Gelungener Start für das Spin-Off
Dunbridge Academy - WhereverIch habe die Dunbridge Academy geradezu geliebt, daher konnte ich natürlich nicht an der Spin-Off Reihe vorbei. Ich freue mich, dass wir wieder dahin zurückkehren dürfen. Nun mit einer neuen Generation ...
Ich habe die Dunbridge Academy geradezu geliebt, daher konnte ich natürlich nicht an der Spin-Off Reihe vorbei. Ich freue mich, dass wir wieder dahin zurückkehren dürfen. Nun mit einer neuen Generation von Schülern. Im Fokus steht zuerst Scarlett, eine eher für mich nicht ganz so sympathische Protagonistin. Sie ist eine Streberin, befolgt jegliche Regeln, erinnert Lehrer an Hausaufgaben und verpetzt andere. Kein Wunder also, dass sie bei ihren Mitschülern nicht ganz so beliebt ist. Nach und nach versteht man natürlich, warum sie sich so verhält und warum es ihr auch so wichtig ist. Dennoch war es für mich nicht ganz so einfach mit ihr warm zu werden. Insbesondere weil sie mir zur Mitte des Buches zu weinerlich geworden ist. Das war zu anstrengend.
Wegen ihres Stipendiums will sie auch Schulsprecherin werden, denn mit diesem Amt ist ihr Stipendium sicher. Nicht so einfach, wenn man so wenig soziale Kontakte pflegt. So ist es kein Wunder, dass Cleo, eine Mitschülerin ebenso viele Stimmen erhält. Cleo ist jemand, den ich zuerst nicht so richtig einschätzen konnte. Und auch Scarlett hat sich mit ihr schwer getan, wo sie doch so schnell Anschluss findet und sie sich neben ihr geradezu minderwertig fühlt. Aber ich fand Cleo im Laufe des Buches immer sympathischer und zugänglicher. Umso mehr hat es mich gefreut, dass aus ihrer anfänglichen Feindschaft um das Schulsprecherinnenamt eine Freundschaft entstanden ist. Das hat sich auch sehr authentisch und schön angefühlt. Generell war der Mix aus Alltag und Story hier sehr gut gewählt. Es wurde nicht langweilig und gleichzeitig hat man mit so vielen Charakteren mitgefiebert.
Unter anderem natürlich mit George, Scarletts Erzfeind. Er ist im letzten Schuljahr neu dazugekommen und seither ihr größter Konkurrent. Nicht nur ist er schulisch auf gleichem Niveau, er ärgert sie ständig, indem er sie verbessert, was sie zur Weißglut treibt. Das fand ich schon ziemlich amüsant. Aber wieder ein Punkt, den ich bei Scarlett nicht komplett greifen konnte. Sie verbessert auch ständig alle, aber wenn man das bei ihr macht, ist sie sauer. Nicht gerade cool. Die Gruppe rund um George mit zum Beispiel Oscar oder Gus fand ich auch sehr lustig und einfach harmonisch. Ihre Dynamik hat mir wahnsinnig gut gefallen.
Die Story umfasst ziemlich viele Punkte, war wahrscheinlich auch der Grund, warum es nicht langweilig wurde. Denn jedes Thema hat auch seinen Raum bekommen. Scarlett hat eine wahnsinnige und authentische Entwicklung durchgemacht. George und Scarlett kommen sich trotz der Feindschaft näher, denn die beiden verbindet so viel. Ihr Näherkommen war voller Gefühle, süßer Momente und viel Prickeln. Besonders lustig fand ich, dass auch Henry wieder da ist und George so eifersüchtig war. Einfach genial. Ich fand es aber generell gut, dass die Probleme angesprochen wurden. Naja, bis auf die Sache mit George. Aber das ist definitiv vertretbar. Seine Storyline hat nochmal etwas düsteres und actionreiches mitgebracht.
Fazit:
Ein gelungener Start in die Spin-Off Reihe. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht wieder an die Dunbridge Academy zurückzukehren. Die Charaktere sind individuell und bekommen alle ihren Raum, dazu harmonieren sie sehr gut. Die Storyline hatte einiges zu bieten, sodass man permanent gefesselt war. Und auch wenn ich Schwierigkeiten mit Scarlett hatte, fand ich die Liebesgeschichte ziemlich süß und authentisch. Außerdem war es schön, dass ein paar der „alten“ Charaktere nun auch wieder zurückgekommen sind.
4/5 Sterne