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Veröffentlicht am 16.04.2025

Drachen-, Meeres- und Wüstenfans aufgepasst!

Die Erben der Drachen
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Sabine Schulter ist die Autorin, die mit ihrer Mederia-Reihe (Band 1: A Kingdom Darkens) meine Liebe für High Fantasy Romane geweckt hat. All diese Fantasie hinter den einzelnen Völkern, Wesen, Rassen, ...

Sabine Schulter ist die Autorin, die mit ihrer Mederia-Reihe (Band 1: A Kingdom Darkens) meine Liebe für High Fantasy Romane geweckt hat. All diese Fantasie hinter den einzelnen Völkern, Wesen, Rassen, Schauplätzen oder Persönlichkeiten hat mich umgehauen und fasziniert. In „Die Erben der Drachen“ gestaltet sich das nicht anders. Ich habe mich schnell in ihrer Welt wohlgefühlt und bin fast traurig, dass es nach dem Einzelband bereits wieder seine Pforten schließt.

Im Weltenentwurf dieser Geschichte setzt die Autorin einen hohen Fokus auf die Unterwasserwelt und das Wüstenleben. Beide Schauplätze habe ich gar nicht so erwartet, aber das Wissen vor dem Lesestart hätte lediglich meine Vorfreude bestärkt. Ich liebe die Elemente in der Wüstenregion total. Die Beschreibungen der Paläste, Öllampen, Märkte und Gewände, haben mich direkt in die orientalische Atmosphäre eingezogen. Die Welt der Kaheyla wurde jedoch mein Favorit.

Dem meerverbundenen Volk merkt man die Liebe zur Natur, den Riffen und dem Schwimmen an. Ihre Beschreibungen vom Meer, den Wellen oder dessen Lebewesen ist mitreißend und fördert Meerweh. Ich war auch ein wenig neidisch in der Szene, in der eine zutrauliche Robbe von einer Kaheyla Streicheleinheiten möchte.

All das verwebt die Autorin mit einer uralten Prophezeiung, die ihre Buchfiguren auf ein gefährliches Abenteuer schickt. Geheimnisenthüllungen, Plottwists, brenzlige Situationen, aber auch die Bewunderung der Welt sind hier an der Tagesordnung. Wie der Titel bereits vermuten lässt, kommen Drachenliebhaber dabei definitiv auf ihre Kosten. Aber auch die restliche Magie, weiß von sich zu überzeugen.

Aus den Perspektiven der Zwilline Noss und Fiha liest man alles über die Prophezeiung und Legenden sowie über ihre Welt und in welcher Gefahr diese schwebt. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach den anderen Auserwählten, um ihre Welt vor dem Zorn einer Göttin zu schützen.

Beide Protagonisten bilden absolute Gegenpole. Noss habe ich als ruhigen, offen und gelehrten Bruder wahrgenommen. Er hat sich seiner Bestimmung verschrieben und ist mit dem Verlauf seines Lebens im Reinen. Dagegen ist Fiha ein wahrer Wirbelwind, kann nicht tatenlos herumsitzen, aber mit der Bestimmung nichts anfangen. Doch haben sie gemeinsam, dass sie sich mit jeder Handlung dem Schutz ihrer Heimat und jedes Lebewesen verschreiben.

Für mich waren sie beide liebevolle und gut ausgearbeitete Charaktere, die ich im Handeln oft nachvollziehen konnte. Insgesamt gefiel mir auch, inwieweit Geschwisterliebe hier großgeschrieben wurde. Sie hätten mit ihrer Rolle als Schicksalskinder viel mehr zu kämpfen gehabt ohne den gegenseitigen Rückhalt und das Verständnis füreinander. Eine Harmonie, die ich an Sabine Schulters Büchern zu schätzen gelernt hab.

Der geheimnisvolle Dieb Asciir und seine besondere Bande, die lebensfrohe Wüstenprinzessin Malissa und ihre geschickte Zofe Alica, die einer Spionin anmutet sind nur ein Ausschnitt der interessanten und individuellen Nebenfiguren. In diesem Buch werden dem Leser wieder grandiose Abenteuerbegleiter zur Seite gestellt. Ich habe sie alle gerne kennengelernt.

Für die Romantiker unter den Lesern, kommen auch die Elemente dieses Genres nicht zu kurz. Sie sind jedoch eher unaufdringlich und sorgen für ein Prickeln im Hintergrund, die für mich das Leseerlebnis abgerundet haben.

Fazit:

Ein in sich abgeschlossener und runder Einzelband über Drachen, die Meeres- und Wüstenwelt. High Fantasy-Fans werden sich wohlfühlen und haben einiges zu entdecken. Ich würde am liebsten noch mehr Zeit in diesem Weltenentwurf verbringen, sie löst aber auch Wanderlust in unserer Welt aus. Die Geschichte konnte mich mit all ihren Plottwists, Weltdetails und Charakteren von sich überzeugen.

Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Sonnenschein im Buchformat

Lights of Darkness
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Frankie ist eine absolute Sympathieträgerin. Sie hat fast immer ein breites Lächeln im Gesicht, ist ein wahrer Sonnenschein und Plappergeist. Redewendungen kommen bei ihr grundsätzlich falsch raus, so ...

Frankie ist eine absolute Sympathieträgerin. Sie hat fast immer ein breites Lächeln im Gesicht, ist ein wahrer Sonnenschein und Plappergeist. Redewendungen kommen bei ihr grundsätzlich falsch raus, so dass mal statt „das geht runter wie Öl“ von ihr „das geht runter wie Zucker“ im Dialog auftaucht. Ihre überraschenden Antworten und neuen Redewendungen sorgen immer wieder für einen Schmunzler. Man muss sie einfach ins Herz schließen und liebhaben. Nur bei ihrem besten Freund Ty ist das noch nicht vollständig angekommen.

Seit Jahren ist Frankie in Ty verknallt. Und seit Jahren befindet sie sich in seiner Friendzone. Als ihr auf Youtube ein Video angezeigt wird mit Schritten, wie sie aus der Freundschaftsschiene herauskommen kann, ist sie Feuer und Flamme. Dabei geht mehr als ein Punkt schief, endet im Chaos oder in dem nächsten Lacher. Doch ihr leidenschaftlicher Einsatz, zeigt wie viel es ihr bedeutet und was für eine ehrgeizige Person die Protagonistin ist.


Als Leser erhält man noch die Perspektive von Tyler mit und damit auch, wie welcher Versuch ankommt. Von seltsam bis süß ist alles dabei. Schnell erkennt man, dass er viel von seiner besten Freundin hält und es schätzt, wenn sie ihn hinter ihre Fassade blicken lässt.

Es ist deutlich, dass Beide mit ihrem Päckchen zu kämpfen haben. Nachdem Tatum, die beste Freundin von Frankie, jedoch begonnen hat sich ihren Ängsten und ihrer Vergangenheit zu stellen, möchte Frankie immer mehr über sich hinauswachsen. Hierfür erhält sie eine unglaublich empathische Unterstützung von Tyler, was sie ihm über die Seiten hinweg zurückgeben kann. Ihr gesundes Miteinander, voller humorvoller und alltäglich schöner Momente, war einfach herzerwärmend.

Zudem war es einfach wunderschön wieder in Golden Oaks zu sein. Während Band 1 noch einen starken herbstlichen Vibe vermittelt, fühlte es sich hier mehr nach Frühling an. Mit Aktivitäten, wie Sterne beobachten oder einem Besuch beim Autokino, macht die Autorin total Lust auf die Jahreszeit.

Fazit:

Eine wirklich schöne Romanze mit absolut sympathischen Hauptcharakteren. Liefert ruhige, humorvolle, herzerwärmende Momente aus dem Alltag und verliert dabei nicht an Tiefgründigkeit.

Gefiel mir sogar noch besser als der Auftakt. Wie Sonnenschein in Buchformat.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Schmerzhaft schön

Vor uns die Dämmerung
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„Vor uns die Dämmerung“ ist ein Buch, das könnte ich nach dem Beenden direkt schnappen und nochmal von Vorne beginnen. Nach dem Klappentext ist bereits klar, dass eine bewegende Geschichte auf den Leser ...

„Vor uns die Dämmerung“ ist ein Buch, das könnte ich nach dem Beenden direkt schnappen und nochmal von Vorne beginnen. Nach dem Klappentext ist bereits klar, dass eine bewegende Geschichte auf den Leser wartet. Meine Intention nach der Inhaltsbeschreibung war klar: Ich wollte mitgerissen und emotional werden. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Die Geschichte beginnt 10 Jahre nach dem Tod von Logan, Ems Zwillingsschwester. Ihre Familie hat viel durchgemacht. Der Schmerz durch den Verlust, die Erinnerungen und das Begleiten ihrer Krankheit, waren und sind nicht immer einfach. Umso schwerer trifft es die Familie, nachdem bei Em die gleiche Krankheit diagnostiziert wird.

Mir persönlich war die Autoimmunerkrankung Lupus bis zu dieser Geschichte noch kein Begriff. Nach ein paar Seiten, habe ich mich neben zu über die Definition und klassische Symptome informiert. Doch mit etwas mehr Geduld, kommen über die Seiten noch einige Auswirkungen, Symptome und Behandlungsmethoden. Somit gestaltete sich die Geschichte für mich zudem sehr informativ.

Das Alles verpackt die Autorin in einen sehr angenehm zu lesenden Schreibstil. Ich bin geradezu durch die Seiten geflogen. B. Celeste schreibt flüssig, sehr emotional, dramatisch, ergreifend. Ganz nach dem Motto, Gefühle verlangen gefühlt zu werden.

Der Schreibstil macht es einem leicht, in die Geschichte von Em abzutauchen. Sie hat mir als Protagonistin wirklich sehr gut gefallen. Sie ist sehr ruhig, belesen und reflektiert. Ihre Empathie ist stark ausgeprägt, teilweise setzt sie die Gefühle anderer Personen auch über ihre. Mehr als einmal musste ich an den Begriff People Pleaser denken, doch sieht sie oft einfach das Positive. Das Positive in Dingen, in Menschen und darin, jemand anderem eine Freude zu machen.

Im Kontrast dazu steht der Love-Interest Kaiden. Schonungslos direkt, oft auch ein wenig unverschämt, aber man weiß immer woran man bei ihm ist. Und damit ist er manchmal genau das, was Em brauch. Ob er bei Em Sympathiepunkte sammelt oder nicht, er tut ihr gut.

Die Autorin schafft es, medizinisch informativ zu schreiben und gleichzeitig einen zauberhaften Familienalltag mit Romance-Elementen zu kombinieren. Die Charaktere und der Plot sorgen für viel liebevollen Herzschmerz, aber auch leichte, alltägliche Momente. Der Romance-Part war zudem wirklich sehr spicey. In dem Ausmaß hätte ich es nicht erwartet, aber es hat sich ganz gut ins Geschehen eingefügt.

Fazit:

Absolut grandios, wenn man von Emotionen hinweggespült werden möchte. Informativ, gefühlsvoll und ein wirklich schmerzhaft schöner Plot. Die zwei Hauptfiguren werden am stärksten ausgearbeitet und bieten eine unkonventionelle Liebesgeschichte. Doch auch die Familienmitglieder schließt man schnell ins Herz.

Hier sollte man sich einstellen auf Drama und Spice.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Wenn der Tod der Anfang der Story ist

Chaos im Märchenhimmel
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In dem Roman „Chaos im Märchenhimmel“ greift die Autorin die spannende Idee auf, eine Märchengeschichte nach dem Tod starten zu lassen. Märchenfiguren, wie die kleine Meerjungfrau, werden vom Tod in seinem ...

In dem Roman „Chaos im Märchenhimmel“ greift die Autorin die spannende Idee auf, eine Märchengeschichte nach dem Tod starten zu lassen. Märchenfiguren, wie die kleine Meerjungfrau, werden vom Tod in seinem Reich aufgenommen. Er selbst wird ein wenig wie eine Vaterfigur dargestellt, ein wenig unbeholfen, aber liebenswürdig und immer am Besten für seine „Tochter“ interessiert. Aus meiner Sicht eine sehr spannende und originelle Darstellung des Todes.

Das Beste für die drei jungen Frauen bedeutet auch, dass sie über sich hinauswachsen sollen, eine Entwicklung erleben und ihr beendetes Leben verarbeiten. Da kommt dem Gevatter die Idee seiner Ratte Ray nur Recht. Sie sollen ihm bei seiner Aufgabe helfen und bekommen als ersten Auftrag Schneewittchen zugeteilt.

Die Ratte Ray, der Tod und die drei Märchenmädchen wirken zusammen wie eine quirlige Patchworkfamilie. Es ist ständig etwas los, an vielen Stellen wird necken sie sich stark und gleichzeitig unterstützen sie sich dabei das Beste aus sich selbst herauszuholen oder sich selbst zu verstehen. Diese Familie steht für das "Chaos" im Märchenhimmel und wächst einem über die Seiten so ans Herz, dass ich sie gerne in ihrem Abenteuer begleitet habe.

Der Plot hat unheimlich viel Potenzial, was auch von Jacqueline völlig ausgeschöpft wird. Ihre drei Protagonistinnen erhalten durch die Aufgaben und die Beobachtung anderer Leben die Möglichkeit ihr eigenes Leben und ihr Verhalten als Seele im Märchenhimmel zu reflektieren. Natürlich läuft nicht alles so, wie es sollte, was zu einigen Lachern und Schmunzeln führt.

Unterstützt wird das Chaos auch von den drei Märchenwölfen, die versuchen Seelen zu stehlen und ein besonderes Interesse an den neuen Seelensammlerinnen des Todes entwickeln. Aus meiner Perspektive wurden hier romantische Elemente mit eingebaut, die für intensives Magenkribbeln sorgen und Wattpad-Potenzial hätten.

Insgesamt liest sich das Buch weg, wie nichts. Die Idee des Grundplots war super interessant, unterstrichen wurde es mit schönen Romanzen und viel Charakterentwicklung. Abgerundet wird das Gesamtpaket mit einem sehr flüssigen Schreibstil, einem lockeren Ton, vielen humorvollen Stellen und ein paar Zankereien. Es wird an keiner Stelle langweilig.

Mein Highlight ist auch die Betrachtung der einzelnen Märchenwesen nach dem Tod. Was könnten sie wohl für unerfüllte Lebenswünsche mit sich tragen? Was bereuen sie? Inwiefern verändert sie die Erfahrung? Welche Traumata können sie mitgetragen haben? Auch die Bösewichte kriegen ihre psychologische Betrachtung.

Das Thema „Tod“ steht nicht im Vordergrund, ist in diesem Buch jedoch im Hintergrund durchweg präsent. All die Fragen und die neue Betrachtung, werden im Abenteuer immer wieder wie beiläufig aufgegriffen und schön eingewebt. Jacqueline Weichmann-Fuchs schafft es dabei trotzdem, ihr Buch nicht zu düster werden zu lassen. Ihr Humor ist nämlich definitiv im Vordergrund dabei, ohne die Thematik ins Lächerliche zu ziehen.

Fazit:

Ein unfassbar interessanter Plot. Beinhaltet Familienzusammenhalt, Abenteuer und psychologische Aspekte in Verbindung mit Märchenelementen. Viele Fragen wurden mir zu Märchen aufgegriffen, bei denen ich noch nicht wusste, dass ich unbedingt eine Antwort zu möchte. Für kribbelnde Romance-Gefühle ist auf jeden Fall auch gesorgt.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Wenn die Schattenseite näher beleuchtet wird

Book of Night
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Die Autorin beschreibt eine magische Schattenwelt. Ein Teil der Menschheit kann ihren Schatten beleben, ihm Energie zuführen und für sich kämpfen lassen. Der andere Teil recherchiert, ist fasziniert und ...

Die Autorin beschreibt eine magische Schattenwelt. Ein Teil der Menschheit kann ihren Schatten beleben, ihm Energie zuführen und für sich kämpfen lassen. Der andere Teil recherchiert, ist fasziniert und probiert Vieles bis zu Alles, um an einen eigenen, magischen Schatten zu kommen. Mit den Fantasy-Elementen wird man eingeführt in eine komplexe, düstere Welt.

Holly Black beschreibt detailliert ihre Schattenmagie, gibt ihnen sogar einen leicht wissenschaftlichen Touch. Alles ist gut durchdacht. Um den Erläuterungen folgen zu können, muss man aktiv dabeibleiben. Die Geschichte ist also nichts für Zwischendurch.

Einige Erläuterungen wurden von Schattenmagiern in Büchern oder versteckt auf anderen Gegenständen festgehalten. Alles davon hat einen unfassbaren Wert. Und Protagonistin Charlie Hall wird regelmäßig beauftragt das ein oder andere davon zu stehlen. Unter anderem das von Allen begehrte Buch der Nacht.

Charlie hat einen Hang zu falschen Entscheidungen, Gefahr und Talent im Bereich Trickbetrügerei sowie Diebstahl. Sie beobachtet andere Menschen bis ins letzte Detail und übt sich darin sie völlig zu verstehen und zu manipulieren. Dabei schlüpft sie in neue Rollen, kostümiert sich und schlägt mit ihrem Perückenset an den unterschiedlichsten Orten auf. Beim Lesen blickt man durch ihre Augen und sieht, wie sie Menschen als eine Form von Rätsel betrachtet. Und sie löst gerne jedes Rätsel.

Sie war für mich eine durch und durch spannende Protagonistin. Mit ihren Aufträgen und ihrer Trickbetrügerei gehört sie eher zur Seite Antagonist. In ihrer Arbeit ist sie gut, in der Ausführung trifft sie aber auch falsche Entscheidungen. Eine starke Mischung aus Logik und Menschlichkeit. Dafür bleiben die Nebencharaktere vergleichsweise eher blass. Mir wurden sie eher vorgestellt als Rätsel statt als Buchfigur.

Als Leserin, die gerne Rätsel löst, hatte ich sehr viel Spaß an ihrer Perspektive. Während ihrem Auftrag rund um das Buch der Nacht, war ich mit Theorien und Interpretationen direkt mit an Bord. Doch es dauert ein wenig bis das Geschehen an Fahrt aufnimmt, was mit der Erklärung einer komplexeren Fantasywelt in dem ersten Band oft normal ist. Dafür konnten mich die Ereignisse und Enthüllungen am Ende überraschen und komplett von sich überzeugen.

Auch die Trickbetrügerei, hatte mich an die Seiten gefesselt. Bisher habe ich zu der Thematik noch nicht allzu viel gelesen. Die Thematik wurde von der Autorin jedoch interessant gestaltet. Sie greift ein wenig Psychologie auf, Tipps und Tricks werden oberflächlich angeschnitten. Auch wurden kleine Sequenzen darüber eingebaut, wie die Protagonistin übt. Insgesamt fand ich ihre Tätigkeit vielseitig aufgegriffen und spannend.

Abschließend würde ich das Buch lediglich Erwachsenen empfehlen, da es von Brutalität, Spice und Düsternis eher weniger für jüngere Leser geeignet ist.

Fazit:

Eine düstere, spannende Fantasywelt mit dem Blick auf Schatten. Die magischen Elemente sind umfassend beschrieben und Details dazu gut recherchiert. Das Buch wartet mit einer spannenden Protagonistin und einer Tätigkeit, die ich so nicht häufig in Geschichten gefunden hab. Für konzentrierte Leser, die gerne Rätsel lösen und sich am Ende trotzdem überraschen lassen wollen.

Zitat:

„Komm schon, Charlatan, du könntest jemandem den Atem aus der Brust stehlen, den Hass aus dem Herzen, den Mond vom Himmel.“

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