Sehr langatmig und wenig Spannung
Die Schwestern GrimmAls Fan von Märchenadaptionen hat mich dieses Buch natürlich sehr neugierig gemacht. Die Idee Grimm als bösen Dämon darzustellen, der mit Hilfe seiner Töchter die Erde beherrschen will, fand ich sehr interessant. ...
Als Fan von Märchenadaptionen hat mich dieses Buch natürlich sehr neugierig gemacht. Die Idee Grimm als bösen Dämon darzustellen, der mit Hilfe seiner Töchter die Erde beherrschen will, fand ich sehr interessant. Doch leider war die Umsetzung nicht so ganz gelungen.
Der Schreibstil ist zwar ganz angenehm und ich bin gut in die Geschichte gestartet, aber die anfängliche Euphorie hat schnell nachgelassen. Das Buch startet einen Monat bevor die Grimm Schwestern achtzehn Jahre werden und somit ihre ganze Macht entfalten können. Die Kapitel werden aus der Sicht verschiedener Personen erzählt und teilweise aus Gegenwart und Vergangenheit. Dadurch, dass die einzelnen Personen teilweise nur 1-2 Seiten haben, ist der Wechsel sehr schnell und etwas unangenehm zu lesen.
Der Anfang hat mir ganz gut gefallen, aber die Story hat sich ziemlich schnell sehr in die Länge gezogen. Viele Informationen waren langweilig und für den weiteren Verlauf einfach unnötig. Auch mit den Charakteren wurde ich überhaupt nicht warm. Die vier Schwestern sind siebzehn Jahre alt, verhalten sich aber nicht wie Teenager.
Durch den ausschweifenden Erzählstil in der Mitte, bremst es extrem den Spannungsbogen. Ich hatte die Hoffnung, dass das Ende alles retten kann, aber auch das war sehr Vorhersehbar und wenig spektakulär.
Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.