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Veröffentlicht am 08.03.2026

Nicht wie gewohnt

Fernweh nach dir (Herz über Kopf durch Irland)
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Nora hat sich selbst verloren, Energie und Kreativität sind weg und die tiefe Liebe ist noch viel weiter entfernt als der Nordpol. Als sie eine Wette verliert und eine Wanderung durch Irland antreten muss, ...

Nora hat sich selbst verloren, Energie und Kreativität sind weg und die tiefe Liebe ist noch viel weiter entfernt als der Nordpol. Als sie eine Wette verliert und eine Wanderung durch Irland antreten muss, muss sie sich nicht nur ihren eigenen Dämonen stellen.

„Fernweh nach dir - Herz über Kopf durch Irland“ ist Band zwei der „Herz über Kopf durch Irland“-Reihe von Autorin Hanna Holmgren.
Hanna Holmgrens Figuren befinden sich meist an einem Wendepunkt ihres Lebens. So ist es auch bei Nora. Sie flieht gewissermaßen vor sich, aber versucht sich gleichzeitig wiederzufinden.
Die Idee von Enemies to lovers findet sich in diesem Roman wider und ist eine gute Idee. Allerdings finde ich, dass die Umsetzung nicht wirklich gelungen ist. Hanna Holmgren konnte mich absolut nicht abholen und hat eine, für meinen Geschmack, absolut zähflüssige Geschichte geschrieben.
Ein Teil innerhalb der Geschichte erinnerte mich an eine Episode der „Gilmore Girls“ als Rory und Lorelai im Cheshire Cat Inn übernachtet haben. Ich fühlte mich vollkommen in die Serie zurückversetzt. Vielleicht ist es Zufall, aber das klang mir doch zu sehr danach.
Sowohl Nora als auch Matthew sind sehr gewöhnungsbedürftige Charaktere, die ich wirklich erst im letzten Viertel der Geschichte zu verstehen gelernt habe.

Kurz und knapp: Es handelt sich hierbei um eine Enemies to lovers-Geschichte mit zwei gewöhnungsbedürftigen Charakteren, die sich sehr zieht und der ein bisschen Kreativität fehlt, die lediglich durch einen Rikscha-Fahrer Abwechslung erfährt.
Wer die sonstigen Romane der Autorin kennt, wird hier etwas enttäuscht.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Neue Herausforderungen für Afra und Herwart

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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Nach wie vor herrschen Machtkämpfe unter den Kaufleuten Augsburgs. Doch auch weiterhin steht Jakob Fugger im Mittelpunkt dieser Machtkämpfe. Als vermehrt seine Transporte und seine Boten überfallen werden, ...

Nach wie vor herrschen Machtkämpfe unter den Kaufleuten Augsburgs. Doch auch weiterhin steht Jakob Fugger im Mittelpunkt dieser Machtkämpfe. Als vermehrt seine Transporte und seine Boten überfallen werden, wird Fugger misstrauisch und schickt Afra und Herwart auf zur Ursachenerforschung.

„Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen“ ist and 2 der Reihe „Historische Abenteuer um Jakob Fugger“ des Augsburger Schriftstellers Peter Dempf.

Ich lese Peter Dempfs Romane sehr gerne, da ich die Stadt Augsburg und ihre Geschichte sehr spannend finde. Deswegen finde ich es auch in diesem Roman wieder gelungen, wie er es schafft, seine Leser in das historische Augsburg zu entführen und dabei auch immer mal interessante historische Gegebenheiten einflechtet.
Kamen mir Afra und Herwarth im ersten Teil noch etwas distanziert vor, bin ich in diesem Band umso besser mit ihnen klargekommen und mochte ihre Abenteuer und vor allem wie sie sich gegenseitig ergänzen.
Auch den Umgang, den sie mit der Familie Fugger verbinden, finde ich sehr interessant dargestellt. Hier spiegelt sich eine Mischung aus auf Augenhöhe und respektierter Distanziertheit wider.
Was ich auch in diesem Band wieder etwas anstrengend fand, war die Tatsache, dass die beiden wirklich von einer Bedrohung in die nächste stolpern. Hier hätte ein bisschen weniger der Geschichte sicher keinen Abbruch getan.
Abwechslungsreich fand ich die Figur der kleinen Sibylle. Ich gebe zu, dass ich bis zum Schluss ihre Rolle nicht so richtig identifizieren konnte, besonders auf den letzten Seiten war ich etwas verwirrt.
Auch Zenos Rolle war wirklich sehr undurchsichtig und hat mich so manches Mal zum Rätseln gebracht. Gerade die Story um ihn ist m.E. noch nicht zu Ende erzählt. Daher könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht noch einen weiteren Band geben kann.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und Herwart und Afra bilden ein spannendes Duo, dem nicht langweilig wird. Auf jeden Fall ein interessanter historischer Roman, bei dem manchmal weniger etwas mehr wäre. Wer jedoch historische Romane und die Stadt Augsburg mag, ist hier gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Zähflüssig

Minnesota
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Bob Oz ist Ermittler des MPD. Als Mensch ist er eher eine schwierige Persönlichkeit, was sich auch auf seinen Dienstalltag auswirkt. Als er infolgedessen suspendiert wird, beginnt er eigenmächtig zu ermitteln.

„Minnesota“ ...

Bob Oz ist Ermittler des MPD. Als Mensch ist er eher eine schwierige Persönlichkeit, was sich auch auf seinen Dienstalltag auswirkt. Als er infolgedessen suspendiert wird, beginnt er eigenmächtig zu ermitteln.

„Minnesota“ von Jo Nesbø ist ein Thriller, der in der Hörbuchvariante von David Nathan gesprochen wird.
Ich bin kein dauerhafter Leser oder Hörer von Thrillern oder Krimis, aber versuche auch gerne mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Aber dieser Thriller konnte mich ganz und gar nicht überzeugen. 
Ermittler Bob Oz, tätig in der Geschichte im Jahr 2016, ist für mich eine gescheiterte Persönlichkeit, die aber nichts anderes mehr hat, als den Job. Seine Ausflüge in Kneipen, aber auch der Umgang mit verschiedenen Personen, speziell mit Frauen sind oftmals sehr fragwürdig. Einerseits ist er Polizist mit Leib und Seele, andererseits hatte ich das Gefühl, er ist einfach nur eine kaputte Persönlichkeit. Ich konnte ihn nie wirklich ernst nehmen.
Andererseits gibt es die Erzählperspektive aus dem Jahr 2022, die die Ereignisse aus 2016 aufarbeiten soll. Hier ist ein Autor auf der Suche nach der Wahrheit und grast dabei die unterschiedlichsten Stationen, die zur Aufklärung beitragen können, ab.
Für mich haben sich beide Perspektiven nicht nur wie ein Kaugummi gedehnt, sondern eher wie ein Gummiband.
Der Sprecher wiederum hat mir ganz gut gefallen, konnte aber die zähe Geschichte nicht wett machen.

Alles in allem muss ich sagen, dieser Thriller hat mir einiges an Geduld abverlangt, weil die Story sowas von zäh war. Ich kann hier leider nur zwei Sterne vergeben, aber das vor dem Hintergrund, dass Thriller und Krimis nicht die Genres sind, in denen ich sonst unterwegs bin. Für einen Blick über den Tellerrand empfiehlt sich dieses Buch meiner Meinung nach nicht.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Traue niemandem

Der Pakt der Verräter
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Wilhelmine und Johannes sind untergetaucht und die Bewohner von Gut Falkenbach fangen nach und nach an, sich wieder aus ihren Häusern zu trauen und wieder intensiver miteinander in Kontakt zu treten. Dennoch ...

Wilhelmine und Johannes sind untergetaucht und die Bewohner von Gut Falkenbach fangen nach und nach an, sich wieder aus ihren Häusern zu trauen und wieder intensiver miteinander in Kontakt zu treten. Dennoch bleiben alle vorsichtig und Paul-Friedrich agiert frei nach dem Motto, „Halte deine Freunde nah bei dir und deine Feinde noch näher“.

„Der Pakt der Verräter“ von Ellin Carsta ist Band 13 aus der „Die Falkenbach-Saga“. 
Als ich die Reihe begonnen habe, habe ich die ersten Bände direkt nacheinander gehört bzw. gelesen, was das Rezensieren schwieriger machte. Doch nun, mit Abstand zwischen den Veröffentlichungen muss ich sagen, dass ich die Bücher spannender empfinde. So war es auch bei diesem Buch.
Ellin Carsta schafft es, dass ich mich mit dem Beginn jedes Buches fühle, als wäre ich ein Bewohner Gut Falkenbachs und die Lehmanns und die von Falkenbachs Familie oder gute Freunde.
Ich finde jedoch, man merkt den Bewohner des Gutes, speziell Paul-Friedrich, die Skepsis gegenüber anderen Menschen an. Er mag sich nach außen gut verstellen, aber seine innere Unsicherheit ist deutlich spürbar. Ähnliches gilt für Wilhelm, der ja doch meist ein Bauchmensch ist und Ferdinand, der schon immer vorsichtiger war.
Deutlich spürbar ist auch, wie sehr das Fehlen von Wilhelmine und Johannes alle bedrückt.
Was mir jedoch besonders gefallen hat, ist der Handlungsstrang um Elisabeth. Dies bringt nun eine Schärfe und damit Spannung in die Geschichte, die auch mit dem Ende des Buches noch anhält und dafür sorgt, dass ich mich schon auf den nächsten Band freue.
Auch gefällt mir, dass die Autorin immer wieder einen Blick auf Irma und die Mädchen wagt und diese somit weiterhin Teil der Geschichte bleiben. Hier frage ich mich mittlerweile, ob es irgendwann ein Wiedersehen geben wird.

Alles in allem eine gelungene und spannende Fortsetzung der Reihe, bei der auch Dorothea über sich hinauswächst. Es gibt viele Geheimnisse, Spekulationen und Intrigen, aber vor allem begegnet man einer großen Vorsicht, die die Handlungen spannend macht. Eine Empfehlung für alle Ellin Carsta-, Falkenbach- und auch Hansen-Fans!

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Gebrochene Herzen

Die Inselschwestern - Meerwasserherzen
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Marina ist jung verwitwet und lebt mit ihrer Tochter in der Wohnung über dem Café, das sie sich einst mit ihrem Mann aufgebaut hat. Viele Jahre ist ihr der Patenonkel ihrer Tochter, Oliver, schon eine ...

Marina ist jung verwitwet und lebt mit ihrer Tochter in der Wohnung über dem Café, das sie sich einst mit ihrem Mann aufgebaut hat. Viele Jahre ist ihr der Patenonkel ihrer Tochter, Oliver, schon eine große Stütze. Doch langsam merkt Marina, dass sich ihr Verhältnis zu Olli geändert hat. Doch Marina wird von Ängsten verfolgt und dann gibt es da noch einen Schatten, der auf der Beziehung liegt.

„Die Inselschwestern - Meerwasserherzen“ von Nina Mazur ist Band 1 der „Die Inselschwestern“-Reihe. Das Hörbuch wird von Isabell Korda gesprochen.
Ich hatte allgemein ein paar Probleme mit der Sprecherin. Sie hat mir nicht wirklich zugesagt und war mir einfach zu durchschnittlich, sodass das Hörbuch oft auf mich einprasselte, während meine Gedanken gleichzeitig in einer völlig anderen Richtung unterwegs waren. Ich habe von vielen gelesen, die die Stimmfarbe, die sie für Lisa, die Tochter der Hauptfigur Marina, angewandt hat, extrem anstrengend fanden. Mir jedoch hat gerade diese Stimmfarbe wirklich gut gefallen, weil sie mit der Beschreibung von Lisa absolut kongruent war.
Marina ist die Hauptperson. Ihre Geschichte ist wirklich nicht einfach und es ist bewundernswert, was sie trotz ihres Schicksalsschlags bewältigt hat. Dennoch bin ich bis fast zum Schluss nicht mit ihr warm geworden. Ihre enorme Ängstlichkeit ging mir wirklich auf die Nerven. Sicher, ist das in ihrer Lebenssituation verständlich, aber ich denke, das Thema professionelle Hilfe hätte hier weitergeholfen. Aber so zog sie mich mit ihrer Art und Weise wirklich runter, sodass ich lange für das Hörbuch gebraucht habe. 
Lisa wiederum wirkte für mich in ihren ganzen Einschränkungen sehr real und sie tat mir leid, weil sie unter den Angstzuständen ihrer Mutter ihre Kindheit nicht ausleben darf. Ich fand sie aber auch sehr bemerkenswert.
Oliver wiederum tat mir leid mit dem ganzen Hin und Her. Er hat sich gut geschlagen und vor allem sehr fair. Auch er hat sein Päckchen zu tragen.
Interessant ist der Nebenstrang um die Schwestern Marinas. Hier ist genug Potential für die Folgebände, denn ich glaube jede von ihnen hat eine eigene Geschichte, die erzählt werden will und die mich auch interessiert, ganz besonders Isis.

Das Ende zog sich erst mächtig in die Länge und dann fand ich es mächtig abrupt. Das hätte man sicher irgendwie runder gestalten können.

Ansonsten muss ich sagen, dass das Buch zwar gut war, aber keines, was mir länger im Gedächtnis bleiben wird, vermutlich aufgrund Marinas Art.

Fazit: Ein Buch, das zum Abschalten einlädt, aber manchmal auch sehr zäh ist. Es ist eine interessante Geschichte, die aber doch mehr dahin plätschert. Dennoch sehe ich hier Potential, das die Nebenfiguren zukünftig als Hauptfiguren rausholen können.
Wer die See und Familiengeschichten mag, ist hier auf jeden Fall richtig.

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