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Veröffentlicht am 19.11.2022

Ein Team werden

Versteht mich mein Hund?
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„Versteht mich mein Hund“ von Sophie Collins erklärt, wie unsere Hunde wahrnehmen. Wie sie ihre Sinne nutzen, wie diese funktionieren und teilweise auch, warum es so ist. Es erklärt aber auch, wie unsere ...

„Versteht mich mein Hund“ von Sophie Collins erklärt, wie unsere Hunde wahrnehmen. Wie sie ihre Sinne nutzen, wie diese funktionieren und teilweise auch, warum es so ist. Es erklärt aber auch, wie unsere Hund uns wahrnehmen. Was passiert, wenn wir bestimmte Handlungen ausführen, wie interpretiert sie der Hund. Weiterhin gibt es Anleitungen, wie wir mit unseren Hunden kommunizieren können, sie leiten können und vor allem, unser Verhalten so ausrichten, dass die Hunde auch tun, was wir Menschen wollen.

Das Buch ist in zwei große Parts aufgeteilt. Abschnitt 1: Die Welt mit allen Hundesinnen. Es ist so untergliedert, dass alle Hundesinne umfassend erklärt werden und vor allem auch so, dass wir sie verstehen. 
Abschnitt 2: Hundewissen. Hier geht es speziell um das Miteinander von Hund und Herrchen. Wie nimmt mein Hund mich wahr? Verstehe ich ihn und er mich? Wie kann ich mein Verhalten beeinflussen, damit wir ein Team werden. Weiterhin gibt es in diesem Bereich auch Anleitungen zu Erziehungsspielen mit Erläuterungen

Viele Dinge davon waren mir schon bekannt, aber einige Dinge waren auch neu und es beantwortete mir auch die ein oder andere Frage zum Verhalten meines eigenen Hundes.
Damit fand ich das Buch sehr interessant. 
Auch in seiner Aufteilung ist es gut gelungen. Es gibt viele Bilder oder Zeichnungen von guter Qualität. Es ist nicht zu viel Text und wenn ist dieser recht aufgelockert in das Layout eingepasst, sodass es beim Lesen nicht zu langatmig wird. Auch die Erklärungen und Ausführungen, bspw. zu den Sinnen des Hundes fand ich interessant und vor allem gut nachvollziehbar dargestellt.

Mein Fazit: Für alle Hundefreunde eine sehr interessante Lektüre, die den eigenen Horizont mit unter sehr gut erweitern kann und das einlädt, am Erziehungsverhalten des eigenen Hundes zu arbeiten.

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Veröffentlicht am 19.11.2022

Fragen des Lebens

Winterzauber im kleinen Strandhaus am Meer
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Winterzauber im kleinen Strandhaus am Meer ist das bereits fünfte Buch von Annette Böhler.
Livia, eine junge Anwältin, flieht nach dem Tod ihres Vaters aus ihrer gewohnten Gegend nach Fehmarn, dem Ort, ...

Winterzauber im kleinen Strandhaus am Meer ist das bereits fünfte Buch von Annette Böhler.
Livia, eine junge Anwältin, flieht nach dem Tod ihres Vaters aus ihrer gewohnten Gegend nach Fehmarn, dem Ort, an dem sie als Kind am glücklichsten war. Nach einer unüberlegten Aktion trifft sie auf den geheimnisvollen Birk und seinen Neufundländer Maple. Birk lädt sie ein, ein paar Tage bei ihm zu bleiben und stellt ihr durchaus die ein oder andere Frage über das Leben, die etwas in Livia bewegen.

Schon allein dieses wundervolle Cover lädt zum Lesen dieses Buchs ein. Die Detailverliebtheit und Farbgebung hat mich überzeugt!
Der Roman ist flüssig geschrieben und man ist schnell im Geschehen drin. Die Kapitel sind übersichtlich geschrieben und aus dem Fokus der beiden Hauptcharaktere, also in der Ich-Form.
Ich habe bisher alle Romane von Annette Böhler gelesen und muss sagen, dies ist mein Favorit. Es ist kein Roman mit Spannung und auch kein Roman, der einfach vor sich her plätschert. Es ist ein eher ernster Roman, der viele wichtige Dinge behandelt, die uns im Leben begegnen, dem „Wohin will ich?“ - „Was will ich?“ und „Wer bin ich eigentlich?“ Dabei geht es nicht in die esoterische Richtung, sondern viel mehr auf einer freundschaftlichen Basis und den Erfahrungen des Lebens.
Beide Charaktere, sowohl Livia und Birk, geben erst nach und nach preis, wer sie eigentlich sind und wie sie zu ihrer jeweiligen Situation, in der sie sich gerade befinden, gekommen sind. Beide geben sich Zeit, setzen einander nicht unter Druck, fragen einander nicht aus, respektieren einander und geben einander Freiraum. 
An Bird finde ich bewundernswert, dass er eins mit der Natur ist. Bei Livia wiederum ist es schön anzusehen, dass sie nicht die starke Anwältin ist, sondern unwahrscheinlich an ihren familiären Wurzeln hängt und eben nicht nach Macht und finanziellem Reichtum strebt. Sie besinnt sich der wichtigen Dinge in ihrem Leben.

Fazit: Ein wunderschönes Buch, das gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit zum Abschalten, aber auch Nachdenken einlädt.

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Veröffentlicht am 15.11.2022

Zurück im weihnachtlichen SPO

Wintermeer und Bernsteinherzen
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Zurück am schönsten Strand der Welt - Auch bei „Wintermeer und Bernsteinherzen“ von Tanja Janz entführt sie ihre Leser wieder in das traumhafte St. Peter-Ording. 
Finjas beruflicher Neustart klappt nicht ...

Zurück am schönsten Strand der Welt - Auch bei „Wintermeer und Bernsteinherzen“ von Tanja Janz entführt sie ihre Leser wieder in das traumhafte St. Peter-Ording. 
Finjas beruflicher Neustart klappt nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Um finanziell über die Runden zu kommen, muss sie wieder einen Abstecher in ihren alten Beruf als Immobilienmaklerin machen. Dieser führt sie nach St.Peter-Ording. Hier sucht sie eine Traumimmobilie für einen berühmten Kunden. Zufällig entdeckt sie dabei ein wunderschönes, älteres Reetdachhaus. Doch das Haus hat ein Geheimnis. Finja versucht es zu ergründen. Dabei lernt sie Zahnarzt Jesper kennen und auch er scheint etwas zu verbergen.

Das wunderschöne Cover lädt sofort zum Lesen ein. Passend dazu der bildhafte Schreibstil von Tanja Janz und das Wiedersehen mit bereits bekannten Figuren machen das Leseerlebnis wieder zu einem rundum Wohlfühlmoment.
Einige der Charaktere sind Kennern der St.Peter-Ording-Serie schon wohl vertraut und damit wirkt der Ausflug an die Nordsee wie ein Nachhausekommen. Die neuen Charaktere Finja und Jesper runden die Geschichten um den Ort wieder wunderbar ab. 
Ich muss zugeben, worüber ich lange nachgegrübelt hab und wozu ich auch ewig keinen Zusammenhang fand, war der Prolog. Immer und immer suchte ich Verbindungen oder Figuren, die sich auch in der jetzigen Geschichte wiederfanden.
Finja war mir aufgrund ihrer bodenständigen und doch recht abgeklärten Art sehr sympathisch. Sie verlor sich nicht in Träumereien, sondern war immer auf dem Boden der Tatsachen unterwegs. Jesper dagegen ist ein sehr direkter Typ, was mich dazu bewog, seiner Figur gegenüber etwas skeptischer zu sein. Dennoch ergänzten sich beide optimal und harmonierten echt gut, sodass ich diese Geschichte wieder einmal verschlungen habe.
Was mir besondern gefiel, die Liebesgeschichte war nicht so extrem romantisch und kitschig, sondern so, wie auch Finja wirkt, bodenständig, während Jesper doch etwas euphorischer schient.
Wunderschön fand ich auch den Bezug zum Weihnachtsfest. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie der Weihnachtsmarkt auf dem Wilhelmshof abgelaufen ist und wär gern dabei gewesen. 
Was mir etwas negativ aufgefallen ist, ich finde es klasse, immer wieder altbekannte Figuren in den Romanen zu erleben, aber irgendwie waren es in diesem Roman doch ein bisschen zu viele - Manchmal ist weniger mehr.

Alles in allem für mich wieder ein wunderbarer Wohlfühlroman mit Wellnessflair in SPO.

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Ängste kann man überwinden

Huskyküsse zu Weihnachten
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Buchhalterin Hailey hat ein schlechtes Gewissen, denkt sie doch, sie ist am Unfall ihres Chefs Alex schuld. Aus diesem Grund bietet sie an, seinem Bruder Cole auf dessen Ranch in Alaska helfen. Was sie ...

Buchhalterin Hailey hat ein schlechtes Gewissen, denkt sie doch, sie ist am Unfall ihres Chefs Alex schuld. Aus diesem Grund bietet sie an, seinem Bruder Cole auf dessen Ranch in Alaska helfen. Was sie nicht ahnt, es ist eine Huskyranch und das, obwohl Hailey Angst vor Hunden hat. Dazu kommt der eigenwillige Cole und die Abgeschiedenheit des winterlichen Alaskas. Eine herausfordernde Zeit und damit eine Zeit des Näherkommens mit den Hunden, aber auch mit den Menschen beginnt.

Der Roman fiel mir durch das winterlich gestaltete Cover, das verliebte Paar und die Farbgebung ins Auge und machte mich neugierig.
Hunde, Weihnachten und eine winterlich verschneite Landschaft die perfekten Faktoren für einen romantischen Liebesroman.
Die Charaktere Hailey und Cole wirken anfangs gegensätzlich. Die Stadtpflanze Hailey, die Angst vor Hunden hat und nicht auf die Ratschläge ihres Chefs hört, was ihren Aufenthalt in Alaska betrifft und der Naturbursche Cole, der sich inmitten der Hunde am wohlsten fühlt und der sich mit der Abgeschiedenheit seines Lebens einen großen Traum erfüllt hat. 
Beide Charaktere sind durch die Autorin authentisch dargestellt und waren mir schnell sympathisch. Über Hailey musste ich oftmals schmunzeln, weil sie ein recht tapsiger Mensch ist, der gern man ein Fettnäpfchen mitnimmt. Sie arbeitet aber auch unwahrscheinlich an sich und versucht ihre Angst vor den Huskys zu überwinden. Schnell lässt sie sich auf die Tiere ein und übernimmt sogar Musheraufgaben. 
Auch der geheimnisvolle Cole brachte mich oftmals mit seinem etwas trockenen Humor zum Schmunzeln. Am Anfang hatte ich Bedenken, ob er sich auf das Experiment „Hailey“ einlässt, aber er hat sich als sehr umgänglich bewiesen und ihr eine Chance gegeben. Ich finde ihn auch sehr menschlich. Das merkt man daran, dass er innerhalb seines Wohnorts gut integriert ist.
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptcharaktere erzählt, was auch immer gut gekennzeichnet ist. Die Kapitel sind in der Länge sehr übersichtlich, manchmal sogar schon etwas zu kurz. Auch ein kleiner Spannungsbogen ist enthalten, der sich auf die Beziehung der Beiden bezieht, aber auch auf den Umgang mit den Hunden.

Fazit: Ein wunderschöner, winterlicher Roman mit Herzschmerzgarantie, der wundervolle Lesestunden beschert. Er hat mir wirklich gut gefallen, obwohl er recht oberflächlich ist. Ich finde aber, die Autorin hat ein tolles Potential und freue mich, in Zukunft weitere Bücher von ihr lesen zu können und vielleicht auch in Zukunft einmal tiefgreifender.

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Veröffentlicht am 09.11.2022

Hör auf deinen Bauch

Weihnachtszauber in New York
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Weihnachtszauber in New York von Jani Friese erzählt die Weihnachtsliebesgeschichte um Luisa Feinschmidt und William Cooper. 
Luisa reist für drei Wochen nach New York um auf ihre Nichte Molly aufzupassen, ...

Weihnachtszauber in New York von Jani Friese erzählt die Weihnachtsliebesgeschichte um Luisa Feinschmidt und William Cooper. 
Luisa reist für drei Wochen nach New York um auf ihre Nichte Molly aufzupassen, während ihre Schwester beruflich unterwegs ist. In New York angekommen, entdeckt sie, dass sie am Flughafen versehentlich das Gepäck von William Cooper geschnappt hat, einem erfolgreichen Geschäftsmann. Als sie den Koffertausch rückgängig machen will, entfacht Will Schmetterlinge in ihrem Bauch. Luisa versucht sich dagegen zu wehren, aber immer wieder läuft sie ihm über den Weg und scheinbar tut er auch Molly gut.

Das Cover dieses Romans ist schon furchtbar romantisch und genauso gestaltet sich auch die Geschichte innerhalb des Buches. 
Die Kapitel sind übersichtlich gestaltet und nicht zu lang oder zu kurz. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive Luisas erzählt und liest sich durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin sehr flüssig.
Jani Friese hat es geschafft, die wunderbare Weihnachtsstimmung vom Big Apple in diesem Weihnachtsroman mitreißend zu beschreiben. Ich war gefesselt davon und auch von der Liebenswürdigkeit ihrer erschaffenen Charaktere. 
Ich gebe zu, auf mich wirkte die Geschichte in Teilen schon zu perfekt und wie die Geschichte vom Aschenputtel, aber ich fand sie dennoch hoffnungslos schön. Lediglich zum Ende hin war ich kurzzeitig nicht mehr ganz so begeistert, weil mir einige Szenen vorkamen wie aus Shades of Grey (bspw. Die Hubschrauberszene), aber vielleicht ist das in diesen Personenkreisen auch normal. 
Spannend im Sinne eines Krimis war die Geschichte nicht, dennoch überlegte ich immer, was wohl als Nächstes passieren würde und hatte teilweise sogar andere Vermutungen als eingetreten sind. Das ist für mich immer ein wunderbarer Effekt, weil die Geschichte dann nicht vorhersehbar wirkt und ich nicht jede nächste Handlung schon Seiten vorher erahne.
Luisa, Julia, Molly und die Mutter der beiden erstgenannten sind absolute wunderbare Charaktere. Sie unterstützen sich gegenseitig, sind offen und emphatisch, aber in Teilen auch kritisch. Keine von ihnen nervte mich irgendwann einmal in irgendeiner Form. Am meisten hat mich die Beziehung der Frauen untereinander berührt. Jede stand für die andere ein und freute sich mit ihr oder litt mit ihr. Ins Besondere die kleine Molly ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre sensible Art und auch Wills Umgang mit ihr waren beeindruckend.

Ich würde dieses Buch jetzt nicht unter authentisch verbuchen, aber das erwarte ich auch nicht von einem wunderbaren Weihnachtsroman. Dieser sollte dazu dienen, die Weihnachtszeit zu genießen, eine fast perfekte Welt vorzufinden und um sich einfach einmal wegzuträumen!
Für mich eine klare Empfehlung an all jene, die Weihnachtsromantiker sind!

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