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Veröffentlicht am 30.12.2025

Ein solider Kriminalroman!

Wem du traust
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Darum geht es:
Im Zentrum der Geschichte steht Eva, deren stabiles Familienleben mit ihrem Mann Daniel durch das Verschwinden der fünfzehnjährigen Sofia erschüttert wird. Sofia, die Tochter von Evas bester ...

Darum geht es:
Im Zentrum der Geschichte steht Eva, deren stabiles Familienleben mit ihrem Mann Daniel durch das Verschwinden der fünfzehnjährigen Sofia erschüttert wird. Sofia, die Tochter von Evas bester Freundin, hilft regelmäßig als Babysitterin aus. Nach einer Nacht, in der Daniel sie nach Hause bringt, ist Sofia am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Die fieberhafte Suche nach dem Mädchen zerreißt Evas heile Welt, besonders als ein blutbefleckter Pullover auftaucht. Daniel beteuert seine Unschuld, doch Eva muss sich fragen, wem sie noch vertrauen kann.

Mein Leseeindruck:
Als begeisterte Leserin von Petra Johann war die Vorfreude auf ihr neues Buch groß. Schon Titel, Cover und Klappentext weckten sofort meine Neugier und machten Lust aufs Lesen. Der Einstieg fiel leicht, denn ihr Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen.

Über weite Strecken baut sich allerdings kaum Spannung auf. Erst in den letzten rund 100 Seiten nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf. Davor stehen vor allem die Vorstellung der Ermittler und ihres Teams im Vordergrund. Hinweise oder Andeutungen, die ein Miträtseln ermöglichen würden, fehlen fast vollständig. Falsche Fährten oder überraschende Wendungen gibt es kaum, sodass klassischer Rätselspaß ausbleibt.

Trotzdem habe ich das Buch nicht ungern gelesen. Der Schluss war zufriedenstellend, und Petra Johanns klarer, gut lesbarer Stil macht die Lektüre auch ohne durchgehende Spannung angenehm.

Fazit:
3,5/5 ⭐️ Ein solider Kriminalroman, der keine großen Überraschungen bietet und vor allem auf einen angenehmen Lesefluss setzt.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Eine Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt hat.

Die Heilerin des Nordens
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Darum geht es:

Im Lappland des 19. Jahrhunderts wächst Miija in einer Welt auf, die tief mit der Natur und den spirituellen Traditionen der Samen verbunden ist. Als Tochter einer Schamanin trägt sie früh ...

Darum geht es:

Im Lappland des 19. Jahrhunderts wächst Miija in einer Welt auf, die tief mit der Natur und den spirituellen Traditionen der Samen verbunden ist. Als Tochter einer Schamanin trägt sie früh eine besondere Verantwortung, die sie zugleich ehrt und von anderen trennt. Während äußere Einflüsse wie das Christentum und die moderne Heilkunst zunehmend in das Leben ihres Volkes eingreifen, gerät Miija zwischen Tradition und Veränderung. Inmitten dieses Umbruchs muss sie ihren eigenen Weg finden, zwischen Glauben, Herkunft und einer Begegnung, die ihr Leben nachhaltig prägt.

Mein Leseeindruck:

Für mich ist Ines Thorn die Queen des historischen Romans und auch mit diesem Buch hat sie mich vollkommen überzeugt. Die Geschichte beginnt am 13. Januar 1833 und begleitet Miija von ihrer Geburt bis ins Erwachsenenalter. Schon sehr früh ist sie mir ans Herz gewachsen, denn die Autorin hat mit ihr eine großartige Protagonistin geschaffen. Miija ist eine Figur voller Tiefe und besonderer Charakterzüge. Man spürt ihre Stärke, ihre Verletzlichkeit und ihre unerschütterliche Verbundenheit zu ihrer Welt, und genau das macht sie so einzigartig und lebendig.

Bereits nach dem ersten Kapitel entwickelte der Roman eine starke Sogwirkung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da es auf keiner einzigen Seite langweilt. Ich habe mit Miija gelitten, gelacht, gehofft und gebangt. Ihre Geschichte hat mich emotional durchgehend begleitet.

Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich und stimmungsvoll die Autorin schamanische Rituale und Bräuche in die Handlung einbindet. Die Natur Lapplands wird mit großer Kraft beschrieben. Mächtig, rau und zugleich unnahbar. Wind, Kälte und die endlose Weite waren für mich beim Lesen spürbar und haben eine außergewöhnlich dichte Atmosphäre geschaffen. Ich habe den Roman zufrieden und glücklich beendet. Es bleibt das Gefühl, eine besondere Geschichte gelesen zu haben. Intensiv erzählt, atmosphärisch dicht und emotional tiefgehend. Ich hoffe sehr, noch viele weitere historische Romane von Ines Thorn lesen zu dürfen.

Fazit:

5/5 ⭐️ Eine Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen gefesselt hat. Eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Ein tief berührender Roman, der Geschichte lebendig macht und lange im Herzen bleibt.

Lebensbande
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Darum geht es:
Die Geschichte erzählt vom Schicksal dreier Frauen, deren Leben während und nach dem Zweiten Weltkrieg eng miteinander verbunden ist. In einer Zeit voller Angst und Bedrohung entwickeln ...

Darum geht es:
Die Geschichte erzählt vom Schicksal dreier Frauen, deren Leben während und nach dem Zweiten Weltkrieg eng miteinander verbunden ist. In einer Zeit voller Angst und Bedrohung entwickeln Lene, Nora und Lieselotte eine tiefe Freundschaft, die sie über große Entfernungen und schwerste Prüfungen hinweg trägt. Sie erleben Krieg, Verfolgung und Zwangsarbeit in der Sowjetunion und müssen Entscheidungen treffen, die ihr Leben und das der Menschen, die sie lieben, maßgeblich beeinflussen. Jahrzehnte später bringt ein unerwarteter Brief die Vergangenheit erneut in das Leben einer der Frauen und konfrontiert sie mit Erinnerungen, die lange zurückzuliegen schienen.

Mein Leseeindruck:
Ein Lesegenuss vom Allerfeinsten!
Bevor ich erzähle, warum mich dieses Buch so sehr berührt hat, möchte ich euch unbedingt ans Herz legen, wenn ihr die Chance habt, eine Lesung von Mechthild Borrmann zu besuchen, nutzt sie. Es macht große Freude, Hintergründe zu erfahren und ihre Texte von ihr selbst lesen zu hören.

Der Roman erzählt die Geschichte von Lene, Nora und Lieselotte, drei Frauen, deren Leben vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall in Ost und Westdeutschland eng miteinander verbunden sind. Auf zwei Zeitebenen entfaltet sich die Handlung, in der Gegenwart 1991 und in der Vergangenheit ab 1931.

Die Erzählweise ist zart und leise und gleichzeitig unglaublich kraftvoll. Man spürt die Freude, das Glück und die Hoffnung, aber auch den Schmerz, der oft so nah beieinanderliegt. Ich habe die Protagonistinnen mit dem Herzen begleitet, mit ihnen gelitten, gehofft und gestaunt. Diese Geschichte bewegt, erschüttert und berührt. So könnte Geschichtsunterricht wirklich Spaß machen. Ein Buch, das noch lange nachklingt.

Fazit:
5/5 ⭐ Ein tief berührender Roman, der Geschichte lebendig macht und lange im Herzen bleibt. ♥️

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Geschichte, Spannung und Historie perfekt kombiniert.

Die weiße Nacht
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Darum geht es:
Der Roman spielt im Berlin des Hungerwinters 1946/47 und verbindet eine Mordermittlung mit der Auseinandersetzung über Erinnerung und Schuld in der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt stehen ...

Darum geht es:
Der Roman spielt im Berlin des Hungerwinters 1946/47 und verbindet eine Mordermittlung mit der Auseinandersetzung über Erinnerung und Schuld in der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt stehen die junge Fotografin Lou Faber, deren Bilder unbeabsichtigt Teil polizeilicher Ermittlungen werden, und Kriminalkommissar König, der in einem zunehmend komplexen Fall unter starkem zeitlichem und moralischem Druck steht. Die Handlung verknüpft private Wahrnehmung und professionelle Ermittlungsarbeit und führt von einem einzelnen Todesfall zu einer Serie von Verbrechen. Dabei rückt eine Vergangenheit in den Fokus, die von Verdrängung und Schweigen geprägt ist und deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.

Mein Leseeindruck:
Zuallererst ein großes Lob für das Cover. Es passt perfekt zur Geschichte und zeigt, als würde man durch eine Kamera blicken, ein Kettenkarussell als Symbol für den Wiederaufbau und die Rückkehr zur Normalität in der Nachkriegszeit. Das ist einfach wunderschön gestaltet und weckt die Neugier auf die Geschichte.

Anne Sterns Schreibstil ist wie gewohnt einfach großartig: präzise, einfühlsam und mit einer erzählerischen Leichtigkeit, die selbst schwere Themen zugänglich macht. Mit Lou Faber und Kriminalkommissar König schafft sie ein neues Ermittlerduo, das sofort lebendig wirkt. Beide Protagonisten haben die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Nazi-Zeit überlebt, und ihre Erfahrungen prägen ihr Handeln und ihre Wahrnehmung der Welt.

Die Leiche, die den Ausgangspunkt der Geschichte bildet, hat auch bei mir viele Fragen aufgeworfen. Ich habe mit großer Spannung die Ermittlungsarbeiten von Lou und König verfolgt, mitgerätselt und dabei eine echte Gänsehaut bekommen, angesichts dessen, was sich nach und nach aufgetan hat. Die Auflösung des Falls hat mir sehr gefallen, und obwohl er abgeschlossen ist, bleiben am Ende viele Fragen offen. Ich freue mich riesig auf den nächsten Fall für Lou und König.

Anne Stern verbindet ihr fundiertes historisches Wissen gekonnt mit einem packenden Kriminalfall. Das Ergebnis ist ein spannender, emotional dichter Roman, der Geschichte und Krimi auf außergewöhnliche Weise vereint.

Fazit:
4,5/5 ⭐️ Geschichte, Spannung und Historie perfekt kombiniert. Ich kann den nächsten Fall kaum erwarten!

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Ein starker achter Band, der die Reihe auf hohem Niveau fortsetzt.

Fräulein Gold: Der Preis der Freiheit
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Darum geht es:
Berlin 1932. Die Hebamme Hulda Gold arbeitet im Frauengefängnis in der Barnimstraße und kümmert sich dort um inhaftierte Schwangere. Sie begegnet Frauen, die oft verzweifelt sind und kaum ...

Darum geht es:
Berlin 1932. Die Hebamme Hulda Gold arbeitet im Frauengefängnis in der Barnimstraße und kümmert sich dort um inhaftierte Schwangere. Sie begegnet Frauen, die oft verzweifelt sind und kaum Gehör finden. Als eine junge Insassin innerhalb der Gefängnismauern plötzlich stirbt, kommen Zweifel an der offiziellen Todesursache auf. Der Verdacht richtet sich gegen Anna Marwitz, die wegen Mordes verurteilt wurde und kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes steht. Hulda beginnt, an ihrer Schuld zu zweifeln. Die Ermittlungen übernimmt Kriminalkommissarin Irma Siegel, mit der Hulda eine schwierige gemeinsame Vergangenheit verbindet. Während sich die politischen Verhältnisse in Deutschland zunehmend zuspitzen und radikale Kräfte an Einfluss gewinnen, geraten beide Frauen in einen gemeinsamen Kampf gegen Unrecht. Sie kämpfen für die Zukunft aller Frauen und den Schutz ihrer Familien.

Mein Leseeindruck:
Anne Stern schafft es auch im achten Band der Reihe „Die Hebamme von Berlin“ wieder mühelos, mich von der ersten Seite an in ihre Geschichte hineinzuziehen. Ihr stimmungsvoller, feinfühliger Schreibstil lädt sofort zum Abtauchen ein. Kaum aufgeschlagen, befindet man sich mitten im Berlin des Jahres 1932. Seit dem ersten Band verfolge ich mit großer Begeisterung nicht nur die politische Entwicklung dieser Zeit, sondern ganz besonders den Weg von Hulda Gold. Ich liebe es, wie Anne Stern über all die Jahre hinweg Huldas private Entwicklung erzählt. Zu lesen, wie Hulda den Spagat zwischen Beruf, Verantwortung und ihrem ganz persönlichen Leben meistert, ist für mich einer der schönsten Aspekte dieser Reihe. Der achte Band führt uns diesmal in das berühmt berüchtigte Frauengefängnis in der Barnimstraße. Ein Setting, das ich als äußerst gelungen empfunden habe. Dank der hervorragend recherchierten Details und der spürbaren Ortskenntnisse der Autorin entsteht beim Lesen ein eindringliches Bild. Die Mordaufklärung entfaltet sich vor einer düsteren, beklemmenden Atmosphäre, während der Nationalsozialismus immer stärker seine Schatten vorauswirft.

Ein besonderes Highlight war für mich das Wiedersehen mit vertrauten, liebgewonnenen Figuren, die sich wie alte Bekannte anfühlen und der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen. Der Preis der Freiheit verbindet historische Spannung mit viel Gefühl und beleuchtet eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auf bewegende und fesselnde Weise.

Fazit:
5/5 ⭐️
Ein starker achter Band, der die Reihe auf hohem Niveau fortsetzt.

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