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Veröffentlicht am 12.01.2021

Rezension zu The Hunger

The Hunger - Die letzte Reise
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Klappentext:
Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles ...


Klappentext:
Mitte April 1846 bricht die so genannte »Donner Party« – insgesamt fast neunzig Männer, Frauen und Kinder – aus Springfield, Illinois, auf. Ihr Ziel ist Kalifornien. Ein Ort, an dem alles besser ist. An dem schon viele Siedler ihr Glück gefunden haben. Doch schon bald sind die Nerven zum Zerreißen angespannt: der Hunger, das Klima und die Feindseligkeiten innerhalb der Gruppe verwandeln den Wagentreck in ein Pulverfass. Dann kommt ein kleiner Junge unter mysteriösen Umständen zu Tode, und ein Siedler nach dem anderen verschwindet spurlos. Langsam aber sicher wird klar, dass die Donner Party in den Weiten der Prärie nicht alleine ist. Dass »Etwas« sie begleitet. Etwas, das großen Hunger hat ...

Meine Meinung:
Mir war die „Donner Party“ überhaupt kein Begriff, erst in einer privaten Leserunde zu dem Buch erklärte mir eine liebe Mitleserin das es auf eine wahre Begebenheit beruht, was im Nachwort auch erläutert wird, aber ich war erstmal überrascht.

Die Ereignisse um die Reise der Siedler nach Kalifornien sind eindrücklich geschildert, allerdings werden sie hier zusätzlich ein wenig mystisch aufbereitet, was mir im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Das Buch lebt von seiner Geschichte, aber vor allem von der Atmosphäre, die immer dichter und dunkler zu werden scheint. Die Entwicklungen innerhalb der Gruppe und der einzelnen waren gut ausgearbeitet und nachzuvollziehen.
Im Ganzen spannend erzählt, einzig der Schluss konnte mich nicht so ganz abholen. Der Ausgang war dadurch das es sich ja um eine wahre Begebenheit handelt vorgegeben, aber das Ende war nicht wirklich elegant und für mich zum Rest der Geschichte und Personen auch nicht ganz passend erzählt.

Mein Fazit:
Das Buch lebte für mich durch die Atmosphäre und die Entwicklung der einzelnen Charaktere, einziges kleines Manko war das geschilderte Ende.

Veröffentlicht am 07.01.2021

Rezension zu Vergessene Gräber

Vergessene Gräber
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Frankfurt wird von einer grausamen Mordserie heimgesucht. Die Opferwahl scheint willkürlich, nur etwas haben sie gemeinsam, sie sind jung und erfolgreich. Mara Billinsky und Jan Rosen übernehmen die Ermittlungen, ...

Frankfurt wird von einer grausamen Mordserie heimgesucht. Die Opferwahl scheint willkürlich, nur etwas haben sie gemeinsam, sie sind jung und erfolgreich. Mara Billinsky und Jan Rosen übernehmen die Ermittlungen, die sie zu einer ehemaligen russischen Balletttänzerin führen, die mehr zu wissen scheint. Aber sie schweigt eisern, selbst als ihr eigener Sohn verschwindet. Aber Mara lässt sich nicht aufhalten und gerät dabei mitten in einen tödlichen Rachefeldzug...

Vergessene Gräber ist der fünfte Teil der Mara-Billinsky-Reihe aus der Feder von Leo Born.

Mara Billinsky und Jan Rosen bekommen es mit einer grausamen Mordserie zu tun, bei der junge und erfolgreiche Menschen umgebracht werden. Ihre Ermittlungen gestalten sich schwierig, auch weil die Beiden von ihrem Vorgesetzten Gegenwind bekommen. Eine Spur führt zu einer ehemaligen russischen Primaballerina, die aber nicht kooperieren will, auch nicht als ihr Sohn verschwindet und wohl das nächste Opfer ist. Aber wenn Mara sich in etwas verbissen hat, hält sie keiner auf und so ermittelt sie gegen alle Widerstände zum Trotz weiter.

Ich mag Mara Billinsky als Charakter sehr. Sie ist eine ungewöhnliche Ermittlerin, die nicht nur durch ihr Aussehen heraussticht, sondern oftmals auch durch ihr Auftreten es sich nicht immer leicht macht. Aber sie hat einen eisernen Willen ihre Fälle aufzuklären und auch in diesem Fall setzt sie wieder alles daran den Täter zu schnappen. Die Reiberein mit ihrem Vorgesetzten gehören schon irgendwie dazu und ich lese sie immer wieder gerne, da hier Mara störrischer Charakter und ihre Spürnase richtig zur Geltung kommen. Das Verhältnis zu ihrem Vater scheint langsam besser zu werden, auch wenn es wohl noch etwas auf tönernenden Füßen steht. Ich bin gespannt wie dies noch weiter entwickeln wird.

Jan Rosen tritt in diesem Teil für mich aus Maras Schatten und bekommt seinen eigenen Raum in dieser Geschichte, was mir richtig gut gefallen hat. Mit dem Herzen am richtigen Fleck, aber immer zu schüchtern und zurückhaltend, geht er bei den Ermittlungen immer wieder ein wenig unter. Diesmal wird er sehr gefordert, was seiner persönlichen Entwicklung richtig gut tut, aber alles hat auch seine Schattenseiten und mit diesen muss Rosen stark kämpfen.
Rosen ist das genaue Gegenteil von Mara, ihre Arbeitsweise unterscheidet sich deutlich voneinander, aber genau deshalb passen sie für mich als Partner so gut zusammen, und mittlerweile sind sie so ein gutes Team das sie ihrem Partner immer den Rücken frei halten. Ein ungewöhnliches Team, dem ich gerne durch die Geschichte folge.

Die Ermittlungen gehen nur schleppend voran und trotzdem hat der Thriller ein hohes Tempo, das einem in Atem hält. Der Fall ist verwickelt und so führen die Spuren und Erzählstränge erst nach und nach zueinander. Der Autor schafft es durch den Aufbau der Geschichte die Spannung auf hohem Niveau zu halten und auch die Nebenhandlungen haben ihre eigene Spannung, bei der ich als Leser mitzitterte ob das mal gut ausgehen kann. Ein wirklich spannender Thriller, der mich an die Seiten fesselte.

Mein Fazit:
Ein toller Thriller, der mich durch die Entwicklung der Protagonisten begeisterte aber vor allem durch den gelungenen Spannungsaufbau an die Seiten fesselte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2021

Rezension zu Blutroter Schatten

Blutroter Schatten
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In München werden innerhalb von nur wenigen Tagen mehrere Leichen gefunden. Bei jeder Leiche findet die Polizei einen Zettel immer mit der selben Botschaft:"mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde". ...

In München werden innerhalb von nur wenigen Tagen mehrere Leichen gefunden. Bei jeder Leiche findet die Polizei einen Zettel immer mit der selben Botschaft:"mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde". Aber Thomas Rohde sitzt seit Jahren als verurteilter Serienmörder im Hochsicherheitstrakt der Polizei. Die Polizei vermutet das er den Täter kennen könnte, aber er ist nicht bereit ihnen zu helfen, nur seiner Tochter Sam möchte er anvertrauen wer der Täter ist. Sam willigt ein, obwohl sie seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater hat. Dabei muss sie sich nicht nur ihrer Vergangenheit stellen sondern gerät auch ins Visier des Täters.

Blutroter Schatten stammt aus der Feder von Patricia Walter.

Ein Serienmörder treibt sein Unwesen in München, die Polizei tappt im Dunkeln. Die Botschaft die der Täter hinterlässt führt zu Thomas Rohde einem anderen Serienmörder, der seit Jahren im Hochsicherheitstrakt der Psychatrie eingesperrt ist. Rohde will mit der Polizei nicht kooperieren, er will nur mit seiner Tochter Sam sprechen, die jeden Kontakt mit ihm abgebrochen hat. Sam willigt widerwillig ein, dabei sie ahnt nicht was diese Entscheidung für sie bedeutet.

Sam ist eine junge sympathische Frau, die aber aufgrund ihrer Vergangenheit und ihres Vaters einige Probleme hat, die sie lieber verdrängt als sie aufzuarbeiten. Ihre Entscheidung sich mit ihrem Vater zu treffen, fällt ihr nicht leicht, aber um den Serienmörder aufzuhalten ist sie dazu bereit. Die Auswirkungen die dies mit sich bringt, setzt Sam sehr zu. Im Ganzen hat mir Sam als Charakter wirklich gut gefallen, ihre Verletzlichkeit und ihre Entwicklung in der Geschichte fand ich sehr gut herausgearbeitet.

Thomas Rohde dagegen ist unsympathisch, kaltherzig und manipulativ, trotz all oder gerade wegen dieser Eigenschaften fand ich ihn als Charkter äußerst interessant und ich verfolgte mit Spannung was er mit all seinen Forderungen wirklich bezweckt.

Der Thriller empfand ich von Anfang an spannend und er konnte mich mitreißen. Die Grausamkeit des Täters steigert sich zusehend, und die Autorin hat sich doch recht ungewöhnliche und blutige Tötungsarten ausgedacht. Aber vor allem Sam und ihr Vater Thomas Rohde haben es mir hier angetan, einmal als Charaktere und auch ihr Aufeinandertreffen war spannend und auch schon mal emotional zugleich.
Die Spannung steigt bis zum Finale stetig an, auch wenn sie manchmal nur untergründig zu spüren ist. Das Finale selbst war spannend erzählt und konnte mich auch überraschen was mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Mein Fazit:
Ein Thriller, der mich mit seiner spannenden Geschichte aber vor allem durch die Charktere begeistern konnte.

  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Rezension zu der Petticoat-Mörder

Der Petticoat-Mörder
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Berlin 1958
Fred Lemke, ein ehemaliger Laternenanzünder, wird als Kriminalassistent der Kreuzberger Kriminalpolizei zugeteilt und bekommt es direkt mit einem Mordfall zu tun. Am Ufer des Rixdorfer Teiches ...

Berlin 1958
Fred Lemke, ein ehemaliger Laternenanzünder, wird als Kriminalassistent der Kreuzberger Kriminalpolizei zugeteilt und bekommt es direkt mit einem Mordfall zu tun. Am Ufer des Rixdorfer Teiches wurde eine Leiche gefunden, sein Vorgesetzter möchte es am liebsten als Raubmord direkt zu den Akten legen, aber bei Lemke erwacht der Ermittlerinstinkt. Schnell scheint ein Tatverdächtiger festzustehen, aber Lemke will den Fall weiteruntersuchen und so geraten auch die Ehefrau und die Geliebte erstmal ins Visier. Seine Nachforschungen führen ihn auch in die Zeit des Nationalsozialismus zurück, denn das Opfer scheint nicht so unbescholten zu sein, wie es nach außen scheint. Mit seiner Kollegin Ellen von Stain, stößt er auf massive Widerstände, die zeigen wieviel Macht und Einfluss die alten Kader noch haben.

Der Petticoat-Mörder ist der erste Teil der Lemke –und-von Stain-Reihe und stammt aus der Feder von Leonard Bell.

Nachkriegsdeutschland – Fred Lemke, darf nach seiner Ausbildung direkt bei der Abteilung Delikte am Menschen in Berlin anfangen, und das obwohl er der zweitschlechteste seines Jahrganges war. Sein erster Fall ist auch direkt ein Mordfall, den er zusammen mit seinen Kollegen untersuchen soll. Dieser möchte es direkt als Raubmord abtun, aber Fred Lemke sieht das anders und stößt damit direkt auf wenig Gegenliebe bei seinen Kollegen.

Fred Lemke ist ein junger Mann, der mit seinen 23 Jahren noch nicht wirklich in der Welt angekommen ist. Sein neuer Beruf und die Menschen die er dadurch kennenlernt zeigen ihm eine neue Welt in Berlin und nur langsam kann er sich darauf einlassen. Als Ermittler scheint er aber die richtige Spürnase zu haben, denn trotz aller Widerstände lässt er nicht locker, was mir wirklich gut gefallen hat. Als Charakter mag ich Lemke eigentlich, auch wenn er manchmal ein wenig weltfremd wirkt, hat er das Herz auf dem richtigen Fleck.

Ellen von Stain, seine Kollegin, ist schwerer zu fassen, man erfährt so einiges aus der familiären Vergangenheit, allerdings bleibt sie in vielen Bereichen undurchsichtig und geheimnisvoll, was für mich aber ein zusätzlicher Reiz darstellte, denn ich wollte die ganze Zeit immer wissen was es mit ihr auf sich hat.

Der Fall selbst ist interessant und spannend, die Verstrickungen des Opfers in der Nazizeit lassen einen nur erschauern und ehrlich gesagt auch wenig Mitleid mit ihm aufkommen. Mir persönlich hat der Schauplatz im Nachkriegsdeutschland sehr gut gefallen, so langsam wird wieder gelebt, aber auf der anderen Seite haben immer noch viele Menschen Einfluss die schon im Naziregime was zu sagen hatten. Auch die Polizeiarbeit wirkt aus heutiger Sicht teils erschreckend, natürlich gab es viele Ermittlungsmethoden noch nicht, aber wie ermittelt wird und teils mit welchen Methoden Menschen in Verhören unter Druck gesetzt wurden nur um das gewünschte Ergebnis zu bekommen, ob es wahr ist oder nicht, wirkt schon sehr abschreckend.

Dem Autor ist es für mein Empfinden gut gelungen in diesem historischen Krimi die damalige Zeit einzufangen , das neue Lebensgefühl und die alte Denkweise, die hier auch gerne mal aufeinander prallen.

Mein Fazit:
Für mich ein gelungener Serienstart, der Lust auf mehr macht. Ich bin schon auf den nächsten Teil der Reihe gespannt.

Veröffentlicht am 07.09.2020

Rezension zu Opferblut

Profiling Murder – Fall 10
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In Phoenix wurden mehrere Leichen aufgefunden, ausgeblutet, mit einem sauberen Schnitt durch Kehle und Handgelenk. Laurie und Jake übernehmen diesen Fall, der die beiden Ermittler in die jüdische und muslimische ...

In Phoenix wurden mehrere Leichen aufgefunden, ausgeblutet, mit einem sauberen Schnitt durch Kehle und Handgelenk. Laurie und Jake übernehmen diesen Fall, der die beiden Ermittler in die jüdische und muslimische Gemeinde von Alhambra, einem Stadtteil von Phoenix, führt. Aber dort stoßen sie auf wenig Gegenliebe bei ihren Ermittlungen, aber ein Hinweis bringt sie dann auf die richtige Spur….

Opferblut ist der 10. Teil der Dran-Bleiber-Reihe „Profiling Murder“ von Dania Dicken.

Im neusten Teil der Dran-Bleiber-Reihe bekommen es Laurie und Jake mit einem Mörder zu tun, der seine Opfer ausbluten lässt. Ein Schnitt Kehle und Handgelenke sind sein Markenzeichen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn die führt sie in die jüdische und muslimische Gemeinde, bei der sie mit ihren Fragen auf wenig Akzeptanz stoßen.

Diese Reihe besticht ja durch recht kurze, immer so um die 100 Seiten lange, spannende Thriller, aber ich muss gestehen, bei diesem Teil hätte ich wirklich gerne mehr Seiten gehabt. Die Ermittlungen in der jüdischen und muslimischen Gemeinde und die Schwierigkeiten die Laurie und Jake dabei hatten, hätten für mein Empfinden noch viel Potential gehabt um es noch ausführlicher zu thematisieren, aber dann wäre es für diese Dran-Bleiber-Reihe wahrscheinlich zu viel gewesen. Trotz meines Wunsches empfand ich die Ermittlungen spannend erzählt.

Den Showdown fand ich wirklich gelungen, er war spannend und mit seinem Ende hatte ich nicht wirklich gerechnet. Hier konnte mich die Autorin wirklich überraschen, denn ich hatte einen anderen Ausgang der Ereignisse erwartet.

Auch Lauries Privatleben behält Komplikationen für sie und auch für Jake bereit, die sich anscheinend zu einer Bedrohung auswachsen und für den nächsten Teil oder Teile spannende Momente versprechen.

Mein Fazit:
Spannender Teil, der gerne ein paar Seiten mehr hätte haben dürfte, mir aber trotzdem fesselnde Lesestunden bereitet hat.