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Veröffentlicht am 06.04.2025

Schatten der Vergangenheit

Das Kurhotel auf Norderney - Wellen der Hoffnung
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Zurück auf Norderney ist nun der zweite Weltkrieg vorbei und die Insel seit Kriegsende in den Händen der Briten. Das Kurhotel am Meer beherbergt ebenfalls britische Soldaten, die den Alltag des Hotels ...

Zurück auf Norderney ist nun der zweite Weltkrieg vorbei und die Insel seit Kriegsende in den Händen der Briten. Das Kurhotel am Meer beherbergt ebenfalls britische Soldaten, die den Alltag des Hotels und der Hoteliersfamilie Washeimer prägen.
Im Mittelpunkt stehen die Kinder der Familie und deren Freundin Lotte, die im Hotel als Dienstmädchen arbeitet. Während Lotte unsterblich in den Sohn Paul verliebt ist, empfindet Rita Washeimer etwas für den Spätheimkehrer Peter.

„Das Kurhotel auf Norderney - Wellen der Hoffnung“ ist Band drei der Saga um das Kurhotel von Claudia Schirdewan.
Während in den ersten Bänden die Grundsteine für das Kurhotel gelegt werden, ist es nun in Betrieb, hat jedoch seine goldenen Zeiten hinter sich aufgrund der politischen Lage.
Die Stimmung im Buch ist durchwachsen. Sie ist geprägt von einer Aufbruchstimmung, aber auch von Melancholie und einer gewissen Traurigkeit. Ich finde das sehr gut getroffen, da es sich speziell am Alter der Protagonisten festmachen lässt. Während die junge Generation für Aufbruch steht, ist die mittlere Generation eher die, die von Trauer, aber auch etwas Konservatismus geprägt und die ältere Generation, die Clara und Arthur darstellen, zeigen Stärke und Zusammenhalt.
Die Geschichte enthält auch so manches Spannungsmoment, sodass es an einigen Stellen auch kurze Teile einer Krimiatmosphäre annimmt.
Gut erzählt, finde ich auch den Alltag mit den Briten. Dies war nach dem 2. Weltkrieg ein prägender Teil der Norderneyer Geschichte, den man nicht unter den Tisch fallen lassen sollte und das hat Claudia Schirdewan im richtigen Maß geschafft.
Gleiches gilt für die weiteren verschieden geprägten Menschen, die durch den Verlauf der deutschen Geschichte ihren Charakter verändert oder angepasst haben. Das betrifft speziell Peter und seinen Onkel. Davon gab es damals vermutlich auch viele und es spiegelt die Probleme der damaligen Zeit wider, dass es keine, mit heute vergleichbare, psychologische Hilfe gab. Ein sehr ernstes Thema!

Alles in allem ein wunderbarer Abschluss dieser Trilogie und ich bin traurig, dass ich Norderney schon wieder verlassen muss. Einzig hätte mich noch ein bisschen mehr interessiert, wie die Zeit zwischen Band 2 und 3 abgelaufen ist. Das ist mir etwas zu kurz gekommen.
Eine tolle Leseempfehlung für all jene, die Band 1 und 2 kennen, aber auch für jene, die Norderney lieben!

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Umfangreich

Kochen für Babys
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Kochen für Babys von Dagmar Cramm ist eine Art Rundum-Sorglos-Paket, was mir wirklich gut gefallen hat.
Das Buch enthält viele Hinweise und Erklärungen.
Der „praktische Teil“ ist nach dem Alter des Kindes ...

Kochen für Babys von Dagmar Cramm ist eine Art Rundum-Sorglos-Paket, was mir wirklich gut gefallen hat.
Das Buch enthält viele Hinweise und Erklärungen.
Der „praktische Teil“ ist nach dem Alter des Kindes aufgebaut. So beginnen die Rezepte mit den einfachen Breisorten für Babys ab fünf Monaten. Die Rezepte hierbei sind sehr umfangreich und vielfältig. 
Die Aufteilung erfolgt dann weiterhin in zwei Monatsschritten.
Die Autorin erklärt den frisch gebackenen Eltern auch im hinteren Bereich, welche Sorgen und Probleme, auch abseits der Ernährung bei Babys auftreten können und was dann gemacht werden sollte.
Ebenso erklärt sie, wie man das Breiessen angeht und wann welcher Brei kommt. Dazu gibt es auch eine sehr interessante Übersicht.
Ich muss zugeben, dass diese Übersicht nicht mit dem übereinstimmt, was mir meine Kinderärztin geraten hat und wie wir es ausgeführt haben, aber ich denke, es ist eher als Anhalt zu sehen und jeder macht dabei seine eigenen Erfahrungen.
Was mir jedoch nicht so ganz gefallen hat, waren die Umfänge der Rezepte. Ich hätte mir da ein bisschen mehr Einfachheit gewünscht. Deswegen habe ich auch hierbei die Rezepte als Anhalt und Hilfestellung genutzt, aber doch Vieles abgewandelt, sodass ich ein bisschen mehr Zeit gewinnen konnte.

Alles in allem ist dieses Buch ein toller Anhalt und eine gute Ideensammlung für Babybrei.
Auch die Hilfestellungen im Buch finde ich toll, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass man mit dieser Thematik ganz schnell allein gelassen wird, wenn man niemanden hat, den man fragen kann. 
Wer sich Zeit nimmt und die Rezepte gem. Anleitung ausprobiert und auch die Hilfestellungen beachtet, für den ist dieses Buch jedoch, wie schon erwähnt, ein Rundum-Sorglos-Paket.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Sehr sachlich und trocken

Im Wind der Freiheit
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Europa im Aufruhr - Das Jahr 1848 steht für Revolution und politische Wenden. Mittendrin befinden sich zwei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Da ist zum einen Susanne Grabasch, die aus ...

Europa im Aufruhr - Das Jahr 1848 steht für Revolution und politische Wenden. Mittendrin befinden sich zwei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Da ist zum einen Susanne Grabasch, die aus der Arbeiterschicht stammt und dort ihr Leben organisieren muss und zum anderen die Autorin und Journalistin Louise Otto. Die Wirren der Unruhen und Louises Recherchen führen die beiden Frauen zusammen und jede kämpft auf ihre Weise.

„Im Wind der Freiheit“ von Tanja Kinkel ist ein historischer Roman, der sich mit der Märzrevolution, der Frankfurter Nationalversammlung und alles, was sich darum herum abspielte, beschäftigt. 
Das Ganze wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Louise Otto, als junge, alleinstehende Frau, die für Gerechtigkeit und den Einfluss von Frauen auf die Politik, träumt. Zum anderen ist dort Susanne, die Louise einige Hinweise gibt und darüber verraten wird. 
Es ist hier die Unterschiedlichkeit der beiden Frauen, die für eine Mischung im Buch sorgt, die nicht verschiedener sein könnte.
Ich fand die Wechsel zwischen den beiden Frauen manchmal ziemlich schnell und verlor dabei hin und wieder die Übersicht. Auch fand ich, dass es sehr, sehr viele Nebencharaktere gab. Auch hier hatte ich so manches Mal Probleme, der Handlung zu folgen.
Ich muss auch zugeben, dass es mir manchmal etwas zu trocken war. Ich habe mich regelrecht dabei erwischt, dass ich beim Lesen abgeschaltet hab. Mir fehlte da ein gewisser Pepp, der den Lesespaß fördert.

Fazit: Wer an historischen Beschreibungen zum Jahre 1848 interessiert ist, der ist hier richtig. Wer sich aber einen spannenden Roman, über das Schicksal zweier Frauen zu der Zeit erwartet, der wird hier enttäuscht.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Turbulenzen

Winterzauber auf Sylt
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Olivia wird quasi aus ihrer WG geschmissen und flieht zu ihrer Tante nach Sylt. 
Mathilda, Olivias Tante, war eine Konstante in ihrer Kindheit und ist sehr spontan aus ihrem Leben verschwunden. Nun erwartet ...

Olivia wird quasi aus ihrer WG geschmissen und flieht zu ihrer Tante nach Sylt. 
Mathilda, Olivias Tante, war eine Konstante in ihrer Kindheit und ist sehr spontan aus ihrem Leben verschwunden. Nun erwartet sie eine zurückgezogene, Mathilda, die im Chaos lebt und sich auch von ihren lebenslustigen Freundinnen abgewandt hat. Mit Olivias Ankunft wird ihr Leben jedoch auf den Kopf gestellt und das sogar sehr turbulent auf beiden Seiten.

„Winterzauber auf Sylt“ von Lena Wolf ist eine Geschichte über Freundschaft, Wahrheiten und die Liebe.
Es sind die Fragen im Leben, „Wem erzähle ich was?“, „Was denken andere über mich?“, „Brauche ich Hilfe?“ und „Wie handele ich am besten oder am nächsten?“ . Auch geht es darum, welche Wahrheiten eine Familie aushält und ob das eigene Lebensglück wichtiger oder unwichtiger ist als das anderer Familienmitglieder.
Ich fand es an manchen Stellen schwierig. Ich war mir nicht sicher, ob es nun um eine Liebesgeschichte geht, um Familiengeheimnisse oder die turbulente Freundschaft zwischen älteren Damen. Gerade die Ausflüge und Erlebnisse von Gerda, Sieglinde und Mathilda fand ich manchmal echt anstrengend, nervig und ein bisschen überdreht.
Die Geschichte um Livi und Kai wiederum brachte dann wieder etwas Ruhe in die Geschichte, wobei Olivia da auch öfter wirkte wie ein aufgescheuchtes Huhn.
Zum Ende hin kam dann doch wieder etwas Ruhe in die Geschichte und das letzte Viertel hat mir dann wirklich gut gefallen. Es zeigte auf jeden Fall, dass Familien auch nach Trennungen zusammenhalten können und das Verzeihen eine wunderbare Eigenschaft sein kann.

Fazit: Ein Roman zum Abschalten, der aber etwas eigenwillige Charaktere hervorbringt und etwas zu viele Geschichten in der Geschichte hat. 
Wer turbulente Geschichten mag, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Erneut packender Justiz-Krimi

Der zweite Verdächtige
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Bereits die bildliche Gestaltung und der Schriftzug des Buchcovers lassen hier auf den ersten Blick die Zugehörigkeit zur Eberhardt- und Jarmer - Reihe des Autorenduos Schwieker und Tsokos erkennen.

Ein ...

Bereits die bildliche Gestaltung und der Schriftzug des Buchcovers lassen hier auf den ersten Blick die Zugehörigkeit zur Eberhardt- und Jarmer - Reihe des Autorenduos Schwieker und Tsokos erkennen.

Ein Mord in der Homosexuellen-Club-Szene Berlins scheint anfänglich schnell aufgeklärt. Durch einen strikten Polizeieinsatz kann ein Verdächtiger festgenommen werden, in dessen Wohnung zudem auch die Substanz aufgefunden wird, die zum Tod des Opfers geführt hat.
Dem Strafverteidiger Rocco Eberhardt gelingt es trotzdem vor Gericht, den vermeintlichen Täter frei zu bekommen.
Als kurze Zeit später ein zweiter Mord geschieht und alle Anzeichen wieder auf den gleichen Verdächtigen hinweisen, entspinnt sich ein Gerichtskrimi, bei dem der Strafverteidiger zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und seinem eigenen Mandanten auf die Suche nach der Wahrheit gerät.

Die zahlreichen Überraschungen und Wendungen im Handlungsverlauf machen das Buch absolut lesenswert und spannend.

Negativ anmerken muss ich aber leider den Umstand, dass sich die Autoren selbst kopieren. Das 10. Kapitel dieses Buchs entspricht inhaltlich zu 100% und auch sprachlich zu großen Teilen dem 13. Kapitel des vorangegangenen Romans "Die siebente Zeugin". Nur um Seiten zu füllen, sollte das nicht notwendig sein.
Trotzdessen: spannend und lesenswert!

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