Profilbild von Kristja

Kristja

Lesejury Star
offline

Kristja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kristja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2023

Flop

Kiss Thief
0

Francesca Rossi ist Tochter eines Mafiabosses und lebt in einem goldenen Käfig. Das nimmt sie selbst so erst gar nicht richtig wahr. Sie lebt ihr Luxusleben und ist glücklich. Ihr war auch schon immer ...

Francesca Rossi ist Tochter eines Mafiabosses und lebt in einem goldenen Käfig. Das nimmt sie selbst so erst gar nicht richtig wahr. Sie lebt ihr Luxusleben und ist glücklich. Ihr war auch schon immer klar, dass sie ihren Kindheitsschwarm Angelo heiraten wird. Auf einem Event heißt es, wird sie ihre große Liebe küssen. Ihr Ziel ist es natürlich, dass Angelo sie küsst. Doch da hat sie die Rechnung ohne den Senator Wolfe Keaton gemacht. Nachdem die erste Begegnung der beiden ziemlich herablassend Francesca gegenüber war, geht er auch noch so weit und stiehlt ihr den ersten Kuss. Ich fand die Verbindung hier zum Titel wirklich gelungen.

So weit so gut. Bis zu diesem Punkt fand ich das Buch recht gut. Senator Keaton ist arrogant, hart und kaltherzig. Das mochte ich an ihm. Interessant auch, dass er Francesca dann als Verlobte mitgenommen hat, obwohl sie das nicht will. Bringt jede Menge Streitpotential mit. Tja, leider wird das Buch ab hier direkt um einiges schlechter. Francesca benimmt sich wie ein Kleinkind mit Trotzreaktionen. Es ist wirklich extrem anstrengend, weil sie einfach nur peinlich und alles andere als eine starke Frau. Ich hatte von der Tochter eines Mafiabosses mehr erwartet. Aufgrund der Obsession von Francesca an Angelo ist gleich noch mehr Streit vorprogrammiert und entsprechend auch von Keatons Seite her. Denn er lässt sich zwar viel gefallen, aber definitiv nicht alles. Francesca ist ein lebender Widerspruch. Sie hasst Keaton und im nächsten Moment erwidert sie seinen Kuss? Na klar, macht voll Sinn. Nicht.

Keaton verstehe ich aber auch nicht vollkommen. Er gibt Francesca ziemlich viel Freiraum und lässt sie ihre Träume ausleben, was sie vorher nicht durfte. Außerdem kommt er ihr oft entgegen und bricht seine Prinzipien für sie, obwohl sie sich absolut zickig verhält. Das kann ich halt leider überhaupt nicht nachvollziehen. Diese ganze Beziehung ist einfach nur verkorkst. Anders kann man es nicht zusammenfassen. Denn der Umschwung von Hass zu Liebe ist einfach zu krass, unrealistisch und nicht nachvollziehbar.

Dazu gibt so seltsame und einfach übertriebene Szenen. Ich dachte wirklich, ich lese nicht richtig. Da ist Francesca einmal so sehr im Rausch beim Klavier spielen, dass sie dabei komplett feucht wird und fast kommt. Ich meine, was?! Ein Thema baut sich schon mit das ganze Buch über auf und ab der Hälfte ist es dann auch soweit. Fand ich zu viel des Guten. Nicht nur, dass es von beiden Seiten unglaublich dumm war, auch alles danach passt überhaupt nicht zu den Charakteren. Als wäre das nicht schon genug, erwartet dann eine Person eine Entschuldigung, obwohl diese Person das erst verursacht hat. Wie bitte?! Geht’s noch? Scheinbar nicht. Das Buch ist ab der Hälfte leider unglaublich überzogen, unrealistisch, kitschig und einfach nur so skurril, dass ich das Buch am liebsten von mir geworfen hätte. Es ist so schade, denn man hätte echt was daraus machen können.


Fazit:

Für mich war das Buch leider ein Flop, was ich gar nicht erwartet habe, da ich bereits einige Bücher der Autorin kenne und diese ziemlich gut fand. Nur das war leider nichts. Es wurde leider spätestens ab der Hälfte unrealistisch, überzogen und kitschig. Die Charaktere sind lebende Widersprüche und sowas wie Funken oder das Prickeln sucht man hier vergeblich. Das Buch hat mich sogar eher wütend gemacht, weil die Charaktere sich absolut nicht nachvollziehbar verhalten. Wirklich schade.

2/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2023

Umsetzung hat mir nicht gefallen

Seven Faceless Saints - Die verbannte Macht
0

In Ombrazia können nur Magiebegabte Macht erlangen. Und so gibt es einen Kreis von ausgewählten Jüngern, die über Ombrazia herrschen. Menschen, denen keine Magie innewohnt, werden in den Krieg geschickt. ...

In Ombrazia können nur Magiebegabte Macht erlangen. Und so gibt es einen Kreis von ausgewählten Jüngern, die über Ombrazia herrschen. Menschen, denen keine Magie innewohnt, werden in den Krieg geschickt. Das System zeigt deutliche Schwächen und eine große Ungerechtigkeit. Dieses Problem ist auch Roz schon bekannt. Besonders groß ist ihr Hass aber erst geworden, als ihr Vater im Krieg geopfert wurde. Sie ist zwar auch ein Jünger, aber ihre Magie hat sich erst später gezeigt. Daher gehört sie nun auch zur Oberschicht, die sie verachtet. Was das bedeutet, ist leicht zu erraten. Sie ist Teil der Rebellen, die das System stürzen wollen. Ich finde es besonders toll, wie sie zu Unerwählten, den Menschen ohne Magie, ist.

Nachdem der Jünger Leonzio gestorben ist, wird Damian, der Sicherheitschef, angewiesen, den Mörder oder die Ursache für den Tod zu finden. Das muss er auch, denn sonst wird er wieder in den Krieg geschicht. Nicht so einfach. Selbst mit Hilfe von Jüngern, die Gifte im Körper oder die letzten Momente eines Menschen sehen können, kommt er kaum weiter. Doch nicht nur Leute der Oberschicht sterben, auch die Unerwählten werden umgebracht. Dass der Fokus aber nur auf die Oberschicht gelegt wird, macht Roz zurecht wütend und so recherchiert sie auf eigene Faust und muss sich wohl oder übel mit Damian zusammentun.

Damian und Roz verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. Denn sein Vater hat ihren Vater umgebracht und Damian hat sich danach nicht mehr bei Roz gemeldet. Das alles wird immer wieder thematisiert und aufgegriffen, wobei immer mehr Details ans Licht kommen. Mit den Details nähern sie sich auch langsam wieder an. Aber ich habe das so überhaupt nicht gefühlt. Roz war mir zu sprunghaft. Damian ist mir zu oft rot geworden und war mir persönlich zu schüchtern so als Sicherheitschef. Dazu wirkte alles so stumpf runtergeschrieben. Genau wie die ganze Mordaufklärungen. Es hat mich überhaupt nicht gefesselt. Ich hatte überhaupt keinen Drang weiterzulesen, weil es ständig nur um deren Konflikt ging. Auch die Aufklärung der Morde war so langwierig, dass es einfach nur noch langweilig war. Hin und wieder gab es mal ein paar spannende Szenen, aber die waren leider wirklich selten. Stattdessen musste ich mich immer zwingen weiterzulesen, was kein gutes Zeichen für ein Buch ist.

Fazit:

Ich bin etwas zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Denn an sich fand ich die Idee wirklich gut, aber die Umsetzung hat mir leider nicht wirklich gefallen. Es hat sich teilweise so sehr in die Länge gezogen, dass ich mich richtig zwingen musste, weiterzulesen. Insbesondere die Liebesgeschichte zwischen Damian und Roz war sehr anstrengend und eintönig. Das Buch war leider nichts für mich.


2/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2023

Nette Kurzgeschichten-Sammlung

Feels like Christmas
0

Das Buch besteht aus fünf Kurzgeschichten zum Thema Weihnachten der unterschiedlichen Autoren. Ich muss sagen, es war durchwachsen. Meine liebste Geschichte ist und bleibt die erste von Gabriella Santos. ...

Das Buch besteht aus fünf Kurzgeschichten zum Thema Weihnachten der unterschiedlichen Autoren. Ich muss sagen, es war durchwachsen. Meine liebste Geschichte ist und bleibt die erste von Gabriella Santos. Das ist definitiv eine fünf-Sterne Kurzgeschichte. Die Charaktere, die Annäherung und die Story haben einfach gepasst. Ich konnte mich richtig in diese Geschichte fallen lassen. Die Dynamik war wundervoll und es kamen bei mir richtige Winter- und Weihnachtsgefühle auf. Wirklich einfach nur schön. Zuckersüß und perfekt für Weihnachten.

Die anderen Kurzgeschichten fand ich eher mäßig. Insbesondere die zweite Geschichte hat mich überhaupt nicht überzeugt. Ich habe die Pointe da nicht mal verstanden, die Story war einfach nur überflüssig und langweilig. Nach der ersten Geschichte war das natürlich umso stärker der Fall. Das war leider nicht meins. Die restlichen drei Kurzgeschichten haben mich zwar ganz gut unterhalten, aber mehr auch nicht. Bei den Kurzgeschichten hat mich teilweise gestört, dass es viel zu viele Charaktere waren. Es sind immerhin nur wenige Seiten. Ich hatte da einfach keinen Durchblick mehr. Das lässt dann natürlich schlecht irgendwelche schönen Weihnachtsgefühle aufkommen.

Fazit:

Meine liebste Kurzgeschichte war die erste von Gabriella Santos. Aber auch die von Kyra Groh kann ich empfehlen. Alle anderen waren leider nur ganz nett für zwischendurch bis hin zu unnötig. Im Großen und Ganzen kann ich dem Buch daher leider (trotz der wirklich sehr tollen ersten Geschichte) nur drei Sterne geben.

3/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2023

Fehlende Sogwirkung

A Breath of Winter
0

Der Start in das Buch hat mir gefallen. Smilla ist also eine Hexe, aber ihre Familie wurde ermordet. Nun ist ihr Ziel Rache und den Schlächter zu töten. Das will sie erreichen, indem sie sich der wilden ...

Der Start in das Buch hat mir gefallen. Smilla ist also eine Hexe, aber ihre Familie wurde ermordet. Nun ist ihr Ziel Rache und den Schlächter zu töten. Das will sie erreichen, indem sie sich der wilden Jagd anschließt, was nicht so reibungslos funktioniert, denn einige Mitglieder haben eine gewisse Skepsis ihr gegenüber. Das ist auch realistisch. Aber Smilla ist eine Kämpferin und weiß, was sie will, was ich ziemlich sympathisch finde.

Nun macht sich die wilde Jagd auf den Weg, um den Hexenschlächter zu finden. Auf dem Weg muss sich die Truppe einigen Gefahren stellen. Walküren-Angriffe, Quelljungfern und andere Wesen. Ich muss sagen, einige Kämpfe waren recht spannend. Andere waren vorbei, da haben sie kaum angefangen. Es war immer sehr auf die Story abgestimmt. Wenn es gerade passte, musste jemand verletzt sein oder jemand den anderen retten, damit die Story weitergeht. Es wirkte schon ziemlich aufgesetzt. Das trifft leider auch auf andere Aspekte des Buches zu. Der erste Angriff auf Gent war nur Mittel zum Zweck, einige sehr plötzliche Heilungen wurden nicht hinterfragt und Smilla hat sich leider auch sehr verändert. War sie am Anfang eine starke Kämpferin, wirkt sie nun eher hilflos. Wirklich schade. Die Truppe an sich mit seinen Mitgliedern mochte ich eigentlich ganz gerne. Aber es ist gefühlt lange einfach nichts passiert und wenn, dann wirkte es aufgesetzt. Irgendwie hat sich das alles recht platt runtergelesen.

Die Schlagabtäusche gefielen mir aber wirklich gut. Smilla ist sehr schlagfertig. Besonders die Diskussionen mit Gent mochte ich. Zumindest zu Beginn. Die beiden öffnen sich gegenseitig so schnell. Das hat dazu geführt, dass die Funken vom Anfang ebenso schnell verschwunden sind. Mir fehlte einfach der Übergang von den hitzigen Dialogen zu dem, was auch immer das jetzt ist.

Ich fand es total cool, dass wir auch aus der Sicht des Mörders lesen durften und erfahren konnten, wie das alles überhaupt angefangen hat. Generell mochte ich die Wendung am Ende sogar recht gerne. Ich habe die wirklich nicht kommen sehen. Die Lösung dafür war mir aber dennoch zu unvollständig. Es hat nicht so richtig gepasst. Nicht alles zumindest.


Fazit:

Ich habe mehr von dem Buch erwartet. Der gute Start lässt leider schnell nach und ab einem Drittel fängt die Story an unrealistisch zu werden. Es wirkt künstlich und wird zu gewollt in eine Richtung gedrängt. War Smilla mir am Anfang noch sehr sympathisch war das am Ende nicht mehr ganz so der Fall, weil sie sich in meinen Augen ins Negative entwickelt hat. Generell hat mir in der Story das gewisse Etwas gefehlt, einfach diese Sogwirkung.

2.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2023

Gegensätze ziehen sich an

Wenn deine Wärme meine Kälte besiegt
1

Gerade dachte Holly noch sie heiratet, bis ihr Verlobter sie am Altar stehen lässt und mit ihrer besten Freundin durchbrennt. Das ist natürlich gleich ein doppelter Vertrauensbruch. Kein Wunder also, dass ...

Gerade dachte Holly noch sie heiratet, bis ihr Verlobter sie am Altar stehen lässt und mit ihrer besten Freundin durchbrennt. Das ist natürlich gleich ein doppelter Vertrauensbruch. Kein Wunder also, dass Holly den Männern erst mal abschwört. Knapp ein Jahr zieht sie das auch durch. Doch dann kommt doch die Sehnsucht wieder und außerdem der Druck an den Feiertagen alleine nach Hause zu fahren. Sie braucht also dringend einen Freund. Und damit beginnen die Dates.

Die ganzen Dates, die sie so hatte, waren einerseits wirklich traurig, aber auf eine Art und Weise auch lustig. Aber so ist das Dating-Leben manchmal. Fand es aber interessant zu lesen, wie sie sich von einem Date zum nächsten hangelt und sie auf verschiedene Arten schiefgehen. Bis Kai sie anspricht. Die erste Begegnung mit Kai fand ich ehrlicherweise sehr klischeehaft und teilweise überspitzt. Die zwei haben sich gestritten wie Kinder, das war irgendwie auch echt seltsam zu lesen. Dennoch hat Kai sich schnell in mein Herz geschlichen. Er ist so mürrisch und griesgrämig, aber doch liebenswürdig. Besonders wenn man bedenkt, was er bereits alles durchmachen musste. Seine Geschichte fand ich echt herzzerreißend. Wenn er liebt, dann richtig. Er ist einer, der einfach alles gibt. Seine Art Holly zu helfen, fand ich sehr amüsant. Er ist ein Mann der ehrlichen und direkten Worte und immer eher negativ eingestellt. Holly dagegen ist ein wahrer Sonnenschein, die ihre Gefühle ganz stark nach draußen trägt. Zusammen haben sie wirklich extrem gut harmoniert, ich habe ihre gemeinsamen Szenen so gerne gelesen. Besonders wie Kai immer mehr auftaute, war schön. Die Gefühle, die sie langsam füreinander entwickeln war authentisch. Insbesondere Kai musste es auf die harte Weise lernen.

Die Storyline hat mich gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Entweder mit den Dates oder eben mit der beginnenden Anziehung von Kai und Holly. Die Steine, die den beiden in den Weg gelegt werden, waren teilweise vorhersehbar, teilweise überhaupt nicht. Eine recht gute Mischung meiner Meinung nach. Beide machen eine schöne Entwicklung durch und die Story ist auch bis zur letzten Seite gelungen. Ein Nebencharakter, der mir richtig gut gefallen hat, war Mano, der kleine Bruder von Kai. Ich mochte seine Art und wie er sich manchmal eingemischt hat. Einfach so ein sympathischer und lustiger Charakter.


Fazit:

Gelungene Storyline, die mich wirklich gefesselt und öfter zum Schmunzeln gebracht hat. Die Charaktere sind liebenswürdig und handeln nachvollziehbar. Leider war es mir teilweise aber doch an der ein oder anderen Stelle etwas überspitzt oder klischeehaft. Das kann die Autorin besser. Das weiß ich. Dennoch fand ich das Buch wirklich schön und kann es nur empfehlen.

4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere