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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2025

Turbulenter Küstenkrimi-Genuss

Seemannsgrab für Norderney
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Das ist pure Lesebegeisterung die mich total mitreißt. Dirk Trost hat es wieder geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zu ziehen. Sein Erzählstil ist einfach großartig und sorgt ...

Das ist pure Lesebegeisterung die mich total mitreißt. Dirk Trost hat es wieder geschafft mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zu ziehen. Sein Erzählstil ist einfach großartig und sorgt für konstante Spannung. Ich liebe es, wie er mich in die Geschichte hineinzieht.
​Die liebgewonnenen Charaktere, allen voran Jan und sein Hund Motte, aber auch Uz, Onno und Kommissarin Doro, sind mit ihren liebenswerten Eigenheiten wieder mit dabei. Ihre bekannten Macken sorgen für ein wohliges Heimatgefühl und die witzigen Dialoge sind eine willkommene Abwechslung bei all der Aufregung und dem Nervenkitzel.
​Schon der Anfang ist ein Knaller. Die übliche Kutterfahrt von Jan und seinen Freunden wird jäh durch einen Anruf von Kommissarin Doro Oldenburg unterbrochen und sofort weiß man, dass etwas Schlimmes passiert ist. Im Hafen von Norddeich wird eine Leiche gefunden und weil sie Jans Visitenkarte in der Tasche trägt, ist er sofort mittendrin in dem Fall. Die Handlung nimmt rasant Fahrt auf und wechselt schnell nach Norderney. Dort wird eine zweite Leiche entdeckt. Jan wird direkt als Komparse für einen gerade stattfindenden Filmdreh rekrutiert, ein genialer Schachzug der Geschichte. Dann zieht ein Orkan auf, was für zusätzliche Gänsehautmomente sorgt. Jan macht genau das, was er am besten kann: Er recherchiert, kombiniert brillant und mischt sich überall ein.
​Dirk Trost liefert hier wieder ab. Es ist ihm wie in all seinen bisherigen Büchern erneut gelungen, eine Spannung aufzubauen, die es mir schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Man fühlt sich mit den altbekannten Charakteren rundum wohl und fiebert und leidet bis zur Auflösung des Falls mit. Wenn ein Buch so gut ist, dass man am Ende langsamer liest, um es nur ja nicht beenden zu müssen, dann weiß man, man hat ein absolutes Lesehighlight in den Händen. Ein absolutes Must-Read, ganz klar.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Wenn ein Podcast zum Psychoterror wird

Todesstimme
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Ohne Umschweife sage ich es gleich vorweg: Mit "Todesstimme" hat Elias Haller einen im Großen und Ganzen sehr soliden und absolut packenden Psychothriller vorgelegt. Ich habe diesen zweiten Fall für Tara ...

Ohne Umschweife sage ich es gleich vorweg: Mit "Todesstimme" hat Elias Haller einen im Großen und Ganzen sehr soliden und absolut packenden Psychothriller vorgelegt. Ich habe diesen zweiten Fall für Tara Kronberg geradezu inhaliert, denn die Thematik ist erschreckend aktuell und trifft einen Nerv.
​Die Verbindung von rätselhaften Selbstmorden und einem manipulativen Podcast, betrieben vom ominösen "Kadaver", ist ein cleverer Schachzug. Es zeigt auf subtile Weise, wie gefährlich Social Media Plattformen und die daraus resultierende Manipulation sein können. Ich schätze es sehr, dass Haller hier ein so heikles Thema wie Depressionen und Suizidgedanken aufgreift und in einen Thriller einbettet. Es fühlt sich sehr real an.
​Tara Kronberg ist für mich eine Ermittlerin, die ich gerne begleite. Sie ist toug, unerschrocken und arbeitet sich tief in den Fall hinein, während sie gleichzeitig ihr eigenes Päckchen trägt und daran wächst. Die kurzen Kapitel, die Podcasteinlagen und die Tagebucheinträge tragen hervorragend zur Spannung bei und halten das Erzähltempo hoch.
​Zugegeben, ganz die Fünf-Sterne-Begeisterung von Band eins konnte "Todesstimme" nicht durchgehend bei mir auslösen. Ehrlich gesagt gab es Passagen, in denen ich das Gefühl hatte, der Fokus verschiebt sich etwas zu sehr auf die verwirrenden internen Querelen und privaten Verwicklungen des Ermittlerteams. Hier plätscherte der eigentliche Fall für meinen Geschmack ein wenig vor sich hin.
​Das Ende jedoch hat mich dann wieder vollkommen überzeugt. Die Auflösung und die Verbindungen, die Haller hier knüpft, sind unerwartet und überraschend. Zwar mag die finale Begründung für manche vielleicht ein wenig weit hergeholt wirken, mich hat die Konsequenz aber letztlich überzeugt.
​Mein Fazit lautet: Wer auf düstere Atmosphäre, psychologische Spannung und eine Ermittlerin mit Biss steht, kommt an diesem Tara-Kronberg-Thriller nicht vorbei. Er ist fesselnd, aktuell und liefert eine spannende Leseerfahrung.

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Geister, Charme und Cliffhanger: Ein solider Fall im Spukschloss

MacTavish & Scott - Das Geheimnis von Oxburn Castle
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Mit "Das Geheimnis von Oxburn Castle" liefern Finola MacTavish und Anne Scott ihren nunmehr zehnten Fall ab. Die beiden Lady Detectives ermitteln diesmal in einem schottischen Spukschloss, was an sich ...

Mit "Das Geheimnis von Oxburn Castle" liefern Finola MacTavish und Anne Scott ihren nunmehr zehnten Fall ab. Die beiden Lady Detectives ermitteln diesmal in einem schottischen Spukschloss, was an sich schon für eine unterhaltsame und stimmungsvolle Kulisse sorgt.
​Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte ist gut erzählt und die zwei charmanten und profilierten Detektivinnen sind ein absolutes Highlight. Besonders hervorzuheben sind auch die kurzen Kapitel, die für ein rasantes Tempo sorgen. Der geschickte Aufbau, der ab einem bestimmten Punkt zwischen zwei Fällen wechselt und somit ständig kleine, wirkungsvolle Cliffhanger erzeugt, hat die Spannung konstant hochgehalten. Man wird förmlich in die Geschichte hineingezogen.
​Es ist eine sehr unterhaltsame und fesselnde Geschichte, die Spannung mit authentischem Lokalkolorit verbindet. Die Charaktere, die Situationen und die Gegenden sind hervorragend und lebendig beschrieben.
​Allerdings hatte die Geschichte einige Längen und war nicht immer gleichmäßig packend. Während die Cliffhanger Neugier weckten, konnte die Auflösung der einzelnen Stränge das hohe Spannungsniveau nicht immer aufrechterhalten. Manchmal wirkte die Handlung etwas vorhersehbarer als erhofft.
​Zusammenfassend ist "Das Geheimnis von Oxburn Castle" eine nette und solide Fortsetzung. Es ist ein guter Cosy Crime für zwischendurch, der Fans der Serie sicherlich gefallen wird, aber kein herausragender Band, den man in einem Rutsch verschlingen muss.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Ein Muss für Thrillerfans

Rotkäppchen lügt
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"Rotkäppchen lügt" ist ein meisterhaft geschriebener Thriller, der mit seinen unerwarteten Wendungen und seiner märchenhaften Atmosphäre besticht. Fans von Spannung und Grusel werden dieses Buch nicht ...

"Rotkäppchen lügt" ist ein meisterhaft geschriebener Thriller, der mit seinen unerwarteten Wendungen und seiner märchenhaften Atmosphäre besticht. Fans von Spannung und Grusel werden dieses Buch nicht aus der Hand legen können.


Fazit:


Fesselnder Kriminalroman mit märchenhaftem Twist

Spannende und düstere Atmosphäre

Psychologisch tiefgründige Charaktere

Unerwartete Wendungen und schockierendes Ende

Ein Muss für Thriller-Fans

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Düster, atmosphärisch und voller Spannung

Vöglein schweigt
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Elian Hallers "Vöglein schweig" fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.


Ich musste teilweise Pausen beim Lesen einlegen, wenn es besonders Abartig wurde.

Besonders hervorzuheben ist ...

Elian Hallers "Vöglein schweig" fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.


Ich musste teilweise Pausen beim Lesen einlegen, wenn es besonders Abartig wurde.

Besonders hervorzuheben ist die gelungene Mischung aus Spannung, Thriller und der KHM. Der Autor hält einige Überraschungen parat, die den Leser bis zum Schluss fesseln.


Fazit: "Vöglein schweig" ist ein packender Thriller, der für schlaflose Nächte sorgen wird. Fans des Genres werden diesen Roman verschlingen.


Wertung: 5 von 5 Sternen:


Der flüssige und leicht verständliche Schreibstil des Autors

Die gut ausgearbeiteten Charaktere

Die realistische Darstellung der Polizeiarbeit

Die schockierenden Details der Morde

*Das unerwartete, offene Ende

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