. Darüber hinaus hält der Plot einige überraschende Wendungen bereit, die zusätzlich für Spannung sorgen. Die schlussendliche Auflösung überrascht, aber ist stimmig und bildet zusammen mit dem Showdown am Ende einen gelungenen Abschluss des Buches.

Fazit:

Ein blutig und brutaler Thriller - Nichts für Zartbesaitete, aber absolut spannend und fesselnd. Mich konnte der Reihenauftakt überzeugen und ich freue mich schon auf Teil 2 der Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Willkommen im "Cosy Corner"

Everything We Had
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Inhalt:

Nach einem traumatischen Erlebnis hat Kate ihr Studium hingeschmissen. Nun will sie sich ihren großen Traum von einem eigenen Kaffee erfüllen. Ein Ladenlokal ist schnell gefunden. Doch leider ...

Inhalt:

Nach einem traumatischen Erlebnis hat Kate ihr Studium hingeschmissen. Nun will sie sich ihren großen Traum von einem eigenen Kaffee erfüllen. Ein Ladenlokal ist schnell gefunden. Doch leider ist sie nicht die einzige Interessentin und so kommt es, dass sie sich den Laden mit Aiden, dem Neffen der Inhaberin, teilen muss, der in seinem Teil einen Bücherladen eröffnen möchte. Aiden macht keinen Hehl daraus, dass er alles andere als begeistert ist, sich mit Kate arrangieren zu müssen, und schlägt ihr daher einen Deal vor: Wer im ersten Jahr mehr Umsatz macht, darf bleiben, der andere muss gehen. Kate lässt sich auf den Deal ein. Und obwohl die beiden regelmäßig aneinandergeraten und Aiden Kate das Leben schwer macht wo er nur kann, scheint es zwischen den beiden zu knistern. Doch Kate hat noch immer mit dem zu kämpfen, was sie erleben musste...

Meine Meinung:

"Everything we had" ist der Auftakt der "Love and Trust"-Reihe von Autorin Jennifer Bright. Das Cover ist dezent gehalten aber wunderschön und hat mich ebenso wie der Klappentext auf Anhieb angesprochen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, schon nach wenigen Seiten ist man mitten drin im Geschehen. Und vorallem verliebt in das "Cosy Corner", ein Café und gleichzeitig Buchladen, das Kate und Aiden gemeinsam eröffnen. Doch die Zusammenarbeit der beiden ist alles andere als freiwillig und daher kommt es des Öfteren zu Streit und Differenzen. Lustige und traurige bzw. ernste Szenen wechseln sich ab, und so bleibt es abwechslungsreich und spannend.

Die Handlung wird abwechselnd aus Sicht der beiden Protagonisten erzählt, sodass man sowohl einen Einblick in Kates als auch in Aidens Gedanken und Gefühle bekommt. Kate war mir auf Anhieb sympathisch. Auch, wenn von der früher einmal lebenslustigen, bunten und offenen Kate kaum noch etwas übrig ist. Sie ist in sich gekehrt, hat Albträume und man würde ihr gerne irgendwe helfen. Aiden fand ich zu Beginn eher unsympathisch, insbesondere wegen seines Verhaltens Kate gegenüber. Doch im Laufe des Buches ist er mir dann doch immer mehr ans Herz gewachsen, da er eigentlich gar nicht so ist, wie er sich Kate gegenüber zu Beginn des Buches verhält. Sehr gefallen hat mir auch, mit wieviel Liebe und Hingabe die beiden ihren jeweiligen Laden führen und sich damit ihren großen Traum erfüllen.

Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, allen voran Aidens Bruder Archer, der offen und empathisch ist, und Kates beste Freundin Zoe, die Kate immer zur Seite steht.

Der Plot ist zwar zum Teil vorhersehbar, aber trotzdem spannend. Man fragt sich, was Kate traumatisches erlebt hat, dass sie sich von einen Tag auf den nächsten so verändert hat. Nach und nach erfährt man als Leser mehr - sowohl über Kates als auch über Aidens Vergangenheit. Dadurch wird die Geschichte zunehmend ernster und bekommt mehr Tiefgang. Gleichzeitig kommen Kate und Aiden sich immer näher... Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und wollte zu jeder Zeit wissen, wie es für die beiden privat aber auch für ihre jeweiligen Läden weitergeht und wer wohl am Ende den großen Wettstreit gewinnt...

Fazit:

Sehr schöne und berührende Liebesgeschichte mit tollen Charakteren. Mich hat das Buch durchgängig gut unterhalten und ich freu mich schon auf den nächsten Teil der Reihe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2021

Atmosphärischer Schwedenkrimi

Ein Toter auf Smögen
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Sommer auf Smögen. Doch als Charles Blake, der Sohn von Smögens bekanntem Heringsbaron, aufgehängt im Lotsenausguck gefunden wird, ist es vorbei mit der Urlaubsstimmung. Dennis Wilhelmson und Sandra Haraldsson ...

Sommer auf Smögen. Doch als Charles Blake, der Sohn von Smögens bekanntem Heringsbaron, aufgehängt im Lotsenausguck gefunden wird, ist es vorbei mit der Urlaubsstimmung. Dennis Wilhelmson und Sandra Haraldsson von der Smögener Polizei glauben nicht an einen Selbstmord und ermitteln. Immerhin hat der Tote erst vor kurzem ein großes Erbe erhalten. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn die Familie des Toten führt ein sehr zurückgezogenes Leben. Als dann auch noch das jüngste Mitglied der Blake-Familie, die 6jährige Belle, verschwindet, wird die Zeit eng. Können Dennis und seine Kollegen Licht ins Dunkel bringen und Elle rechtzeitig finden?

Meine Meinung:

"Ein Toter auf Smögen" ist der dritte Teil der Reihe um die Smögener Ermittler Dennis Wilhelmson und Sandra Haraldsson, der sich aber auch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen lässt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Die heutigen Ereignisse werden größtenteils aus Dennis und Sandras Sicht erzählt, aber auch andere Charaktere kommen hin und wieder zu Wort und tragen ihren Teil zur Aufklärung des Kriminalfalles bei. Wie bereits bei den vorherigen Teilen der Reihe gibt es auch dieses Mal Rückblicke in die Vergangenheit. Genauer gesagt in das Jahr 1898, als der Vater des Toten und späterer Heringsbaron Smögens in der Hoffnung auf ein besseres Leben von England nach Smögen kommt. Die Rückblicke sind interessant und geben einen Eindruck von der damaligen Zeit. Mir persönlich fehlte aber auf weiten Strecken der Zusammenhang zu den heutigen Ereignissen.

Besonderes Highlight ist wie bereits im vorherigen Band das Setting des Buches. Die Beschreibungen der Landschaft und der Leute sind sehr atmosphärisch und bildhaft, sodass man am liebsten die Koffer packen und hinfahren würde, um alles mit eigenen Augen zu sehen.

Ein Großteil der Charaktere, allen voran die beiden Protagonisten Dennis Wilhelmson und Sandra Haraldsson, sind dem Leser bereits aus den vorherigen beiden Teilen der Reihe bekannt. Obwohl insbesondere Sandra manchmal etwas anstrengend und launisch sein kann, sind mir beide inzwischen sehr sympathisch und es macht Spaß, sie zu begleiten. Neben der Ermittlungen spielt auch das Privatleben den beiden Ermittler und ihrer Familien wieder eine Rolle, was nicht nur für Abwechslung sorgt, sondern die Charaktere auch menschlicher wirken lässt.

Der Plot an sich ist spannend. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und stellenweise etwas zäh. Trotzdem möchte man als Leser wissen, was hinter dem Tod von Charles Blake steckt. Als dann auch noch die kleine Elle verschwindet, spitzt sich die Lage zu. Die schlussendliche Auflösung ist schockierend und tragisch, aber stimmig und bildet einen gelungenen Abschluss für diesen Krimi.

Fazit:

Ein spannender und atmosphärischer Schweden-Krimi. Auch wenn mir der vorherige Band der Reihe noch besser gefallen hat absolut lesenswert. Ich hoffe sehr auf weitere Fälle für Smögens Ermittlerteam.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 26.06.2021

Wo ist Florian?

Nordwestzorn
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Inhalt:

Kommissarin Anna Wagner, Expertin für Vermisstenfälle, ist zurück in St. Peter-Ording. Sie übernimmt die Leitung einer neuen Cold Case Einheit, die sich um alte Vermisstenfälle kümmern soll. Der ...

Inhalt:

Kommissarin Anna Wagner, Expertin für Vermisstenfälle, ist zurück in St. Peter-Ording. Sie übernimmt die Leitung einer neuen Cold Case Einheit, die sich um alte Vermisstenfälle kümmern soll. Der erste Fall, den sie und ihr Team sich vornehmen, ist das mehr als 15 Jahre zurückliegende Verschwinden des 9-jährigen Florian, der damals spurlos aus einem Sommercamp bei St. Peter-Ording verschwand. Trotz sofort eingeleiteter Suchaktionen fehlt bis heute jede Spur von dem kleinen Jungen. Der Verdacht fiel auf den Leiter des Camps sowie zwei seiner Freunde, der Vorwurf des Kindesmissbrauchs stand im Raum. Doch nachgewiesen werden konnte den Männern nie etwas. Trotzdem wurde der Campleiter angeklagt, vor Gericht aber mangels Beweise freigesprochen. Doch der Verdacht blieb und als die Anfeindungen zunahmen, verließ er St. Peter-Ording und kehrte erst vor kurzem zurück. Hat er wirklich etwas mit Florians Verschwinden zu tun? Und was haben die Ermittler, die alles andere als begeistert scheinen, dass Anna den Fall neu aufrollt, von damals zu verheimlichen?

Meine Meinung:

"Nordwestzorn" ist der zweite Teil der "Soko St.Peter-Ording"-Krimireihe. Der Fall in sich abgeschlossen und kann daher problemlos auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da aber auch das Privatleben der Ermittler eine recht große Rolle spielt empfiehlt es sich jedoch, die Bücher der Reihe nach zu lesen.

Das Cover des Buches ist im gleichen Stil wie das des Vorgängers, sodass man auf den ersten Blick sieht, dass die beiden Bücher zusammengehören. Das Cover ist maritim, düster und bedrohlich und passt dadurch sehr gut zum Inhalt.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen. Wie das Cover schon suggeriert, spielt dieser Krimi an der Küste, genauer gesagt in St. Peter-Ording. Die Beschreibungen der Landschaft und des Ortes sind sehr athmosphärisch und sorgen für etwas Auflockerung. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, insbesondere aus Sicht der beiden Protagonisten der Reihe Anna Wagner und Hendrik Norberg, die mir bereits aus dem vorherigen Band sympathisch waren. Anna ist eine tolle Ermittlerin mit guten Instinkten und bewahrt in jeder Situation die Ruhe und ein klares Köpfchen. Hendrik Norberg ist hingegen impulsiver, aber ein sehr erfahrener und korrekter Ermittler. Auch wenn er eigentlich die örtliche Polizeidienstelle leitet, nutzt er gerne die Möglichkeit, durch die Zusammenarbeit mit Anna endlich wieder an größeren und spannenden Kriminalfällen zu arbeiten. Zusammen mit dem jungen und engagierten Kollegen Nils Scheffler, Annas einzigem Mitarbeiter, sind die drei ein tolles Team und es macht Spaß, mit ihnen auf Spurensuche bzw. Täterjagd zu gehen.

Der zu lösende Cold Case ist spannend. Anna, Hendrik und Nils Scheffler werden bei der Neuaufnahme des Falls so einige Steine in den Weg gelegt, insbesondere von den damaligen Ermittlern, daher gestaltet sich die Ermittlungen zum Teil schwierig. Doch Anna und Co. lassen nicht locker und finden nach und nach immer mehr Details heraus. Dank einiger ungeahnter Wendungen und Ereignisse bleibt es bis ganz zum Schluss spannend und unklar, was mit Florian wirklich geschehen ist. Die schlussendliche Auflösung ist zwar nicht so spektakulär wie ich es mir gewünscht hätte, aber durchaus stimmig und vorallem tragisch.

Neben den Ermittlungen zum Cold Case finden durch Hendriks eigentlichen Job auch die alltäglichen Fälle der örtlichen Polizeidienststelle Beachtung. Darüber hinaus spielt - wie bereits im Vorgängerband - auch das Privatleben der Protagonisten eine große Rolle. Dies betrifft insbesondere Norberg und seine Familie, die noch immer mit dem Tod von Norbergs Ehefrau zu kämpfen haben. Auch der Alltag als alleinerziehender Vater zweier sehr unterschiedlicher Jungs hat sich noch nicht so recht eingespielt und sorgt immer mal wieder für Probleme. Und dann ist da auch noch der Ex-Kollege Paulsen, der für Ärger sorgt... Es gibt also durchaus den einen oder anderen Nebenschauplatz, der den Cold Case Ermittlungen aber nicht die Show stiehlt.

Fazit:

Gelungener zweiter Teil der Reihe, der (mindestens) genauso spannend und fesselnd ist wie sein Vorgänger. Ein sehr sympathisches Ermittlerteam, ich hoffe sehr, es noch bei weiteren Fällen begleiten zu können.

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